Und nun zum Wetter… (verfasst am 19.7.2014)

Am Freitag durfte ich zur Kenntnis nehmen, dass das Wetter an diesem Wochenende richtig schön werden soll. So der Wetterfrosch. Über mehr als 30°C sollen wir uns im Kollektiv freuen dürfen. Die mickrigen 28°C der letzten Tage ließen aber auch schon fast den nahenden Herbst vermuten.

Die Wertung von schön liegt im Allgemeinen im Auge des Betrachters, worüber sich bekanntermaßen nicht/trefflich streiten lässt.

Ich weiß ja nicht, in was für einem klimatisierten Biotop diese gemeinhin orakelnde Amphibie (samt Kollegenstab) den ganzen Tag zu leben pflegt, aber die aktuell herrschenden Temperaturen sind doch alles andere als schön…außer schön heiß.
Aber wehe das Quecksilber erklimmt bei Sonnenschein mit leichter Bewölkung gerade einmal mit Ach und Krach die 25°C- Marke, dann fragt sich schon die halbe Wetterwelt, wohin denn der Sommer so plötzlich entfleucht ist. Macht er gar gerade Urlaub, tönt es empört aus den Lautsprechern.

Das wird es sein. Der Sommer nimmt sich auch einmal das wohlverdiente Recht auf außertariflich beschlossene Urlaubszeit.

Ich hoffe nur, dass er bei einer etwaigen Fahrt mit der Bahn folgendes beachtet:
Neben einem gültigen Ticket (logisch) sollte in greifbarer Nähe immer ein Jäckchen mitgeführt werden für den Fall A, dass die Klimaanlage tatsächlich funktioniert. Oftmals funktioniert diese dann nämlich so gut, dass man problemlos ein Eis (Geschmacksrichtung nach Wahl) auf der Strecke von zum Beispiel Dresden nach Leipzig fast unbeschadet mit sich führen könnte, ohne zusätzliche Kühlvorrichtungen zum Reiseinventar hinzuzählen zu müssen. Ich habe jedenfalls aus Schaden gelernt und führe selbst bei 30°C eine Strickjacke mit, wenn ich mich von der Bahn chauffieren lasse. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Auf Anfrage vom Mitreisenden, ob die frostige Atmosphäre nicht ein klein wenig feinfühliger auf Wohlfühlstufe reguliert werden könne, gab es oft nur ein lapidares „Geht nicht!“ zu hören.
Da wären wir schon bei Fall B: Geht nicht. Also die Klimaanlage geht nicht. Dann wiederum nützt das Jäckchen nicht viel und man wöllte es wie andere Kleidungsstücke, die am Leibe kleben, am liebsten auf der Stelle loswerden. So auch in diesen heißen Tagen schon wieder geschehen, als die Elektronik zum wiederholten Male in diesem und in vergangenen Jahren streikte und die Reisenden unbarmherzig in den Schwitzkasten genommen wurden.
Eine Busfahrt scheint auch keine sonderlich bessere Alternative darzustellen, wie auch hier Beispiele beweisen. Entweder fällt auch hier die Technik aus, oder man sitzt durch einen Stau in einem Brutkasten, respektive Glutofen fest. Für die Benutzung eines Autos gilt Ähnliches. Kreislauf adé, Kollaps juchhe!

Denkt eigentlich jemand bei den euphorisch übersteigerten Wetteransagen an die alten und ganz jungen, malochenden und sonstig schwitzenden Menschen, denen diese „freudige Botschaft“ als (Toll-)Kirsche auf den zerfließenden Sahneklecks serviert wird? Von denen freut sich bestimmt jeder einzelne einen richtig großen Keks (der sich unter Umständen mittlerweile zum Zwieback gewandelt haben könnte).
Aber klar: Schönes Wetter dieses Wochenende.

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