Das muss man sich mal durch den Kopf ziehen… (25.7.2014)

….oder eben auf den Kopf.
Zum Schutze der (vielleicht gerade noch vom Fachmann taufrisch hergerichteten) Frisur geht so manche Frau unter Umständen eher weniger konventionelle Wege, weil diese beim Betrachter selber schon mittelmäßig skurril im Auge jucken. Ähnlich einer Trockenhaube, nur in wenig dezentem Quietschegrün, wurde solch eine Tragetasche als Kopfbedeckung zweckentfremdet. Mit Sicherheit erfüllte dieser ausgebeulte Plastikballon seine Funktion, aber es gehört schon einiges an Selbstbewusstsein dazu, damit durch die Innenstadt zu marschieren. Oder man zieht sich die Tüte ein Stück weiter ins Gesicht, um ein klein wenig die Anonymität zu wahren… (Hinweis an Kinder und suizidal gefährdete Menschen: Nicht nachmachen!)
Aber was tut man nicht alles für den perfekten Sitz der dauergewellten Haarpracht.

Dieses Phänomen trifft man auch gern bei Radlerinnen an. Zum Erhalt der getrimmten Hornauswüchse wird gerne auf einen Helm verzichtet. Ich kenne da auch jemanden… (ich bin mit besten Überredungskünsten und Engelszungen bei der Sache…bald habe ich sie soweit, ganz bestimmt).
Da muss ich an meinen ehemaligen Fahrlehrer denken, der sich über diejenigen Jogger amüsiert hat, die direkt auf dem Asphalt einer etwas unübersichtlichen Landstraße laufen, nur um bei Regen ihre Lauftreter vor dem Schmutz des relativ breiten Randstreifens zu schützen. Er meinte dann nur trocken dazu: Hauptsache die Schuhe sind noch sauber, wenn diese Leute mal ein Auto erwischt hat. Vielleicht kann man die dann wenigsten noch verkaufen.
Und so ist es auch mit Schutzhelmen. Natürlich bewahren sie den Träger nicht vor allen Unfallfolgen, aber ganz umsonst sind sie auch nicht.
Aber da kann man sich den Mund fusselig reden: Wenn der Kopf kaputt ist, dann ist es meist auch die Frisur, und wenn nicht, dann hat man unter Umständen aber zumindest nichts mehr davon.
Das sollte man sich in einer ruhigen Minute überlegen.

Das muss man sich also mal durch den Kopf ziehen.

Iiihhh, unschöne Vorstellung. Macht man das dann wie die alten Ägypter durch die Nase oder nutzt man hierfür die beiden Hörlöcher rechts und links vom Denkmuskel? Ich glaube, dass die Sprecherin dieser Formulierung sich nicht ganz entscheiden konnte, ob sie es sich durch den Schädel gehen lassen oder, was auch immer, reinziehen wollte. Passiert. Es ist aber auch nicht immer so einfach mit den Redewendungen.
Aber nicht den Sand in den Kopf stecken…das wird schon!


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