Fähnchen im Wind (27.7.2014)

Nein, ich meine nicht jenen plötzlichen Gesinnungswandel, der zuweilen die Menschen befallen kann, sondern jene enervierenden Schwenkelemente an Kinderfahrrädern.

Der Aufbau ist als recht simpel zu bezeichnen: Ein Wimpel steckt an einem überkindsgroßen, dünnen Strohhalm mit einem Ausschlagsradius von dünnem Schilfrohr bei Sturm.

Dieses Gebilde neigt gerne dazu, einer durchdrehenden Wünschelrute vor den Niagarafällen gleich, vom linken zum rechten Grünstreifen schmaler (Rad-) Wege zu pendeln.
Komm‘ da mal ungeschoren daran vorbei…

Diese Pendelei unterliegt auch keineswegs einer gewissen Regelmäßigkeit, sodass man ansonsten einen geeigneten Augenblick zur Vorbeifahrt hätte abpassen können, sondern ist an die Tretleistung, Fahrtwind und Koordination der stolzen Besitzer gekoppelt.
Man darf sich nicht täuschen lassen.
Spätestens auf gleicher Höhe fliegt es garantiert wieder um die Ohren. Wetten? Ausprobieren!

Es ist gut, dass Kinder optisch markiert werden und dass die Fähnchen als Nebeneffekt verhindern, dass andere zu dicht an ihnen vorbeirauschen. Aber gibt es keine Alternativen zu diesen schwankenden Ungetümen, deren Spitzen außerdem perfekt in die Augen von Überholenden passen? Bunte Warnwesten, kleine, aber stabile Abstandshalter am Gepäckträger, oder was weiß ich…

Zumindest gibt es gerade weniger von diesen Beflaggungen der kleinen Pedalritter. Es gab mal eine richtige Schwemme.
Vielleicht ging es den Eltern selbst irgendwann auf den Zeiger, wenn die Kleinen hin und wieder an ihnen vorbeigeeiert sind…

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