Materialschlacht zwischen A wie Apfel und Z wie Zucchini (verfasst am 29.7.2014)

Neulich im Supermarkt…

Will man es der Kassiererin am Ende unseres neuzeitlichen Jäger- (respektive Sucher-) und Sammlerdaseins nicht unnötig schwer machen, so verstaut man in der Regel Obst und/oder Gemüse im Vorfeld nach Sorten getrennt in jeweils eigene Tütchen, die einem nutzdienlicherweise gleich an Ort und Stelle angeboten werden.
Man soll ja schließlich Äpfel und Birnen nicht einfach zusammenwerfen …

Was da final herauskommt, ist eine wahre Materialschlacht. Da hockt jedes Teilchen nach Familienname geordnet in seiner dünnen Plastikhülle und scheint den armen Wagenschieber, dessen eigener Appetit auf vielfältige Frischware es ihm selbst eingebrockt hat, vorwurfsvoll aus diesem leise raschelnden Kunststoffmeer entgegenzublicken.

Vermutlich bockt auch gerade die rote Paprika, weil sie nicht zusammen mit der gelben Kollegin in einen Topf, äh in eine Tüte wandern durfte. Es wird nämlich trotz Einheitspreises streng nach Farbe abgerechnet (vermutlich zur Bestandskontrolle) und wenn nötig, dafür vom Personal an der Kasse noch einmal korrekt aussortiert…seltsamerweise habe ich dann oftmals das Gefühl, vorwurfsvolle Blicke zu ernten. Hoffentlich ist das nur Einbildung. Und ansonsten: Wenn ich schon Plastikbeutelchen verwende, dann bleibe ich zumindest in diesem Punkt einmal ausnahmsweise rebellisch und widersetze mich bewusst den Trennungsregeln, indem ich sämtliche Farben dieses Gemüses in ein gemeinsames temporäres Zuhause eintüte oder gar nicht. Basta!

Je nach Ausmaß des Einkaufes kann man aber in herkömmlichen Märkten auch nicht gänzlich auf Plastik verzichten, oder soll ich demnächst meine 49 Kirschen, 53,5 Heidelbeeren (eine wurde angedrückt), 5 Pfirsiche, 7 Champignons, et cetera, et cetera lose aufs Band legen? Und wie sieht es aus, wenn man selbst zum SB-Waagemeister ernannt wird: Viel Spaß beim Stapeln und Sichern der Ladung auf der Waagschale.
Also endet es leider doch oft in einer Materialschlacht zwischen A wie Apfel und Z wie Zucchini.

Für ein bisschen gutes Gewissen wandert dann diese künstliche Sintflut in den Jutebeutel. Der ist wenigstens wiederverwendbar.

Zumindest geben diese Tütchen einen prima Müllbeutelersatz her. Vielleicht taugt das doch noch zu einem happy end im Beutelwahnsinn?

Viel Spaß jedenfalls beim nächsten Einkauf!
Und: Einfach mal darauf achten… (-:

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