Rote Ampeln und andere Empfehlungen (20.8.2014)

Rot ist eine Farbe. So weit gehen sicher erst einmal alle mit.
Für den ein oder anderen birgt sie in Form einer Lichtzeichenanlage/Wechselzeichenanlage (zu Deutsch: Ampel) sogar eine Funktion.

Na?

Gut ich helfe mal schnell: ANHALTEN!

Und das ist dann tatsächlich auch nicht nur als Empfehlung gedacht, dass der geneigte Vier-, Drei- oder Zweiradfahrer doch kurz inne halten möge, sondern ist durchaus als verbindlich zu betrachten, auch wenn so mancher ersteres gern für sich reklamieren wöllte.

Dies ist auch keineswegs ein Witz mit ganz langem Bart. Nein, nein. Das ist der vollste Ernst…und zwar nicht nur meiner, denn man kann es auch in einem einschlägig bekannten Gesetzeswerk nachlesen.
Noch ein Tipp: StVO. Mehr verrate ich jetzt aber nicht.

Wenn man die entsprechenden Paragraphen weder im Detail, noch in Auszügen kennen sollte, dann helfen doch wenigstens gesunder Menschenverstand und Empirismus, schließlich haben das schon Mama und Papa folgendermaßen erklärt: Bei Grün darfst du gehen, bei Rot bleibst du stehen!
Klingelt da was?
Ja, im Gegensatz zu Fußgängerampeln fehlen zwar die netten Ampelmännchen und –frauchen, aber Rot bleibt Rot.

So.

Komme ich nun von Witzen mit Bart, die todernst sind, zu älteren Herren mit Bart, die nicht tot sind, aber ernsthaft nachdenken sollten.

 

An einer Haltestelle mit durchgehendem Autoverkehr wollte ich in eine Bahn einsteigen. Nachdem schon zwei Pkw im Affenzahn zwischen mir (noch auf dem Bordstein stehend) und der noch langsam einrollenden Bahn durchgebrettert sind, rollte schließlich ein weiteres Fahrzeug auf mich zu, nachdem ich beschlossen hatte, nun doch endlich mal Richtung TRAM aufzubrechen.
Also setzte ich einen Schritt auf den Asphalt.
Der Herr schien ein klein wenig irritiert, was ich da wollte, und drosselte kaum merklich das Tempo.

Bevor er mir doch noch in die Beine rollte, hielt ich inne und wagte einen strengen Blick hinter die Windschutzscheibe. Der Graubärtige war anscheinend noch immer nicht so Recht zur Erleuchtung gelangt, obwohl die TRAM schon seit ein paar Sekunden zur Ruhe gekommen war. Schließlich hielt er endlich doch an.

 

Um solch eine Situation zu vermeiden, haben die Verkehrsbetriebe an dieser und ähnlich gelagerten Stellen die sogenannte Zweifarbenampel gepflanzt.
Die leuchtet in Gelb und ROT, wenn eine Straßenbahn in den Haltestellenbereich einfährt, und dient ergo nicht rein zu dekorativen Zwecken.

Und was sagt uns das, wenn ROT ist?

Moment, ich höre da gerade Zwischenrufe aus der letzten Reihe… Was, die Ampel könnte defekt gewesen sein?
Ähm, da fällt mir nichts dazu ein. Ehrlich!

In solchen Fällen gilt natürlich die StVO und was man damals sonst noch in der Fahrschule so beigebracht bekommen hat.
An einer Kreuzung mit ausgeschalteten Lichtzeichen brettern wir doch auch nicht einfach drüber, sondern besinnen uns der in solchen Fällen geltenden Regeln…sprich: Straßenschilder, grüne bzw. (mittlerweile) blaue, winkende Männlein, rechts-vor-links, …, und VORSICHT walten lassen.

Ich empfehle bei Nichtverständnis dieses Tatsachenbestandes, eine der ortsansässigen Fahrschulen zu besuchen, sich beim Verkehrserziehungskurs anzumelden oder sich der Lektüre der StVO (für den geschilderten Fall explizit §20 und §37) bei Wein und Kerzenschein zu widmen.
Viel Spaß!

 

 

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