Monatsarchiv: September 2014

Traumland-NEWS aktuell: Rotsünderin verschläft das Grün (29.9.2014)

Wie ein geölter Blitz mit Helm flog die Erscheinung vor unseren Augen vorbei. weiterlesen


Geknickt (25.9.2014)

 

Wie sagt man so schön: Manche haben echt den Bogen raus.

 

Das neue Eier-Phone hat es anscheinend auch. Klasse, was das Ding alles kann.
Es ist also tatsächlich in der Lage, seine Form zu ändern…sogar ohne, dass es der Besitzer eigentlich möchte. Das erinnert mich an eine Amöbe, die sich allein durch Formänderung ihrer Zellwand fortbewegen kann.
Der einzige Weg des Eier-Phones der 6. Generation wird es so wohl aber lediglich gen Mülleimer führen. weiterlesen


24.9.2014

Mahnend werden wir seit August bei unseren Einkäufen daran erinnert:

Bald ist Weihnachten!

Ein bisschen tun mir die ganzen schokoladigen Kerlchen im Regal leid, weil die Kundschaft ihnen (noch) beflissentlich die braungebrannte kalte Schulter zeigt. Ich möchte da nicht so wie bestellt und (tatsächlich) nicht abgeholt herumstehen müssen…

 

Na, eigentlich schon alle Geschenke dafür zusammen?

 

Oh, du fröhliche, oh du selige,

gnadenbringende Kommerzzeit!

 

Naja, ein bisschen Gnadenfrist haben wir ja alle noch. Da fällt noch genug buntes Laub von den Bäumen, fließt noch genug Wasser die Elbe herunter und fällt vielleicht noch die ein oder andere Schneeflocke vom Himmel.

Weihnachten ist an sich eine schöne Zeit, wenn bei Spaziergängen aus den Fenstern warmes, heimeliges Licht fällt und die Menschen einem gewissen Hang zum Kitschigen verfallen. Man sollte aber eben tunlichst vor allem in der heißen Endphase die Einkaufstempel meiden…es sei denn, man fühlt sich im gehetzten Gedränge (Seit wann ist denn bekannt, wann Heiligabend ist?! Ich brauche doch noch schnell was für die Lieben.), gruseliger Weihnachtsdudelei (Last Christmas…*schauder*) und schreiender Frohe-Weihnachten-!!!!!-Deko wohl.

 

Aber erst einmal ist sowieso noch der Nikolaus dran.

 

Schon alle Geschenke zusammen?

 


Mit gestrecktem Zeigefinger (24.9.2014)

Gestern wurden in Rüsselsheim zwei in einer Fußgängerzone frei herumlaufende Staffordshire Terrier von Polizeibeamten erschossen.

 

Dass Tiere sterben mussten, ist tragisch. Keine Frage. Ihre Schuld war es definitiv nicht!

ABER: Warum wird jetzt allein wieder anklagend mit gestrecktem Zeigefinger auf die Polizei gezeigt?!

 

Sollte man seine Entrüstungsstürme nicht ebenfalls gegenüber dem Besitzer geltend machen, der seine beiden Hunde anscheinend nicht im Griff hatte. Wo blieb seine geltende Kontrollpflicht?!

 

Schön, wenn die Tiere als Aufpasser für die Shisha-Bar dienen sollten.
Das entbindet aber keinesfalls bei solchen Listen-Hunden von der Sorgfaltspflicht, dafür zu sorgen, dass sie eben nicht unbeaufsichtigt umherirren können…selbst wenn unter ominösen Umständen versucht wurde, in die Bar einzubrechen, weshalb die Tiere ins Freie gelangen konnten.

 

Es handelte sich hier um keine Schoßhündchen…und selbst die können schmerzhaft in die Wade beißen.

 

Widersprüchlich finde ich auch, dass die beiden Hunde nur lieb auf der Straße gespielt hatten, aber trotzdem durch einen Onkel des Besitzers nicht einzufangen waren, weil sie keine Halsbänder trugen.
Halsbänder hätten sich doch bestimmt auftreiben lassen…

Toll finde ich auch die obligatorischen Beteuerungen von nahen Anwohnern, Freunden und Bekannten, dass die doch so lieb und niedlich gewesen sind.

Tja, das haben schon viele behauptet und am Ende fehlte einem Kind eine Gesichtshälfte…
Jeder Hund kann eine potentielle Gefahr darstellen…auch der familientreue Golden Retriever kann plötzlich ausrasten, weil er sich lediglich zum Beispiel erschreckt hat oder die Quelle für einen einwirkenden Schmerzinsult falsch zuordnet. Aggressivität ist nicht allein das Problem.
Und so können auch diese beiden Hunde von einem Moment zum anderen zuschlagen, was sie anscheinend auch getan hatten…egal, ob nur eine oder doch zwei Personen betroffen waren. Und diese Rasse hat richtig Kraft!

 

Den tierschützlerischen Aufschrei hätte ich gern gesehen, wenn dort ein Kind vorbeispaziert und angegriffen worden wäre.
Dann hätten die Leute auch wieder nur mit dem Finger auf die Polizisten gezeigt.

 

Die Polizei hätte anders agieren können und müssen. Das bereits kontaktierte Tierheim wäre eine Lösung gewesen. Mit Betäubungsmunition hätte man die Tiere notfalls bändigen können. Letzteres bedarf aber auch eines Sachkundigen mitsamt Material, der nicht an jeder Ecke herumsteht!
Wenn aber schon Menschen angegriffen werden, dann bleibt nicht viel Spielraum. Wer weiß, ob die Hunde nicht noch mehr aufdrehen würden, wenn sie sich bedrängt fühlen.

 

Die ganze Sache ist irgendwie zwiespältig. Welche Seite hat Recht, wer übertreibt, wer redet etwas zu seinen Gunsten schön?
Wenn man nicht vor Ort gewesen ist, kann man dies noch schlechter bis gar nicht beurteilen.

 

Mich regt aber auf, dass wieder solche Die–sind-doch-so-lieb-und-wollten-nur-spielen-Menschen besonders laut tönen, was die Polizei wieder für einen eklatanten Mist verzapft hätte. Ja, auch sie haben sicher Fehler gemacht, aber wenn solche einschlägig eingestuften Tiere außer Kontrolle sind, dann kann man keine einzige Sekunde fürs sie garantieren!! Ich würde selbst für einen Goldie meine Hand nichts ins Feuer legen, auch wenn er jahrelang noch so treu gewesen sein mag.
Es gibt manchmal Situationen, die man nicht berechnen kann.
Es sind Tiere. Und wie Tiere handeln sie auch. Wir Menschen sollten uns nicht anmaßen zu behaupten, in ihre Köpfe schauen und ihr Handeln vorhersagen zu können!

 

Letztlich wurden die beiden Tiere nur Opfer von Sorglosigkeit und Fahrlässigkeit des Besitzers (!), einer Verkettung von unglücklichen Umständen (siehe angeblichem Einbruch…) und der Überforderung von Beamten, die nun allein als Buhmänner erhalten müssen.
Liebe Tierschützer, die ihr im Internet gerade hemmungslos über die Polizei herzieht:
Dann helft ihr doch mal in solch einer undurchsichtigen Gefahrensituation aus! Freiwillige vor!!
Aber aus der Ferne hinter euren sicheren Bildschirmen lässt sich ja vortrefflich wutbürgerlicher Tierschützer spielen. Wurde ja mal wieder Zeit, dass man sich über irgendetwas aufregen kann, nicht wahr? Super, wenn es auch mal wieder die Polizei ist, über die man sich auslassen kann.

 

Ach, und noch etwas:
Man sollte parallel auch mal mit dem Finger auf jene zeigen, die Hunde mit bekannt höherem Aggressionspotential züchten, auf jene, die deren Ruf in der Vergangenheit schlagzeilenträchtig in den Schmutz gezogen haben (Abrichten) und auf jene Besitzer, die ihre Tiere nicht erziehen und somit den Weg dafür ebnen, dass ein Tier (aus Angst…) außer Kontrolle geraten kann!

 

Das Erziehen von Hunden hat nicht nur mit „Gefügig machen“ zu tun, sondern auch mit dem Abhärten gegenüber unbekannten Einflüssen, die auf das Tier einwirken können.
Dies gilt nicht nur für „gefährliche Rassen“, sondern auch für die kleinen Toyrassen, die regelmäßig den rüpelhaften Großkotz heraushängen lassen…oft auch nur aus ängstlicher Reaktion heraus.

 

Das nur mal aus meiner Sicht. Um die Tiere ist es jedenfalls schade.
Der Mensch hat es verbockt.

 


Mit Anlauf und bitte recht freundlich…ein Blitzermarathon. (22.9.2014)

Vergangene Woche fand bundesweit der sogenannte Blitzermarathon statt. Die dafür abgestellten Polizisten mussten dafür nicht zwingend 42,195km laufen, durften sich aber kräftig als Hobbyfotografen austoben.

Meine beiläufig dabei gelernte und aufs äußerste in Staunen versetzende Erkenntnis des Tages dazu:
Je weniger offensichtlich die Kontrolle, desto öfter blitzt es. [in Anlehnung an eine Zeitungsartikelüberschrift]

 

NEEEEIIIIN! Wie das?!

 

  Offensichtlichkeit       =  __     1,00                
.              1,00                             Blitzertreffer

Das ist ja eine reziprok proportionale Gleichung. Wahnsinn.

 

Wenn ich meine fast tägliche Zeitungslektüre nicht hätte, dann wäre ich wohl irgendwann dumm gestorben. Glück gehabt, würde ich sagen!

 

Schön blöd, wenn man wie eine gesengte Sau rasen sollte, aber richtig dämlich ist man, wenn man dies auch dann noch tun würde, wenn man schon aus 10km Entfernung die in Neonfarben leuchtenden Ordnungshüter sehen kann. Es gibt zwar ein paar dieser Blindschleichen/-raser und unverbesserlichen notorischen Bleifüßler im Straßenverkehr, bilden aber (hoffentlich) eigentlich nicht die Regel.

 

Es gab wohl auch, laut unter der Hand verbreiteten und unglaublich feinsinnig recherchierten Berichten, signifikant steigende Raten an unfreiwillig ergatterten Passbildern, nachdem die klar als Kontrollstellen erkenntlichen Beamten abgerückt waren und Kollegen inkognito weiterblitzten.

Was soll man dem noch entgegensetzen? Wenn sich eine Fallgrube vor mir abzeichnet, dann renne ich doch nicht extra hinein…oder nehme ich doch noch mal Anlauf? Hmmm…

 

Aber hey:
ZUCKER IST KEIN SALZ….das werfe ich jetzt mal so tollkühn in den Raum. Vielleicht lernt hier dadurch ja auch noch jemand was dazu. Von wegen Bildungsauftrag und so…
Wer weiß.

 


Der I-Wahnsinn pur! (21.9.2014)

 

Früher in der DDR waren es die klischeebehafteten Bananen, heute sind es angebissene Äpfel, für die sich Menschen jeglicher Couleur in langen Schlangen anstellen.
Dazumal stellte man sich sogar wohl zum Teil an, ohne zu wissen, was es da vorne im Speziellen überhaupt gab, heute wird regelrecht zelebriert, wenn mal wieder ein neues Apfelgerät…oder doch eher ein Ei-Gerät…unters Volk gestreut wird.

 

Keinesfalls erfolgt die extra streng limitierte Vergabe aber für nen Appel und nen Ei. Oh, nein!

Ich habe schon förmlich die armen Sparscheine aufquieken gehört, die zur Schlachtbank geführt werden sollten, als das neuste Eier-Phone angekündigt worden war. Jedem ist dabei die Wahl der Geldbeschaffungsmethode freigestellt: Es gibt das gnadenlose Hämmerchen, eine simple Bauch-OP mit Zugang durch eine vom Hersteller angelegte Fistel (künstlicher Zugang), ein Sturz aus großer Höhe, oder was man sich sonst so einfallen lassen kann , um dem Geld bunkernden Tierchen zu Leibe zu rücken. Da beschwere sich noch einer über Schlachtzahlsteigerungen.

 

Apropos streng limitiert: Man munkelt, dass diese begrenzte Ausgabekapazität eine Masche sein soll, um sich besonders rar und die Leute weiter heiß zu machen. Perfide Strategie.
Der Herausgeber hat seine Jünger aber dermaßen im Griff, dass sie sich nicht sonderlich darüber beschweren, dass sie sich zum Teil tagelang umsonst angestellt, literweise teuren Kaffee vom Bäcker nebenan in sich hinein gegossen und tiefdunkle Augenringe riskiert haben. Ganz zu schweigen von jenen, die eigentlich auf Arbeit, in der Schule oder auf Arbeitssuche hätten sein müssen. Gerade bei letzteren fragt man sich doch, wie sie sich das leisten können, zumal sie vor laufender Kamera gerade noch über das Vorgängermodell Nr. 5 gewischt haben.
Das mit den Prioritäten bei der Geldausgabe hatte ich ja auch schon einmal angesprochen…
Wie auch immer.

 

Jedes Mal wird beim frenetisch gefeierten Verkaufsstart ein totaler Rummel veranstaltet mit übertriebenen Anfeuerungsrufen, Durchhalteparolen und obligatorischem Abklatschen. Give me five! Yeah!
Mir persönlich wäre es zu blöd, aber wem es gefällt.

 

Zu gern würde ich erstens wissen, was die Mitarbeiter zu sich nehmen müssen, um das durchzuhalten und zweitens, was sich vor allem der (mittlerweile neue) Konzernchef wohl so denken mag, wenn er Bilder dieser tobenden Massen sieht.

 

Ich denke da unweigerlich an Lemminge! Was meint ihr?
Immer langsam…im Abgrund ist noch genug Platz für alle da. Bitte vor dem Absprung nicht so drängeln, ok? Woohooo! Give me five! Yeah, der Nächste, bitte!

 

Erstaunlich finde ich auch die Tatsache, dass es noch vor dem Apfel-Laden Weiterverkäufe der heißen Ware gibt. Und das zu noch horrenderen Preisen! Hauptsache man ist einer der ersten (weltweit wohl aber auch nur einer von Tausenden…Millionen…), der es in der Hand halten darf. Geschenkt, dass das Päckchen schon der Zwischenverkäufer gerade eben noch in seinen schweißnassen Händen gehalten hatte…

 

Zum Schießen fand ich auch, dass so ein zittriger Käufer vor Aufregung gleich sein verehrtes Heiligtum auf den Boden der Tatsachen geworfen hatte, um es der Presse stolz zu präsentieren. Irgendwie tat mir der arme Tropf am Ende doch ein bisschen leid.

Der Apfel war schon seit Adam und Eva das Objekt der Sünde… quasi ein Stein des Anstoßes und war seit jeher das Zeichen für die Kunst des Verführens.

 

Und jede Sünde wird wohl sofort bestraft:
Du sollst keinen Gott neben mir haben!
Schon gar keinen, der oben ein Blättchen trägt, rund und rechts oben schon angebissen worden ist. Sack Zement!


Zweimal Regen zum Mitnehmen, bitte! (20.9.2014)

Die Bestellung klingt ein bisschen bekloppt und zugegebenermaßen hat sie so auch nie stattgefunden.

Ehrlich.

Der Regen kam nämlich ganz von allein. weiterlesen