Den Personalausweis, bitte! (14.9.2014)

Die Nachricht hatte mich letztens ein wenig in Staunen versetzt: Nach dem Verbot der Organisation „Islamischer Staat“ soll nun auch ein weiterer Streich gegen den internationalen Terrorismus eingeleitet werden. Das geht ja Schlag auf Schlag!

Deutschen Staatsangehörigen soll im Falle einer nachweisbaren Mitgliedschaft in solchen Vereinigungen bzw. einer Aus- und Wiedereinreise zum Zwecke der terroristischen Leibesertüchtigung der Personalausweis entzogen werden.
Ein sinnvoller Schachzug gegen diesen internationalen Kriegszug, der uns alle angeht. Recht so!

Ich frage mich nur: Worauf hat man bisher gewartet? Solche Leute haben doch eigentlich automatisch ihr Recht auf freies Leben in einem Land verwirkt, in welches sie nur als Gefährdung für die öffentliche Gesundheit zurückkommen wollen, nachdem sie sich im Ausland zu Bombengürtelträgern haben ausbilden lassen. Egal ist, ob sie dabei der IS oder irgendeinem anderen „Verein“ angehören, den man als staatsfeindlich ansehen muss.

Natürlich ist solch ein Fehlen des Personalausweises kein Hindernis bzw. gibt es wiederum genug Fälscher, aber zumindest macht es die Einreise auch nicht noch einfacher und setzt zudem ein Zeichen für Überläufer, es sich nicht doch noch einmal anders zu überlegen.

Stellt sich nur die Frage, wie denn der Ausweis abgeknöpft werden könnte.
Wird im zuständigen Bürgeramt nur eine anstehende Verlängerung verweigert, steht da eine ordnungshüterische Brigade an (nichtvorhandenen) Grenzübergängen oder am Flughafenterminal bereit, reist da eine wagemutige Politesse ins Ausbildungscamp nach Syrien und fordert mit bestimmten Ton: „Den Personalausweis, bitte!“, oder löst sich das Kärtchen mit lautem Knall in Luft auf?

Wie auch immer.
Am Ende ist es doch leider nur hilfloses mit den Armen Rudern. Ein Terrorist schert sich wohl genauso wenig um Grenzen und bürokratische Stolpersteine, wie um die Unversehrtheit seiner Mitmenschen. Und an der Supermarktkasse wird er den Perso auch nicht brauchen, schließlich trinkt er normalerweise als zutiefst Gläubiger keinen Alkohol.

Zumindest ist es ein kleines Zeichen, dass die Politik noch nicht ganz weggeschlafen zu sein scheint. Schläfer kommen hierzulande nämlich auch nicht sonderlich gut an…

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