Ihr seid nicht dumm, wir aber auch nicht! (19.9.2014)

Tiere weisen je nach Spezies, Art und individuellen Gegebenheiten ein zum Teil sehr hohes Maß an Intelligenz auf, welche nicht allein über instinktives Handeln zu erklären ist, sondern tatsächlich eine Denkleistung erfordert.

 

Bestes Beispiel sind zum Beispiel die Rabenvögel, manche Affenarten und dergleichen, die mit Hilfe von logischen Überlegungen erteilte Aufgaben erledigen können, um an eine Belohnung zu gelangen.

 

Doch auch im Kleinen kann man zu Hause, oder in der näheren Umgebung tierische Genossen finden, die es faustdick hinter den Ohren haben.

 

Vor kurzem gesehen:

Was macht ein Hund, er unter wahrscheinlich allergisch bedingtem Juckreiz leidet? Klar, er scharrt sich wo er nur kann. Berechtigterweise versucht das das Herrchen/Frauchen zu unterbinden. Aus!

 

Was macht also der schlaue Bello nun?

 

Er fordert einfach frech seinen Dosenöffner auf, mit ihm zu spielen und verpackt dies natürlich in einer über den Boden robbenden Spielaufforderung. Genüsslich und ausschweifend wird sich da über den Untergrund gerollt und geschubbert, dass die Balken krachen.
Ich will nur spielen!
Nee, ist klar!
Aber schlecht ist die Idee nicht, um sich Linderung zu verschaffen, wenn es sonst eine vorwurfsvolle Ermahnung mit überdeutlich artikulierter Aussprache des eigenen Namens geben würde.

Das nächste Mal aber vielleicht doch etwas weniger offensichtlich?

 
Neulich im Bus:

Zwei Damen stiegen mit ihrem Hund ein, wobei letzterer zielsicher unter den Sitz zu verschwinden begann.

Der Grund waren ein paar Brösel unbekannter Herkunft, die offensichtlich sehr schmackhaft zu sein schienen. Zudem obliegt die Rasse einer gewissen Gefräßigkeit, die hier ebenfalls Anteil an diesem Manöver hatte.

Hastig wurde der pelzige Freund zurückgepfiffen. Sitz! Platz!

 

Da lag er nun da und blinzelte in Richtung der Krümel, die wenige Zentimeter vor seiner Nase so verführerisch vor sich hin dufteten.

 

Und nun?
Man konnte förmlich sehen, wie es im Hirn arbeitete.

 

Ha! Wie wäre es mit einer umständlichen Verlagerung der Liegeposition…
Gedacht, getan und zufällig schubste der Vierbeiner sich dabei ein Stück näher an die mikronisierten Objekte der Begierde. Zack war die Zunge draußen und man konnte es genüsslich schmatzen hören. Leider vernahmen das auch die beiden Frauen am anderen Ende der Leine und schon wurde er wieder außer Reichweite geschoben. So ein Mist!

 

Dieser Trick/Drops war also gelutscht.

 

So schnell gab das Tier aber nicht auf und nutzte eiskalt die Chance beim Aussteigen, um erneut zuzuschlagen. Blitzschnell umrundete er Frauchens Beine und klemmte sich unter den Sitz, um noch ein paar der leckeren Partikel zu schnabulieren.
Herrlich frech!

 

Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

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