Zweimal Regen zum Mitnehmen, bitte! (20.9.2014)

Die Bestellung klingt ein bisschen bekloppt und zugegebenermaßen hat sie so auch nie stattgefunden.

Ehrlich.

Der Regen kam nämlich ganz von allein.

 

Meine Herren hat das heute wieder heruntergehauen. Eigentlich ist so ein lauwarmer (noch Sommer-)Regen nicht so schlimm, wenn er nicht unglücklicherweise unsere Taschen oder Portemonnaies bewässern oder dermaßen ausartet würde, dass es womöglich erneut den ein oder anderen Keller in ein Aquarium verwandelt hatte.

Ganze zwei Mal hat es mich heute erwischt.

Bilanz: 2 nasse Hosen, 2 Paar vermanschte Schuhe, …

Der Schirm war nicht ganz so nutzlos gewesen, wie es scheinen mag, aber wenn die Plörre von unten wieder entgegenspritzt, dann gelangt auch so ein mobiler Unterstand irgendwann an seine Leistungs- und Funktionsgrenzen.

Egal. Trocknet alles wieder.

Ein drittes Mal habe ich mir das kostenfreie öffentliche Wasserspaßbad aber nicht gegönnt.

Nicht in Ermangelung an weiterer Bein- und Fußbekleidung, sondern weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist…nee…sondern, weil man sich bekanntermaßen bei Gewitter prinzipiell nicht unnötigerweise im Freien aufhalten sollte.

Merkt euch Kinder:

Wenn Donner kracht und Blitze zucken,

habt ihr draußen nichts zu suchen!

                                                                 (frei nach meiner Wenigkeit)

Da nützt es auch nichts, sich unter die sprichwörtlich empfohlene Buche zu stellen, denn für gewöhnlich blättert ein Blitz nicht vorher zur Bestimmung des vorliegenden Baumes, unter den man sich schutzsuchend positioniert hat, in einem einschlägigen botanischen Nachschlagewerk nach.

Uhh, eine Buche! Dann eben nicht.

Besser, man verkrümelt sich in seine vier Wände, ein Auto, …, und schaut sich das Schauspiel aus (hoffentlich) trockener Sicherheit an und sinniert über wirkende Kräfte, Farradaysche Käfige und ob Regenwürmer ertrinken können.

 

 

 

 
P.S.: Regenwürmer ertrinken nicht. Sie besitzen kein Lungensystem. Hautatmung ist das Stichwort. Einsetzender Sauerstoffmangel und Sonneneinstrahlung lassen uns aber hin und wieder ein paar blasse „Wasserleichen“ in Pfützen entdecken.
Es wird vermutet, dass sie nur deshalb bei Regen aus ihren unterirdischen Behausungen fliehen, weil das Auftreffen der Regentropfen eine bestimmte Schwingung hervorruft, die die Würmchen an das Graben eines Maulwurfes denken (was so ein Ganglienknoten hergibt) lässt, zu dessen Leibspeisen sie gehören.
Klingt einleuchtend, denke ich.

 

 

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