Monatsarchiv: Juli 2015

Jubiläum (29.07.2015)

 

Offensichtlich gehe ich der Blog-Welt bereits seit einem Jahr auf den Keks. Gut zu wissen.

Wie die Zeit aber auch vergeht…ein Jahr älter, und keinen Deut gescheiter.^^

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Wenn’s um die Wurst geht… (29.07.2015)

 

Habt ihr euch schon einmal auf eine Reise begeben, bei der der Durchschnittsmitfahrer bereits reichlich das Renteneintrittsalter überschritten hat?

Ich muss sagen….einmal Vollbad im Klischeesumpf würde ich sagen! Herrlich!

Da wird gedrängelt, werden spitze Bemerkungen halblaut dem Adressaten zugeraunt (beiläufig, als sollte er es nicht hören…aber laut genug, damit auch ja jede einzelne Silbe ankommt), oder die Ellbogengelenke in arthrotischer Starre zur Seite ausgestellt…alles im Kampf um die besten Plätze im Bus….und wehe, einer setzt sich mal anders hin, als gewünscht! Da ist das Tor zur Hölle aber ganz weit offen.

Der Obergau kommt aber noch! Nämlich dann, wenn es keine gratis Wienerwürstchen wie auf der Anreise gibt!!!

Oooh, mein Bob! Dann ist mit den Herrschaften entgültig nicht mehr gut Kirschen essen.

Der Reihe nach:

Auf der Hinreise zum Kreuzfahrtdampfer (Ostseerunde) gab es zur Begrüßung Käffchen und je nach gusto Wienerle oder Bockwurst. Gratis. Soweit, so gut.

Auf der Rückreise jedoch zuckte sich nichts. Sollte eigentlich auch logisch sein, schließlich handelte es sich hier sinngemäß nicht mehr um eine Begrüßungsgeste. Wie auch immer.

Auf einem Rastplatz fuhr uns jedenfalls ein Wohnwagen den linken Seitenspiegel um. Natürlich hatten die beiden Busfahrer in der Situation bessseres vor, als Würstchen aufzusetzen.

Da watschelte doch tatsächlich so ein oller Griesgram (ältere Dame) an unserem Quatschgrüppchen vorbei und stieß eine spitze Bemerkung in einem sagenhaft ietzigen Tonfall aus, wo denn bitteschön die Würstchen blieben. Anscheinend erhoffte sie sich rege Zustimmungslaute der Bejahung.

Wir waren ersteinmal etwas baff. Wir klärten die erboste Dame mit vereinten Kräften auf, dass die Fahrer wohl gerade andere Sorgen hätten.

Daraufhin gab sie zurück, dass schließlich nur einer am Herumschrauben wäre. Dass der andere Werkzeug zureichte, galt wohl in ihren Augen als nicht adäquate Beschäftigung. Natürlich kann man da noch nebenbei Würsteln warm machen, Sack Zement!!!

Das Spannende an solchen kleingeistigen Konflikten ist ja, das solche handlungsbestimmenden Protagonisten (alte Dame) niemals die eigentlichen Rezipienten (aka Delinquenten…..also die Busfahrer) persönlich auf ihr Problemchen (fehlende Gratiswurst) hinweisen würden, sondern lieber ihren Unmut zustimmungsheischend im breiten Volk (also unser Grüppchen) verstreuen.

 

Am Ende gab es doch Würstchen…gegen Bezahlung.^^ Ich hätte zu gern das Gesicht gesehen, als der zweite Busfahrer im Anschluss zur verdrückten Bockwurst mit dem Portemonaie herumging. Ich schätze, es war ein Bild für die Götter!

Naja, sobald irgendwo der kleine Finger gereicht wird (alias Begrüßungswienerle), wird die ganze Hand genommen (gratis Wiener for ever!!!).

 

Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Mal sehen, ob ich noch ein Anekdötchen dieser Reise preisgebe. Die Unternehmung war schließlich eine Fundgrube für mich (Nörgler sind ja auch immer sehr unterhaltsam!).


Zurück aus dem UrLaub (29.07.2015)

 

Bevor ich ein Anekdötchen zum glücklich überstandenen Urlaub zum Besten gebe, möchte ich einen Willkommensgruß an die neuste Leseranwartschaft aussprechen. Herzlich willkommen an Bord meines  abgewrackten Geisterkahnes, welcher die Weltmeere zwischen geistiger Umnachtung, spirituellen Hochflügen und paranormalen (was ist schon normal?!) Gedankengängen durchschippert.

Ein mitteldeutsches Kampfgespenst passt da ganz gut zu meinen Requisiten. Authentizität ist schließlich das Stichwort…heutzutage muss ja alles irgendwie „true“ sein, sonst kauft es keiner (ab).

Ich hoffe auch, liebes Kampfgespenst, dass du aus einem fairgehandelten, biobaumwollenen Bettlaken gestrickt bist…zumindest sollte es auf dem kleinen Waschzettel links unten stehen…ja….genau dort….neben der großen Made aus Bangladesh. Dann ist ja alles gut.

Warum ich im Zuge der Begrüßung darauf herumreite? Weil ich gestern Bio-Faitrade-Limonade getrunken habe. Alles Bio und gerecht gehandelt! AUSSER das Wasser UND die Kohlensäure….Leute, ich bin enttäuscht. (-: Ansonsten war es ganz lecker.

 

Nochmal:

Herzlich willkommen! Spuk hier und da ein wenig herum….aber lass dabei bitte das c weg. Danke! ^^

 


Wahl der Qual…wie man sich die Finger verbrennt (17.07.2015)

 

Vorweg: Wer sich jetzt anhand der Überschrift dazu verleiten lässt, Episoden von pseudoerotischen, aber kläglich scheiternden Liebesränken oder machthungrigen, aber ebenso sang- und klanglos untergehenden Machtplänkeleien zu erwarten, dem sei gesagt: Nee, das hier wird viel weltlicher. Tut mir Leid.

 

Jedenfalls nahm ich mir vor, mir auf Arbeit eine Pause mit warmem Abendbrot zu gönnen. Sollte keine große Sache sein. Denkste! Und >>zack<< hatte da wieder jemand prompt etwas dagegen:

In froher Erwartung nahm ich in der Kantine mein Süppchen entgegen, merkte jedoch alsbald: „Ui, die ist heiß!

Trotzdessen: Weiter im Konzept.

Ich stiefelte gen Büro und wusste bereits nach 3 Schritten, dass die Brühe mal so richtig heiß war, in der mein Daumen sich da gerade ein Bad genehmigte.

Ich stand also vor der Wahl der Qual: Schüssel sofort und augenblicklich und unnötig aufmerksamkeitswirksam fallen lassen, oder meditativ in mich gehen und mich willensstark über den Schmerz stellen.

Mir zuckte eindeutig ersteres durch den Arm (ja, das gebe ich unumwunden zu), aber letztendlich brachte ich die Sache doch irgendwie ohne Scherben und Sauerei hinter mich. Ihr wisst nicht, wie lang da eine Minute dauern kann…

Mit knallroter Daumenkuppe löffelte ich dann also doch meine Suppe aus, die ich mir selbst eingebrockt hatte. Sie schmeckte ganz passabel…weniger hätte ich aber an dieser Stelle auch nicht durchgehen lassen! Wie sagt man so schön: Ende gut, alles gut.

Mit diesem positiven Resumee: Ab in ein baldiges schönes Wochenende, meine Leserinnen und Leser! (-:

 

 

 


Die Elite von morgen… (12.07.2015)

 

So langsam kommt der Schulanfangsrummel ins Rollen. Überall sprießen die Angebote vom Ranzen, übers Federmäppchen (aka Faulenzer…nomen est omen…hauptsache der Reißverschluss geht noch zu) bis hin zum ergonomisch geformten Stifteanspitzer mit kurvendynamischer Xenon-Beleuchtung und integrierter Blaskapelle.

Und der bambuskauende Pandabär darf auch wieder seine ökologisch korrekte Birne herhalten, um die Ökobilanz zwischen all den knallpinken und mit Weichmachern verfeinerten Plastik-Zugaben für die Einschulungs-Zuckertüte etwas aufzupolieren.

 

Was mir bei den ganzen Werbeprospekten ins Auge fiel, waren essbare Spickzettel aus Esspapier.

Meine Herren, da wird ja an alles gedacht! Sogar die Mine des beigelieferten Stiftes ist essbar (sollte in dem Fall eigentlich selbstverständlich sein…)!

So wird also bereits der Erstklässler schon auf Betrug getrimmt, damit aus ihm später mal ein ordentlicher Gebrauchtwarenhändler*, Topmanager oder Fifa-Funktionär werden kann. Und am Ende können die Beweise auch noch totsicher vernichtet werden…davon träumt so mancher da draußen.

Spickzettel sind dann gut, wenn man sie zwar geschrieben hat, am Ende aber nicht nutzen kann und trotzdem eine gute Note erzielt. Dann hat man nämlich beim Schreiben auch was gelernt. Ganz nebenbei und vielleicht ohne es zu ahnen.

Und wenn nun also kurz vorm Testat der kleine Hunger kommt, ist die Sache sprichwörtlich sowieso gegessen und aus der noch jungen Generation können noch anständige und unverdorbene Menschen werden.

 

 

 

 

 

 

*ich werfe aber nicht alle in einen Topf


Bunte LeserSCHAFt (12.07.2015)

 

 

Nanu, lange nicht auf Sendung gewesen und nun mute ich euch eine solch kryptisch verhunzte Überschrift zu?

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten […]„, sann bereits Heinrich Heine nach.

Doch wenn sich ein mit farbenfroh colorierter Wolle bewachsenes Tier zu meiner Leserschaft hinzugesellt, dann ist das auch einen Beitrag wert. Zumal sich dadurch mein Kreis aus Lesern quasi vermääährt. Verzeiht den Gagaismus* meinerseits und die zugegebenermaßen damit einhergehende schlechte Orthografie.**

Wer „Shaun, das Schaf“ kennt, weiß, dass man Schafe nicht unterschätzen darf. Traktor fahren: Kein Problem. UFOs reparieren: Ein Klacks. Lesen, schreiben und kreativ sein: Na mindestens!

 

Herzlich willkommen auf meiner großen, weiten Spielwiese, auf der hoffentlich nicht allzu viele Stilblüten*** zu finden sind. Dafür aber von allem etwas und quer durch den Gemüsegarten…zumindest der körperbetonte Kumpane von Shaun wäre begeistert….Hauptsache irgendwie genießbar…nur die Harke könnte etwas kratzig im Abgang sein.

 

 

 

 

* hat rein gar nichts mit dem gleichnamigen Popsternchen zu tun

** Ja, ich schäme mich ganz doll dafür.

*** Für die, die hierbei an Blumenstängel mit Wortverdrehung aber ohne e denken: Guckt mal bei Wiki…die Beispiele sind zum Kringeln. (-:

 

 


Sicherung durchgebrannt? (05.07.2015)

 

Da drückt man sich bei einer Affenhitze durch die Stadt, um nichts böses ahnend nach einer geeigneten Fußbesohlung für daheim zu pirschen, und zack kommt man mit einem blauen Fleck nach Hause.

Und das nur, weil bei 2 Knallköppen offensichtlich die Quecksilbersäule ins Gehirn geschossen ist…

Testosteron marsch! Blutdruck auf 180! Let’s get ready to rumble*!

Da ist offensichtlich irgendwo eine Sicherung durchgebruzelt, was bei den aktuell herrschenden Temperaturen auch kein Wunder ist.

Da sieht jeder zu, wie es sich am leichtesten durch den Tag quälen lässt. Bloß nicht zu nahe kommen!

Tja, die beiden Herrschaften kamen sich offensichtlich aber doch in die Quere und keiner wollte das Feld kampflos beräumen.

Bei solchen Geschichten denke ich immer an die Fabel mit den zwei Ziegenböcken auf einer schmalen Brücke, in dessen Handlungsrahmen es keinen Klügeren gab, der nachgeben wollte, und am Ende beide in den Fluss gestürzt sind (Fabel von Ludwig Grimm).

Jedenfalls flogen plötzlich und unangekündigt die Fäuste und diverse Rollwagen mit der Warenauslage rutschen mir entgegen. Daher auch der blaue Fleck. Topp!

Bei solchen nonverbalen (bis auf vereinzelte Kraftausdrücke), hitzig geführten „Debatten“ sollte man besser schleunigst Abstand gewinnen und Ordnungshüter ihren Dienst versehen lassen. Schlichten wäre genauso sinnvoll, wie wenn man in einem leckgeschlagenen Boot das Loch im Boden vergrößern würde, um einen besseren Ablauf des bereits eingedrungenen Wassers zu gewährleisten. Kurz: Es wäre sinnlos.

 

Soviel mal wieder aus der Rubrik: „Wie man sich das Leben auch zusätzlich noch unnötig schwer machen kann…

 

 

 

 

 

*Michael Buffers Ausruf ist in den USA wohl übrigens markenrechtlich geschützt…also aufpassen, was man als potentiell angehender Sportmoderator auf der anderen Seite des großen Teichs so von sich gibt.