Monatsarchiv: August 2015

Eindeutig hydrophil! (19.08.2015)

 

Wäsche darf nass sein, inbesondere dann, wenn sie soeben erst der Waschmaschinentrommel entstiegen (worden) ist.

Soweit, so gut.

 

An meinem freien Tag nutzte ich die Gelegenheit, um nach tagelang anhaltendem, ergiebigem Dauerregen meine Wäsche zum Trocknen* auf den Balkon zu hängen. Kein Regentropfen weit und breit ward mehr gesichtet. Na endlich!

Also nüscht wie raus mit den feuchten Kleidungsstücken…

 

Ich brauchte mich lediglich um meine eigene Achse drehen, schon spürte ich es am eigenen Leibe. Ein ganz feiner Sprühnebel benetzte just in diesem Moment einsetzend meine Haut.

Klar! Soll ich dazu noch etwas sagen?!

Habt ihr eigentlich schon einmal innerlich der Wetterfee den Mittelfinger gezeigt? Gut, die Höflichkeit gelobt es, diesen einer (wahrscheinlich bedeutend älteren) Dame nicht unter die Nase zu halten….aber manchmal….juckt es ganz fies in beiden Händen!

Ich krallte mir also flugs den Wäscheständer und hangelte mich ins Wohnzimmer zurück.

 

Kaum merklich später ging wieder jener ergiebige Regen herunter- wie schon an den letzten beiden Tagen. Der feinperlige Vorbote war wohl eine nette Warnung der oben bereits geschilderten Verdächtigen. Sollte ich ihr dankbar sein? Vielleicht. Ich geh mal ganz tief in mich…

 

 

 

*…man beachte die Betonung der Absicht darlegenden Elemente dieses Satzes

 

 

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Sonnenstich?! (14.08.2015)

 

Dem Trollo hat wohl die Sonne zu stark zwischen die Ohren geschienen!

Erst tuckerte er mit seinem Wagen im 100er Bereich mit vielleicht 70 herum (ok, störte mich nicht…er fuhr hinter mir), dann brauste er plötzlich mit angezogener Geschwindigkeit in der 70er Zone von hinten heran, dass ich Bedenken ob der Funktionsfähigkeit seiner Bremsen hegte und schließlich, als ich wieder meine 104km/h eingepegelt hatte, rückte er mir dermaßen auf die Pelle, dass ich im Rückspiegel seine Augenfarbe hätte erkennen können. Zu guter Letzt zog er nach einer Weile doch noch an mir vorbei…nur um direkt vor mir wieder einzuscheren und eine Geschwindigkeit von 100km/h einzunehmen….zur Rekapitulation: Ich fuhr zuvor 104 und war ihm wohl zu langsam. Wer den Logikfehler entdeckt, bekommt einen virtuellen Blumentopf geschenkt! (Aber bitte nicht alle auf einmal!).

In der nächsten 70er Zone fuhr er mir dann davon. Von fern konnte ich noch einige irrsinnige Überholmannöver verfolgen, die effektiv eine Zeitersparnis seiner Fahrzeit von fast nichts erbrachten, da er immer wieder auf neue „Hindernisse“ traf.

 

Das Lustige an der Sache…einige Kilometer Landstraße und eine Fahrt durch die halbe Kleinstadt später….traf ich ihn an einer roten Ampel wieder. Er wollte abbiegen und musste warten. Auf der Geradeausspur wagte ich im Vorbeifahren einen winzigen Seitenblick…und mich wunderte nichts mehr!

Ein Kerl vom Typ überhitzter Stiernacken klemmte hinterm Steuer. Sternzeichen: Widder, Steinbock, Stier oder von allem etwas.

Naja, wenn’s hilft…

 

 

 

P.S.:Wusstet ihr, dass defensives, gleichmäßiges Fahren weniger Stau verursacht als ständiges übermäßiges Beschleunigen und wieder Abbremsen?

 

 


Schattenboxen (12.08.2015)

 

Tut Schattenboxen eigentlich weh? Kann einen ein Lufthauch- verursacht durch eine vorbeifliegende Faust- umhauen? Zählt ein Treffer, der gar keiner ist?

 

Ja, ja…dreimal ja! Ein bisschen schlechtes Schauspieltalent vorausgesetzt.

Steckt vielleicht die Wettmafia dahinter?

Nee, bestimmt nicht!

Es gibt schließlich sehr sensible Charaktere…auch im Boxsport…zarte Pusteblümchen…die bereits einem bösen Blick erliegen können.

Selten dämlich würde ich die Aktion in Montevideo (Martinez vs. Rodriguez) nennen…insbesondere in Zeiten der Zeitlupen- und „Rückspul“technik. Da kommt ja selbst Show-Wrestling glaubwürdiger daher.

 

Da sieht man mal wieder, dass (wahrscheinlich auf dem Spiel stehendes) Geld mehr wiegt, als die eigene Ehre und Selbstachtung. Ich würde diesen Kampf nicht gewinnen wollen, und um den Verlierer zu mimen, hätte ich zu hohe Ansprüche an mich selbst.

 

 


Der Pizzabote und der Rohrbruch (11.08.2015)

 

Man stelle sich folgendes Szenario vor:

Hallo? Pizzaservice Heiß&Fettig. Wie kann ich helfen?

„Ich brauche einen Klempner in der Maxstraße 1, 12345 Moritzstadt. Bitte bei Bolte klingeln.

Wir machen uns auf den Weg. Darf es sonst noch etwas sein?““

Haben Sie auch Pizza?

 

Bevor ihr nun gänzlich an meiner Geisteskraft zweifelt…der Anrufer war nicht ich persönlich. Bewahre! So schlimm steht es wirklich nicht um mich.

Mir fiel lediglich ein Kleintransporter ins Auge, auf dessen Rückansicht das Logo eines Pizzaservices prangte und das auf der Breitseite mit einem Klempner- oder Hausmeisterdienst aufwartete.

Ich meine auch nicht eines dieser volltapezierten Fahrzeuge, die sich durch Werbeträger in allen Formen und Farben und auf jedem Quadratmillimeter des Lackes finanzieren. Mal ehrlich, glaubt tatsächlich jemand daran, dass gerade seine beworbene Firma in diesem Farbenmatsch besonders ins Auge zu stechen vermag…und das in Schriftgröße 8 links unter dem Türgriff?! Aber das muss jeder für sich entscheiden. Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn darf sich stellen, wer mag.

 

Die Unklarheit bei diesem oben bestaunten Vehikel (Klempner/Pizza der Firma XY) besteht lediglich darin, welchem Aufdruck man nun Glauben schenken darf. Nicht, dass das noch in einer Peinlichkeit endet…

[Zartbesaitete hören an dieser Stelle bitte auf, mit dem Lesen fortzufahren!]

 

Firma XY: „Bitte?

Anrufer: „Einmal Canneloni und die Nummer 3.“ *die Telfonverbindung rauscht* „Canneloni…!“

Firma XY: „Wat wolln Se? Kanalreinigung? Wat gegen ne Verstopfung?!

Anrufer: „Oh, ein Missverständnis…ich hätte gern die Canneloni und die Vortages-Pizza „Frutti di mare“. Das Sonderspezial-Sparfuchs-Angebot zum halben Preis.

Firma XY: „?!

 

 

 

 


Nachtrag: Artikel vom 24.11.2014 („Naschwerk“) [11.08.2015]

Ich weiß nicht, ob damals der Willkommensgruß an die werte Modepraline angekommen ist…daher nutze ich den Anlass der Neuanmeldung zur Leserschaft vor geraumer Zeit, um die Worte, welche mehr denn je an Gültigkeit gewonnen haben, an dieser Stelle zu wiederholen:

 

„[…]

So, nun zum eigentlichen Anlass meines Beitrags.

Langsam müssen wir etwas zusammenrücken oder ich baue doch langsam mal am großen runden Lesetisch etwas an. Es gibt einen Neuankömmling….bzw. eine Neuankömmline, welche verpackt in bittersüßer Kuvertüre anscheinend ganz treffend auf meinen Geschmacksnerv zu zielen vermag….was ich so beim kurzen Überfliegen ihres Blogs „verkosten“ konnte, war zumindest exzellente Kost, welche man- wie bei mir auch- nicht auf eine Goldwaage drappieren sollte. Das Teil wäre hoffnungslos überfordert.

Herzlich willkommen, geistige Kalorien lieferndes Naschwerk! Fühl Dich wie zu Hause!“

 

 

Wenn ich mir die damaligen Sätze so anschaue…die „Kostprobe“ hat sich deutlich ausgedehnt…ich bin quasi- so es die Zeit erlaubt- Stammkunde geworden. Aber noch keinen Deut überfressen…her mit den geistigen Kalorien in bittersüßer Kuvertüre!

 

 

 

 

 


Ein alter Mann ist schließlich kein D-Zug! (09.08.2015)

 

Pah!‘, dachte sich wohl die Ehefrau und zitierte ihren Alten* in bester Manier eines Feldmarschalls heran:

Komm mal schnell ran…Fische!

Als wenn’s die Explosion der Sonne gewesen wäre…

 

Der ältere Herr schlurfte treu heran, in jeder Sekunde darauf bedacht, sich nicht mitsamt seines offensichtlich dringend benötigten Gehstockes zu verhaspeln.

Die Frau würde wohl eine Widerrede nicht sonderlich gern dulden. Da gibt es schließlich Fische im kleinen Flüsschen neben dem Gehweg zu bestaunen. Fische! Die rennen doch nicht weg…und selbst wenn…

Man muss sich im Leben nun einmal entscheiden: Fische gucken, mit Oberschenkelhalsbruch…ODER…heile Knochen, aber Stress mit dem Generalfeldmarschall.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht auch noch die Enten 3 Meter flussabwärts entdeckt! Dann heißt es wohl erneut, die Beine in die Hand zu nehmen…ein alter Mann ist eben DOCH ein D-Zug…wenn Frau ruft.

 

 

 

* Das soll keines Falles despektierlich klingen!

 

 

 


Warum die Dummheit ewig währt… (09.08.2015)

 

Keine Angst! Ich hol‘ jetzt nicht mit der ganz großen Sozialstudien-Keule aus.

Im Gegenteil: Ich möchte denjenigen in unserer Mitte begrüßen, der eine- wie ich finde- ebenso einleuchtende wie überraschend freimütige Antwort auf die oben genannte Frage gefunden hat.

Hier der Pfad zur Erkenntnis: https://mannenawo.wordpress.com/2014/02/13/dummheit/

Bei diesen Temperaturen wahrlich herzerfrischend! Danke, Manne!

Zwischen all den Fotos sind noch mehr Geschichten versteckt…die Begebenheit der Generalin birgt einen zutiefst wahren Kern. Jeder ist sich selbst der härteste Gegner…

Herzlich Willkommen, Manne!