Monatsarchiv: November 2015

Urlaub, Sommer, Sonnenschein (27.11.2015)

 

Gut, ein Kandidat dieser Wortkette passt nicht ganz zur aktuellen Lage. Sommer haben wir definitiv nicht mehr. Das konnte ich unumwunden bestätigen, als ich heute am Morgen an das Außenthermometer geschielt habe. Es ist ein tolles Gefühl, das vereiste Auto zu sehen und zu wissen, dass man es nicht freikratzen muss.

Der Rest der Überschrift passt aber soweit. WAS WILL ICH MEHR?!

Ich hoffe, dass jetzt niemand neidisch sein muss! Es sollte eben meines Erachtens nur kurz und unauffällig gesagt werden, dass ich URLAUB und pünktlich hierfür einsetzenden SONNENSCHEIN habe.

 

Allen geneigten Leserinnen und Lesern wünsche ich ein baldiges, erstes Adventswochenende!

 

 

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Knick im Hirn (26.11.2015)

 

Das Fernsehen erfolgt bekannterweise immer auf eigene Gefahr.

Es gibt durchaus sehenswerte Sendungen, Sendungen zum Hirnausknippsen und es gibt Teleshopping. Ich denke, ihr ahnt worauf ich hinaus will.

Beim Durch-Zappen stößt man da ja gelegentlich auf Dinge, die man in der Form nie gezielt ansteuern würde. Von mehr oder eher minder talentierten Verkaufsquasselstrippen geleiteter Fernsehterror zählt eher nicht zu meinem Beuteschema. Trotzdem blieb ich beim Durchschalten kurz bei einem Allesmixer hängen.

Fragt mich nicht, warum. War es lähmender Sekundenschlaf? Klemmte die Vorwärts-Taste an der Fernbedienung? Vielleicht wollte ich mich auch nur an diesem Ausbund an telemedialem Aufmerksamkeitgeheische laben.

Was ich in diesen 2 Minuten selbstauferlegter akustischer Marter zu hören bekam, ließ mich gewaltig an meinem logischen Verständnis zweifeln. Oder habe ich da etwas verpasst? Nicht richtig zugehört? Dreimal bekam ich jedenfalls folgende Aussage in die Trommelfelle gepaukt (so ziemlich eins zu eins im Wortlaut):

Ihr Gemüse wird pulverisiert und damit perfekt verflüssigt.“ (So in etwa.)

Mein Verständnis von Pharmakologie brüllte an dieser Stelle ein vehementes „Moment!“ dazwischen.

Pulver sind hernach Gemische fester, trockener Partikel, die allerhöchstens von der allgemein vorherrschenden Luftfeuchtigkeit (hygroskopisch aktive Teilchen) oder durch die direkte Zugabe von Wasser in ihrem Feuchtigkeitsgehalt beeinflusst werden können, aber keinesfalls selbst den sprudelnden Quell anfallender Flüssigkeitsaufkommen darstellen.

Wie also kann mein frisches Gemüse allein beim Mixen mit diesem Gerät einen solchen wundersamen Wechsel der Zustände „flüssig“ (im Sinne von saftig) zu „trocken“ (angebliche Pulverisierung) zu „flüssig“ (perfekte Verflüssigung als Resultat) vollziehen? Eine integrierte Trocknungsanlage ist meines Erachtens nicht mit an Bord dieses Standmixers.

Dieses hochtechnisierte Gelaber ist wirklich lustig. Und alles nur, um den x-ten Standmixer unters Volk zu bringen. Da werden schon mal Quantensprünge zelebriert. Wenn alles immer so leicht wäre, wie es dahergesagt wird. Schade finde ich nur, dass man damit auf Dummfang geht und den Leuten etwas vom Pferd erzählt, obwohl das Gerät nichts anderes tut, als viele seiner 08/15-Kollegen, die bereits in den Küchenschränken der Republik ihrer Verwendung harren. Als ob es keiner mitbekommen würde. Ich schon!

 

 

 

 

 


Die Lehre von der Geduld (25.11.2015)

 

Fragt mich nicht, ob die Lehre von der Geduld auf Klugdeutsch Patientalogie* heißt. Jedenfalls habe ich mich heute darin geübt.

Ausgiebigst.

Nach meinem Dienst- beginnend zu nachtschlafener Stunde- wollte ich nur ganz fix ein paar Kleinigkeiten im örtlichen Discounter besorgen, schließlich hatte ich mal pünktlich Feierabend gemacht (nein….gemacht worden….meine Kollegin hat es mir eindringlich verordnet) und wollte hernach die Chance nutzen.

Nur ganz fix.

Tja, die Rechnung hatte ich natürlich nicht mit Madame gemacht. An der Kasse (keine Kundschaft da) war sie mir fünf Schritte voraus gewesen und packte bereits das erste Teilchen etwa auf die Mitte des Kassenbandes. In aller Seelenruhe folgte ein Teil dem anderen. Am Ende des Laufbandes wartete eine Kassiererin nicht minder ungeduldig, wahrte aber ihre Kontenance vorbildlich.

Ich stand hinter Madame, beladen mit 3-4 Teilen, und folgte gespannt der Yogaübung „Eile mit Weile“ vor mir und wartete innerlich darauf hoffend, ob mich Madame nicht noch auf die vorderen 2m Kassenband (leer geblieben) vorlassen würde, da die Kassierin bereits in den Startlöchern saß und ich längst durch gewesen wäre, bis Madame ihren Einkaufswagen überhaupt entleert gehabt hätte.

Nix da. Warten!

Stattdessen bot sich mir für weitere unnötig verstreichende Lebenszeit die Gelegenheit, ausführliche Bewegungsstudien meiner Vorderfrau anstellen zu dürfen (alias zu müssen). Vordrängeln gilt nicht. Man (oder in dem Falle frau) muss dies mir schon freiwillig anbieten wollen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit dargebotener und anscheinend inbrünstig praktizierter Anti-Hast der Mittvierzigerin/Anfangfünfzigerin (wir sprechen hier nicht von einer 90-jährigen Greisin!) war der Einkaufswagen leer und die Kassierin zog die Waren flink durch den Scanner.

In Null-Komma-Nix waren die Einkäufe vom Band….und stapelten sich nun hinten in der Ablage.

Wer meint, es ginge nun doch ein kleines Bisschen schneller voran, dem sei dieser mehr als abwegige Denkfehler verziehen. Madame musste schließlich die erstandenen Dinge in aller Seelenruhe und mit Bedacht in der Einkaufstüte verstauen. Stück, für Stück, für….Yogaübung „Eile mit Weile Teil 2- hardcore extended version„.

Ich dachte, ich werd‘ nicht mehr.

ENDLICH war die Tüte voll. Leider passte nicht alles hinein und musste vorerst im Einkaufswagen verbleiben. Von der Möglichkeit, noch einmal alles herauszukramen und anders- sprich platzsparender- zu verstauen, sah Madame leider ab….ich hätte ihr sogar geholfen!

So, wer meint, die Geschichte hätte nun ein mehr oder minder rühmliches Ende gefunden (alle haben überlebt!), der irrt.

Schließlich sind wir jetzt erst bei der Bezahlung angekommen!

Madame verräumte also gemütlich den letzten Rest vom Schützenfest und suchte nun ihr Portemonnaie heraus. Zum Vorschein kam die EC-Karte.

Toll. Wenigstens keine Kleingeldsuche.

Das Warten auf den erlösenden Geld-abgebucht-Piepton dauerte jedoch auch ein Weilchen. Vielleicht war ich mittlerweile aber auch nur ein wenig dünnhäutig geworden, weshalb ich diesen Tatbestand entschuldigenderweise ebenso auf ein verschobenes Zeitgefühl meinerseits zurückführen könnte.

Und dann…

…war ich an der Reihe. **

Zum Abschluss machte ich, dass ich schnellstmöglich vom Parkplatz herunterkam. Das wäre ja der Knaller gewesen, wenn sie sich noch mit ihrem Vehikel vor mich gesetzt hätte. Im Vorbeihuschen sah ich sie in ihrem Kofferraum herumwerkeln. Gut so. Bin dann mal weg!

 

 

 

* patienta….Geduld

** Randbemerkung: noch nicht ergraut und/oder am Stock gehend. Das ging ja doch richtig flott am Ende…

 

 


Tierische Grüße (25.11.2015)

 

Nun darf ich auch Odie mit Frauchen in meiner bescheidenen Hundehütte begrüßen. Ein herzliches Willkommen an euch!

Mir bleibt nur zu sagen/schreiben, dass ich hoffe, dass euch eure Familienzusammenführung rechtzeitig gelingt. Über den Fiffikus Nacho bin ich erst auf euch gestoßen (Odies Leckereien-Päckchen). Es hat mich gerührt, dass eure Bloggergemeinschaft so zu euch hält und selbst wenn es noch etwas andauern mag, denke ich, habt ihr einige Menschen um euch herum, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.  Ich drücke euch alle meine Daumen!

 


Reblogged: Odie braucht Hilfe

 

Ich drücke die Daumen! Vielleicht wird daraus noch eine wahre Weihnachtsgeschichte.

odie2003

IMG-20150915-WA0001April 2013 mein Herrchen verliert seinen Job als Panzer Mechaniker bei der US-Army als diese die gesamten Panzer aus Deutschland abzieht. Herrchen ist nun fast 1 Jahr Arbeitslos und findet keinen neuen Job.

DSCF4135    DSCF4035Januar 2014 mein Herrchen bekommt ein Jobangebot in USA als Diesel Mechaniker bei AMTRAK. Er nimmt den Job schweren Herzens an, da wir mit Frauchens Gehalt und dem drohenden Harz IV für Herrchen nicht auskommen würden.

Am 17. März 2014 besteigt Herrchen das Flugzeug und verspricht uns spätestens im Sommer nachkommen zu lassen. Leider hat er nicht damit gerechnet dass ich so krank werden würde.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Herrchen mit Odie

Sommer 2014 Frauchen kämpfte um mein Leben und steckte alle Ersparnisse in die Rettung meines Lebens. Sie verpfändet ihren Schmuck und sogar den Ehering. Nach Monate-Langem-Kampf habe ich es überlebt dank meinem Frauchen und meinem Tierarzt.

10. Dezember 2014 Da nun kein Geld mehr für den Umzug übrig…

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Observed (22.11.2015)

Wie bereits am 20.11.2015 angekündigt, musste ich mir ein paar Gedanken zu einem Kommentator machen.

Vorweg bemerkt: Ich freue mich riesig über Kommentare. Doch es gibt derer Exemplare (zum Glück sehr selten), mit denen ich nicht viel anfangen kann, weil sie in meinen Augen einfach nur dahergesagte Provokationen darstellen.

Wen von euch ein kleines politisches Statement interessiert, darf hier gern weiterlesen und auch kommentieren. Ich bitte aber um AUFMERKSAMES Lesen! Vielen Dank.

 

Hier mein Stein des Anstoßes:

Observer

Dresden – Deutschlands brauner Sumpf…

  •  
    senftopfherausgeber

    Ach, weißt Du, wie viele braune Sümpfe es in Deutschland gibt…heimtückiger sind für mich die, die nicht so dermaßen im öffentlichen Fokus stehen. Ich sag’ nur: Stammtischpolitik.

    Wenn es Dir Bestätigung gibt, dann erzähl ruhig. Es gibt ja zum Glück auch noch aufgeklärte und sachliche Menschen. AUCH in Dresden. Es ist und bleibt meine Heimat (wenn das jetzt nicht schon zu “nationalistisch” formuliert sein sollte…).

    Es tut mir leid. Mit Deinem Kommentar kann ich so überhaupt nichts anfangen.
    Wer oder was stellst Du eigentlich dar (Alter, Beruf, Wohnort…)? Ich würde gern Deine Beweggründe für dieses Scheuklappen-Denken erfahren und würde mich freuen, wenn Du Dich begründen könntest!

    gez.
    S.

 

Gut, es war nicht mein allerbester Konter, den ich jemals zustande gebracht habe, aber die Einladung zur Abgabe einer Erklärung sollte verständlich gewesen sein. Leider kam keine Reaktion darauf zurück, was ich sehr bedauere. Denn somit steht für mich wohl oder übel fest, dass es sich lediglich um eine verletzende Stichelei handeln muss, deren Sinnhaftigkeit sich mir entzieht.

 

Ich habe mir also Gedanken gemacht und da kam mir Kai Meyers Kurzgeschichte „Das Fleisch der Vielen“ in den Sinn, aus der ich mir neben vielen anderen Dingen folgenden Punkt herausziehen konnte.

Gewalt und Beschneidung von (Menschen)Rechten, können und dürfen nicht mit Gewalt und Beschneidung von (Menschen)Rechten bekämpft werden.

Politik und Rechtsstaatlichkeit sind mehr denn je gefragt, um die Konflikte, die aktuell in der Gesellschaft gären, in gerichtete Bahnen lenken zu können.

Es nützt nichts, Unbeholfenheit und Unsicherheit mit tumber Gewalt und Hasstiraden zu kaschieren, weil es schlichtweg niemanden voranbringt. Auf der anderen Seite, darf man niemanden dazu zwingen, mit der rosaroten Brille herumlaufen und alles gutheißen zu müssen. Letzteres läd nämlich aktuell dazu ein, dass es zu einem solchen Rechtsruck in der Gesellschaft gekommen ist.

 

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und achtenswertes Gut.

Deshalb habe ich auch den Kommentar von observer „genehmigt“ und freigegeben, obwohl er mir einiges an Unverständnis hervorgelockt hatte.

Ich fragte mich: Was bewegt einen Menschen in der Anonymität des Netzes einen Einzeiler abzusetzen und danach auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, ohne eine Erklärung für diese Sinneseingebung zu hinterlassen?

Zu gern wüsste ich die persönlichen Hintergründe von observer. Oder hat da nur jemand der großen, breiten Masse nachgesprochen, die nur noch SCHWARZ oder WEISS zu kennen scheint?

Sehrwohl haftet an Dresden aktuell ein schlechter Ruf.

ABER laufen wirklich ALLE Dresdner bei PEGIDA mit? Und selbst wenn sich Menschen dieser Gruppierung anschließen wollen: Gilt für sie kein Recht auf Meinungsfreiheit mehr (mal als provokante These formuliert)?

Ich unterstütze diese Versammlung NICHT und dennoch hat- unter Ausschluss der rassistischen und menschenfeindlichen Unterpunkte und Tendenzen!!!– soetwas auch eine Berechtigung in einem freien Land.

Momentan scheint es aufgrund der PEGIDA-Geschehnisse kaum noch Beiträge über ausländerfeindliche Gewalttaten zu geben, in denen nicht wenigsten am Rande bemerkte Spitzen gegen die Stadt Dresden enthalten sind.

Zum Teil ist es sicherlich ein hausgemachtes Problem Dresdens, wenn ein solcher politisch fragwürdig abtriftender Auflauf mitten im Herzen der Stadt seinen Platz findet. Das hätte anders gestaltet werden müssen.

Aber auf der anderen Seite bringen diese teils einseitigen Medienberichte eine ganze Stadt mit all den darin lebenden, bunten Menschen in Verruf.

Das Ergebnis sieht man nun, dass man sich offenbar schon rechtfertigen muss, wenn man aus Dresden stammt. Sind Dresdner nun Menschen zweiter Klasse? So schnell wird vergessen, dass es anderswo genauso rechte Hetze gibt! Oder sie wird anderswo erfolgreicher unter die Decke gekehrt…

Darüber sollte man vielleicht auch einen Gedanken verschwenden.

Was bringt es uns in diesem Konflikt weiter, wenn Leute wie observer in dasselbe Scheuklappen-Horn tuten, wie bereits die ach so aufgeklärte Masse? Das ist kein Stück weit aufgeklärt, sondern zeugt davon, dass alles nur noch SCHWARZ oder WEISS sein darf. Tolle Einstellung!

Fakt ist, dass die Politik einiges im Vorfeld zum Flüchtlingsandrang versäumt hat, und ein wachsender Teil der Bevölkerung nicht mehr gewillt ist, alle bitteren Pillen schlucken zu wollen.

Und nun baden es ALLE aus: Flüchtlinge wie auch Einheimische.

Letzteren wird oftmals gern etwas in der „Friss-oder-stirb!“-Mentalität vor den Latz geknallt, ohne dass es zuvor auf- und erklärende Gespräche gegeben hätte. Woran sollen diese Menschen noch glauben? Ich finde, dass man sehrwohl Bedenken haben darf und dass diese nicht einfach wortlos übergangen werden sollten. Gleichwohl darf es aber natürlich nicht dermaßen ausarten, dass Flüchtlingshilfe zerredet wird. Das ist klar. Aber die Bevölkerung möchte in ihren Ängsten auch ernst genommen werden.

Die Kommunikation ist unser Knackpunkt in der heutigen Zeit. Auch im Bezug auf andere Dinge.

Unzulänglichkeiten (auch in Verfahrensweisen) müssen angesprochen werden dürfen, ohne dass diese Personen gleich in eine politische Ecke gedrängt werden, zu der sie sich überhaupt nicht zählen lassen wollen.

Da aber jeder offenbar rechts ist, der Bedenken äußert oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, braucht sich am Ende keiner wundern, wenn diese Menschen sich nicht ernstgenommen fühlen und dann tatsächlich im braunen Sumpf versinken oder irgendwann gedankenlos jeder Parole von PEGIDA folgen.

 

 

DAS LEBEN IST NICHT SCHWARZ ODER WEISS!

 

 

Ich hoffe, dass sich niemand auf den Schlipps getreten fühlt. Wenn doch, dann entzieht euch bitte nicht wortlos dieses Blogs, sondern diskutiert mit mir. Zwingen kann ich dazu aber niemanden.

 

 

 

 

 

 

 


In die Falle getappt… (22.11.2015)

 

….nein, so schlimm wie in einer Mausefalle stecken zu müssen, ist es hier doch nicht. Das hoffe ich zumindest für alle Beteiligten. Alles geschieht auf freiwilliger Basis. Man kann kommen* und gehen, wie man möchte. Natürlich ist mir euer Bleiben lieber….wo waren nochmal die Ketten und Vorhängeschlösser?

Schön, dass es auch NinaHagn aus ihrer anschaulichen Kreativeinheit hierher geschafft hat.

Ein herzliches Willkommen!

 

 

*Nicht, was ihr jetzt wieder denkt…!