Achtung! Wildsau! (23.03.2016)

 

Der gestrige Tag war seit langer Zeit mal wieder ein Tag so richtig zum Vergessen. Es gibt immer Tage, wo man nicht weiß, wozu man das überhaupt jetzt macht…aber gestern…ätzend.

Ständig kam etwas neues hinzu, was erledigt werden wollte, oder wo es einfach nur Informationen zu hören gab. Zumeist war es nichts Gescheites. Mehr als einmal musste ich mit meinem Kopf schütteln (für den direkten Weg gen Tischplatte und wieder zurück entschied ich mich wohlweislich aus Unversehrtheitsbestrebungen nicht).

Dieser Erwartungsdruck von allen Seiten, meiner nicht ausgeschlossen, zermürbt auf Dauer, insbesondere dann, wenn man wieder nichts konkretisieren kann, weil alles einen vagen Schwebezustand angenommen zu haben scheint.

Ich hasse es, wenn ich nicht einmal ansatzweise ohne großartige Umstände planen kann. Da werde ich innerlich zur Wildsau und würde am liebsten einmal quer wie eine ebensolche gesengte durch meine Ablage rennen wollen. Einfach so. (Natürlich würde ich am Ende alles wieder aufräumen! 😉 )

Man könnte mir in solchen Dingen auch einen gewissen Kontrollzwang attestieren. Ich überlasse ungern dem Zufall die letzte Entscheidungsgewalt. Es sollte, soweit irgend möglich (dies lässt sich in meinem Metier jedoch nicht immer praktizieren), alles geregelt sein, was geht. Es gibt schließlich noch mehr als genug Punkte, die ich selbst nicht beeinflussen kann, deren ich mir auch sehr bewusst bin.

Entsprechend gut gelaunt, galt es, den gestrigen Tag zu überstehen, und es die eigenen Leute nicht unbedingt spüren zu lassen. Meine Haut war jedoch sehr, sehr dünn, um nicht zu sagen: Fast durchscheinend.

Warum muss immer alles so kompliziert und umständlich gemacht werden? Sollte das eigene Handeln nicht zielorientiert und effektiv gestaltet werden dürfen?

 

Auf der Heimfahrt…es war vielleicht gegen halb Elf…traf ich auf eine nächtliche Begegnung der anderen Art. Irgendwie zumindest.

Eine Rotte Wildscheine wühlte frisch und fröhlich direkt neben mir am Straßenrand.

Sollte mir das irgendetwas sagen?

Sinndeutende Leser bitte vor!

 

 

 

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25 responses to “Achtung! Wildsau! (23.03.2016)

  • Joan Quade

    Ich habe ebenfalls die Erfahrung machen müssen, das effizientes und gut organisiertes Planen und Arbeiten nur wenigen Menschen in die Wiege gelegt wurde. Am schlimmsten sind jedoch diese Eichhörnchen-Typen. Sie sind unfassbar hektisch, sehr, sehr fleißig und bringen damit alles durcheinander. Zudem besitzen sie nicht die Gabe auf den Punkt zu kommen oder auch nur annähernd verständlich zu äußern, was sie wollen, vorhaben oder erwarten. Das erzeugt dann allerorts Stress. Mein Mantra hat sich jedoch bewährt: „Stress ist, wenn man versucht Unmögliches möglich zu machen.“ Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und für ein anständiges Ergebnis benötige ich anständige Informationen, Hilfsmittel etc.. Flickschusterei gibt es schon genug. Nichts für mich! Sollen sie doch alle herumwuseln die Eichhörnchen auf Speed – ich lehne mich dann meist zurück sage mir. Effizienz! Die Errungenschaft der Bequemen. Oder wer Ordnung hält, ist nur zu schlau um Suchen. Wie auch immer – das ist jetzt etwas „ausführlicher“ geworden, als geplant.
    Und was diese wohlgeordnete, fröhliche Wildschweinrotte zu bedeuten hatte? Ich bin mir sicher, auch die verstehen mehr von guter Organisation als der gemeine Nacktaffe.

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    • senftopfherausgeber

      Glücklicherweise schaffe ich es so ziemlich immer, dass alles schlussendlich doch seinen korrekten Weg einschlägt und nicht dem Chaos anheim fällt. Frag‘ nur nicht, wie viele Nervenfasern das schon gekostet hat.
      Manchmal kommt es eben „dicke“, am besten alles gleichzeitig und am allerbesten möchte es schon gestern erledigt worden sein.
      Dann noch dies und jenes. Und so weiter und so fort.

      Ich bin da schon auch ein Eichhörnchen auf Speed, jedoch in der organisierten Form. 😉

      Wenn am Ende des Tages trotz einiger Unzulänglichkeiten alles soweit passt, bin ich zufrieden.
      Immerhin.
      🙂

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  • Es Marinsche kocht

    Die Message: MACH ES WIE DIE WILDSÄUE…FRISCH…FRÖHLICH….FREI…ODER…WAS STÖRT ES EINE GUTE ALTE EICHE WENN SICH EINE WILDSAU AN IHR KRATZT! ( aus der Reihe „Marinsche’s Kalenderblatt Impuls“ ) 😀🤓💃🏻

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  • modepraline

    Also: Solange die Wildschweine keine Hörnchen hatten, nicht grün waren, nicht geblinkt haben und auch keine Pieplaute von sich gaben … solange kann davon ausgegangen werden, dass Du nüchtern warst und es nichts zu bedeuten hat. Andernfalls wäre vielleicht ein Tee ganz gut!

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