BEI ROT musst du steh’n….darfst aber fahren (14.07.2016)

 

 

Die Grünen-Politiker kommen ja immer wieder auf recht „spannende“ Ideen. Womöglich ist es dem Umstand geschuldet, dass sie gelegentlich zu lange mit ihrer im eigenen Parteibüro aufgezogenen Hanfpflanze fachsimpeln. Wer weiß das schon so genau. Die Damen und Herren sind da ja zumindest zum Teil recht liberal eingestellt. Aber gut. Leben und leben lassen.

 

Nun wollen sie uns jedoch der Regel #1 unserer Kindheit berauben….ROT soll plötzlich nicht gleich ROT sein. Es kommt nämlich sehr auf die jeweilige Ausgangsposition an, in welcher man sich gerade befindet und dabei einem dieser roten Lichtsignale begegnet.

Zu Fuß oder im Auto heißt es weiterhin STOP. So weit so gut und vor allem sinnvoll.

Für Radfahrer wird jedoch eine Ausnahmeregelung angestrebt, bei der der/die Radler/in zwar anhalten soll (*laut auflach*), danach aber nach prüfend abschätzendem Rundum-Blick (*laut auflach*) passieren darf.

Einige interviewte Personen freuten sich natürlich sogleich über mehr Mündigkeit im Straßenverkehr.

Ich hingegen befürchte, dass man nicht jeden derartige Abwägungen aufhalsen sollte oder darf. Viele leiden nämlich unter akuter Ignoranz, fataler Selbstüberschätzung oder schlichtweg völlig in den Tag gelebter, unbedarfter Leichtsinnigkeit.

UND was ist das bloß für ein Signal an die radelnden Kinder?! Die würden doch komplett verwirrt werden!

Es würde sicherlich nicht lange dauern, bis irgendein Unglück passiert und der Dumme wird immer der Verkehrsteilnehmer mit der größeren Massenverdrängung (Auto, Lkw…) sein, der danach mindestens mit Schuldgefühlen zu leben hat. Darauf habe ich keine Lust, denn einseitige Aufmerksamkeit reicht nicht in allen Fällen aus. Es gehören schon beide Seiten dazu. Mit Sicherheit!

Ich halte von diesem Vorstoß für mehr Freiheit auf dem Drahtesel hernach überhaupt nichts. Auch das Argument, dass es anderswo (z.B. Paris) funktionieren würde, überzeugt mich nicht wirklich. Zu oft erlebe ich, wie- entschuldigt bitte- hirnlos sich manche durch die Botanik manövrieren. Und wer weiß, welche fähigen Probanden in stolz präsentierten Testläufen engagiert worden sind….der breiten Masse werden sie wahrscheinlich nicht gleichen. Wie gesagt….man sieht und hört ja so einiges.

Ich möchte um Bobs Willen niemandem die Fähigkeit zum Mitdenken absprechen, aber im Sinne des Selbst- und Fremdschutzes wäre ich glasklar dafür, dass ROT weiterhin STOP bedeutet. Egal wie man diesem Signal begegnet.

 

Und nun sagen wir alle kurz im Chor auf: Bei Rot musst du steh’n, bei Grün darfst du geh’n!

Rührt euch!

 

 

 

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2 responses to “BEI ROT musst du steh’n….darfst aber fahren (14.07.2016)

  • Lutz Prauser

    Eine Partei sollte sich durchaus mal den Luxus erlauben, abseits des bestehenden zu denken und Vorschläge zur Diskussion zu stellen. Nur so kommt man vielleicht drauf, das nicht alles, was es seit Ewigkeiten gibt so bleiben muss, nur, weil es eben so ist. Das sollte man vielleicht nicht so pauschal verurteilen.
    Dieser Vorschlag ist allerdings unsinnig und dürfte eine Welle an Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen, wenn es zu Unfällen kommt (was vorprogrammiert ist). Andererseit lässt sich ja täglich im Großstadtverkehr beobachten, dass es zahlreiche Radfahrer gibt, die beim Abbiegen das rote Licht einer Ampel ohnehin nicht mehr beachten und einfach über den Gehweg abbiegen o.ä .

    Gefällt 1 Person

    • senftopfherausgeber

      Der Luxus sei vergönnt!
      Beim Durchlüften des Kopfes kann neben reichlich Ohrenschmalz auch brauchbares Material zutage treten, keine Frage. 🙂

      „[…] dass es zahlreiche Radfahrer gibt, die beim Abbiegen das rote Licht einer Ampel ohnehin nicht mehr beachten […]“:
      Leider! Das genügt schon, um reichlich Unruhe zu stiften. Ein Legalisieren dieses Aktes der Unvernunft wäre das falsche Signal.

      Gefällt mir

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