Archiv der Kategorie: Tiere

Liebe ist … (26.10.2017)

 

 

… wenn man selbst kurz vor Mitternacht noch den Staubsauger aus dem Schrank zerrt, um einem Spinnilein den Garaus zu machen.

 

>Die kann doch da hinterm Bett sitzen bleiben.<

>Nein, mach die weg! Schnell!<

>Oder lebend fangen und dann…<

>Nein! Los! Staubsauger her!!!<

 

Sorry, arme Spinne. Ich wollte ja eigentlich nicht. Aber … Sorry noch mal. Ok?

 

 


Lebkuchenherz und God jul! (24.12.2016)

 

 

Ein kleines Déjà-Vu fürs Marinsche…sozusagen von der colorierten, cartoonoiden Zeichnung zur Wirklichkeit. Die Kostprobe dürfte sich zwar aufgrund digitaler Umwege und der damit verbundenen Geschmacksneutralisation (Nullen und Einsen schmecken einfach nach nichts) zwar eindeutig schwieriger gestalten, jedoch würde ich mit Fug und Recht behaupten wollen: Für das erste Mal ziemlich essbar. 😉

 

 

Lebkuchenherz

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern und allen anderen Menschen, die es interessiert, eine frohe Weihnacht, wenig Zank am Gabentisch (wie immer voller geschenktem „Nichts“), sowie ein paar angenehme Stunden, am besten im Kreise der Familie! Nicht zu vergessen: Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Für alle einsamen Seelen: Euch ist das Herz gewidmet!

 

Der geschätzten Modepraline und ihrer Familie wünsche ich im besonderen Maße alles Gute in dieser schwierigen Zeit. Auch wenn man sich nicht persönlich kennt, übersende ich hoffnungsvolle Grüße, dass sich alles zum Positiven wenden möge. Prognosen und Statistiken sind das eine. Was zählt, ist das Ergebnis. Und dieses steht hoffentlich ganz auf eurer Seite!

 

Herzlichst!

S[Punkt]

 

 

P.S.: Noch eine kleine Herzensangelegenheit meinerseits:

 

Elch

God jul och gott nytt år!

Hälsningar!

S[Punkt]

 

 

 

 

 


Interessante Mischung (13.11.2016)

 

Wo bitteschön bekommt man künstlerisch in Szene gesetzte, geföhnte Schokoküsse und Sport motivational speeches unter einen Hut?

Hier.

Ich muss zugeben, ich hatte schon etwas mehr zu den Schokoküssen herübergeschielt. Doch dann las ich etwas von mental toughness und no more excuses und sah schon die knechtende Peitsche auf mich herniedersausen. Da bekam ich es mit der Angst zu tun und wollte schon sämtliche Lebkuchenherzen bzw. Spekulatius für die Weihnachtszeit meistbietend versteigern.

Doch dann besann ich mich, legte die Süßwaren vor meinem geistigen Auge wieder zurück in den Küchenschrank und dachte still bei mir:

Erfordert es nicht mehr mentale Stärke, etwas in Maßen zu genießen, obwohl man über die vor einem offen stehende und schutzlos ausgelieferte Lebkuchenpackung herfallen könnte wie eine Meute hungriger Berserker, anstatt dieses Teufelszeug fern der eigenen Zugriffsmöglichkeit zu wissen?

Ja, daran glaube ich. Ganz fest. Ich trainiere auch schon fleißig. Was meint ihr: Wie viele Trainingseinheiten sind täglich empfehlenswert, um den Geist zu stählen? Klar, spätestens, wenn die letzte Packung im Vorrat leer ist*, muss leider Schluss sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Man muss aufhören können, wenn es am schönsten ist.

 

Für diese Erkenntnis bedanke ich mich bei den herzallerliebsten Bullis Ella und Lilou samt Schokoküsse schmelzendem Frauchen (Ella&Lilou) und Joscha (ErfolgreichesLebenBlog). Herzlich willkommen auf meinem Blog!

 

 

 

* Aber allerallerspätestens, wenn der Hosenknopf unter Ächzen in einer steilen Flugparabel davonschnippt.

 

 


Etwas „Bjutie“, Katzen und ein dreifacher Bypass (19.10.2016)

 

 

Die gute Stube füllt sich:

Nämlich mit Miezekatzen (kittensandhumans), Rezepten über bereits beim bloßen Anblick zu dreifachen Bypässen befähigten Brownies* (blogsonfood) und Seminare glückslosenden** Studentinnen (Tatjana vom BjutieBlog).

Herzlich willkommen! You are welcome!

 

 

* Your Triple Bypass Brownie really looks like a triple coronary artery bypass. Minimum! 🙂

** Was bin ich froh, dass in meinem Studiengang alles durchgetaktet war. Zwar ging es von früh bis spät, aber es bestand stets eine Einlassgarantie…zumindestens ein paar Tage nach Semesterauftakt, als bereits die Motivation und der Vorlesungsmarathonwetteifer des einen oder anderen Kommilitonen/der einen oder anderen Kommilitonin nachgelassen hatte und nicht mehr jeder Platz (auch auf den Treppen) besetzt war.

 

 

 


„Katzenjammer extended cut“ (26.06.2016)

 

Katzen.

Die tun immer so, als säßen sie majestätengleich auf einem ganz hohen, übermäßig hell strahlenden Stern, fernab von unserer kleinen, unwürdigen Menschenwelt, und sind dabei am Ende wahrscheinlich auch nur ganz genauso simpel gestrickt wie wir.

Sie stellen sich tollpatschig an, rutschen sich gegenseitig den Buckel herunter und zedern wenig manierlich wie olle Waschweiber/Bierkutscher.

 

DOCH: Es gibt dabei solche und solche Feliden.

Gestern wohnte ich einem optisch wie akustisch beeindruckenden Spektakel bei, das mich höchst amüsierlich stimmte, nachdem ich feststellte, dass sich da gerade keineswegs die kleine Mia und der kleine Paul* gegenseitig schreiend die Sandkastenschäufelchen über den Köpfen zusammenschlugen.

Der Katzenjammer ums Eck stammte tatsächlich von den Namensgebern dieses Begriffes höchstpersönlich.

Mietze 1** saß hierbei ganz aufrecht und hielt den Kopf stocksteif zur Seite gedreht, um die keifernde Konkurrenz- ein unter Starkstrom stehender, sandfarbener Kratzbuckel- eingehend zu fixieren.

Nichts bewegte sich, bis auf die gereizt auf den Boden auftippende, sandfarbene Schwanzspitze.

Jede Sekunde erwartete ich den explosiven Start mindestens einer Rakete.

Doch was tat Mietzekatze 1? Völlig kaltschnäuzig drehte sie das Köpfchen gen Himmel und beäugte die Umgebung, ob es nicht etwas spannenderes geben könnte, als dieses offenliegende Elektrokabel direkt nebenan.

Als sie offenbar feststellte, dass da nicht viel war, verlegte sie sich wieder auf das stumme Fixieren des sich noch immer total aufregenden Gegenparts, der wohl kurz vorm Abheben stehen musste.

Und was macht man, wenn man genug von solchen albernen Plänkeleien hat?

Genau! Man dreht als Mietze 1- ungerührt und vollkommene Souveränität ausstrahlend- der Gegnerschaft die kleine, rosafarbene Rückansicht zu und stiefelt- keine Widerrede über den klaren Sieg duldend- einfach seiner Wege.

Der Kratzbuckel brauchte eine Weile, um sich davon zu erholen, und stand noch eine Weile perplex wie einzementiert an Ort und Stelle, bis auch er sich schließlich trollte.

Ich sage dazu nur: Faszinierend!

Es gab noch nicht einmal Verletzte.

Womöglich sind Katzen doch viel, viel schlauer als wir Menschen?!

In diesem Falle würde ich die einleitend angeführte Passage sofort streichen. Ich armseliges, unwürdiges Menschlein, das ich bin!

Ok, um die Ehre unserer Spezies nicht ganz durch den Staub, der unter den vier Samtpfoten klebt, zu ziehen, könnte man natürlich einwendend behaupten, dass sich die beiden Feliden auch von vornherein aus dem Weg hätten gehen können- ich stelle mal eben die Konfliktvermeidungsstrategie in den Raum-, doch müsste ich wohl oder übel im nächsten Moment festhalten, dass wir Menschen hierzu sehr oft selbst nicht in der Lage sind.

 

Was lernen wir daraus?

Probleme müssen rechtzeitig aus der Welt geschafft werden und wenn es gar nicht anders geht, muss man sich eben aus dem Weg geben. Leben und leben lassen.

Versprecht mir aber hoch und heilig, dass IHR zum Zwecke der Streitdeeskalation à la „der Klügere gibt nach“ nie, nie, niemals irgendjemanden eure rosafarbene Rückansicht präsentieren werdet! Ok?!

Danke!

 

 

 

 

P.S.:

Natürlich habe ich die beiden Neuankömmlinge „mixedcats“ (wie passend zum Thema) und „fraumamaschreibt“ nicht vergessen. Fühlt euch hier gut aufgehoben und unterhalten. Herzlich Willkommen!

 

 

 

* Alle Namen sind frei erfunden.

** In Unkenntnis über Vor- und Zunamen, sowie möglicherweise vorhandene Adelstitel, belasse ich es bei Zahlen.

 

 

 


BlogEnte: „Brett“ vorm Kopf- Eigentlich wollte ich Fahrrad fahren… (19.06.2016)

 

Schräger Titel, nicht wahr?

Es muss sich aber keiner um MEINEN physischen Zustand sorgen. Nicht ICH hatte das „Brett“ vor dem Kopf, welches sich eigentlich als ein Bauzaun in seiner ganzen Vollendung entpuppte, sondern jemand anderes.

 

 

Ich zelebrierte, lediglich in handelsüblicher Nachtbekleidung gewandet, die sonntägliche Frühstücksvorbereitung, als der Dreiertrupp Enteriche über den Spielplatz gegenüber watschelte. Wie Jungs eben sind, mussten sie natürlich auch die angrenzende Baustelle samt Minibagger inspizieren. Irgendwann lockte aber offensichtlich die holde Weiblichkeit vom Flüsschen unweit meines Wohnhauses herüber und die Gruppe erhob sich in die Lüfte gen wartende Damenwelt auf dem fließenden Gewässer.

Ein Enterich kam jedoch nicht weit und wurde jäh durch oben bereits mit euch bekanntmachend eingeführten Bauzaun bei seinen Startavancen unterbrochen.

Mit einem deutlichen Scheppern schnippste er zurück in die Baugrube.

Als zur Empathie fähiges Lebewesen, wie ich nun einmal auch eines bin, entfuhr mir verzögerungsfrei ein den Schmerz mitfühlendes „Uff!“, welches umgehend von einer peinverzogenen Grimasse- wie das so üblich wäre, wenn man sich selbst in einer solchen leidlichen Situation befinden würde- begleitet wurde.

In meinem Kopf wurde sofort das Für und Wider einer augenblicklich eingeleiteten Rettungsaktion abgewogen.

Sollte ich nicht einfach abwarten? Soooo schlimm war das doch gar nicht gewesen! Oder?! Aber ich bin doch noch im Schlafanzug! Och Menno…

Gespannt glotzte ich zum Erdgraben herüber, ob sich da etwas tat. Nichts.

Hinter mir krächtzte heiser die Kaffeemaschine.

Dabei würde das alles- auch mein Nicht-Eingreifen- doch eigentlich nur dem Lauf der Natur folgen. Wie sonst auch. Wozu sollte ich intervenieren, zumal es reiner Zufall gewesen ist, dass ich das Flugmanöver mit dem geheimen Auftragsnamen „Bauzaun“ überhaupt gesehen hatte.

Gut, ich gebe zu, dass ein Bauzaun nicht üblicherweise zum natürlich vorkommenden Inventar zuzuordnen ist. Es hätte aber auch ein plötzlich ausschlagender Baum, oder das Spinnennetz einer „etwas“ überambitionierten Spinne gewesen sein können.

Wie auch immer.

Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon.

Die Kaffeemaschine in meinem Rücken entließ das letzte Tröpfchen des braunen Heißgetränkes mit einem kurz aufbrandenden Gluckern und Zischen. Im Topf kullerten die Eier zwischen den siedenden Wogen hin und her.

Noch bevor ich zu einem Entschluss kam, flatterte ein Enterich von drüben herüber gen Flüsschen.

 

Da hatte sich also netterweise doch alles ganz von selbst erledigt. Nicht einmal Nachbars Katze musste ernstlich eingreifen. Erleichtert ging ich zum Frühstück über.

Im Schlafanzug.

 

 

So….und nun fragt ihr euch sicher, was es mit dem Fahrradfahren im Beitragstitel auf sich hat, richtig?

Nun, man muss sich eben entscheiden, ob man lieber umgehend einen Blogeintrag verfasst, oder doch die sportive Höchstleistung wählt. Das Ergebnis meiner Abwägungen (Was ein Tag der Entscheidungen!) seht ihr hier.

Womöglich war mein gefälltes Urteil auch gar nicht so übel- über den qualitativen Aspekt dieser Angelegenheit dürft ihr richten-, denn momentan ziehen wieder dicke, graue Wolken übers Land. Just in dieser Sekunde regnet es nun auch!

(Habe ich schon einmal geschrieben, dass ich recht kreativ beim Finden von Ausreden sein kann?

Herzlichst, der Schweinehund- )

 

 

 


Papa²- A tale of real love II (28.04.2016)

 

Jepp, ich bin es mal wieder. Oder schon wieder. Wie auch immer.

 

Unser klassisches Bild einer Familie umfasst die Rollen von Mutter, Vater und Kind(ern).

Aufgeklärte Menschen wissen, dass dies nicht zwingend in Stein gemeiselt sein muss, sondern durchaus bunt changieren kann und darf.

 

Zu diesen tolerant eingestellten Exemplaren zählen sich seit einiger Zeit auch zwei Gänsegeierherren, denen selbst die reizendste Frauenwelt reichlich überflüssig zu sein scheint. Sie genügen sich schlichtweg selbst.

Für das perfekte Glück dieser inniglich praktizierten Beziehung fehlte bisher nur noch der passende Nachwuchs, den es am liebsten selbst aufzupäppeln gilt.

Daran scheiterte es aber leider aufgrund gewisser biologischer Schranken, die einem jeden Lebewesen nun einmal gesetzt werden. Da agiert Mutter Natur leider etwas eingeschränkt und auf absehbare Zeit wird sich das so schnell auch nicht ändern.

Wie „gut“, dass es Rabenmütter gibt, die den eigenen Nachwuchs samt Verpackung im wahrsten Sinne einfach fallen lassen. Dann freut sich eben ein Dritter. Oder besser zwei.

Nun bebrüten die beiden Herrschaften das Nordhorner Ei und gebannt blickt die (Zoo)Welt auf den anstehenden Schlupftermin. Vielleicht wird am Ende diese unkonventionelle Beziehung doch noch durch ein flauschiges Gänsegeierküken gekrönt.

Für alle Hobbypsychologen vorab: Dem Mini-Piepmatz wird es sehr wahrscheinlich egal sein, wer ihm die anverdauten Futterbröckchen hervorwürgt. Eine Sinnkrise hinter den großen Kulleraugen ist somit nicht zu erwarten- Kajal hin, Dreitagebart her.

Papa?

Papa²! Doppelt hält bekanntlich besser.

 


BlogEnte- A tale of real love (27.04.2016)

 

 

Autofahrer können ja so dermaßen rücksichtslos sein.

Da lichtdurchflutet man dann mal eben offenbar ganz im Tran vertieft Wald und Flur mit aufgeblendeten Scheinwerfern, dass der entgegenkommende Verkehr (ihr ahnt es…ich) fast nichts mehr sieht und (beinahe) die Schwarte kracht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Denn als mir mein Gegenüber sein Fernlicht gnädigerweise aus dem Angesicht nahm, wurde mir rechts am Fahrbahnrand ein großes, rundes, zufrieden vor sich hin mampfendes Gesicht gewahr, dass sich mitsamt Kumpanen als Wildschweinrotte entpuppte.

Na Klasse! Ein kurzes Aufblenden meinerseits, um meine Missgunst darzulegen, hatte bei diesem Kandidaten jedenfalls nicht auf Anhieb den gewünschten Erfolg erzielt. Erst nachdem ich mich wiederholt bemerkbar machte, tat sich etwas am anderen Steuer. Naja, wenigsten hätte ich den Aufprall doch noch live und in Farbe sehen können, hätte eines dieser Borstenträger den Asphalt auf fressbares Material untersucht.

Manche glauben wohl ernsthaft, sie lebten allein auf dieser Welt!

Da kann man eben mal nicht bei Nacht (und ohne Nebel) durch die Wälder heizen, sondern muss auch gelegentlich den Bleifuß anheben und vom Gas steigen, wenn die Sichtverhältnisse bei normalem Abblendlicht nicht ausreichen.

Aber gut…am besten macht man noch zusätzlich den Nebelscheinwerfer an. Stört ja keinen…und alle anderen sind egal.

 

An dieser Stelle fragt ihr euch- auf die Überschrift rückbesinnend- sicherlich, wie ich nun den ganz engen Bogen zurück zu Enten oder gar Liebesgeschichten schlagen werde.

 

Ganz einfach: Über das rücksichtsvolle Verhalten von Autofahrern.

Ja, richtig gelesen…rücksichtsvoll.

Auch ich lasse mich schließlich allen etwaig aufkommenden tendenziell misanthropisch gelagerten Anwandlungen zum Trotz davon überzeugen, dass im Normalfall eine Medaille gleichsam eine schöne Kehrseite vorzuweisen hat.

Komme ich nun also zur Ente.

Nein, zu zwei Enten, um genau zu sein. Die leben- ein Erpel und ein Schnatterinchen- ganz unverhohlen in einer festen, aber sicher unehelichen Beziehung und watscheln tagein tagaus durch dick und dünn. Mal parkt ER mitten auf einem Stellplatz des Supermarktes gegenüber, während SIE sich genüsslich durch die Gemüseauslage (kleines Beet) schnabuliert, mal begleitet er sie unter Geleitschutz vorbei am neugierigen Fiffi über den Spielplatz, und mal hocken sie einträchtig wie im letzten Hochsommer zusammen im Schatten eines Busches.

Herzallerliebst!

Heute unternahmen die beiden zur Abwechslung mal wieder einen Ausflug über die mehr oder minder gut befahrene Straße. Völlig ökonomisch bilanziert taten sie dies natürlich nach- und getrennt voneinander. Erst SIE, dann ER. Zweimal stockte der Verkehrsfluss.

Und zweimal nahmen die Verkehrsteilnehmer- eine Dame in einem Kleinwagen und ein Lastkraftfahrer- Rücksicht, obwohl es insbesondere Schnatterinchen nicht besonders eilig hatte, die andere Straßenseite zu erreichen.

In diesem Moment ging mir das Herz auf und ich musste schmunzeln.

Ich mag Enten!

 

 

Was dürft ihr, werte Leser, daraus lernen?

Ab morgen geht ihr besser alle im Watschelgang…dann wird auch für euch gebremst! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Man wächst mit seinen Aufgaben…? (25.04.2016)

 

Kleinkinder, so könnte man meinen, haben sicherlich mit sich allein schon ganz gut zu tun.

Sie wollen schließlich das Laufen lernen, Mutti die neuesten Grasflecken in der brandneuen Hose präsentieren, erste vernünftige Sätze sprechen, Mami am Rande des Nervenzusammenbruches dennoch erfolgreich davon überzeugen, dass sie die an der Quängelkasse des örtlichen Discounters ausgelegten Süßwaren ganz unbedingt für ein weiteres Überleben als dringend anschaffenswert erachten und mit Papi „Räuber und Gendarm“ spielen, bis Mami kurz vor dem Abendbrot doch noch leicht besorgt bei der Polizei sturmklingelt, weil der Papa noch immer nicht wieder zurückgekehrt sei und Sohnemann/Tochterkind partout nicht mit der Sprache herausrücken wöllte, wo denn das dunkle Verließ sei, in welchem er gerade schmoren und der gnädigen Ablösung harren würde.

Nein! Falsch gedacht.

Kleinkinder, gerade erst des mehr oder minder unfallfreien Laufens mächtig, dienen nunmehr auch als adäquate Alternative zum professionellen Dog-Sitter.

Da hingen im von mir beobachteten Fall quasi an einem Ende ein „Baby“, stilecht im Windel-Watschelgang dahinstolpernd, und am anderen ein flauschig-plüschiges Puppy, stilecht bekleidet mit einer Hundeleine in Rosarot.

Wer da nun an wem zerrte und wohin dabei genau oblag offensichtlich der Zuteilung durch einen zwischengeschalteten, völlig überfordert wirkenden Zufallsgenerator, der schon zu Beginn bedenklich am Qualmen war, während die rote Warnleuchte justament effektvoll funkensprühend den Geist aufgegeben hatte.

Ich- einen freien Tag genießend- verfolgte das Spektakel eine Weile vom Fenster aus und befand schlussendlich, dass es schon ein wenig fragwürdig anmutete. Muss es wirklich sein, dass bereits einem Kleinkind, von der vollendeten Koordination und Haushaltung seiner Kräfte noch ein ganzes Stück entfernt, solch ein kleiner Welpe ohne direkte Eingreifmöglichkeit (die Mutter schien da recht entspannt) anvertraut wird? Ich weiß nicht recht.

Der Kontakt zu Tieren ist ein wichtiger, um das einfühlsame Miteinander zu schulen. Es muss jedoch unter einer gewissen Kontrolle und Aufsicht geschehen, damit am Ende alle heil vom Platz gehen können, nämlich ohne dass Fiffi der Kopf mitsamt Halsband abgerissen oder das Kind aus einer Angstreaktion heraus gezwickt oder gar gebissen worden ist.

Bei solchen Konstellationen kann man besonders pessimistisch betrachtet auch davon ausgehen, dass dieses Hündchen wohl mehr als Spielzeugersatz denn als Lebewesen angesehen wird. Wenn das Interesse dann irgendwann einmal sinken sollte, dann endet dieses arme Puppy entweder mal als total verzogener/unerzogener Wadenbeißer, als ganz traurig an der nächstgelegenen Raststätte zurückgelassenes oder wenigstens gnädig vorm Tierheim an einer trostlos flackernden Laterne angebundenes Würstchen. Welch grandiose Aussichten…

Da ich mir aber vorgenommen habe, nicht nur das Negative mit all seinen Eventualitäten in den Dingen sehen zu wollen, hoffe ich, dass am Ende alles gut wird, sich alle lieb haben und glücklich bis an ihr Lebensende sein werden! Amen.

 

 


Salatmischung „Straßenmix“ (23.04.2016)

 

Ich mag Menschen sehr gerne, die sich für ihre lieben, kleinen Pelzträger sogar durch die Urwälder heimischer Grünanlagen schlagen, nur um das größte und saftigste Löwenzahnblatt zu erlegen, das weit und breit zu finden gewesen wäre.

Da wird sich gebückt und gepflückt, da werden Mutter Natur die Sprösslinge und Schösslinge entrissen, da wird gesammelt und gejagt, dass es eine wahre Freude ist. Wenn es sein muss, wird innerlich triumphierend auch dem Bienchen das Blümchen noch ganz knapp vor der Nase weggeschnappt.

Daheim darf sich dann Schnuffi vom grünen Glück einen Trommelbauch anfuttern, bis es platzt, oder wahlweise die dicke Mohrrübe vom Frühstück aus den Ohren quillt.

Ganz wagemutige Tierhalter trauen sich sogar an den Rand vielbefahrener Ortsdurchfahrten, um selbst in dieser unberechenbaren Gefahrenzone* ungeachtet ihrer eigenen Gesundheit noch feinbestäubtes, mit Fleur-de-Streusalz-vom-letzten-Winter gewürztes Blattwerk dem Erdmantel zu entreißen, um es im Anschluss zu Hause stolz kredenzen zu dürfen.

Da geht mir das Herz auf ob so viel Aufopferungsbereitschaft. Kein Weg ist zu weit, kein Unwetter zu „bäääh“ und kein Umstand zu groß. Selbst Oma Erna lässt ihren Rollator links liegen/stehen, um sich auf das saftige Grün für Hasi zu stürzen. Da kennt sie nichts…auch nicht mehr ihr böses Kreuz oder die schmerzenden Knie.

 

Ach, wenn alle Menschen doch zueinander genauso wären…wenigstens ein kleines Bisschen.

 

 

 

(* Ich übertreibe mal ein bisschen der Theatralik wegen.)