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Plätzchenimpressionen zum Nikolaustag (06.12.2016)

 

 

Wer vor lauter Malocherei und Sorgen noch nicht richtig in der vorweihnachtlichen Stimmung angelangt sein sollte, dem möchte ich hiermit unterstützend die Hand reichen.

Plätzchen sind für mich einer der Inbegriffe dieser besonderen Zeit. Es gehört bei uns zur Familientradition, dass gemeinsam gebacken wird…sofern nicht kurzfristig eine hinderliche Apocalypse (Kometeneinschlag; ein Entzweibrechen der Welt; Deutsche Bahn; …) auf dem Weg gen Heimat dazwischenkommt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier nun eine Studie köstlicher Backkunst (zum Vergrößern einfach Rechtsklick aufs Bild und Link in neuem Tab öffnen):

 

1) vorher:

[Plätzchen, roh]

Plätzchen

(Was da so glänzt ist keine Butter! Überhaupt nicht.)

 

 

2) Intermedium:

[Plätzchen gebacken]

Plätzchen, gebacken

(Da ist immernoch überhaupt keine Butter drin…)

 

 

3) nachher:

[Aus Rücksicht auf die zartbesaiteten Seelen unter euch, habe ich an dieser Stelle bewusst auf eine fotografische Darstellung des Nachher-Zustandes verzichtet. Der Titel hätte wahrscheinlich folgendermaßen gelautet: „Einsames Krümel auf blankem Untergrund- (Aus)Radierung in D-Moll“]

 

 

In diesem Sinne: Weiterhin eine schöne Adventszeit euch allen!

S[Punkt]; knuspernd und vor sich hin krümelnd

 

 

 

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Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ODER: High Noon am Glühweinstand (04.12.2016)

 

Weihnachtliches Liedgut umspielt sacht die verwinkelten Gassen aus unzähligen Ständen und bunten Büdchen. Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit?

Ein Lichtermeer aus abertausenden, heimelig funkelnden Lämpchen empfängt den Besucher, hüllt ihn ein in eine gülden schimmernde Aura.

Von weit oben her grüßt die stattliche, in ein Kleid aus unzähligen Sternenfunkeln gehüllte Rotfichte herab.

Der Duft von Bratwurst, Anisbonbons, süßen Lebkuchen und Kräppelchen kitzelt verlockend die Nase. Er macht uns schläfrig, satt, zufrieden und lässt uns in trügerischer Sicherheit umherwandeln.

Liebe Kindlein, gebt fein Acht!

Denn rings um uns herum lauert die Gefahr. Die nahenden Schwaden von heißem Glühwein sollten uns eine frühe Warnung sein, würden wir nicht unbeirrt und allzu gutgläubig, unbedacht Schritt um Schritt setzend, weiter darauf zu steuern.

Schon prasseln die ersten Kalorienbomben auf unsere Leiber hernieder, ein böser, gar wenig heiliger  Spiritus hält unsere Sinne gefangen, und ehe wir es uns  versehen, wird schon das schwache Fleisch gelockt, um es freundlicher- aber genauso auch gnadenloserweise von seinen monetären Lasten zu befreien (Taschendiebe inkludiert).

Gib also Acht, mutiges, schiebende und zerrende Massen teilendes Menschlein, spitze die Ellbogen und stähle deine breiten Schultern!

Es herrscht wieder Krieg! Am Glühweinstand.

Oh, du fröhliche, oh du besinnungslose….!

 

 

 


Erster Dezember (01.12.2016)

 

 

Na, schon das erste Türchen geöffnet?

Ich hoffe doch, dass ich mit dieser profanen Frage keinerlei panikartige Schweißausbrüche bei meinen Rezipienten verursacht habe! Das wäre mir peinlich. Also wer noch nicht hat…der Tag dauert ja noch ein paar Stunden an, bevor das zweite Türchen im Adventskalender aufgestoßen werden möchte. Natürlich soll diese Angelegenheit nicht in Stress ausarten. Wo kämen wir da hin?! Man kann schließlich auch nach Gutdünken schalten und walten, wie es einem beliebt….und wenn man die Türchen allesamt erst am 24. öffnet, oder zu Ostern, oder erst nächstes Jahr. Dies ist ein freies Land. Also tut euch keinen Zwang an. Meinen Segen habt ihr.

 

Auch andere haben unlängst eine Tür aufgestoßen, nämlich jene zu diesem Blog. Man stelle sich diese bitte im übertragenen Sinne vor, da sie taktil nicht wirklich greifbar sein dürfte…es sei denn, ich hätte etwas Grundlegendes verpasst. Spätestens, wenn ich das „Brett“ tatsächlich vorm Kopf habe, würde ich es jedoch merken, denke ich. Für sachdienliche Hinweise vorab über das reale, bei Missachtung sicher schmerzhafte Vorhandensein  einer Vorrichtung zum Schließen einer Öffnung (und, wo wir gerade dabei sind: den Sinn des Lebens, sowie die belegbare Existenz extraterrestrischen Lebens) wäre ich sehr dankbar.

Komme ich nun zu den neuen Gästen, die da wären: Annie Adler und DerKomoediant*…mit oe! Ladies first, meine Herrschaft. Herzlich willkommen und Freude am Lesen euch beiden!

 

Eines möchte ich euch zum Schluss noch verraten: Ich habe es bereits getan. Da bin ich wie stets pflichtbewusst!

 

 

 

* Uebersetzung ins Non-Umlautete…ich hoffe, dass ich damit keine Wunden beim Komoedianten aufreiße:

Na, schon das erste Tuerchen geoeffnet?

Ich hoffe doch, dass ich mit dieser profanen Frage keinerlei panikartige Schweißausbrueche bei meinen Rezipienten verursacht habe! Das waere mir peinlich. Also wer noch nicht hat…der Tag dauert ja noch ein paar Stunden an, bevor das zweite Tuerchen im Adventskalender aufgestoßen werden moechte. Natuerlich soll diese Angelegenheit nicht in Stress ausarten. Wo kaemen wir da hin?! Man kann schließlich auch nach Gutduenken schalten und walten, wie es einem beliebt….und wenn man die Tuerchen allesamt erst am 24. oeffnet, oder zu Ostern, oder erst naechstes Jahr. Dies ist ein freies Land. Also tut euch keinen Zwang an. Meinen Segen habt ihr.

Auch andere haben unlaengst eine Tuere aufgestoßen, naemlich jene zu diesem Blog. Man stelle sich diese bitte im uebertragenen Sinne vor, da sie taktil nicht wirklich greifbar sein duerfte…es sei denn, ich haette etwas Grundlegendes verpasst. Spaetestens, wenn ich das „Brett“ tatsaechlich vorm Kopf habe, wuerde ich es jedoch merken, denke ich. Für sachdienliche Hinweise vorab ueber das reale, bei Missachtung sicher schmerzhafte Vorhandensein  einer Vorrichtung zum Schließen einer Oeffnung (und, wo wir gerade dabei sind: den Sinn des Lebens, sowie die belegbare Existenz extraterrestrischen Lebens) waere ich sehr dankbar.

P.S.: #Wartezimmer scheinen höchst kuriose wie unheimliche Orte zu sein. Da nützt auch das zum womöglichen Zwecke der Aufmunterung leidgeplagter Delinquenten aufgebrachte, sonnenstrahlende Gelb an den Wänden wohl nicht mehr viel…vielleicht hilft ja ein erheiternd putziges Wasserspiel?! Ich bin gespannt, wie es dem Protagonisten ergeht.

 

 

 


Nachdenkenswertes zum Advent (01.12.2015)

 

Bereits seit vergangenem Sonntag wird ganz still und heimelig die Adventszeit begangen.

Stopp mal!„, wird man an dieser Stelle berechtigterweise einwenden. „Was, bitteschön, ist an dieser Weihnachtszeit still und heimelig?

Ganz einfach. Wir sprechen hier von zwei verschiedenen Paar Schuhen.

Die Adventszeit, in der wir uns jetzt gerade bis Heilig Abend befinden, ist im ihr eigentlich angedachten Sinne einer Fastenzeit die stille Zeit der Besinnlichkeit und In-Sich-Gekehrtheit, der Vorbereitung auf die Geburt Jesu.

Vormals bedachte man sie nicht mit überschwänglichen Klängen. In der Alten Kirche durfte weder überbordend getanzt noch gefeiert werden.

Erst ab Heilig Abend wurde die Weihnachtszeit anlässlich Christus Geburt zelebriert. Besinnliche, ruhige Töne wurden final von frohlockendem Gloria und verheißungsvollem Halleluja abgelöst.

Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich dieses Bild jedoch entscheidend. Das Laute überlagerte das Stille. Das Langsame wurde vom Gehetzten überrannt, das Reduzierte vom Pomp übertüncht.

 

Und nun glänzt alles gleichsam in güldenem Zuckerguss.

Wie schön nimmt sich dagegen der einsam flackernde Kerzenschein gegen den Nachthimmel aus.

 

 

 


Urlaub, Sommer, Sonnenschein (27.11.2015)

 

Gut, ein Kandidat dieser Wortkette passt nicht ganz zur aktuellen Lage. Sommer haben wir definitiv nicht mehr. Das konnte ich unumwunden bestätigen, als ich heute am Morgen an das Außenthermometer geschielt habe. Es ist ein tolles Gefühl, das vereiste Auto zu sehen und zu wissen, dass man es nicht freikratzen muss.

Der Rest der Überschrift passt aber soweit. WAS WILL ICH MEHR?!

Ich hoffe, dass jetzt niemand neidisch sein muss! Es sollte eben meines Erachtens nur kurz und unauffällig gesagt werden, dass ich URLAUB und pünktlich hierfür einsetzenden SONNENSCHEIN habe.

 

Allen geneigten Leserinnen und Lesern wünsche ich ein baldiges, erstes Adventswochenende!

 

 


Die vier Jahreszeiten? (21.12.2014)

 

Es heißt ja, wenn man nicht weiß, worüber man palabern soll, dann würde ein Schwenk zum Wetter eine recht passable Alternative darstellen. Zumindest um ein sich Totschweigen zu verhindern.

 

Ich möchte hier und jetzt trotz des mäßig positiven Leumundes bei verbalen Interaktionen dennoch über das Wetter schreiben.

 

Es schlägt ja aktuell buchstäblich Kapriolen. Erst wird es eisig, dann frühlingshaft warm und dann wedelt einen der hagelschwangere Sturm mit Blitz und Donner fast aus den Stiefeln. Es gilt ja fast schon zu befürchten, dass demnächst noch der Sommer vorbeigeschneit kommt! Dann hätten wir auch alle vier Jahreszeiten in einem Monat vereint gehabt. Ja, und wer jetzt über den Logikbruch (Sommer versus vorbeischneien) sinnieren möchte…bitte…aber ganz abwegig ist es wohl nicht. Neulich durfte ich im Wetterbericht vernehmen, dass wohl 13 Grad Wärme zu erwarten wären….sowie Regen….UND….Schnee….alles in einem Satz.

Jepp, ich stutzte auch ein wenig, aber dann besann ich mich der Tage davor und erkannte: Wundern tät mich nichts mehr.

Lieber Leser, dem bei diesen Nachrichten die Pizza „Vier Jahreszeiten“ vom Teller gerutscht sein könnte, keine Angst: Der Vorrat an Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist gesichert. Es muss Dir an nichts mangeln, auch wenn Petrus gerade wie ohne Sinn und Verstand mit dem um sich wirft, was er gerade in seiner Jahreszeiten-Kiste unter die Finger bekommt. Er hat wohl absichtlich einfach seine Baldriantropfen mit Gingkoextrakt verlegt….der arme alte Mann hatte doch soeben erfahren müssen, dass es dieses Jahr nicht so viele Geschenke geben wird…allgemeine Einsparmaßnahmen…Frau Holle hat bei „Aaaaaaaahhhh!-Schrei vor Glück“ (oder war ’s nicht doch beim Erwin?!) bestellt und im Kaufrausch zwanzig Garnituren neue Bettwäsche gekauft. Und jede sieht ein bisschen anders aus!

Toll, nicht wahr?!

 

In dem Sinne…einen schönen restlichen 4. Advent!