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Verzicht? (3.2.2015)

Hui, was durften meine Ohren aus dem Radio empfangen? Der neue griechische Finanzminister plant, den angedrohten Schuldenschnitt doch nicht ganz so frech-rigoros einfordern zu wollen.

Klingt gut! Da hat sich jemand Gedanken gemacht…und zwar Gedanken, die nicht nur populistisches Wahlgestammel darstellen.

Wenn man mit dem Rücken an der Wand steht, bleibt nur noch die Flucht nach vorne, hatte sich der Grieche bisher gedacht. Nun kam ihm doch noch in den Sinn, dass dies in die Hose gehen könnte (man brauchte sich nach Amtsantritt nur mal die Märkte anschauen…da stand wieder alles Kopf) und man vielleicht doch besser kommen könnte, wenn man sich nach einem Geheimtürchen in der rückwärtigen Wand umschauen würde. Dieses Nebentürchen haben sie dank weiterführender Überlegungen nun offenbar gefunden.

Es bleibt zwar abzuwarten, was sich mit dieser neuen Einsicht anfangen lässt, aber zumindestens muss man sich nicht wieder den Tag verderben lassen, nur weil ein Politiker reißerische Wahlversprechen von sich gibt….und vergessen hat, dass der plumbe Stimmenfang bereits Geschichte ist.

 

Außerdem: Wenn sich die Griechen wieder fangen sollten, kann ich ja doch noch meinen griechischen Feta essen, der seit ein paar Tagen im Kühlschrank liegt und zwecks Boykottes von mir sträflichst ignoriert worden ist! Nee, Scherz…ich hatte nur noch keine Zeit für ihn gehabt. (-:

 


Abschaum auf Deutschlands Straßen (01.02.2015)

 

Was ich heute in den Nachrichten gehört habe, ließ mich gehörig am Verstand einiger Mitbürger zweifeln.

Es ist doch abartig, sich an einem Unfall auf der Autobahn (bei Magdeburg) vorbeizuquetschen und dabei noch die Verletzten zu umrunden. Und um dem ganzen Verhalten noch das dämliche Prinzesschenkrönchen aufzusetzen, macht man noch schnell ein Foto und zieht ab…ohne Erste Hilfe zu leisten.

Ekelhaft finde ich das. Wie tief muss man für solch eine „Glanztat“ gesunken sein?! Schade, dass diese Unmenschen laut Polizei nicht mehr rückverfolgbar sind. Die müssten nämlich einen dicken fetten Aufkleber auf ihre Karre geklebt bekommen: „Sollte ich demnächst verletzt sein oder gar um mein Leben kämpfen, lassen Sie mich einfach liegen. Wenn Sie mögen, können Sie noch ein Bild für die nächste Betriebsfeier machen und/oder einmal aus Spaß an der Freude bzw. zum ausgiebigen Gaffen im Kreis um mich herumfahren. Nach erfolgreichem Absolvieren dieser Aufgabenstellung sollten Sie dann aber hurtig abhauen, bevor ich es mir anders überlege und doch Ihre Hilfe einfordere.

Eigentlich dürften solche Objekte gar kein Kfz mehr steuern, schließlich mangelt es ihnen deutlich an geistig-menthalen Qualitäten, die eigentlich Voraussetzung für das Erlangen der Fahrerlaubnis sind. Mit Nachsitzen im Kurs „Zwischenmenschliches Verhalten“ und in der Fahrschule „Verhalten im Straßenverkehr; Erste Hilfe“ ist es hier wohl nicht getan. Die brauchen wahrscheinlich härtere Geschütze, um aus ihrem geistigen Dämmerzustand gerissen zu werden.

Ich hoffe, dass niemand in solch eine Lage geraten muss!

 

MENSCHLICH SIEHT ANDERS AUS!

 

 


Abstand halten! (29.1.2015)

 

Boah, wie ich es liebe! Da fährt man nach getaner Arbeit zügig über die Landstraße heimwärts und hält sich dabei aber strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung (100km/h + Toleranz) und trotzdem wird man von manchen Fahrern, die von hinten angerauscht kommen, derart bedrängt, dass man glattweg Angst haben muss. Als ob man sein Auto schieben würde…und selbst in solch einem Fall gilt ein Sicherheitsabstand und irgendwann bietet sich schließlich auch eine Möglichkeit zum Überholen.

Aber hey, ich habe gern einen Tranporter 4 Meter (viel mehr war es nicht!) hinter mir im Nacken…bei 103km/h! Darf’s es vielleicht noch ein bisschen näher dran sein?!!

Ich war schon überlegt nach hinten durchzurufen, was er denn in meinem Kofferraum zu suchen habe.

Inständig hoffte ich auch, dass der am Nummerschild klebende Trollo rechtzeitig bemerken würde, dass ich wegen eines 70-Schildes die Geschwindigkeit drosseln musste. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt. Es hätte aber auch anders ausgehen können, weshalb ich nicht erst kurz vor dem Schild abbremste (mache ich sowieso nie, weil das unnötiger Spritverbauch und Bremsenverschleiß wäre…ich sage nur VORAUSSCHAUENDES FAHREN…haben wir Fahrzeugführer alle mal in der Fahrschule gelernt…), sondern reduzierte peu á peu. Ich muss ja nicht bis kurz vor dem Schild hochheizen, nur um dann auf die Klötzer steigen zu müssen….nagut, andere fahren auch gleich durch, ohne die Begrenzung zu beachten…nicht wirklich besser.

Mensch, wie bescheuert sind denn solche unverantwortlichen Schwachköpfe? Kurz vor dem Ortseingang eines Dorfes zog er dann endlich an mir vorbei…und preschte mit weit (!) über 50/55 km/h durch die Ortschaft. Wenigstens war ich ihn los!

 

Da kommt die Debatte um eine Höchstgeschwindigkeit von 80km/h auf (engeren) Landstraßen genau recht, denn solche Beispiele zeigen doch, dass die Umsetzung mehr als fraglich sein wird.

Wer rasen will, dem sind die 80 herzlich egal. Aber sowas von! Im Gegenteil, diejenigen, die sich daran halten, werden womöglich durch Nötigung von Seiten des Hintermannes noch verunsichert und zu Fehlentscheidungen getrieben. Zumal man ja aufgrund von Dränglern automatisch vermehrt bange Blicke in den Rückspiegel werfen muss und vom eigentlichen Geschehen VOR einem abgelenkt wird. Geht mir zumindest so. Ich möchte schon gern wissen, ob ich demnächst (z.B. vor einer engen Kurve) selbst mal bremsen darf, oder ob ich nicht doch besser der Haftreibung zwischen meinen Reifen und dem Asphalt vertrauen sollte. Solch eine Frage dürfte ich mir eigentlich gar nicht stellen müssen! Aber solange derartige Vollpfosten auf unseren Straßen herumgurken dürfen, muss ich wohl immer damit zurechtkommen.

Blitzer und Abstandsmessungen sind zwar unangenehm und an manchen Orten auch nur reine Abzocke, aber diesem Honk hätte ich ein Passbild gegönnt…und Fahrverbot, damit er bei einem Spaziergang zu Fuß und bei frischer Luft wieder zur Besinnung kommen kann. Aber solchen Kandidaten, die mit offensichtlichem VORSATZ (!!) handeln, passiert ja meistens eh nichts. Leider.

 

 


Rechts-Links-Schwäche (vom 28.1.2015)

 

Griechenland hat gewählt und gewonnen hat….(?)…..ja wer nun? Das linke, das gemäßigte, das rechte Lager?

Weil das so eine schwere Entscheidung ist, haben sich nun also Links und Rechts zusammengefunden. Klingt komisch, ist aber so!

Links-Rechts-Regierung…hmm, ich finde, dass dies irgendwie militaristisch anmutet…links, rechts, links, rechts,…egal. Jedenfalls muss sich nun keiner mehr Gedanken um seine Orientierung machen. Wo geht’s lang? Links-Rechts und immer geradeaus um die Ecke, dann noch vorwärts zurück und schon sind sie da, wo sie nicht sein wollten.

Und was soll da nun herauskommen? Ist die Schnittmenge eigentlich konträrer Dinge nicht irgendwie „die Mitte“?

Nein, keine Panik, ich propagiere nicht, dass Frau Merkel (DIE MITTE) nun die Geschäfte in Griechenland übernehmen sollte…auch wenn sie dem ein oder anderen Griechen bereits des Nachts im (Alp-)Traum erscheinen mag. Die griechischen Tagesblätter müssten sich ja sonst förmlich mit Angela-Hitler-Karrikaturen überschlagen, dass die Druckerfarbe nicht einmal mehr für den Wetterbericht und den aktuellen Börsengang ausreichen würde.

So, und nun sollen also die Schulden beschnitten, die Tafeln zum Anschreiben (Herr Wirt…noch ein Milliönchen!) mit lockerer Hand abgewischt werden. Einfach so. Rückzahlungen sind ja auch sowas von doof. Geld zuvor auszugeben oder in schwarzen Löchern zu versenken, macht doch eindeutig viel mehr Spaß!

 

Auch hier interessiert mich sehr, was diese neue Regierung nun anzetteln wird und welche Signale für den Rest Europas daraus erwachsen werden. Ich hoffe, dass es nicht zulasten von ein paar wenigen „Dummen“ gehen wird…was auch immer.

In diesem Sinne: Links ist da, wo der Daumen rechts ist und umgekehrt!

 


Verloren gegangen (26.1.2015)

 

So, ich bin es wieder. Und nein, ich habe bei meiner Möbellieferung keinen einzigen Nerv verloren.

Soweit so gut und erstaunlich obendrein, denn: Etwas anderes ging stattdessen verloren.

Da fehlte doch tatsächlich ein Hängeschrank bei der Lieferung. Wer weiß, auf welchen Umlaufbahnen dieses „leicht“ übersehbare Teil gerade seine Runden im Orbit dreht…ich hoffe, sie finden es baldigst wieder und das dann nicht erst in zehn Jahren, wenn mal wieder das Zentrallager (in der Hoffnung also, dass es überhaupt produziert worden ist) durchgefegt wird. Huch, da steht ja noch was…es gibt ja auch Postkarten, die erst nach vielen Jahrzehnten ihren Empfänger (oder dessen Kinder/ Enkelkinder) erreichen.

Und eine Lampe wartete auch noch ohne Steckerverbindung auf…braucht man ja nicht. Man schließt schließlich das laufende Hamsterrad für die Stromproduktion direkt am nackten Kabel an. Es werde Licht! Stecker sind sowas von überflüssig….dachte sich der Lieferant. Der Meinung bin ich nicht und deshalb werde ich mich dahinter klemmen, damit alles rasch über die Bühne gehen kann. Vorerst muss ich mich damit trösten, dass ich ohne funktionstüchtige Lampe zumindest deren Stromverbrauch einspare….welch bestechender Irrwitz! Man muss es sich halt nur schönreden können.

 

Seltsamerweise haben mich diese Querschläger kaum angehoben. Vielleicht, weil mich alles andere überrascht hätte. Es ist doch immer irgendwas. Der Mensch braucht Beständigkeit…und zack geht wieder etwas andere Wege, als man es von einem reibungslosen Ablauf erwarten würde. Im Endeffekt ist also wieder alles im Lot, wenn etwas schief geht. Klasse Logik, nicht war?

 

Ich warte dann also mal gespannt und aufs Höchste geduldig auf meine verschollenen Stücke…und warte….immernoch.

 

 


Aneinander vorbei… (22.1.2015)

 

Es ist schon interessant, wie Menschen aneinander vorbei reden können.

 

Ich wollte doch lediglich wissen, ob eine genaue Lieferzeit für meine Küchenmöbel feststeht bzw. ab wann ich tatsächlich mit dem Anrücken der Mannschaft rechnen darf.

Von 7 bis 18!„, tönte es mir im Telefonhörer entgegen.

Ich war ein wenig perplex ob des weit gefassten Zeitraumes, der sich vor ein paar Wochen noch auf einen Vormittag zu erstrecken gedachte. So, so.

Auf Rückfrage, ob sie nicht doch den Vormittag meinte, wollte mir die Dame erklären, dass ein Küchenaufbau schließlich lange dauern würde. Konnte ich mir schon denken (!). Geschenkt . Doch ich hörte schon die Nachtigall im Hintergrund trappsen. Meine Gesprächspartnerin war wohl gedanklich in einer anderen Richtung unterwegs, obwohl es an meiner ursprünglichen Fragestellung nix zu deuteln gegeben hätte…wie gesagt: Ab wann darf ich mit den Monteuren rechnen…einen Tag vorher müssten sie ja so langsam aber sicher einen Routenplan erstellt haben.

Also bohrte ich nach und durfte investigativ-journalistisch aus dem Gesagten herausfiltern, dass vor mir nur ein Kunde (ab 7 Uhr) an der Reihe sei, für den ca. 90 Minuten anberaumt worden sind.

Was macht das also nach Adam Ries und ein paar extra Minuten Fahrtzeit zu mir? Genau! Ich darf theoretisch ab 9 Uhr meine Küche (in Einzelteilen) erwarten.

Das, und nur das wollte ich wissen. Ich war zufrieden und teilte der Dame noch schnell meine rechnerischen „Kopfstände“ mit. Und siehe da: „Ja, genau. Ab 9Uhr wären die Leute ungefähr bei Ihnen!

Ein schwere Geburt, aber das Licht der Erkenntnis hat es auf die Welt geschafft. Falls es im Laufe des heutigen Vormittag bei Dir, lieber Leser, ungewohnt hell geworden sein sollte…weißt nun Bescheid, gell. (-:

Zumindest war die Dame auf der „falschen Leitung“ recht freundlich. Das will ja auch was heißen. Am Ende sind alle glücklich und zufrieden…ich hoffe morgen auch noch…ein Küchenaufbau ist ja keine halbe Sache. *stumm hoffend*

 

Ahoi, und bis bald…hoffentlich frisch fröhlich und ohne einen einzigen Nerv verloren zu haben!

 


Ein Schuss ins Knie der Glaubwürdigkeit (21.1.2015)

Wie deppert muss man eigentlich sein, sich angeblich von der hetzerischen Fremdenfeindlichkeit distanzieren zu wollen, und dann doch „heimlich“ im stillen Kämmerlein Selbstportraits als Adolf Hitler von sich anzufertigen?! Ja, sind denn schon die Narren los?!

Wenn ich schon trotz Vorstrafenregisters eine Organisation wie PEGIDA ins Leben rufen muss, dann sollte ich mir doch wenigstens den letzten Rest Glaubwürdigkeit bewahren, der den Unterschied zur tiefbraunen Ecke darstellt. Ein Undercut mit Seitenscheitel, ein Oberlippenbärtchen und markige Begriffe des Fremdenhasses tragen wohl kaum dazu bei.

Nun hat sich Herr Bachmann also mit Volltempo selbst ins Aus mannövriert. Auch nicht schlecht. Es kann nicht schlechter werden ohne ihn. Leute wie er sind doch eh nur Bremsblöcke für aufrüttelnde Bewegungen, an denen sich das Volk beteiligt. Seltsamerweise stehen aber sehr oft Hampelmänner an der Spitze. Wie auch immer.

Jedenfalls haben die Organisatoren nun einen weiteren Punkt im Hausaufgabenheft abzuarbeiten…einen neuen, unverfänglicheren Namen sollten sie sich auf Anraten einen Experten schon suchen, damit der Begriff „Islamisierung“ möglichst wegfällt, denn vielen Anhängern geht es mittlerweile um ganz andere Dinge…Politikverdruss, mangelhafte Selbstbestimmung, Unsicherheit, das Überhören der eigenen Stimme, Zukunftsängste, ….

Bachmann hat mit seinem Auftreten und Gerede seiner Bewegung keinen Gefallen getan. Mir kann es jedoch egal sein, schließlich bin ich nur ein neutraler Beobachter, und doch stachelt es noch mehr (auch radikaler werdende) Gegendemonstranten an, die wiederum anderen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nehmen möchten. Hier ist was faul, im Staate Deutschland! Aber mächtig faul!