Schlagwort-Archive: alltäglicher Wahnsinn

Logik… (14.12.2016)

 

Was ist der Sinn eines Antivirenprogrammes?

Genau!

Es soll für eine sichere Internetnutzung sorgen.

Die Betonung liegt auf Nutzung. Nicht Abschaltung (im Sinne von pauschalem Blockieren sämtlicher Internetseiten von A-Z). Was für einen Sinn würde ein kostenpflichtiges Programm denn sonst machen? Oder wollten die mir mit dem letzten Update (ohne Chance auf Verzicht) nur sagen, dass ich mein Geld beim damaligen Kauf auch gleich aus dem Fenster hätte werfen sollen? Quasi durch die Blume…

Nach der x-ten Testsystemwiederherstellung konnte ich das Internetproblem auf dieses Antivirenprogramm(update) einkreisen. Dort liegt wohl sozusagen der Hase im Pfeffer begraben. Ganz offensichtlich.

Und nun?

Die Alternative zu „nix Internet“ ist : Man könne doch seine gewählten Sicherheitseinstellungen etwas reduzieren. Aha! Die automatische Selbstschussanlage muss also abgebaut werden und gegen ein Fläschchen Seifenblasenpustefix ausgetauscht werden.

Bämmm! Nimm das!! *Seifenblasen blubber*

Vielleicht tue ich den Verantwortlichen auch einfach nur Unrecht, wenn ich auf deren Ansicht herumhacke, dass ein wirklich sicheres Internet eben KEIN-Internet-Haben bedeutet.

Wenn ich aber das „KEIN-Internet-Haben“ akzeptieren würde….warum sollte ich mir das Antivirenprogramm noch kaufen?

Ich möchte einen optimalen, vollumfänglichen Schutz haben UND einwandfrei funktionierendes Internet.

Verlange ich etwa zu viel?

Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen. Ich bastel weiter.

 

Fazit:

Wisst ihr….es gibt Tage, da würde ich gern den Mittelfinger gegen sämtliche nervraubende Dämlichkeiten, Zeitverschwendungen, und Nutzlosigkeiten des Alltags erheben wollen. Allein mein Anstand lässt es mich nicht tun.

Leicht angesäuert: S[Punkt]

 

 

 

Werbeanzeigen

Ich kann es nicht mehr sehen! (22.10.2014)

 

Selfie hier, Selfie dort, mit und ohne Kanzlerin, sitzend vor dem Mittagessen, Selfies, die eigentlich von fremder Hand und ergo „Fremdies“ sind, mit formvollendeter Entenschnute, Selfies mit und ohne Crash.

 

Seit längerer Zeit schon hat dieser Auswuchs an Egozentrik auch die Automobilwelt durchwuchert und so sprießen bei voller Fahrt frisch und fröhlich die Selbstportraits aus den Fahrersitzen. Weil dies nicht genug der Dummheit gereicht, werden diese stummen Zeugen eines Verstoßes gegen die StVO gleich noch auf soziale Netzwerke geladen…gleichsam bei rollendem Kraftfahrzeug.
Und das mitten unter uns.

 

Wem die eigene Gesundheit und die der Umwelt weitgehend wurscht ist, wer 60 Euro zu viel und ein nach eigenem Empfinden zu mager bestücktes Konto in Flensburg sein Eigen nennen kann, nur zu. Aber ohne mich!

 

Ziemlich dünne Luft herrscht, wenn auch noch Berühmtheiten diesem Selbstdarstellungswahn erliegen, obwohl sie sich mitunter ihrer Vorbildfunktion bewusst sind, weil sie eben für viele, oft junge Anhänger als Leitbild dienen.
Klar, kann man nicht gutmenschlich schmähen, wenn sich auch ein bekanntes Sternchen mal ganz menschlich vor laufenden Kameras einen fetten, ungesunden Bürger hinter die Kiemen schiebt, aber diese bildlich festhaltend bagatellisierte Fahrlässigkeit ist doch ein ganz anderes Kaliber, das bei Nachahmung ernsthaft zu einem höchst akuten Problem führen kann.

 

Nicht umsonst besteht zum Beispiel ein Navi darauf, noch vor der Fahrt programmiert zu werden. Was soll dann also beim Knipsen und Hochladen der Fotos so viel anders, bzw. so viel weniger gefährlich sein?
Fakt ist, dass schon weniger als eine Sekunde mangelhafter Aufmerksamkeit fatale Folgen haben kann. Der berühmte Wimpernschlag.

 

Wir reden über gesunde Ernährung, schadstofffreie Gebrauchsgegenstände und Kleidung, sicheres Kinderspielzeug, CO2-Minimierung, Fairtrade, Feinstaubreduktion, korrekte Erziehung, Frieden und Nachhaltigkeit, aber über Trends dieser Art, denen vor allem junge, hippe Menschen anheimfallen, schweigen wir uns weitgehend aus.
Wir registrieren und vergessen, wenn ein Selfie mal wieder das Letzte ist, was von einem Menschen geblieben ist, nachdem er sich unfreiwillig selbst an den nächsten Baum oder gegen ein anderes Fahrzeug gesetzt hat. Womöglich wurden auch noch Unbeteiligte geschädigt…jeder ist in erster Linie für sein eigenes Glück und Wohlergehen zuständig und verantwortlich, aber das geht gar nicht!

 

Für mich ist und bleibt es eine narzisstische Gedankenlosigkeit, nein, Hirnlosigkeit sondergleichen. Das schreibe ich nicht als etwaig frustrierter weil-nicht-mit-Kamera-ausgestattetes-Handy-Besitzer, sondern weil ich es schlimm finde, dass in solch einem sensiblen Bereich wie dem Straßenverkehr, wo viel passieren kann, das eigene Ego unbedingt ins schönste Licht gerückt werden muss, obwohl man im Normalfall bei einer Autofahrt genug andere, zweckdienlichere Dinge zu erledigen hätte…die Technik störungsfrei beherrschen, Umsichtigkeit beweisen, Regeln erkennen und umsetzen, …
Multitasking ist nicht mehr! Studien haben bewiesen, dass man verschiedene Dinge nicht gleichzeitig gut machen könne. Entweder habe ich die Straße oder das Smartphone im Fokus.

 

Extra angefertigte, der Abschreckung dienende Filmchen im Werbeblock, die einen Selfie-Horrorunfall imitieren, werden zwar vom Konsumenten aufgenommen, aber wie es bei dieser-zu Neudeutsch- „content“-Flut eben so ist, beträgt die Halbwertszeit oftmals nur die Spanne eines Durchschnittskurzzeitgedächtnisses.
Im Endeffekt darf man sich bei Interviews dann auch wenig reumütige Geständnisse anhören oder durchlesen, die wenig Hoffnung auf Besserung machen. Solang demjenigen nichts ernsthaftes passiert, bleibt alles beim Alten…und wenn doch, dann kann er sich ja immernoch über Lob zum schicken Schnappschuss aus der community freuen…falls er noch in der Lage zum Freuen sein sollte…aber erfahrungsgemäß haben solche Leute mehr Glück als Verstand.
Möge das dann wenigstens die verspätete Initialzündung zum Überdenken des eigenen Handelns abliefern!

 

 


Im Namen Gottes? (verfasst am 10.9.2014)

Als ich das erste Mal von einer gewissen Truppe mit dem Namen „Shariah-Police“ hörte, deren Anhänger als selbsternannte Hüter von Zucht und Ordnung um die Häuser deutscher Städte zogen, um Ungläubige und lästerliches Gesindel auf der Straße zu einem züchtigen und gottgefälligen Leben zu bekehren, wusste ich nicht, ob ich mich in diesem Moment mehr aufregen oder doch vor Lachen ausschütten sollte. weiterlesen


Über die Durchlässigkeit von Wolken (2.9.2014)

Weil heute so viele von den Dingern das Blau des Himmels verborgen hielten, dachte ich, dass ich diese gleich zum Anlass für einen neuen Beitrag nehmen könnte.
Nur bewegen wir uns dann nicht mehr in einem dispersen Gemisch aus Wasser in Luft, sondern eher auf rein digitaler Ebene.
Scheint dann auch eine weitaus trockenere Angelegenheit zu sein…also so rein meteorologisch betrachtet.

weiterlesen


Kinderwagen als Freifahrtsschein (30.8.2014)

Um es vorweg zu nehmen: Es geht hier nicht um Kinderfeindlichkeit, sondern um das Verhalten von Eltern, sobald sie einen Kinderwagen vor sich herschieben dürfen. Außerdem ist zu betonen, dass nicht alle so sind…

 

Ich weiß nicht, ob man alles auf die hormonelle Übersteuerung in den Schaltzentralen von stolzen Eltern schieben kann. Oftmals spielt wohl auch zusätzlich die Unterentwicklung des Denkapparates mitsamt der fast gleichnamigen Funktion des Mitdenkens eine entscheidende Rolle. weiterlesen


Lebenslust oder Lebensfrust? (verfasst am 21.8.2014)

Es gibt Menschen, die wollen einfach nicht mehr. Zumindest macht es manchmal den Eindruck, auch wenn diese Leute jenen allerletzten Schritt eigentlich gar nicht absichtlich geplant zu haben scheinen.

Beispiele gefällig? weiterlesen


Im Wald mit lauter Bäumen… (15.8.2014)

… hat wohl noch jemand meinen kleinen Blog entdeckt und möchte ihm durchs Dickicht des alltäglichen Wahnsinns folgen. Die Machete- alias Tastatur- ist gewetzt.

Herzlich willkommen!