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Geträumt (01.09.2016)

 

Eine kleine Randnotiz, die mich schmunzeln ließ:

 

X: „Gestern Nacht habe ich von Ihnen geträumt.

Ich: [Oha!] „So schlimm? War es denn ein Traum oder ein Alptraum?

 

Die Auflösung der Frage und die Klärung, ob ich an meinem furchteinflößenden Image weiter feilen muss, lasse ich an dieser Stelle offen. Das nennt sich künstlerische Freiheit und fördert die Fantasie. 😉

 

 

 


Kampf den Dämonen! (18.04.2016)

 

Mit „etwas“ Verspätung möchte ich Paulalinchen begrüßen, welche seit ein paar Tagen diesen Leserzirkel erweitert.

 

Das Leben hält nicht nur die schönen Seiten parat, sondern wartet einem hin und wieder, gelegentlich auch über die Maßen hinaus, mit den gruseligsten Dämonen auf, die man sich irgend vorzustellen vermag.

Sicher jeden verfolgt mindestens einer dieser Gesellen, auf dessen Anwesenheit man gut und gerne verzichten wöllte. Mal sind es Personen, mal Situationen und manchmal fällt man vielleicht auch nur einer vagen Vorstellung anheim.

Paulalinchen hat, liest man sich quer durch ihren Blog, einem solchen überlebensgroßen Dämonen gegenübergestanden und sich mühsam von dessen schweren, ihr auferlegten Eisenketten befreien müssen. Noch währt der Kampf und ich drücke die Daumen, dass es für alle ein gutes Ende nimmt, denn- wie sie erkannte- Dämonen fechten unter Umständen selbst auch nur mit ihresgleichen.

 

Man darf sich in jedem Fall nicht von diesen Albträumen verzehren lassen. Es braucht auch scheinbar an sich nicht viel, um sie hinter sich zu lassen; „lediglich“ ganz viel Mut und Kraft für einen Neuanfang.

Wer es nicht wagt, kann nur verlieren. Auch zwischenzeitliches Scheitern muss nicht das Ende bedeuten. Vollkommene Resignation hingegen IST das Ende.

Kampf euren Dämonen!

 

 

 

 


Spiderman is having me for dinner TONIGHT… (31.3.2016)

 

Per Zufall stieß ich beim Stöbern durch die Armada aus Silberlingen auf „The Cure„….ein Klassiker.

 

Das Album „Disintegration„- eine der finsteren Musikplatten der Gruppe, die an die Anfangszeiten als Gothicband ankoppelte- hatte es mir besonders angetan. Man darf gerne Rückschlüsse auf meinen derzeitigen Gemütszustand schließen, muss man aber nicht.

Auf dieser Scheibe fand ich ein Lied, das ich hin und wieder im Ohr hatte, aber nie wirklich zuordnen konnte: „Lullaby„.

Angeblich verarbeitete hierin der Sänger einen Albtraum aus seiner Kindheit, der ihn immer wieder verfolgt hatte.

 

Ich besann mich, was mich damals des Nächtens so umgetrieben hatte. Vielmals sah ich mich irgendwelchen Gruselgestalten ausgesetzt. Hin und wieder quälten mich auch Feuersbrünste…gern nach Feuerschutzübungen.

Ein Alb erzeugt jedoch noch heute recht nachhaltig ein kaltes Schaudern bei mir, wenn ich an ihn zurückdenke.

 

Folgendes trug sich zu:

Ich saß auf der Rückbank der elterlichen Kutsche und sah bereits von fern einen alten, knochig-ledrigen Mann- quasi eine Art Ötzi-Replikation- auf dem Gehweg, der mich instinktiv, ohne das Warum zu wissen, im Sitz zusammensinken ließ, bis eigentlich nur noch die Haarspitzen über den unteren Scheibenrahmen hätten herausragen können. Dennoch schien mich diese furchteinflößende Person wahrgenommen zu haben und streckte gierig die Hand nach mir aus. Tja, zum Glück fuhren wir schnell an ihm vorbei…doch da hatte ich fürwahr nicht die Rechnung mit diesem höchst seltsamen Knochenmann gemacht, dessen knorrig-sehniger Arm urplötzlich an Länge zunahm und das Auto mitsamt meiner Wenigkeit zu verfolgen begann. Natürlich stellte auch das eilig hochgekurbelte Fenster kein wirkliches Hindernis dar.  Alsbald packte mich die dürre Hand am nach unten geneigten Genick und die nackte Angst fuhr mir augenblicklich in die Glieder.

Dann wurde mir gnädiges Erwachen zuteil.

 

Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hatte, um mich in der Finsternis innerlich wieder halbwegs zu beruhigen. Ich fürchtete, sobald sich meine Augen wieder schließen würden, könnte mich diese Kreatur erneut packen.

 

Es gibt schon sehr, sehr kuriose Begebenheiten, während man scheinbar selig und fernab jeder Gefahr in Morpheus Armen hin und her geschaukelt wird. Obacht daher: Gelegentlich könnte man auch von einem Messer verfolgt werden, wie kürzlich meine Kollegin berichtete. Da steht man natürlich erst einmal aufrecht im Bett. Verständlich.

 

Was hat euch denn so in Kindheitstagen um den Schlaf gebracht? Tragt ihr auch euren ganz persönlichen „Spiderman“ mit euch herum?