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Ein Sturm zieht auf. (Nachtrag zum 07.03.2017)

 

 

So enttäuscht wie gestern war ich lange nicht…

 

Aber gut, nehmt sämtliche Messer, die ihr finden könnt, und steckt sie mir einfach in den Rücken.

Ich werde es schon zu ertragen wissen.

Im Gegenteil: Das blitzende Metall im Fleische soll mein neuer Panzer werden!

Aber wundert euch nicht, wenn ihr euch an mir schneiden werdet, ihr Falschen und Verlogenen dieser Welt!

 

 

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Entschuldige, liebe/r Leser/in, DAS musste gesagt werden.

Ein von außen betrachtet vielleicht nur kleiner Kieselstein hat es trefflich verstanden, bei seinem Weg ins Tal in mir sehr viel kaputt zu machen und mich und mein Vertrauen maßlos zu enttäuschen. Dies ist eine der unangenehmsten Gefühlsregungen, die mich hätten ereilen können. Umso schmerzlicher ist die Wunde, die dabei aufgerissen worden ist.

Ich hatte ein gutes Gefühl und war in vielen Belangen zufrieden, doch dies war wieder nur ein Hinterhalt, den ich mir selbst gestellt habe.

 

 

 

 


Gebt mir eine Axt….! Kratzbaum-Session I (27.09.2016)

 

 

Immer wenn ich mich besonders aufregen muss, wandern- wie von der Geisterhand eines unsichtbaren Schallplattenunterhalters in Dauerschleife aufgelegt- folgende Liedzeilen durch meine Hirnwindungen und wabern untermalt vom pulsierenden Rythmus meiner bis fast zum Bersten umfangsvermehrten Halsschlagader durch den frustgeschwängerten Äther meiner Verärgerung:

 

Gebt mir eine Axt und etwas von hohem Wert!

Ich schlag’s kurz und klein.

Das wird mein Herz befreien.

CONTENANCE! CONTENANCE!

Für einen kleinen Moment

bin ich mir so schrecklich fremd.

Nur einen Augenblick,

dann hab‘ ich die Kontrolle zurück“

[Musik/Text: Le Comte Caspar; Coppelius- Hertzmaschine]

 

Ja, die Contenance ist eine feine Erfindung. Sicherlich wurde sie zu Zeiten des Urknalles von einem Jemand erfunden, der von Schnarchnasen, Provokateuren und schnarchend, provozierenden Nasen noch nie nicht niemals belästigt worden ist. Wahrscheinlich war dieser Jemand ganz allein und mit sich selbst soweit im Reinen, dass es keinen Grund gab, sich über irgendetwas aufzuregen. Mal abgesehen von diesem unsäglichen Lärm, der Hitze und den schwefelerfüllten, giftigen Dämpfen ringsum, die dazumal geherrscht haben müssen. UND ganz entscheidend: Damals gab es noch keine Autos. Ergo keine anderen Verkehrsteilnehmer. Ergo: Das Leben muss viel leichter gewesen sein. Vielleicht etwas langweiliger. ABER leichter und ganz bestimmt herzschonender.

Watt regste dich denn jetzt schon widder auf?, könnte man an dieser Stelle eventuell neugierig geworden einwerfen.

Ich war mal wieder auf 180, bei schwankenden 42-46 in der 50er Zone. In einem Einbahnstraßensystem mit genügend Platz und ausreichender Weitsicht hielt man mich sogar bei bis hinab zu 32 an der kurzen Leine.

DAS war los.

UND ICH hatte noch etwas vor. Nämlich arbeiten. Ich war im Dienst.

Es tut mir leid, dass ich nicht viel Verständnis für mittägliche Einkaufsfahrten älterer Herrschaften mit dicken, hypermodernen Hybridautos in ländlich struktuierter Umgebung aufbringen kann.

Meinetwegen ist es gut, wenn es ältere Herrschaften mit dem Tempo nicht so übertreiben. Aber nicht so. Und erst recht nicht, wenn diese vor mir fahren und mein restliches Tagesprogramm noch etwas mehr aufzubieten hat als geruhsam-idyllische Ausfahrten vor blauem Himmel. Über die verschwendeten fünf Minuten könnte man sich vielleicht noch streiten, aber mir geht es da ums Prinzip der Sache, denn wenn man dabei auch noch sehen darf, wie man ständig vom Rückspiegel des Vordermannes aus beobachtet wird (bei einer solchen Geschwindkeit kann man den rückwärtigen Verkehr schließlich ausgiebig beim Echauffieren beobachten…), wo denn bei mir gerade die Quecksilbersäule angelangt ist, dann war es das mit dieser, meiner sogenannten Contenance. Das war augenscheinlich reine Provokation und dergleichen kommt bei mir auf der Beliebtheitsskala gleich nach „Magen-Darm“ und Dankeschön mit Arschtritt.

Was war ich froh, als endlich eine rettende Kreuzung kam und sich unsere Wege glücklicherweise trennten. Ich wäre sonst noch explodiert. Das war ja schon Nötigung, da es keinen erkennbaren Grund für eine logische (und von mir verständnisvoll berücksichtigte) Reduktion der Geschwindigkeit gegeben hatte (reine Tatsache).

In solchen Momenten hätte ich gerne eine Axt, einen Kratzbaum zum Abreagieren oder ein Kuschel-Hineinheul-Box-Kissen, um überschüssig angestaute Energien gerichtet entladen zu können, ohne mein armes Herz unnötig weiter belasten zu müssen, weil ich noch 500 Meter weiter wie ein Rohrspatz vor mich hin schimpfe. (Im Auto hört es ja keiner. Da kann man so etwas schon mal machen.)

 

Herr Bob, schenk mir ganz, ganz viel Gelassenheit, damit es mir wurscht ist, wann ich irgendwo ankomme! Sende mir die große LMA-Pille, damit ich nicht mehr nach einer Bahn oder einem Bus renne, wo doch eh in 10 Minuten wieder eine/r kommen würde. Bitte!

Wenn nicht heute, dann morgen. ABER eigentlich bitte schon gestern!!!

 

 

 


Vorsicht: Steinchen! ODER Kleine Ursache, große Wirkung (24.09.2016)

 

 

Kennt ihr das? Man glaubt, alles würde soweit relativ reibungslos (von der einen oder anderen Motivationsschwäche, alias Verschieberitis, mal abgesehen) vonstatten gehen, und schon drängt sich ein neuer Umstand auf, auf den man liebend gern verzichten würde, besäße man die Option auf freie Meinungs- und Wunschäußerung.

Steinschläge im Autolack gehören zu diesen Umständ(lichkeit)en, über welche ich nur die Augen verdrehen könnte. Für solche Dinge fehlt mir der nötige Nerv und die dazu passende Gelassenheit.

 

Vor nicht allzu langer Zeit hatte man sich dazu entschlossen, über mehrere Kilometer hin jene Straße aufzuarbeiten, welche ich (arbeitstag)täglich zu befahren habe. Man walzte hierzu einige, wirr und scheinbar ohne Plan angeordnete Flicken Bitumen unterschiedlichster Größe auf die eigentlich noch recht ordentliche Asphaltdecke (ruinierte damit auch gleich über Kilometer hinweg den gesamten Fahrkomfort!!!) und warf tonnenweise Rollsplitt hinterher, stellte ein entsprechendes Gefahrenschild auf und wartete, bis der rollende Verkehr alles schön angedrückt oder gen Straßengraben, Frontscheibe des Hintermannes (oder der Hinterfrau) oder quer durch die Botanik geschnippst hatte.

Mit jedem Einschlag zuckte ich unweigerlich zusammen und fühlte förmlich mit meinem maltretierten Vehikel mit. >>Pling<<

Die Geschwindigkeit angepasst zu reduzieren und einen großen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, ist nur solange hilfreich, wie sich keiner ungeduldig vordrängelt und knapp vor einem wieder einschert, oder man keinen Gegenverkehr hat. So ein kleines, spitzkantiges Steinchen kann weit fliegen und immernoch eine recht große Einschlagskraft besitzen, zumal sich Gegengeschwindigkeiten aufsummieren.

Nicht nur einmal befürchtete ich ein gefährliches Knacken in der Windschutzscheibe. Das blieb zum Glück aus, doch die letzte, liebevoll per Hand vorgearbeitete Autowäsche offenbarte dafür ein anderes Malheur in Form eines Lack-Steinschlages, den ich so nicht einfach wegignorieren kann und möchte.

Okay, die Welt wird dadurch heute nicht mehr untergehen. Auch morgen nicht. Vielleicht erst überüberübermorgen. Dennoch empfinde ich solche „Überraschungen“ als nicht sehr berauschend. Meine recht unterkühlt ausfallende Begeisterung hält sich bis dato daher in Grenzen. Ein wilder Streuselkuchen ist das letzte, was ich als fahrbaren Untersatz benennen müssen möchte. Gebrauchsgegenstand hin, Gebrauchsgegenstand her. Da bin ich pingelig und verstehe, wenn andere darüber den Kopf schütteln, ob ich denn keine anderen Sorgen hätte. (Doch, die habe ich auch!)

Und schon wieder ist man sinnloserweise am Grübeln, ob man besser zur Werkstatt gehen, um Korrosion rechtzeitig durch professionelle Versiegelung zu verhindern (der Krater ist schließlich tief genug), oder doch die do-it-youself-Variante wählen sollte, die weitaus günstiger ausfallen dürfte, jedoch befürchten lässt, dass es hinterher nicht wirklich besser, möglicherweise sogar schlechter aussehen könnte.

Also recherchierte ich quer durch die weltweite Vernetzung, las hier und dort….und bin so klug als wie zuvor! Dem Faustschen Monolog sei Dank.

Folgende Fragestellung keimte alsbald in mir auf:

Sollte es am Ende professionell aussehen, oder darf es auch einfach nur „ganz gut“ sein?

Ganz klar: Professionell!

Das Problem: Am Ende kostet sämtliches Equipment für die High-End-Bastelei daheim genauso viel, wie ein Werkstattbesuch. Zwei linke Hände mit alles nur Daumen wurden bei dieser Kalkulation ausgeschlossen, da es sonst nicht wirklich Sinn machen würde.

Darf es auch etwas günstiger sein?

Sehr gern!

Wenn man nicht gerade eine Sonderspeziallackfarbe wie Toffee-Nougat-Goldflitter-vor-Sonnenuntergang oder im-Mund-zergehendes-Himbeerbonbon-an-Minzfüllung vorliegen hat, dann dürfte es wahrscheinlich auch nicht so kompliziert sein.

Hoffe ich doch.

Hauptsache, es rostet nichts. Das wäre wirklich schade.

 

Zu welchem Schluss bin ich hernach gekommen?

Viel hässlicher, als es jetzt ist, kann es nicht werden….wir werden es sehen, denke ich. Aber ich habe jetzt schon keine Lust darauf. Manchmal könnte ich etwas mehr Gelassenheit und dafür etwas weniger Mücken-zu-Elefanten-Transferierungen benötigen. UND: Rollsplitt ist doof! 🙂

 

 

 

 

 

 


Wegbereiter (17.09.2016)

 

 

Stelle dir, geneigte(r) Leser(in), vor, alles wäre gut, quasi in Butter, wie man so schön zu sagen pflegt, alles würde an dir vorbeiplätschern, ohne dass sich Anstößiges oder aus der Reihe fallende Fremdkörper darin finden lassen würden, an welchen es sich lohnen könnte, anzuecken, und alles in einen wohlig und angenehm illuminierenden Lichtschein getaucht wäre, wie man ihn sich vielleicht im Paradies vorstellen würde. Jeder würde im vollkommenen Einklang mit den Dingen schwelgen.

Würdest du, werte(r) Leser(in), daran etwas ändern wollen?

Nein?

Das klingt überaus vernünftig.

Doch wie sieht es im Menschen tatsächlich aus…

Ist er wirklich für Stagnation geschaffen, oder ist sein wahres Wesen nicht doch explorativer und verändern wollender Natur? Wäre es nicht ein Graus, gebunden in einem Idyll- einem goldenen Käfig- verharren zu müssen, nur weil sich nichts ändern dürfte, weil es gut ist, so wie es bisher war? Verkümmert nicht im gleichen Zuge das, was ihn in seinem wahren Kern ausmacht, ginge er nicht wenigstens ein einziges Mal das Risiko ein, dass hinterher nicht mehr alles in einer wattig-wolkigen Aura schweben würde, sollte er gegen den Stillstand rebellieren und aufbegehren wollen?

Was den Menschen voranbringt sind die Unzufriedenheit, ein ernsthaftes wie auch banales Ärgernis oder ein still gehegter Groll, welche in ihrem sinngebenden Wesen zu kreativen Bewältigungsstrategien, das Einschlagen neuer Wege oder zur Interaktion miteinander antreiben.

Unzufriedenheit und Ärger stellen in gerichteter Form den Impulsgeber dar, der uns aus einer alles festfahrenden Lethargie zu entreißen vermag, bevor der Karren entgültig im zähen Morast versinkt und jegliche Motivation nach Veränderung abtötet. (Vermeindliche!) Vollkommenheit macht träge und schläfrig und lässt nicht das volle Potential entfalten, das ein jeder Mensch in sich trägt.

Es ist kein Frevel, sich der verlockenden Schönheit eines Momentes hingeben zu wollen. Doch es wäre sicher Sünde, scheinbar satt und zufrieden unentdeckt zu lassen, was noch im Verborgenen liegt und dich als Menschen (auch und insbesondere charakterlich) weiterbringen könnte.

 

Ich würde gern noch ein Schritt weitergehen wollen.

 

Sollte nach außen hin kommunizierte Wut oder ein Neigen hierzu gänzlich negiert und als charakterliche Schwäche abgetan werden? Ist der gerichtete Ausbruch eines Vulkans an seiner schwächsten Stelle (das emotionale Grundgerüst eines Menschen) nicht Bedingung für eine Entspannung im Inneren eines ansonsten ringsum verschlossenen Raumes, aus welchem auf anderem Wege als der vollständigen Zerstörung nichts entweichen könnte? Fühlen wir uns nicht deutlich besser, wenn wir dieser Emotion Bahn brechen und dem Rezipienten auf den Tisch knallen, was uns schwer auf Seele und Herz lastet? Geht es danach nicht allen Beteiligten besser, wenn sie wissen, wo jeder steht?

Und führt uns die Wut über uns selbst nicht am besten vor, dass man etwas ändern muss, um sich vor anderen nicht mehr selbst vorführen lassen zu müssen?

Wut* ist ehrlich. Sie lässt zwar leicht irrational werden, doch hält sie nichts von dauerlächelnden Visagen, die alles nur wortlos schlucken, statt sich zu wehren und womöglich irgendwann feige und hinterhältig agieren, weil sie es nicht besser wissen (wollen).

Dabei kann ein simples (Streit)Gespräch, auch wenn es mindestens zu Anfang emotional geführt wird, am Ende doch alle insofern (seelisch) befriedigt zurücklassen, weil sich etwas aufgeklärt hat oder wenigstens die Karten offengelegt und möglicherweise bestehende Missverständnisse aus der Welt geschafft werden konnten.

 

Und schon sind wieder alle einen Schritt vorangekommen.

 

 

 

* Die Emotion an sich. Blinde Zerstörung (physisch und psychisch) als Folge eines sich unkontrollierbar auslebenden Aggressors möchte ich strikt ausklammern!

 

 

 

 


Irgendwann platzt eine Bombe (18.12.2014)

 

Renovierungspfusch ist eine Sache, sich dann aber noch mit den osteuropäisch oder russisch stämmigen Handwerkern, die fast kein Deutsch verstehen, auseinandersetzen zu dürfen, setzt dem Sahnehäubchen auf einer grottig schlechten Überraschungstorte noch die Zuckerkirsche auf.

Warum ärgere ich mich gerade so?

Weil ich hier seit Schlüsselübergabe ständig an der Nase herumgeführt werde.

Zunächst brummten bei Schlüsselübergabe noch sämtliche Renovierungsarbeiten…klasse Bedingungen für eine Wohnungsabnahme, sage ich da nur.
Also wurde erst einmal alles nur provisorisch abgenommen.

Zudem wurden, weil die Handwerker noch am Werkeln waren, die Zählerstände ein Stück weit nach oben angepasst. So weit so gut. Die Überraschung nach ein paar Tagen war, als ich dann tatsächlich meinen Einzug angedacht hatte, dass diese kalkulierten Aufschläge weit übertroffen worden sind. Tja, wenn man aber auch die Heizungen auf 5 bollern lassen muss, obwohl auch die Stufe 3 für die Raumtrocknung ausgereicht hätte. Mann!

Nach dem ersten Streich folgt bekanntlich der zweite.

Ich dachte, ich sehe trotz all des verbliebenen Baudrecks nicht richtig! Risse neben einer Zarge, als stünden wir gerade an der San-Andreas-Verwerfung. Kein Wunder: Da haben die Handwerker einen Türrahmen mit Ausmaßen einer schmalen Badzimmertür in das Wohnzimmer verpflanzt, OBWOHL die vorhandene Türöffnung für eine Normalbreite gedacht war. Ergo wurden die riesigen Hohlräume mit gaaanz viel Bauschaum ausgefüllt, der sich irgendwann gesetzt hatte und schlussendlich unter dem frischen Putz in sich zusammengefallen ist.

Außerdem fehlten in zwei Räumen noch für eine ganze Weile die Türen. Bin ich im Sack geboren? Spannend für mein Kontenancebewahrungstraining fand ich die Bemerkung, dass doch die Wohnung sowieso gleichmäßig beheizt werden sollte. Klar, aber im Flur brauche ich doch keine 21°C!! Und wozu wurden denn sonst Türen erfunden….damit man wahlweise dagegen laufen oder sich enerviert den Kopf dreimal anschlagen kann?! Im Moment würde ich Letzteres gerne machen wollen. Mir reicht es langsam.

Und wenn das Türblatt nicht gleich ganz fehlte, dann wurde das nagelneue eben verschandelt, als hätte sich beim (sowieso zu kurzen) Zusägen ein dreijähriges Kindergartenkind mit seinen ersten Auschneideversuchen probiert.

Was hieß das im Endeffekt: Alles muss raus! (Schnäppchenjäger sollten sich bei diesem Ausruf jetzt bitte nicht fälschlicherweise angesprochen fühlen…) Und wer ist der Gelackmeierte? Ich! Denn nun darf ich mir trotz langer Dienstzeiten und Wochenendarbeit auch noch Zeit für diese Ausbesserungen nehmen…inklusive erhöhtem Strom- und Wasserverbrauch und erheblicher Verschmutzung. Aber hey, ich putze doch gerne noch einmal die komplette Wohnung von oben bis unten! Habe ja sonst nichts vor…

Mit Zeitangaben hat es unser russischer Freund auch nicht. 3 Stunden, sagte ihr Chef. Ich dachte mir noch so: Nachtigall, ick hör dir trappsen.
Und ich wurde wieder einmal bestätigt. Natürlich reichte die Zeit nicht einmal ansatzweise. Ganze 2 Vormittage meiner wertvollen Freizeit gingen drauf.

Nun sitze ich in einem Drecksloch, sämtliche Räume sind verstaubt und was die Handwerker am Ende unter Reinigungsarbeiten verstehen, ist auch mehr als relativ, was bedeutet, dass ich mir diese Arbeit erneut zu Gemüte führen darf. Ich bin heilfroh, dass hier noch keine Möbel stehen…sonst wäre hier was richtig offen gewesen….und es wäre nicht Polen gewesen (Entschuldigt die Wortwahl, aber ich bin gerade richtig, richtig angesäuert!).

Wer die Gefühlsregung Hass nicht kennen sollte: Macht solch eine Aktion durch und ihr habt eine ganz gute Ahnung davon!

Der Vermieter bekommt noch eine satte Rechnung! Wehe, er lehnt einen Monat Kaltmietfreiheit ab, dann platzt hier (oder besser eigentlich bei ihm) demnächst eine Bombe!!!

 

 

Solltest Du, lieber Leser, diese Tirade konsequent bis zum Schluss ertragen haben, dann kannst du entweder aus eigener Erfahrung mitfühlen (ja, auch anderen kann es so ergehen), oder Du ergötzt Dich gerne am Leid anderer, was auch nicht schlimm wäre….alles menschlich und nachvollziehbar. Einen Rat möchte ich an alle geben: Lasst Euch so etwas nicht gefallen!

 

 

Nachtrag:

Erkenntnis des Tages:

Lobe nie den Abend vor dem Morgen….ihr wisst schon.
Vielleicht könnt ihr es euch schon denken. Jedenfalls grüßte auch am dritten Tag das Murmeltier noch frischfröhlich. Mal sehen, ob die Ausbesserungsarbeiten dann heute doch noch vollendet werden können… Ich hoffe es für alle Seiten!