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Papa²- A tale of real love II (28.04.2016)

 

Jepp, ich bin es mal wieder. Oder schon wieder. Wie auch immer.

 

Unser klassisches Bild einer Familie umfasst die Rollen von Mutter, Vater und Kind(ern).

Aufgeklärte Menschen wissen, dass dies nicht zwingend in Stein gemeiselt sein muss, sondern durchaus bunt changieren kann und darf.

 

Zu diesen tolerant eingestellten Exemplaren zählen sich seit einiger Zeit auch zwei Gänsegeierherren, denen selbst die reizendste Frauenwelt reichlich überflüssig zu sein scheint. Sie genügen sich schlichtweg selbst.

Für das perfekte Glück dieser inniglich praktizierten Beziehung fehlte bisher nur noch der passende Nachwuchs, den es am liebsten selbst aufzupäppeln gilt.

Daran scheiterte es aber leider aufgrund gewisser biologischer Schranken, die einem jeden Lebewesen nun einmal gesetzt werden. Da agiert Mutter Natur leider etwas eingeschränkt und auf absehbare Zeit wird sich das so schnell auch nicht ändern.

Wie „gut“, dass es Rabenmütter gibt, die den eigenen Nachwuchs samt Verpackung im wahrsten Sinne einfach fallen lassen. Dann freut sich eben ein Dritter. Oder besser zwei.

Nun bebrüten die beiden Herrschaften das Nordhorner Ei und gebannt blickt die (Zoo)Welt auf den anstehenden Schlupftermin. Vielleicht wird am Ende diese unkonventionelle Beziehung doch noch durch ein flauschiges Gänsegeierküken gekrönt.

Für alle Hobbypsychologen vorab: Dem Mini-Piepmatz wird es sehr wahrscheinlich egal sein, wer ihm die anverdauten Futterbröckchen hervorwürgt. Eine Sinnkrise hinter den großen Kulleraugen ist somit nicht zu erwarten- Kajal hin, Dreitagebart her.

Papa?

Papa²! Doppelt hält bekanntlich besser.

 

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Taos Hum (12.01.2016)

 

Auf die Frage der geschätzten Modepraline hin, worüber sie denn nach 500 Beiträgen noch schreiben könne bzw. der Meinung ihrer Leser nach schreiben sollte, platzte ich unvorsichtigerweise mit folgenden Vorschlägen heraus….ich ahnte nicht, welche Konsequenzen ich mir hiermit auflud. Ich unvorsichtiger Tor!

Dies (hier klicken) waren neben anderen Unwichtigkeiten wie Glück, Traurigkeit und Liebe meine glorreichen Schreibanregungen:

Mit an Bord war der obligatorische in China umkippende Reissack, der bei keiner Aufzählung von weltbewegenden Belanglosigkeiten fehlen darf. Alles andere würde einer echten Kardinalsünde gleichkommen, weil er sehr, sehr…..nunja…..sagen wir mal so: Er ist nicht nachtragend, aber vergessen tut er eben auch nicht.

Dann offerierte ich das eminent wichtige Thema der Geräuschentwicklung von wachsendem Gras. Stellt es in Wahrheit genau wie überzogen kreischender Kinderlärm KEINEN Lärm dar?

Zu guter Letzt bot ich ihr- gönnerhaft wie ich bin- an, auf einen eigenen, überaus prestigeträchtigen Artikel zu verzichten, der sich mit einer Abhandlung über die Lamellenbewegung von Champignons bei Windstärke 12 befassen würde.

 

Nun ratet mal, welche Idee mir das Genick brach. Richtig! Das Gras.

Prompt kam nämlich die Antwort zurück, dass ich doch in Sachen Lärmbelästigung durch wachsendes Gras die Vorreiterrolle übernehmen könnte.

Au weia.

Und nun sitze ich hier und überlege. Zwischendrin muss ich aber immer wieder auf die Uhr schauen, dass ich vor lauter Wichtigkeit dieses Themas nicht die Abfahrt zur Arbeit verpasse….gilt das eigentlich als Ausrede?! Ich müsste dann mal ganz akut weg…..ok, ok…..etwas Zeit habe ich noch.

Ich gab also den Einzeiler „Geräusche wachsendes Gras“ bei der google-Konkurrenz ein (ja, ich habe noch immer nicht zugestimmt!).

Verwiesen wurde ich auf eine Plattform, die man getrost als Scherzartikel oder Anti-Wiki bezeichnen könnte, auf welcher fröhlich der Pseudowissenschaft gefröhnt wird. Sie nennt  sich Uncyclopedia.

Hier nun erwartete ich mir die Erklärung, wie denn nun Gras klingt, wenn es wächst.

Ich erwartete eine Art Ploppen beim zutage Treten und profane Reibegeräusche.

Stattdessen stieß ich auf ein ominöses Taos Hum oder auch The Hum. Dies sei ein unerklärlicher, niedrigfrequenter Brummton, den laut dem echten Wiki lediglich 2% der Weltbevölkerung hören könne. Gern wird auch von einer Art Tinnitus geschrieben, obwohl der Betroffene gesunde und sogar sehr gut hörfähige Ohren vorwies.

Die Erklärungen hierzu stecken jedoch noch derart in den Kinderschuhen, dass man diese allerhöchstens als Babysöckchen benennen dürfte.

Hier eine bunte Mischung seriöser wie nicht-seriöser Vorschläge: Infraschall, Van-der-Pol-Systeme, schnurrende Katzen, Außerirdische.

ODER: Wachsendes Gras!

HEUREKA!

Das war wohl nichts.

Vielleicht sollte ich demnächst aufmerksamer bei TerraX und Kumpanen zuhören. Meines Erachtens gab es nämlich bereits akustische Studien über die Geräuschentwicklung von Pflanzen…. In jedem Fall melde ich mich, wenn ich mit neuesten Erkenntnissen glänzen kann.

Bis dahin! Und lasst euch nicht vom hustenden Maulwurf wecken!

 

gez. S. Holmes

 

 

 

 


Observed (22.11.2015)

Wie bereits am 20.11.2015 angekündigt, musste ich mir ein paar Gedanken zu einem Kommentator machen.

Vorweg bemerkt: Ich freue mich riesig über Kommentare. Doch es gibt derer Exemplare (zum Glück sehr selten), mit denen ich nicht viel anfangen kann, weil sie in meinen Augen einfach nur dahergesagte Provokationen darstellen.

Wen von euch ein kleines politisches Statement interessiert, darf hier gern weiterlesen und auch kommentieren. Ich bitte aber um AUFMERKSAMES Lesen! Vielen Dank.

 

Hier mein Stein des Anstoßes:

Observer

Dresden – Deutschlands brauner Sumpf…

  •  
    senftopfherausgeber

    Ach, weißt Du, wie viele braune Sümpfe es in Deutschland gibt…heimtückiger sind für mich die, die nicht so dermaßen im öffentlichen Fokus stehen. Ich sag’ nur: Stammtischpolitik.

    Wenn es Dir Bestätigung gibt, dann erzähl ruhig. Es gibt ja zum Glück auch noch aufgeklärte und sachliche Menschen. AUCH in Dresden. Es ist und bleibt meine Heimat (wenn das jetzt nicht schon zu “nationalistisch” formuliert sein sollte…).

    Es tut mir leid. Mit Deinem Kommentar kann ich so überhaupt nichts anfangen.
    Wer oder was stellst Du eigentlich dar (Alter, Beruf, Wohnort…)? Ich würde gern Deine Beweggründe für dieses Scheuklappen-Denken erfahren und würde mich freuen, wenn Du Dich begründen könntest!

    gez.
    S.

 

Gut, es war nicht mein allerbester Konter, den ich jemals zustande gebracht habe, aber die Einladung zur Abgabe einer Erklärung sollte verständlich gewesen sein. Leider kam keine Reaktion darauf zurück, was ich sehr bedauere. Denn somit steht für mich wohl oder übel fest, dass es sich lediglich um eine verletzende Stichelei handeln muss, deren Sinnhaftigkeit sich mir entzieht.

 

Ich habe mir also Gedanken gemacht und da kam mir Kai Meyers Kurzgeschichte „Das Fleisch der Vielen“ in den Sinn, aus der ich mir neben vielen anderen Dingen folgenden Punkt herausziehen konnte.

Gewalt und Beschneidung von (Menschen)Rechten, können und dürfen nicht mit Gewalt und Beschneidung von (Menschen)Rechten bekämpft werden.

Politik und Rechtsstaatlichkeit sind mehr denn je gefragt, um die Konflikte, die aktuell in der Gesellschaft gären, in gerichtete Bahnen lenken zu können.

Es nützt nichts, Unbeholfenheit und Unsicherheit mit tumber Gewalt und Hasstiraden zu kaschieren, weil es schlichtweg niemanden voranbringt. Auf der anderen Seite, darf man niemanden dazu zwingen, mit der rosaroten Brille herumlaufen und alles gutheißen zu müssen. Letzteres läd nämlich aktuell dazu ein, dass es zu einem solchen Rechtsruck in der Gesellschaft gekommen ist.

 

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und achtenswertes Gut.

Deshalb habe ich auch den Kommentar von observer „genehmigt“ und freigegeben, obwohl er mir einiges an Unverständnis hervorgelockt hatte.

Ich fragte mich: Was bewegt einen Menschen in der Anonymität des Netzes einen Einzeiler abzusetzen und danach auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, ohne eine Erklärung für diese Sinneseingebung zu hinterlassen?

Zu gern wüsste ich die persönlichen Hintergründe von observer. Oder hat da nur jemand der großen, breiten Masse nachgesprochen, die nur noch SCHWARZ oder WEISS zu kennen scheint?

Sehrwohl haftet an Dresden aktuell ein schlechter Ruf.

ABER laufen wirklich ALLE Dresdner bei PEGIDA mit? Und selbst wenn sich Menschen dieser Gruppierung anschließen wollen: Gilt für sie kein Recht auf Meinungsfreiheit mehr (mal als provokante These formuliert)?

Ich unterstütze diese Versammlung NICHT und dennoch hat- unter Ausschluss der rassistischen und menschenfeindlichen Unterpunkte und Tendenzen!!!– soetwas auch eine Berechtigung in einem freien Land.

Momentan scheint es aufgrund der PEGIDA-Geschehnisse kaum noch Beiträge über ausländerfeindliche Gewalttaten zu geben, in denen nicht wenigsten am Rande bemerkte Spitzen gegen die Stadt Dresden enthalten sind.

Zum Teil ist es sicherlich ein hausgemachtes Problem Dresdens, wenn ein solcher politisch fragwürdig abtriftender Auflauf mitten im Herzen der Stadt seinen Platz findet. Das hätte anders gestaltet werden müssen.

Aber auf der anderen Seite bringen diese teils einseitigen Medienberichte eine ganze Stadt mit all den darin lebenden, bunten Menschen in Verruf.

Das Ergebnis sieht man nun, dass man sich offenbar schon rechtfertigen muss, wenn man aus Dresden stammt. Sind Dresdner nun Menschen zweiter Klasse? So schnell wird vergessen, dass es anderswo genauso rechte Hetze gibt! Oder sie wird anderswo erfolgreicher unter die Decke gekehrt…

Darüber sollte man vielleicht auch einen Gedanken verschwenden.

Was bringt es uns in diesem Konflikt weiter, wenn Leute wie observer in dasselbe Scheuklappen-Horn tuten, wie bereits die ach so aufgeklärte Masse? Das ist kein Stück weit aufgeklärt, sondern zeugt davon, dass alles nur noch SCHWARZ oder WEISS sein darf. Tolle Einstellung!

Fakt ist, dass die Politik einiges im Vorfeld zum Flüchtlingsandrang versäumt hat, und ein wachsender Teil der Bevölkerung nicht mehr gewillt ist, alle bitteren Pillen schlucken zu wollen.

Und nun baden es ALLE aus: Flüchtlinge wie auch Einheimische.

Letzteren wird oftmals gern etwas in der „Friss-oder-stirb!“-Mentalität vor den Latz geknallt, ohne dass es zuvor auf- und erklärende Gespräche gegeben hätte. Woran sollen diese Menschen noch glauben? Ich finde, dass man sehrwohl Bedenken haben darf und dass diese nicht einfach wortlos übergangen werden sollten. Gleichwohl darf es aber natürlich nicht dermaßen ausarten, dass Flüchtlingshilfe zerredet wird. Das ist klar. Aber die Bevölkerung möchte in ihren Ängsten auch ernst genommen werden.

Die Kommunikation ist unser Knackpunkt in der heutigen Zeit. Auch im Bezug auf andere Dinge.

Unzulänglichkeiten (auch in Verfahrensweisen) müssen angesprochen werden dürfen, ohne dass diese Personen gleich in eine politische Ecke gedrängt werden, zu der sie sich überhaupt nicht zählen lassen wollen.

Da aber jeder offenbar rechts ist, der Bedenken äußert oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, braucht sich am Ende keiner wundern, wenn diese Menschen sich nicht ernstgenommen fühlen und dann tatsächlich im braunen Sumpf versinken oder irgendwann gedankenlos jeder Parole von PEGIDA folgen.

 

 

DAS LEBEN IST NICHT SCHWARZ ODER WEISS!

 

 

Ich hoffe, dass sich niemand auf den Schlipps getreten fühlt. Wenn doch, dann entzieht euch bitte nicht wortlos dieses Blogs, sondern diskutiert mit mir. Zwingen kann ich dazu aber niemanden.