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Ordnung ist das halbe Leben (01.05.2016)

 

Als ich vorhin so in meinem Topf herumrührte, dachte ich zunächst an…nicht viel. Danach an…nichts wichtiges weiter. Und schlussendlich lenkten mich meine Gedanken auf das Thema „Aufräumen“.

Warum?

Und weshalb gerade beim Kochen eines bisher schon vortrefflich duftenden Gulasch bestehend aus zweierlei Tierischem (alle Vegetarier und Veganer dürfen mich nun hauen), kleingehacktem Wurzelgemüse (inklusive meditativen Versinkens), sorgsam scheiblierten Pilzen, Paprika, Lauchzwiebeln und halbierten Prinzessböhnchen, sowie Tomatenmark, Malzbrot zum Andicken und allerlei Gewürz?

WEIL DAS nun einmal in der Quintessenz zur Folge hat, dass diverses Kochgeschirr in seiner unreinen Form anfällt und dieses recht unästhetisch herum- und im Weg zu stehen pflegt.

Ich mag es in der Küche gern halbwegs ordentlich. Der Typus „Nach mir die Sintflut!“ mit sich türmend-neigenden Utensilien, unzähligen Schnippelresten und vollgesauten Flächen liegt mir eher fern. Spätestens, wenn sich der Garprozess länger vor sich hin brodelnder Speisen dem Ende zuneigt, versuche ich das Gros bereits wieder säuberlich verstaut vorfinden zu wollen. Hinterher bleibt schließlich immernoch genug Abwasch übrig, vor allem, wenn man Gäste hat (was bei mir ja „zum Glück“ eher selten ist…).

 

Mit der Ordnung ist es ja aber immer so eine Sache.

Wagt man eine Aufräumaktion liegengebliebener Dinge, gerne auch am Arbeitsplatz, scheitert es oftmals gerade bei Papieren im Nachgang zur geleisteten kräftezehrenden Überzeugungsarbeit beim Schweinehund daran, dass diese Unterlagen unter Umständen noch gar nicht fertig abgearbeitet werden konnten und deren Bergungsaktion daher vorerst bis auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss.

Verschwindet dann doch etwas an seinem ihm zugeteilten Bestimmungsort, muss das im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass man es später dann dort auch gleich wiederfindet. Manchmal scheint es wie verhext, oder besser gesagt, wie weggehext. Leise hört man sich dann fluchen: „Kaum räumt man auf, findet man nichts mehr wieder.

Auf irgendeiner Datenautobahn im Hirn muss die Verknüpfung „Gegenstand-Ablageort“ eine Panne gehabt haben, falsch abgebogen oder in einer Rastplatztoilette versehentlich eingeschlossen worden sein.

In solchen Fällen könnte man sich dann oftmals regelrecht das Gehirn zermartern, ohne dass man darauf kommen würde. Manchmal hilft da nur der Zufall (und eine Eingebung), oder das Durchwühlen der Schubladen und Schränke.

Am Ende sagt man sich resigniert, das Trümmerfeld betrachtend, dass man ruhig mal wieder aufräumen könnte…

 

Allem zum Trotz…in der Küche habe ich soweit Klarschiff gemacht und nun lasse ich mir das Potpourri zusammen mit Spätzle munden. Oh, wie köstlich! Ich hoffe, es stört euch nicht allzu sehr, wenn ich es ganz alleine aufesse…?

 

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Das geht unter die Haut. (26.04.2015)

 

Der Anblick, der mich in den letzten beiden Tagen gleich zweimal einholte (im wahrsten Sinne), ließ mich mit einem Fragezeichen zurück.

Zum Verständnis: Wir befinden uns auf einer Autobahn. Die Geschwindigkeit beträgt mindestens 100km/h. Von hinten dröhnt ein Motorrad heran. Darauf sitzt ein- von der Statur her- junger Mann…vielleicht auf den Weg zur Uni oder zur Lehr-/Arbeitsstelle. Soweit mag das nichts Ungewöhnliches sein.

Was mich aber stutzen ließ, war die Art der Bekleidung: Jeanshose und Turnschuhe, wo die Knöchel noch schön frei hervorblitzten.

?

Ich meine, manche legen es wirklich darauf an und vielleicht ist es bei Tempo 130 auch schon wieder egal, was man am Leibe trägt,….aber ein bisschen Vernunft kann man doch trotzdem walten lassen, oder?

Motorradrennfahrer sitzen doch auch nicht mit kurzer Bermuda und Flipflops auf dem Bike…

Wie schon oben erwähnt, durfte ich diesen Ausbund der Unvernünftigkeit gleich an zwei Tagen hintereinander bestaunen. Lediglich die Wahl der Kleidung unterschied sich marginal. Der andere Rennfahrer trug eine dünne Stoffhose. Brennt sich genauso gut ins Fleisch ein.

Ich stelle mir vor, was dabei herauskommt, wenn es zu einem Unglück kommt. Wahrscheinlich nicht mehr viel, wenn man sich auf der Autobahn fortbewegt. Aber schon bei Tempo 30 oder 50 kann die Wahl der Textilien entscheidende Punkte liefern…zugunsten der eigenen Gesundheit. Aber lieber wird das Geld in das superduper Bike gesteckt oder ins neue Smartphone oder (noch besser) die supi Helmkamera….damit auch alle am Ende was davon haben, wenn blankes Fleisch eine Liaison mit Asphalt eingeht.

 

Letztlich muss das alles jeder für sich entscheiden. Ich finde nur erschreckend, dass Leute, die es wirklich darauf anlegen, immer irgendwie durchs Leben kommen, und andere durch dumme Zufälle die Zeche für etwas zahlen müssen, was sie gar nicht beeinflussen konnten.

Seltsam, dieses Schicksal.

 

 


Abschaum auf Deutschlands Straßen (01.02.2015)

 

Was ich heute in den Nachrichten gehört habe, ließ mich gehörig am Verstand einiger Mitbürger zweifeln.

Es ist doch abartig, sich an einem Unfall auf der Autobahn (bei Magdeburg) vorbeizuquetschen und dabei noch die Verletzten zu umrunden. Und um dem ganzen Verhalten noch das dämliche Prinzesschenkrönchen aufzusetzen, macht man noch schnell ein Foto und zieht ab…ohne Erste Hilfe zu leisten.

Ekelhaft finde ich das. Wie tief muss man für solch eine „Glanztat“ gesunken sein?! Schade, dass diese Unmenschen laut Polizei nicht mehr rückverfolgbar sind. Die müssten nämlich einen dicken fetten Aufkleber auf ihre Karre geklebt bekommen: „Sollte ich demnächst verletzt sein oder gar um mein Leben kämpfen, lassen Sie mich einfach liegen. Wenn Sie mögen, können Sie noch ein Bild für die nächste Betriebsfeier machen und/oder einmal aus Spaß an der Freude bzw. zum ausgiebigen Gaffen im Kreis um mich herumfahren. Nach erfolgreichem Absolvieren dieser Aufgabenstellung sollten Sie dann aber hurtig abhauen, bevor ich es mir anders überlege und doch Ihre Hilfe einfordere.

Eigentlich dürften solche Objekte gar kein Kfz mehr steuern, schließlich mangelt es ihnen deutlich an geistig-menthalen Qualitäten, die eigentlich Voraussetzung für das Erlangen der Fahrerlaubnis sind. Mit Nachsitzen im Kurs „Zwischenmenschliches Verhalten“ und in der Fahrschule „Verhalten im Straßenverkehr; Erste Hilfe“ ist es hier wohl nicht getan. Die brauchen wahrscheinlich härtere Geschütze, um aus ihrem geistigen Dämmerzustand gerissen zu werden.

Ich hoffe, dass niemand in solch eine Lage geraten muss!

 

MENSCHLICH SIEHT ANDERS AUS!

 

 


Dezi, Zenti, Milli (16.10.2014)

 

Auf deutschen Autobahnen herrscht Maßarbeit. Eindeutig!
Es ist nur fraglich, ob dieser Zustand sonderlich erstrebenswert ist. Eindeutig nein!

 

Da flutscht schon einmal so gerade eben noch ein Pkw zwischen zu überholendem Lkw und bereits auf der Überholspur befindlichem Bus hindurch, oder da klebt der Brummifahrer bereits fast auf der Ladefläche des Vordermanns, als ob er Kraft seiner Wassersuppe die fremde Ladung auf ordnungsgemäße Sicherung überprüfen wolle.

 

Wundert bei so viel Bedürfnis nach Nähe noch die Häufung von teils schweren Unfällen (auf der A4 zum Beispiel) mit den rollenden Schwergewichten und ihren kleineren Verwandten?

 

Ich behaupte: Leider nein!
Schon gar nicht, wenn man gerade dabei ist, sich am Steuer einen Shake anzumischen (oder was der eine Fahrer auch immer tatsächlich in seinem Cockpit veranstaltet hatte). Aber wozu gibt es Seitenstreifen…da wird man mit seinem rechten Viertel doch wohl mal kurz herüber schwenken dürfen…erst recht kurz vor einer Brücke.
Manche haben Nerven.
Man stelle sich vor, ein Bremsmanöver wäre plötzlich von Nöten, dann noch eine Prise Übermüdung und etwas Unaufmerksamkeit dazu…und schon ist angerichtet, was Leichtsinnigkeit zusammengebraut hat.
Ich glaube, die Suppe wäre reichlich ungenießbar.

 

Auf der anderen Seite stehen viele Berufskraftfahrer unter immensem zeitlichen Druck und verzichten daher offensichtlich hin und wieder lieber darauf, auf einen Rastplatz zu lenken, und erledigen deshalb derlei Betätigungen gleich bei voller Fahrt. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Zeit ist Geld und für Geld (zumeist Anderer) bezahlen wir unter Umständen einen sehr hohen Preis.

 

Und wenn manche Pkw wie eine akkurate Perlenschnur aufgereiht über die linke Spur heizen, fragt man sich zwangsläufig, ob die Fahrer jemals vom Sicherheitsabstand gehört haben. Man muss ihn ja nicht sinnbildlich bis auf die zweite Stelle hinter dem Komma genau einhalten (geht auch nicht, weil sich sowieso immer einer genau vor die eigene Nase schiebt…), aber so in etwa ist schon etwas dran an der Empfehlung des „halben Tachos“ außerorts (zu lesen auf netten Hinweisschildern oder als freundliche Auskunft in jeder Fahrschule ums Eck erhältlich).

 

 

So, genug Oberlehrer für heute, aber das musste ich loswerden.
Vielleicht hat der ein oder andere ein Aha-Erlebnis…
Gern geschehen!