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Spielkind (07.08.2016)

 

Kurze Randnotiz zum Schmunzeln:

 

Was macht man, wenn man im Wald auf einen oben bereits geöffneten Flaschen-Stäubling, besser bekannt unter dem Namen „Puffpilz“, stößt?

Genau!

Man tritt einmal volle Kanne drauf und bewundert dann im Anschluss das mit braunen Flocken bestäubte, vormals schwarze Hosenbein. Und lacht sich anschließend halb kaputt!

🙂

 

Demnächst kann ich dann wohl eine Pilzplantage auf meiner Hose züchten.

Zum Glück ließ sich aber die Sporenpracht zumindest erst einmal rein optisch leicht wieder abputzen. Den Rest erledigt gerade die Waschmaschine.

Tja, wenn Spielkinder spazieren gehen…

 


Gammel deluxe (23.02.2016)

 

Endlich durfte ich in meinen heiligen Hallen mal wieder familiären Besuch empfangen.

Ausflüge in der Umgebung wurden schon seit längerer Zeit mit dem Schwesterherz geplant.

Das Wochenende rückte näher.

Und mit ihm das schlechte Wetter.

Punktgenau setzte dann auch schlussendlich der Regen ein, nachdem es unter der Woche relativ erträglich gewesen ist.

Ganz spitzfindige Menschen würden mir jetzt bestimmt irgendwie auch berechtigterweise vorhalten wollen, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gäbe, und dennoch „isst“ das Auge nicht nur beim Essen mit. Es macht einen himmelweiten Unterschied aus, ob bei einer Städtetour die Sonne lacht, oder der stark angefeuchtete Wind um die Häuserecken heult.

Aber: Nur die Harten kommen in den Garten! Wir wagten uns dennoch vor die Tür. Da mochte Petrus die Schatztruhe der meteorologischen Ungeheuerlichkeiten bis zum Grund entleeren, wie er wollte.

Und was soll ich sagen…..im Umkreis weniger Kilometer vor unserem Zielort hörte tatsächlich der Regen auf. Wolken, Wind und Kälte blieben uns zwar hartnäckig an den Fersen, aber wir wollten in diesem Moment nicht päbstlicher als der Pabst erscheinen und übten uns in Genügsamkeit.

Zwei Drittel des Wochenendes (ich zähle den freitäglichen Abend mit hinzu) waren halbwegs glimpflich um die Ecke gebracht worden.

Dann kam der Sonntag…

Ohne Worte.

Es wurde ein „Gammel deluxe“-Tag, der lediglich durch einen ausgedehnten, vom schlechten Gewissen angestifteten Regenspaziergang unterbrochen werden konnte.

Bei solch einem Wetter schickt man ja für gewöhnlich noch nicht einmal seinen besten Feind mit dem Müllsack nach draußen zur Tonne.

Der Vorteil: Wir hatten die Wege und die Stille der Umgebung ganz für uns allein.

Die Verabschiedung erfolgte dennoch herzlich mit den Worten: „Vielen Dank für das schöne Wochenende. Für das Wetter konntest du ja nichts.

Ich arbeite daran! 😉

 

 

 


Das geht unter die Haut. (26.04.2015)

 

Der Anblick, der mich in den letzten beiden Tagen gleich zweimal einholte (im wahrsten Sinne), ließ mich mit einem Fragezeichen zurück.

Zum Verständnis: Wir befinden uns auf einer Autobahn. Die Geschwindigkeit beträgt mindestens 100km/h. Von hinten dröhnt ein Motorrad heran. Darauf sitzt ein- von der Statur her- junger Mann…vielleicht auf den Weg zur Uni oder zur Lehr-/Arbeitsstelle. Soweit mag das nichts Ungewöhnliches sein.

Was mich aber stutzen ließ, war die Art der Bekleidung: Jeanshose und Turnschuhe, wo die Knöchel noch schön frei hervorblitzten.

?

Ich meine, manche legen es wirklich darauf an und vielleicht ist es bei Tempo 130 auch schon wieder egal, was man am Leibe trägt,….aber ein bisschen Vernunft kann man doch trotzdem walten lassen, oder?

Motorradrennfahrer sitzen doch auch nicht mit kurzer Bermuda und Flipflops auf dem Bike…

Wie schon oben erwähnt, durfte ich diesen Ausbund der Unvernünftigkeit gleich an zwei Tagen hintereinander bestaunen. Lediglich die Wahl der Kleidung unterschied sich marginal. Der andere Rennfahrer trug eine dünne Stoffhose. Brennt sich genauso gut ins Fleisch ein.

Ich stelle mir vor, was dabei herauskommt, wenn es zu einem Unglück kommt. Wahrscheinlich nicht mehr viel, wenn man sich auf der Autobahn fortbewegt. Aber schon bei Tempo 30 oder 50 kann die Wahl der Textilien entscheidende Punkte liefern…zugunsten der eigenen Gesundheit. Aber lieber wird das Geld in das superduper Bike gesteckt oder ins neue Smartphone oder (noch besser) die supi Helmkamera….damit auch alle am Ende was davon haben, wenn blankes Fleisch eine Liaison mit Asphalt eingeht.

 

Letztlich muss das alles jeder für sich entscheiden. Ich finde nur erschreckend, dass Leute, die es wirklich darauf anlegen, immer irgendwie durchs Leben kommen, und andere durch dumme Zufälle die Zeche für etwas zahlen müssen, was sie gar nicht beeinflussen konnten.

Seltsam, dieses Schicksal.