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Nur Geduld! ODER: >>Bing<<, die Zweite. (03.11.2015)

 

 

Ich berichtete bereits davon, dass ich aktuell im Begriff bin, google an den Kahn pinkeln und diese olle Datenkrake aushungern zu wollen…

…oder eher andersherum.

 

Vorweg: NOCH habe ich den neuen google-Bestimmungen nicht zugestimmt.* ABER: Ich war mindestens einmal sooo kurz davor.

 

Bing ist einfach nicht google!

Gut, es brauchte dieses „Experiment“ nun wahrlich nicht, um eine derart hell aufleuchtende imaginäre Glühbirne über meinem oder dem eurigen Kopf zu erzeugen. Trotzdem wird mir dies beim aus freiem Willen beigeführten google-Entzug teilweise deutlich vor Augen geführt.

Wer einen Gourmet-Tempel gewohnt ist, der geht ungern im Krabbeltisch-Discounter** einkaufen. Zudem siegt vielmals auch das Gewohnheitstier, welches ungern die ausgetretenen Pfade verlässt.

Manches ist jedenfalls deutlich umständlicher/unlogischer und vor allem unaufgeräumter.

Als Beispiel nehmen wir mal den Karten-Service:

Wie üblich suche ich den Ort in der Hauptseitensuchleiste. Daraufhin plobben wie gehabt die Seitenvorschläge auf. Ich drücke anschließend auf „Karten“ (bei google auch maps genannt) und prompt erscheint vor mir…eine Europakarte.

Toll.

Soll ich mir den Ort nun selber mit einer Pinnadel markieren? Am besten noch mit verbundenen Augen im Blinder-Adler-Suchverfahren?!

Der Grund für den „Fehler“ ist, dass der in der Hauptseitensuchleiste eingegebene Ort nun im eigenständigen Kartenmenü plötzlich automatisch in die Suchzeile „Unternehmensname und -kategorie“ manövriert worden ist. Die Zeile „Ort“ dagegen bleibt verweist. Klar, dass dann nur eine unmarkierte Europakarte dabei herumkommt….welches Unternehmen nennt sich schon „Vollauf“, „Pups“,“Blödesheim***„, „Tittenkofen“ oder einfach „Dresden****„.

Bei google konnte ich eingeben, was ich wollte („Vor-“ und „Zuname“ sozusagen), vorwärts wie rückwärts, und immer erschien prompt das, was ich wollte.

Bei Bing kann es bereits an einem zusätzlich beigefügten Wort scheitern und schon „schweigt“ der Kartendienst. Anderswo stellt das kein Hindernis dar…man könnte meinen, es würde dort am anderen Ende der Leitung mitgedacht bzw. besser gefiltert.

 

Und sind wir mal ehrlich: Welche Suchmaschine leidet nicht an Daten-Kleptomanie?! Eigentlich ist das ganze Gesumms doch eh wurscht.

Mal schauen, wie lange ich google noch die kalte Schulter zeigen kann. Aus Prinzip. Mehr nicht.

 

 

 

 

 

 

* Wem auch immer dieser Fliegenschiss im Weltall gerade Sorgen bereiten sollte… 😉

** Dies bitte völlig wertefrei betrachten! Meine Einkäufe erledige ich fast zur Hälfte auch im Discounter. Nur weil irgendwo im Supermarkt „teuer“ draufsteht, muss nicht „teuer“ drin sein…

*** Aktuell im Atlas unter Hochborn zu finden.

**** An dieser Stelle einfach einen Städtenamen deiner Wahl vorstellen.

 

Werbeanzeigen

Es hat >>BING<< gemacht… (28.10.2015)

 

Für gewöhnlich lasse ich mir selten freudestrahlend und kommentarlos die Pistole auf die Brust setzen. Auch nicht, wenn sich mein Gegenüber „google“ schimpft und meint, mich von Informationsquellen fernhalten zu wollen, nur weil ich nicht springe, wenn ES pfeift.

Die Losung wäre in diesem Falle nicht etwa ein ominöses „Sesam öffne dich!“, sondern ein schlichtes „Ich stimme zu“. Andernfalls würde man mich weiterhin am lang ausgestreckten (Datenkraken)Arm verhungern lassen.

Wem oder was stimme ich denn da überhaupt zu? Irgendeiner windigen, kleingedruckten Klausel in mikronisierter Schriftgröße? Weiß man’s?

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben zugestimmt, dass wir Sie so richtig nackig machen dürfen. Fühlen Sie sich bei uns gut beobachtet…äh…aufgehoben. Ab sofort ballern wir Sie nur noch mit maßgeschneiderter Werbung zu, wir wissen wo Ihr Bett schläft und was Sie als nächstes tun werden. Ist das nicht wundervoll?!

Seit Tagen blobbt das Fensterchen mit der Aufforderung auf, den neuen Bestimmungen bei google zuzustimmen. Ich warte noch darauf, dass demnächst das latent Nachdruck verleihende Wort „ENDLICH“ in Verbindung mit einem dezent mahnenden Ausrufezeichen ergänzt wird.

 

Warum stimme ich nicht einfach zu?

Aus Prinzip! Demnächst öffnet sich- zugegeben etwas überdreht weitergesponnen- ein Fensterchen mit der Aufforderung, eine Million Teuronen zu überweisen, sonst bliebe die Suchmaschine aus.

Wenn ich schon lese, dass ab sofort Daten zusammengeführt werden sollen, um die Benutzerfreundlichkeit zu steigern, sträubt sich bei mir das ein oder andere Nackenhaar. So richtig benutzerfreundlich finde ich die Wahl zwischen Pest (kein Zugriff auf google) und Cholera (blindlinke Zustimmung) ja nicht wirklich. Stehe ich mit dieser Meinung allein auf weiter Flur? Wahrscheinlich. Egal.

 

Und so bot sich mir und meiner Verweigerungshaltung jedenfalls die Gelegenheit, doch mal testweise auf die Konkurrenz auszuweichen. Zum Beispiel BING. Sicher sieht es nicht so aufgeräumt wie bei google aus, aber was ich finden wollte, habe ich bisher auch auftreiben können.

Mal schauen, wie lange ich auf google verzichten kann. Ich glaube zwar nicht, dass ich diese alternativlose Aufforderung aussitzen kann, bis google irgendwann vergisst, dieses nervige Fensterchen weiterhin erscheinen zu lassen- wir wissen ja alle: Das Internet vergisst nichts- aber irgendein Zeichen wollte ich einfach setzen. Auch wenn  google meinen Zwergenaufstand wahrscheinlich nicht einmal bemerken wird…