Schlagwort-Archive: Egoismus

Breitbeinig (05.07.2016)

 

 

Boah, echt jetzt! Es gibt Menschen, die möchte ich umgehend aus ihrer Karre ziehen und wachschütteln.

Wie ignorant muss man eigentlich sein, dass man durch sein eigenes, proletisches Verhalten unter Umständen andere Menschen gefährdet?

 

Aufgrund einer Umleitung führt mich momentan mein täglicher Weg über eine recht schmal ausgelegte Landstraße, die von Wäldern, Wiesen und teils recht scharfen, oft schlecht einsehbaren Kurven geprägt ist. Eine Mittellinie existiert nicht.

Als rücksichtsvoller, um die eigene und fremde Gesundheit besorgter Autofahrer, prescht man daher nicht mit voller, potentiell erlaubter Geschwindkeit durch die Prärie.

Doch was nützt es einem, wenn andere fahren, als befänden sie sich gerade ganz allein auf dem großen, weiten Erdenrund? Und das (hoffentlich!) sehenden Auges!

Dann muss man sich eben mal dazu befleißigen, am Lenkrad zu drehen und etwas gen Straßenrand zu rollen, wie es alle anderen und insbesondere der Gegenverkehr schon längst getan hatten, nachdem man des Gegenübers gesichtig geworden ist.

Aber nein, man bleibt natürlich- ganz eingefleischte Axt im Walde- breitbeinig halbmittig auf der Fahrbahn und bemüht sich nicht einmal ansatzweise, gegenseitige Rücksicht walten zu lassen oder sich zumindest etwaige, in diese Richtung tendierende Gedankengangansätze anmerken zu lassen, was bei dem Modell „hochpreisiger Sportwagen“ zugegebenermaßen etwas schwerfallen mag, aber nicht gänzlich fern des Möglichen liegen sollte.

Stattdessen rudert bremsend der Gegenpart am Rande des Randstreifens entlang, um nicht doch noch einen Ausflug in den Straßengraben zu machen.

Entweder hat der Fahrer gepennt, als Kind beim Nasebohren zu tief gestochert, mit Mutti telefoniert, ein Süppchen gekocht, per Internetbanking die Miete überwiesen, oder gemeint, er säße auf einem Moped.

Oder es war schlicht und einfach ein kompletter Vollidiot mit einem etwas zu groß für seine Birne ausgefallenen Ego gewesen.

 

Egal, was nun die Ursache gewesen ist.

Mich ärgert solches Verhalten tierischst.

Zu oft hört man in den Nachrichten von teils schweren Unfällen, die durch fahrlässiges, rücksichtsloses und hochgradig selbstüberschätztes Handeln zustande gekommen sind. Umso schlimmer ist es, wenn nicht nur mehr als unnötiger Sachschaden entsteht, sondern auch fremdes Leben aufs Spiel gesetzt wird.

Für ein Bisschen (Fahr)Spaß?

Für das eigene Geltungsbedürfnis?

Ja, wofür eigentlich?!

 

 

Im Unverständnis.

S.

 

 


Katzenjammer (08.10.2015)

 

Katzen sind schon putzige Tiere.

Erst blicken sie dir in aller Seelenruhe entgegen- unschlüssig, ob sie (schwarz befellt) gleich oder erst etwas später die Straßenseite wechseln sollten, nur um den Moment länger auszukosten, in dem sich das Opfer/Menschlein schon den zugehörigen Spruch* gedanklich zurechtlegt– und schon im nächsten Augenblick schießen sie wie ein geölter Blitz aus dem Gestrüpp gegenüber zurück zum Ausgangspunkt.

Tja, Miezie, tut mir leid: Der von dir soeben aufgesuchte Busch war wohl schon besetzt.

Mit einem Affenzahn raste jedenfalls das Doppelgespann durch das Zwielicht vor mir und entschwandt im Dickicht neben mir. Wildes Rascheln ertönte bis das Durcheinander in ein infernales Geschrei mündete.

Katzenjammer par excellence!

Schon allein eine herkömmliche Paarung klingt unwesentlich „romantischer“. Bei Katzen in jedem Fall. Aber dieses Duo verfolgte eindeutig andere Ziele…..bei denen süße, knuddelige Kitten keine Rolle spielen dürften.

 

Schmunzelnd ließ ich die Szenerie hinter mir. Warum haben nicht derer zwei Katzen Platz in einem Gebüsch mit den Abmaßen von mehr als 1,5 x 2,5m? Klar: ALLES MEINS, MEINS, MEINS! Mein Revier. Mein Busch. Mein Raschellaub. Mein Erdloch. MEINE Beute!! Das kommt mir nur zu bekannt vor….von uns Menschen.   😉

 

 

 

* Von links nach rechts: Dann pecht’s. Von rechts nach links: Dann gelingt’s!

 

 

 


Liebster Award von Strawberry (24.09.2015)

 

Zwar war dies der allererste „Liebesantrag“ zu meinem Blog, aber da ich hin und wieder achronistisch ticke, erfolgt die Beantwortung erst nach Veröffentlichung des Antwortenkatalogs zum zweiten Antrag. Kann man unlogisch nennen, oder pragmatisch…der zweite war eben schneller aus der Archivliste hervorgrabbar.

Diese Award-Nominierung stammt aus dem Monat Juni diesen Jahres. Siehe hier (im Kommentarteil).

Hauptverantwortliche für diese Auszeichnung ist Strawberry.

 

Zwar werde ich fälschlicherweise als Suppentopf bezeichnet…aber gut, dann reise ich eben inkognito. Dann bleibt wenigstens alles streng anonym. Ach wie gut, dass niemand weiß….

 

——————————————————————

 

1. Auf was in deinem Leben bist du besonders stolz und warum?
2. Wenn du eine Charaktereigenschaft an dir ändern könntest .. welche und warum?
3. Wenn du in eine andere Zeit reisen könntest, für welche würdest du dich entscheiden?
4. Jemand schenkt dir etwas total schreckliches zum Geburtstag. Was tust du damit?
5. Wie gehst du mit Respektlosigkeit dir gegenüber um?
6. Magst du Schmetterlinge?
7. Worüber kannst du dich immer, überall und zu jeder Zeit aufregen?
8. Was denkst du über Moral?
9. Thema Grillen: Bratwurst, Steak oder Grünzeug auf dem Grill?
10. Wie gehst du mit Kritik um?
11. Angenommen du bist Single und verliebst dich .. woran merkst du es und wie sagst du es ihm/ihr?

 

1.)

Besonders stolz bin ich neben dem bisher Erreichten (Schule, Studium, Karriere) auf den Gewinn an einem Wettbewerb meines Lieblingskünstlers.

 

Es war mir eine große Ehre, einen Beitrag zu einem seiner Werke leisten zu dürfen, welcher sogar veröffentlicht worden ist. Nicht direkt für die breite Masse (obwohl es wirklich jedem offen zugänglich ist), aber für einen großen Kreis Gleichgesinnter.

 

2.)

Hmmm, vielleicht jene Eigenschaft, dass ich mir vieles zu Herzen nehme? Klar gibt es nichts Schlimmeres als Menschen, denen alles hintenherum vorbeigeht, aber zum Selbstschutz ist eine gewisse Distanz unabdingbar.

Im Sternzeichen Krebs geborene Menschen rennen zwar Tag ein Tag aus mit einem Panzer herum, doch schützt er nicht vor allen Einflüssen, die von außen auf den höchst empfindsamen, weichen Kern im Inneren einwirken. Worte sind Waffen und durchbrechen selbst die stärkste Rüstung.
Vielleicht würde ich dann auch viele Dinge gelassener sehen können und würde geliebten Menschen manchmal weit weniger ungeduldig (weil hilflos) vor den Kopf stoßen….obwohl sie wissen, dass ich ihnen gegenüber niemals etwas böse meine.

 

3.)

Och, da gibt es viele interessante Zeiträume, die da in Frage kämen. Eine bestehende Zivilisation wäre aber Bedingung.
Faszinierend fände ich das Viktorianische Zeitalter. Die Errungenschaften und die Mode sind mehr als einen Blick aus der fernen Zukunft wert!

Natürlich ist mir bewusst (auch wenn ich über Mittelaltermärkte schlendere), dass unsere Vorstellungen reichlich romantisiert sind und wohl erheblich von der stinkenden, wenig komfortablen Wirklichkeit eines Otto-Normal-Verbrauchers der damaligen Zeit abweichen mag.

 

4.)

Ich freue mich trotzdem…vielleicht nicht zwingend über den Stein des Anstoßes, sondern über die Geste.
Mein Gegenüber muss sich schließlich irgendwelche Gedanken dazu gemacht haben.

Ich bin ein Mensch, der sich auch über kleine, unscheinbare Dinge freuen kann, die für andere möglicherweise unter „hässlich“ oder „unnütz“ kategorisiert werden würden. Mir geht es allein um den Willen des Anderen, mir etwas zukommen lassen zu wollen.

Man könnte zwar sagen, dass es von Ehrlichkeit zeugen würde, wenn man klare Worte der Abneigung finden würde, auf der anderen Seite empfände ich es als viel wichtiger, den Gedanken hinter der Schenkung zu erkennen und zu achten.

Außerdem: Ist wirklich jedes gemalte Bild oder jedes gebastelte Etwas des Nachwuchses ansehnlich? Wem die Ehrlichkeit so am Herzen liegt, könnte hier gleich mal anfangen. Macht aber keiner. 🙂

 

5.)

Zunächst würde ich wahrscheinlich um Worte und Sachlichkeit ringen. Dann würde ich wohl meinem Gegenüber irgendwas entgegensetzen oder verwirrt schweigen und dann, wenn alles längst vorüber und der Gegenpart längst über alle Berge ist, würden mir erst die wirklich schlagfertigen Worte einfallen. Und daraufhin würde ich mich ärgern, dass diese mir nicht früher in den Sinn gekommen sind.

Oder ich hätte just in dieser Situation einen Anflug von „Nach mir die Sintflut.„, spontan den richtigen Satz auf den Lippen und eine Überlegenheit ausstrahlende Aura um mich herum….der- oder diejenige wäre soooo klein…mit Hut!
Manchmal gelingt es mir ganz gut.

 

6.)

Oh, ja…besonders der Schwarzen Schmetterling hat es mir seit einigen Jahren angetan.
Und generell auch…nur anflattern dürfen sie mich nicht. Das gilt aber für sämtliche Flatterviehcher.

Vorsichtig bin ich jedoch bei Exemplaren, die sich hauptsächlichst in der Bauchregion aufhalten und für reichlich Verwirrung in der Gefühlswelt sorgen können. 😉

 

7.)
Aktiv betriebene Dummheit, Egoismus/Egozentrik, Narzissmus, bewusste Gefährdung anderer Mitlebewesen, fehlende Achtung vor den Dingen und allgemein dem Besitz Anderer, fehlende Rücksichtnahme, extremes Gutmenschentum, Fanatismus (politisch, religiös, gesellschaftlich), …
Soll ich noch weiter aufzählen?

Homo homini lupus!

 

8.)
Es würde einigen Menschen gut zu Gesicht stehen, wenn sie Moral zeigen würden.

 

9.)
Steak und Grünzeug. Bratwurst kann aber auch mal ganz lecker sein.
Hauptsache Grillen im Familienkreis…da ist mir die Grillauflage relativ egal.

 

10.)

Uuuiiih, schwierige Kiste.
Es kommt ganz darauf an, ob sie berechtigt ist oder nicht.

Natürlich schlägt Kritik einem erst einmal vor die Stirn. Begeistert ist davon keiner.
Wenn sie aber konstruktiv neue Ansichten und Wege offenbart, dann kann auch ich mich damit anfreunden, selbst wenn ich mich zunächst noch mit Füßen und Händen dagegen gesträubt haben mag wie eine Katze vor dem vom Dosenöffner angedachten Schaumbad.

 

11)

Angenommen ich wäre solo unterwegs….ich würde mich dem Herzschmerz hingeben und stillschweigend vor mich hin leiden.

Und ja, ich bin Single. Vorerst glücklich damit und hätte gefühlt auch so viel Zeit für eine Partnerschaft wie das weiße Kaninchen in „Alice im Wunderland“. Ich fürchte auch, dass ich zu inkompatibel für jeglichen Deckel zum Topf bin. Ich brauche meine Freiheiten und Nähe gleichermaßen. Ich muss es mit einer ebenbürtigen und schlagfertigen (geistig betrachtet!!!) Persönlichkeit zu tun haben, die aber nicht über mich bestimmt oder mir weit überlegen sein sollte….das wäre nichts für mein Ego. ^^

 

 

So und bevor das hier zum Singlebörseneintrag mutiert….ICH HABE FERTIG! 😉

 

 

 

 

 


Tag der offenen Tür… (23.06.2015)

 

Nicht nur, dass ich auf Arbeit schon wie bekloppt von einem zum anderen hetze…am besten alles zusammen und am allerbesten schon gestern…nun bot wohl auch der Straßenverkehr einen Tag der offenen Tür im Irrenhaus.

Was da manche zusammengefahren haben…nervig!

Da wird sich noch durch eine Engstelle (beparkte Straße) mit einem Kleintransporter an mir vorbeigeschoben, obwohl das Hindernis auf der gegnerischen Seite lag und eine riesige Lücke zum Einscheren zur Verfügung gestanden hatte. Der leicht vorwurfsvolle Blick der Lenkerin von oben, warum ich denn partout nach rechts hin (Bordstein und Gehweg) keine Ausweichmöglichkeit finden wollte (weil ich defintiv nicht konnte…dafür sprachen die harten Tatsachen eines Bordsteins und Fußweges), war der I-Punkt.

Solche Leute liebe ich ja, die einen Fehler begehen und vor lauter Unwissen und Egoismus die Schuld ohne Umschweife auf andere umwälzen.

Bei manchen hat man echt das Gefühl: Hauptsache das Auto rollt…am besten nicht anhalten…also Augen zu und durch. Wird schon passen. Außerdem können sich die anderen ja auch mal unsichtbar machen. Ist doch wirklich nicht zu viel verlangt…

Und dann gab es da noch Exemplare, die sich nicht eintscheiden konnten, ob sie fahren oder doch lieber parken wollten. Da wird mit einer Gemütlichkeit dahergetuckert, als hätten die nichts mehr vor am Tage.

Mensch, ich will auch mal in den Feierabend! BitteDanke!

Da ich mich zum anständigen Fahrerlager zähle, drängle ich natürlich nicht…aber nerven tut es trotzdem.

 

Wie sagt eine Kollegin so schön: Beklopptheit zum Anfassen.

 

Ich geh jetzt mal eine Runde in mich und sage mir als Mantra vor: Das Leben ist schön! Alles wird gut! Die meinen das alle nicht so…

 

 


Ein paar fatalistische Gedanken: Wohin steuern wir? (26.7.2014)

…weil ich gerade so in Stimmung bin…

Dass Egoismus und fehlende Rücksichtnahme zwischen den Menschen zunimmt, ist kein Geheimnis.
Viel zu oft werden die eigenen Bedürfnisse als Grundrecht umdeklariert. Weil ich das so will, darf man sich bei Nachfrage dann erzählen lassen. Dann sollten wir demnächst das Grundgesetz umschreiben. weiterlesen