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Frohe Ostern! (15.04.2017)

 

 

Ich traue mich ja schon fast gar nicht mehr, hier etwas schreiben zu wollen, so lange ist meine letzte Freischaltung her.

Mittlerweile regieren hier die Wollmäuse.

Oder doch eher schon die Wollelefanten.

Ach, was schreib ich in meiner Einfalt….Dinos! Ganze Dinos sind das bereits…

Da helfen nur der beherzte Griff zum Staub-weg-Wunder-Zauber-Tuch und  der dazu passend theatralisch ins Bild geworfene Körper unter Verwendung energischer Wisch- und Wedelbewegungen des rechten Armes.

So.

Erledigt.

 

Und was nun?

Also.

Frohe Ostern! wollte ich euch nur wünschen. Und im selben Atemzug androhen, dass ich mich doch mal wieder intensiver um die Schreibarbeit kümmern möchte. Ich habe nämlich jetzt eine Woche frei. *Luftsprünge und Konfettiregen*

Bis demnächst!

Und denkt daran: Wer zu Ostern die Eier sucht, hat zu Weihnachten die Bescherung! *

 

 

* Nein, DEN habe ich mir nicht ausgedacht. Der ist unter meinem Niweeeeauuuu!

 

 


Ach du dickes Ei! (09.04.2016)

 

Ostern ist längst gegessen, dennoch kommen wir noch immer nicht ganz aus dieser Eierei heraus.

 

Ein Otto-Normal-Ei kann ab Legezeitpunkt 28 Tage lang ohne große Bedenken konsumiert werden. Darüber hinaus handelt es sich bei der Haltbarkeitsangabe um das Mindesthaltbarkeitsdatum, was bedeutet, dass es auf „5 Minuten“ mehr auch nicht ankommt. Man sollte lediglich überprüfen, ob das Ei nicht gerade einen Reinkarnationsprozess durchläuft. Gut erhitzt und 1 Woche vor Ablauf gekühlt, sollte es keine Probleme geben.

Zu haken beginnt es erst, wenn dieses MHD falsch angegeben worden ist.

So jüngst geschehen.

Ein namhafter Discounter musste in Teilen von Deutschland sehr, sehr viele Eier zurückrufen lassen, weil statt des 7.4. der 7.6. abgedruckt worden ist.

Ungünstig.

Aber mal ehrlich…so mit etwas gesundem Menschenverstand betrachtet:

Ein Ei, das am Ende potentiell 2 Monate plus die oben beschriebenen 28 Tage alt ist….ähm….würde ich nicht mehr als Frischware bezeichnen. Solche Exemplare würden vom Prinzip her fast 3 mal so alt wie ein hochgezüchteter Mastbroiler zum Schlachtzeitpunkt sein. Da kann doch was nicht ganz stimmen.

Das Ei(klar) enthält keimhemmende Stoffe, aber DAS würde wahrscheinlich selbst das härteste unter den ovalen Kerlchen umhauen, bzw. den Konsumenten, dem die fauligen Ausdünstungen in die Nase steigen würden, wenn sich das Ei nicht bereits selbstständig mit einem Knall eliminiert hätte.

Bezüglich Ostern wird ja gern mal gemunkelt, dass aus Versehen mit Absicht ein „Etikettierungsfehler“ passieren könnte, um den erhöhten Bedarf bereits im Vorfeld und auf längere Sicht hin abzusichern. In diesem Falle hätte wohl jemand „etwas“ über die Stränge geschlagen….vielleicht stand der taufrische Azubi (nach einer durchzechten Nacht in einem dieser ominösen Cafés Amsterdams) an der Druckermaschine…wer weiß?

 

 

Ich bin geneigt, einmal auszutesten, wie sich solch ein Ovoid nach 3 Monaten so darstellt. Ich überlege noch, ob ich diese experimentelle Studie in meinen Vier Wänden austesten möchte oder lieber in einen Hochsicherheitsbunker ausweichen sollte. Nicht, dass die ABC-Abwehr der Bundeswehr an meiner Wohnungstür klingeln muss…

 

 

 

 


Gelauscht Teil II (26.03.2016)

 

An der Bahnsteigkante.

 

Zwei junge Kerlchen unterhielten sich, wobei man diese Unterhaltung streng genommen eher als Echauffieren auf der einen Seite und zustimmend nickendes Lauschen auf der anderen Seite bezeichnen sollte.

Ey, Alder, ich könnte mich so aufregen, ey! Die konnten mir nicht mal in die Augen gucken, ey!

Dann folgte eine Tirade über das deutsche Justizsystem, das ihn offenbar zu Sozialstunden in nicht unerheblichem Ausmaße verknackt hatte. (Glaubt mir, werte Leser, bewusst hätte ich es mir nicht erlauschen wollen, hin und wieder tönten auch nur Bruchstücke an mein Ohr, aber unfreiwilligerweise wurde ich nun einmal Ohrenzeuge. Es wurde mir ja geradezu aufgedrängt, hätte ich nicht ans andere Ende des Bahnsteiges wechseln wollen.)

Mehrmals wiederholte er in wechselnder Wortzusammenreihung seine Aussage, dass ihm von richterlicher Seite her offenbar niemand ins Gesicht schauen wollte (oder wie er meinte: konnte…sozusagen mangels Eiern).

Ey, die können einen doch überhaupt nicht beurteilen, wenn sie einen nicht mal anschauen!

Da gab ich ihm recht. Ein Bisschen.

Die konnten mir echt nicht in die Augen gucken, ey!

Ja, ja…

Ey, da kannst du tausend gute Sachen machen und einmal was Schlechtes….und die gucken dir [bei der Verhandlung/Unterredung] nicht mal ins Gesicht dabei, ey!

 

Also, ich drück es mal so aus:

Wenn man was auch immer für eine Tat begeht, die einen ordentlich Sozialstunden beschert, dann ist das wurscht, ob man vorher die Mustergültigkeit in Person war. Es mildert lediglich die Strafe.

Wenn ich aber im nächsten Atemzug anschließe, dass ich offenbar bereits im letzten Jahr auch schon Sozialstunden ergattert habe, dann kann da etwas mit der Eigenwahrnehmung nicht ganz stimmen.

Wie kann ich mir Milde reklamieren, wenn ich kein Kind von Unschuld bin? Vielleicht würde ich mich an deiner Stelle einmal kurz selbst überdenken, damit es erst gar nicht zu einer sozialstundenpflichtigen Veranstaltung ausartet.

Denn anscheinend, dürfte ich die weiteren Ausführungen zu seinem in die Weltgeschichte hinausposaunten Werdegang beurteilen, mangelt es ihm wohl öfters an Selbstbeherrschung.

 

Das ist aber auch immer so schön klassisch an diesem Typ Mensch. Er verbockt etwas und am Ende tragen die anderen die Schuld. Man selbst hat überhaupt nichts dazu beigetragen, dass dem Gegenüber plötzlich der Schneidezahn ausgefallen ist, oder was auch immer passiert sein mag. Und dann beansprucht man am besten noch die volle Anerkennung der eigenen Persönlichkeit….“Ai, das hast du aber fein gemacht!

 

Jeder hat seine Würde und Anerkennung der eigenen Person verdient, die es zu achten und zu respektieren gilt, auch wenn es gerade bei Mördern oder anderem straffällig gewordenem Volk recht schwer fällt. Ich kann dies aber nicht für mich vehement einklagen, wenn ich mich diesen Vorsätzen immer und immer wieder selbst entziehe….wie geschrieben….Sozialstunden bekommt man nicht für ein Fleißbienchen im Muttiheft!

 

Ich glaube, die Gedankengänge des jungen Mannes waren vom Prinzip her nicht ganz unberechtigt gewesen, jedoch endeten sie leider abrupt am Rande der eigenen Untertasse.