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BlogEnte: „Brett“ vorm Kopf- Eigentlich wollte ich Fahrrad fahren… (19.06.2016)

 

Schräger Titel, nicht wahr?

Es muss sich aber keiner um MEINEN physischen Zustand sorgen. Nicht ICH hatte das „Brett“ vor dem Kopf, welches sich eigentlich als ein Bauzaun in seiner ganzen Vollendung entpuppte, sondern jemand anderes.

 

 

Ich zelebrierte, lediglich in handelsüblicher Nachtbekleidung gewandet, die sonntägliche Frühstücksvorbereitung, als der Dreiertrupp Enteriche über den Spielplatz gegenüber watschelte. Wie Jungs eben sind, mussten sie natürlich auch die angrenzende Baustelle samt Minibagger inspizieren. Irgendwann lockte aber offensichtlich die holde Weiblichkeit vom Flüsschen unweit meines Wohnhauses herüber und die Gruppe erhob sich in die Lüfte gen wartende Damenwelt auf dem fließenden Gewässer.

Ein Enterich kam jedoch nicht weit und wurde jäh durch oben bereits mit euch bekanntmachend eingeführten Bauzaun bei seinen Startavancen unterbrochen.

Mit einem deutlichen Scheppern schnippste er zurück in die Baugrube.

Als zur Empathie fähiges Lebewesen, wie ich nun einmal auch eines bin, entfuhr mir verzögerungsfrei ein den Schmerz mitfühlendes „Uff!“, welches umgehend von einer peinverzogenen Grimasse- wie das so üblich wäre, wenn man sich selbst in einer solchen leidlichen Situation befinden würde- begleitet wurde.

In meinem Kopf wurde sofort das Für und Wider einer augenblicklich eingeleiteten Rettungsaktion abgewogen.

Sollte ich nicht einfach abwarten? Soooo schlimm war das doch gar nicht gewesen! Oder?! Aber ich bin doch noch im Schlafanzug! Och Menno…

Gespannt glotzte ich zum Erdgraben herüber, ob sich da etwas tat. Nichts.

Hinter mir krächtzte heiser die Kaffeemaschine.

Dabei würde das alles- auch mein Nicht-Eingreifen- doch eigentlich nur dem Lauf der Natur folgen. Wie sonst auch. Wozu sollte ich intervenieren, zumal es reiner Zufall gewesen ist, dass ich das Flugmanöver mit dem geheimen Auftragsnamen „Bauzaun“ überhaupt gesehen hatte.

Gut, ich gebe zu, dass ein Bauzaun nicht üblicherweise zum natürlich vorkommenden Inventar zuzuordnen ist. Es hätte aber auch ein plötzlich ausschlagender Baum, oder das Spinnennetz einer „etwas“ überambitionierten Spinne gewesen sein können.

Wie auch immer.

Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon.

Die Kaffeemaschine in meinem Rücken entließ das letzte Tröpfchen des braunen Heißgetränkes mit einem kurz aufbrandenden Gluckern und Zischen. Im Topf kullerten die Eier zwischen den siedenden Wogen hin und her.

Noch bevor ich zu einem Entschluss kam, flatterte ein Enterich von drüben herüber gen Flüsschen.

 

Da hatte sich also netterweise doch alles ganz von selbst erledigt. Nicht einmal Nachbars Katze musste ernstlich eingreifen. Erleichtert ging ich zum Frühstück über.

Im Schlafanzug.

 

 

So….und nun fragt ihr euch sicher, was es mit dem Fahrradfahren im Beitragstitel auf sich hat, richtig?

Nun, man muss sich eben entscheiden, ob man lieber umgehend einen Blogeintrag verfasst, oder doch die sportive Höchstleistung wählt. Das Ergebnis meiner Abwägungen (Was ein Tag der Entscheidungen!) seht ihr hier.

Womöglich war mein gefälltes Urteil auch gar nicht so übel- über den qualitativen Aspekt dieser Angelegenheit dürft ihr richten-, denn momentan ziehen wieder dicke, graue Wolken übers Land. Just in dieser Sekunde regnet es nun auch!

(Habe ich schon einmal geschrieben, dass ich recht kreativ beim Finden von Ausreden sein kann?

Herzlichst, der Schweinehund- )

 

 

 


BlogEnte- A tale of real love (27.04.2016)

 

 

Autofahrer können ja so dermaßen rücksichtslos sein.

Da lichtdurchflutet man dann mal eben offenbar ganz im Tran vertieft Wald und Flur mit aufgeblendeten Scheinwerfern, dass der entgegenkommende Verkehr (ihr ahnt es…ich) fast nichts mehr sieht und (beinahe) die Schwarte kracht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Denn als mir mein Gegenüber sein Fernlicht gnädigerweise aus dem Angesicht nahm, wurde mir rechts am Fahrbahnrand ein großes, rundes, zufrieden vor sich hin mampfendes Gesicht gewahr, dass sich mitsamt Kumpanen als Wildschweinrotte entpuppte.

Na Klasse! Ein kurzes Aufblenden meinerseits, um meine Missgunst darzulegen, hatte bei diesem Kandidaten jedenfalls nicht auf Anhieb den gewünschten Erfolg erzielt. Erst nachdem ich mich wiederholt bemerkbar machte, tat sich etwas am anderen Steuer. Naja, wenigsten hätte ich den Aufprall doch noch live und in Farbe sehen können, hätte eines dieser Borstenträger den Asphalt auf fressbares Material untersucht.

Manche glauben wohl ernsthaft, sie lebten allein auf dieser Welt!

Da kann man eben mal nicht bei Nacht (und ohne Nebel) durch die Wälder heizen, sondern muss auch gelegentlich den Bleifuß anheben und vom Gas steigen, wenn die Sichtverhältnisse bei normalem Abblendlicht nicht ausreichen.

Aber gut…am besten macht man noch zusätzlich den Nebelscheinwerfer an. Stört ja keinen…und alle anderen sind egal.

 

An dieser Stelle fragt ihr euch- auf die Überschrift rückbesinnend- sicherlich, wie ich nun den ganz engen Bogen zurück zu Enten oder gar Liebesgeschichten schlagen werde.

 

Ganz einfach: Über das rücksichtsvolle Verhalten von Autofahrern.

Ja, richtig gelesen…rücksichtsvoll.

Auch ich lasse mich schließlich allen etwaig aufkommenden tendenziell misanthropisch gelagerten Anwandlungen zum Trotz davon überzeugen, dass im Normalfall eine Medaille gleichsam eine schöne Kehrseite vorzuweisen hat.

Komme ich nun also zur Ente.

Nein, zu zwei Enten, um genau zu sein. Die leben- ein Erpel und ein Schnatterinchen- ganz unverhohlen in einer festen, aber sicher unehelichen Beziehung und watscheln tagein tagaus durch dick und dünn. Mal parkt ER mitten auf einem Stellplatz des Supermarktes gegenüber, während SIE sich genüsslich durch die Gemüseauslage (kleines Beet) schnabuliert, mal begleitet er sie unter Geleitschutz vorbei am neugierigen Fiffi über den Spielplatz, und mal hocken sie einträchtig wie im letzten Hochsommer zusammen im Schatten eines Busches.

Herzallerliebst!

Heute unternahmen die beiden zur Abwechslung mal wieder einen Ausflug über die mehr oder minder gut befahrene Straße. Völlig ökonomisch bilanziert taten sie dies natürlich nach- und getrennt voneinander. Erst SIE, dann ER. Zweimal stockte der Verkehrsfluss.

Und zweimal nahmen die Verkehrsteilnehmer- eine Dame in einem Kleinwagen und ein Lastkraftfahrer- Rücksicht, obwohl es insbesondere Schnatterinchen nicht besonders eilig hatte, die andere Straßenseite zu erreichen.

In diesem Moment ging mir das Herz auf und ich musste schmunzeln.

Ich mag Enten!

 

 

Was dürft ihr, werte Leser, daraus lernen?

Ab morgen geht ihr besser alle im Watschelgang…dann wird auch für euch gebremst! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ein alter Mann ist schließlich kein D-Zug! (09.08.2015)

 

Pah!‘, dachte sich wohl die Ehefrau und zitierte ihren Alten* in bester Manier eines Feldmarschalls heran:

Komm mal schnell ran…Fische!

Als wenn’s die Explosion der Sonne gewesen wäre…

 

Der ältere Herr schlurfte treu heran, in jeder Sekunde darauf bedacht, sich nicht mitsamt seines offensichtlich dringend benötigten Gehstockes zu verhaspeln.

Die Frau würde wohl eine Widerrede nicht sonderlich gern dulden. Da gibt es schließlich Fische im kleinen Flüsschen neben dem Gehweg zu bestaunen. Fische! Die rennen doch nicht weg…und selbst wenn…

Man muss sich im Leben nun einmal entscheiden: Fische gucken, mit Oberschenkelhalsbruch…ODER…heile Knochen, aber Stress mit dem Generalfeldmarschall.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht auch noch die Enten 3 Meter flussabwärts entdeckt! Dann heißt es wohl erneut, die Beine in die Hand zu nehmen…ein alter Mann ist eben DOCH ein D-Zug…wenn Frau ruft.

 

 

 

* Das soll keines Falles despektierlich klingen!

 

 

 


Tierische Erkenntnisse (5.11.2014)

 

Im Laufe des Tages hat mich ganz nebenbei ein Kind aus einer vorbeistiefelnden Gruppe über unsere heimische Tierwelt aufgeklärt.

 

Es gibt ja Schnarchenten und lahme Enten….und….

Los! Ihr Schnittlauchenten!

Ich bin baff. Was die kleenen Knöppe nicht so alles kennen. Mir war diese Unterart der Anatidae bisher noch reichlich neu.

 

 

Dann mal los, Petersilienaffe, sonst holt dich noch die böse Salbeifliege und macht Haschee aus dir!