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„Katzenjammer extended cut“ (26.06.2016)

 

Katzen.

Die tun immer so, als säßen sie majestätengleich auf einem ganz hohen, übermäßig hell strahlenden Stern, fernab von unserer kleinen, unwürdigen Menschenwelt, und sind dabei am Ende wahrscheinlich auch nur ganz genauso simpel gestrickt wie wir.

Sie stellen sich tollpatschig an, rutschen sich gegenseitig den Buckel herunter und zedern wenig manierlich wie olle Waschweiber/Bierkutscher.

 

DOCH: Es gibt dabei solche und solche Feliden.

Gestern wohnte ich einem optisch wie akustisch beeindruckenden Spektakel bei, das mich höchst amüsierlich stimmte, nachdem ich feststellte, dass sich da gerade keineswegs die kleine Mia und der kleine Paul* gegenseitig schreiend die Sandkastenschäufelchen über den Köpfen zusammenschlugen.

Der Katzenjammer ums Eck stammte tatsächlich von den Namensgebern dieses Begriffes höchstpersönlich.

Mietze 1** saß hierbei ganz aufrecht und hielt den Kopf stocksteif zur Seite gedreht, um die keifernde Konkurrenz- ein unter Starkstrom stehender, sandfarbener Kratzbuckel- eingehend zu fixieren.

Nichts bewegte sich, bis auf die gereizt auf den Boden auftippende, sandfarbene Schwanzspitze.

Jede Sekunde erwartete ich den explosiven Start mindestens einer Rakete.

Doch was tat Mietzekatze 1? Völlig kaltschnäuzig drehte sie das Köpfchen gen Himmel und beäugte die Umgebung, ob es nicht etwas spannenderes geben könnte, als dieses offenliegende Elektrokabel direkt nebenan.

Als sie offenbar feststellte, dass da nicht viel war, verlegte sie sich wieder auf das stumme Fixieren des sich noch immer total aufregenden Gegenparts, der wohl kurz vorm Abheben stehen musste.

Und was macht man, wenn man genug von solchen albernen Plänkeleien hat?

Genau! Man dreht als Mietze 1- ungerührt und vollkommene Souveränität ausstrahlend- der Gegnerschaft die kleine, rosafarbene Rückansicht zu und stiefelt- keine Widerrede über den klaren Sieg duldend- einfach seiner Wege.

Der Kratzbuckel brauchte eine Weile, um sich davon zu erholen, und stand noch eine Weile perplex wie einzementiert an Ort und Stelle, bis auch er sich schließlich trollte.

Ich sage dazu nur: Faszinierend!

Es gab noch nicht einmal Verletzte.

Womöglich sind Katzen doch viel, viel schlauer als wir Menschen?!

In diesem Falle würde ich die einleitend angeführte Passage sofort streichen. Ich armseliges, unwürdiges Menschlein, das ich bin!

Ok, um die Ehre unserer Spezies nicht ganz durch den Staub, der unter den vier Samtpfoten klebt, zu ziehen, könnte man natürlich einwendend behaupten, dass sich die beiden Feliden auch von vornherein aus dem Weg hätten gehen können- ich stelle mal eben die Konfliktvermeidungsstrategie in den Raum-, doch müsste ich wohl oder übel im nächsten Moment festhalten, dass wir Menschen hierzu sehr oft selbst nicht in der Lage sind.

 

Was lernen wir daraus?

Probleme müssen rechtzeitig aus der Welt geschafft werden und wenn es gar nicht anders geht, muss man sich eben aus dem Weg geben. Leben und leben lassen.

Versprecht mir aber hoch und heilig, dass IHR zum Zwecke der Streitdeeskalation à la „der Klügere gibt nach“ nie, nie, niemals irgendjemanden eure rosafarbene Rückansicht präsentieren werdet! Ok?!

Danke!

 

 

 

 

P.S.:

Natürlich habe ich die beiden Neuankömmlinge „mixedcats“ (wie passend zum Thema) und „fraumamaschreibt“ nicht vergessen. Fühlt euch hier gut aufgehoben und unterhalten. Herzlich Willkommen!

 

 

 

* Alle Namen sind frei erfunden.

** In Unkenntnis über Vor- und Zunamen, sowie möglicherweise vorhandene Adelstitel, belasse ich es bei Zahlen.

 

 

 

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Abschaum auf Deutschlands Straßen (01.02.2015)

 

Was ich heute in den Nachrichten gehört habe, ließ mich gehörig am Verstand einiger Mitbürger zweifeln.

Es ist doch abartig, sich an einem Unfall auf der Autobahn (bei Magdeburg) vorbeizuquetschen und dabei noch die Verletzten zu umrunden. Und um dem ganzen Verhalten noch das dämliche Prinzesschenkrönchen aufzusetzen, macht man noch schnell ein Foto und zieht ab…ohne Erste Hilfe zu leisten.

Ekelhaft finde ich das. Wie tief muss man für solch eine „Glanztat“ gesunken sein?! Schade, dass diese Unmenschen laut Polizei nicht mehr rückverfolgbar sind. Die müssten nämlich einen dicken fetten Aufkleber auf ihre Karre geklebt bekommen: „Sollte ich demnächst verletzt sein oder gar um mein Leben kämpfen, lassen Sie mich einfach liegen. Wenn Sie mögen, können Sie noch ein Bild für die nächste Betriebsfeier machen und/oder einmal aus Spaß an der Freude bzw. zum ausgiebigen Gaffen im Kreis um mich herumfahren. Nach erfolgreichem Absolvieren dieser Aufgabenstellung sollten Sie dann aber hurtig abhauen, bevor ich es mir anders überlege und doch Ihre Hilfe einfordere.

Eigentlich dürften solche Objekte gar kein Kfz mehr steuern, schließlich mangelt es ihnen deutlich an geistig-menthalen Qualitäten, die eigentlich Voraussetzung für das Erlangen der Fahrerlaubnis sind. Mit Nachsitzen im Kurs „Zwischenmenschliches Verhalten“ und in der Fahrschule „Verhalten im Straßenverkehr; Erste Hilfe“ ist es hier wohl nicht getan. Die brauchen wahrscheinlich härtere Geschütze, um aus ihrem geistigen Dämmerzustand gerissen zu werden.

Ich hoffe, dass niemand in solch eine Lage geraten muss!

 

MENSCHLICH SIEHT ANDERS AUS!