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Kein Kuchen… (10.06.2017)

 

 

….ist auch keine Lösung!*

 

Heute erst auf einem Schild gelesen.

Beachtet man die doppelte Verneinung im Satz, käme man schlussendlich auf jene Quintessenz, dass Kuchen eine Lösung sei.

Also, entweder liegt hier eine glatte Lüge vor- Kuchen in seiner angestammten Form zählt nun einmal zu den Feststoffen- oder jemand ist nicht des Backens fähig. Oder: Es liegt ein „Lava“-Küchlein mit flüssigem Kern vor. Dann würde ich es mit beidseits (genießerisch) zugedrückten Augen zu Teilen akzeptieren…nachdem ich probieren durfte.

Wafff? Dafff war niffff allefff fffür mifff?

 

Und ja: Ich habe den Sinn dahinter verstanden. 😉

Kuchen for president! Oder so ähnlich.

 

 

 

*Ich habe trotzdem keinen gekauft.

 

 


Lyrik zum Aufessen- Willkommensgrüße (22.04.2017)

 

 

HEUTE IM ANGEBOT: DEFTIGES ZUR BEGRÜSSUNG.

Ein herzliches Willkommen an Herzkoma, seines Zeichens Poet auf Sterneniveau (und Sternensuche), vom Nebenberuf: freiberuflicher Mondlotse.

Ich hoffe, dass meine Hausmanns-/frauenkost dennoch mundet, selbst wenn sie nachher etwas verquer im Magen liegen sollte. Bei mir wird auch nur mit Liebe gekocht (und Wasser). Nur eben anders. Und ausgelernt hat man ja schließlich nie. 🙂

[Ich gehe davon aus, dass du das Augenzwinkern hinter den Zeilen funkeln siehst, werter Gast.]

 

 

Lyrik zum Aufessen (2017)

 

Kochen ist Leidenschaft,

Kochen ist Liebe,

die verführt, die

dich umgarnt mit ihren Düften,

den frohlockenden Gelüsten!

Manchmal fehlt jedoch die Muse…

Heut‘ daher im Angebot: Profaner Speck mit Erbse!

 

 

P.S.: Wer die Hintergründe zu „Speck mit Erbsen“ erfahren möchte, kann sich durch die Kommentarleiste des Beitrages „Apfelbaum“ vom 17.04.2017 pflügen. Keine Bange vor den ganzen Buchstaben! Verlaufen hat sich dort bislang noch niemand. Zumindest weiß ich nichts davon….

Vertrauensvoll: S[Punkt]

 

 

 


Etwas „Bjutie“, Katzen und ein dreifacher Bypass (19.10.2016)

 

 

Die gute Stube füllt sich:

Nämlich mit Miezekatzen (kittensandhumans), Rezepten über bereits beim bloßen Anblick zu dreifachen Bypässen befähigten Brownies* (blogsonfood) und Seminare glückslosenden** Studentinnen (Tatjana vom BjutieBlog).

Herzlich willkommen! You are welcome!

 

 

* Your Triple Bypass Brownie really looks like a triple coronary artery bypass. Minimum! 🙂

** Was bin ich froh, dass in meinem Studiengang alles durchgetaktet war. Zwar ging es von früh bis spät, aber es bestand stets eine Einlassgarantie…zumindestens ein paar Tage nach Semesterauftakt, als bereits die Motivation und der Vorlesungsmarathonwetteifer des einen oder anderen Kommilitonen/der einen oder anderen Kommilitonin nachgelassen hatte und nicht mehr jeder Platz (auch auf den Treppen) besetzt war.

 

 

 


Ready/to/go-Gesellschaft (04.10.2016)

 

Nur kurz auf einen Sprung, werte Leserinnen und Leser!

 

„Einen Kaffee, bitte!“

„Zum hier Trinken oder to go?“

„Das tönt ja interessant! Was ist denn dieses „zum hier Trinken“ ? Haaaaach, wie aufregend!“

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Vorm Gemüsestand: Man wiegt eine Möhre unschlüssig hin und her….

?!

…und greift ins Kühlregal zum ready-to-cook-Gemüsegehackstückeltem, weil an diesem außerirdisch anmutenden, orangefarbenen Dingens keine Bedienungsanleitung zu finden ist.

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In der Frischobstabteilung vor den Weintrauben: Man sucht verzweifelt nach dem in der Traube versteckten Pieker und dem Quarkspeisen-Dippschälchen. Irgendwo muss das doch sein…!!!

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Seit Jahren werden keine Stühle mehr produziert.

Pflanzen werden nun grundsätzlich nur noch in Rollkübeln verkauft.

Tomatenmesser, Bällchenausstecher, Gemüsesparschäler und Julienne-Schnitzer hält man für archaisches Werkzeug aus grauer Vorzeit, als man noch mit Keulen um sich schlug.

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Ein Nachbar grüßt freundlich im Vorbeigehen.

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Wir sind READY /-TO-/ GO geworden!

 

🙂

Es war mir eine Ehre.

S.

 

 

 


Darf‘ s noch ein bisschen mehr sein? (03.10.2016)

 

Meer? Woher wussten Sie…? Wie aufmerksam von Ihnen! Ein Urlaub an der See stünde mir momentan ganz gut zu Gesicht, meinen Sie nicht auch?

 

Ich schweife schon wieder ab….

 

…und schaffe es einfach nicht, weniger zu kochen. Offenbar lässt mich mein Gedächtnis im Eifer des Gefechtes immer wieder erfolgreich vergessen, dass ich im Normalfall nur, ich ergänze ausschließlich nur für mich allein koche und kein im Hintergrund wartendes, ausgehungertes Bataillon versorgt werden möchte.

Was tut man also folgerichtig?

Man nehme, einem renitenten Wiederholungstäter gleich, den größten Topf, den der Haushalt aufzubieten hat und geselle diesen zu einem weiteren, nicht minder großen Topf, befülle den einen mit zerstückelten, frischen Tomaten, einem ganzen, zerkleinerten Brokkoli, ein paar Tiefkühlerbsen, reichlich Tomatenmark, einem Schluck Brühe, Knoblauch, Pfeffer, Salz, etwas Zucker und ein paar Kräutern. In den anderen versenke man, was der übrige Gemüsestand aufzubieten hat: Zucchini, Porree, dreierlei Paprika, Möhren, wiederum Knoblauch und diverses Gewürz (Oregano, italienische Kräuter, Café de Paris, Paprikapulver, getrocknetes Sellerielaub, Estragon, Rosmarin…), sowie erneut etwas Brühe.

Dann bestaune man kurz die vielen bunten Farben im randvoll gefüllten Topf Nummer 2 und schließe für eine Weile den Deckel, bis alles gar gekocht ist.

Derweil grübele man, wer das ganze denn bitteschön alles essen soll und erstelle der Verzweiflung nahe einen Wochenarbeitsplan zur (Ver)Tilgung dieser Unmenge.

Im Anschluss mixe man den Inhalt von Topf 1…ihr erinnert euch….den mit Tomaten und Brokkoli…..und stelle erleichtert, wenn auch aus Erfahrung nicht sonderlich überrascht, fest, dass durch den Püriervorgang einiges an Volumen verschwunden ist. (Und nein, er zierte nicht meine Wände!)

Nach erfolgreicher Zerstörung jeglicher Form, die noch im Ansatz auf eine enthaltene Erbse, ein Brokkoliröschen oder eine Tomate hätte schließen lassen können, verlege man seine Aufmerksamkeit auf das den Garpunkt justament erreichende übrige Gemüse und lösche auch hier, bis auf einen Anstandsrest an zusammenhängender Substanz, die einen erinnern lässt, dass auch der moderne Mensch noch Zähne besitzt, sämtliche Struktur auf. Hernach gieße man an das Gemenge einen großzügigen Schluck Olivenöl.

Und fertig ist das dicke Süppchen, das ich nun gewillt bin auszulöffeln. Bis zum Schluss.

Das wird ein gutes Stück Arbeit.

Selbst schuld.

Mir schmeckt‘ s vorzüglich. Heute, morgen, übermorgen, …. Dank eines heiß abgefüllten 1,0-1,5l Einmachglases bestimmt auch noch überübermorgen.

Und wenn‘ s mir nicht zu den Ohren herausquillt, so löffele ich noch …. (Weckt mich bitte, wenn die hundert Jahre herum sind, ja?)

 

🙂

 

 

 

 

 

 

 


Töpfegucker (26.08.2016)

 

 

Weil es gerade so schon heiß draußen ist und die folgende Story perfekt in dieses hochsommerliche Ambiente passt, dachte ich, dass ich ein Vorkommnis des letzten Sonntages noch einmal rekapitulieren könnte.

 

Es war früher Abend, die letzte Regenwolke hatte sich, Bob sei ’s gedankt, verzogen und ich nutzte die Chance meinen neu erworbenen Elektrogrill auf dem Balkon auszutesten.

Froher Erwartung (auf baldiges Essen!) hatte ich bereits im Vorfeld jedes Einzelteil sorgsam aus dem Karton befreit, gereinigt und alles wieder zusammengebaut, was bei sage und schreibe 4 Einzelteilen (PLUS Verlängerungskabel, was die Sache natürlich erheblich verkomplizierte…) jetzt aber auch nicht DIE nobelpreisverdächtigste Tat des Tages gewesen war. Glückwünsche dürfen mir dennoch gern zugestellt werden.

Ich stöpselte das Gerät ans Netz an, flämmte alles wie vorgeschrieben zunächst für ein paar Minuten ab und legte derweil schon das vorbereitete Grillgut in Startposition.

Es konnte losgehen.

Offenbar wurde nun jedoch auch der Balkonnachbar wach, den ich bis dato noch nie gesehen hatte. Lediglich ein paar geleerte Bierflaschen, eine vertrocknete Topfpflanze und sich von Zeit zu Zeit örtlich verschiebendes Gartenmobiliar zeugten von der Anwesenheit einer Person nebenan.

Glücklicherweise befand sich noch ein Sichtschutz aus grauen Vormieterzeiten zwischen uns. Leider ist dieser jedoch nur zu einer partiellen Abschirmung befähigt und während ich wartend auf der Türschwelle hockte, schälte sich neben mir ein Astral von einem Körper aus der Wohnhöhle.

Kurz überlegte ich noch, ob ich den Grillvorgang jetzt besser abbrechen sollte, oder doch mein Steak auflegen und brutzeln sollte. Ich entschloss mich für letztere Option, schließlich hatte ich mich schon so sehr darauf gefreut und das Vorhaben aufgrund von Regen bereits verschieben müssen. Es konnte also kommen, was da wollte. Mochte sich der Nachbar noch vollkommen nackig machen und Samba tanzen….ICH hätte unbeirrt weitergemacht.

N‘ Abend!

N‘ Abend!“ Für mich war damit die Konversation an sich auch weitestgehend abgeschlossen gewesen.

Natürlich musste er dann im nächsten Moment sein Stühlchen genau mit Blick auf meine Grillstelle hin ausrichten und es sich darauf bequem machen.

Wenigstens hatte er sich nun ein T-Shirt übergeworfen, was die Tatsache an sich, dass man sich derart demonstrativ meiner  Essen zubereitenden Tätigkeit widmen musste, nicht wirklich verbesserte. Ich mag es nicht, beobachtet zu werden.

Das Interesse rührte auch sicher nicht von störendem Qualm her, denn dieser war noch nicht einmal in Ansätzen festzustellen gewesen.

Was gibt es denn?“ , kam es in einem seltsam sülzig-gesprächigen Tonfall von drüben.

Ich überlegte kurz. Roulade mit Rotkohl und Klößen?!

Letztlich entschied ich mich doch für die Wahrheit.

Gegrilltes“ , gab ich nonchalant zurück.

Schwein oder Geflügel?

Einen ganzen Auerochsen am Spieß, Herrbob noch mal!

Schwein“ , gab ich kurz angebunden zurück und flüchtete mich mit meiner endlich durchgegarten Kost ins Innere meiner Höhle, bevor der leicht aufdringliche Typ noch auf die Idee kam, sich womöglich noch eine milde Gabe zu erbitten. Nein, ich hatte in diesem Moment keinen Bock auf Reden.

Ich hatte Hunger!

 

 

 

 


Eine Frage des richtigen Timings (08.08.2016)

 

 

Über das Timing meiner neuesten Leserin, die ihren eigenen Blog „Schlank mit Verstand“ betreibt, musste ich gerade etwas schmunzeln.

Denn netterweise ließ die Waage erst vor ein paar Tagen klar und gut vernehmlich verlauten, dass ich während meines Urlaubs wohl mindestens ein halbes bis ein ganzes Kilogramm zugelegt haben soll. Herzlichen Dank auch. Dieses Geheimnis hättest du gern für dich behalten können, du fieses, kleines, sadistisches Ding, du!

Ich werde dann wohl die gerade angebrochene After-Urlaubs-Blues-Woche nutzen müssen, um die ein oder andere, sich an mir überflüssigerweise festkrallende Kalorie zu verheizen, bevor sie sich dauerhaft auf den Hüften einzunisten gedenkt.

Ich vertraue da aber auch ganz auf meinen recht gut funktionierenden Stoffwechsel.

 

In diesem Sinne heiße ich dich recht herzlich willkommen!

 


Der etwas andere Snack- Norwegen im Schnelldurchlauf IV (05.08.2016)

 

 

Heute mal etwas Passendes zur gleich anstehenden Primetime:

 

Naschwerk:

 

Welcher Mensch ist nicht schon mindestens einmal dem eigenen schwachen Fleische erlegen und maß bequem dahingefläzt*- dabei genüsslich Chips mümmelnd- die Länge des Sofas aus der waagerechten Position heraus aus?!

Wer sich nun ertappt fühlt, braucht jetzt nicht gleich schameserrötet und mit überlaut knisterndem Geraschel das Corpus delicti hinter der Rückansicht verbergen. Ich habe es eh schon gesehen! Gebt euch keine Mühe.

Aber vielleicht möchtet ihr ja auf einen etwas anderen Snack umsteigen? Der ist sicher gesünder, enthält wichtige Fettsäuren  und euren Salzhaushalt habt ihr nach einer Hand voll noch nicht einmal ansatzweise überstrapaziert. Und was für die alten Seefahrer gut gewesen ist, kann für euch nicht schädlich sein.

Klingt verheißungsvoll, nicht wahr?

Nun…lasst es mich jedoch ehrlicherweise so ausdrücken:

Solltet ihr euch nicht am Duft von Trimethylaminen stören, eine Komponente des berühmt-berüchtigten Fischgeruches, dann hätte ich da einen exklusiven Geheimtipp, an dem ihr unter Garantie etwas länger zu kauen haben werdet. Wie schnell verschwindet denn eine handelsübliche Chipstüte! Kaum geöffnet, ist sie auch schon wieder bis auf das letzte Krümelchen geleert. Das kann euch bei diesem Snack nicht passieren.

Ein Mitreisender hatte den Selbstversuch gewagt- er erfreute sich übrigens bezüglich dieses Belanges auch einige Zeit später noch bester Gesundheit- und sein Erfahrungsbericht endete dahingehend, dass die Kostprobe von ihm geschätzte 20 Minuten lang im Mund verblieben ist, um sie ständig kauender- und einspeichelnderweise doch noch gen Magen befördert zu bekommen.

Es handelte sich um Stockfisch, ein typisches Produkt von den Lofoten, wo das Klima derart passend ist, dass die Konservierung von Fisch (insbesondere Dorsch) alleinig durch die Trocknung erfolgen kann. Man entfernt lediglich den Kopf und kehrt das Innerste (des Meeresbewohners natürlich!) nach außen. Danach ist der Fisch hart wie ein Brett. Im Gegensatz dazu gibt es noch den Klippfisch, der jedoch eröffnet und zum Zwecke der Entwässerung einer Salzung unterzogen wird, bevor an die frische Luft gehängt wird.

Früher stand in den Küchen der Holzhütten ein dicker Hackklotz, auf dem das getrocknete Produkt brachial zerteilt wurde. Exemplare dieser grauen Vorzeit kann man jetzt noch in diversen Freilichtmuseen in Augenschein nehmen. Dazumal wurde der Fisch auch eher nicht als profaner Snack verzehrt, sondern war Hauptbestandteil der Mahlzeiten. Man weichte ihn über längere Zeit ein- z.B. in Wasser oder auch Milch- und kochte ihn ganz normal, sobald er seine weitestgehend ursprüngliche Konsistenz wiedererlangt hatte.

Norwegen exportierte den Stockfisch in großen Mengen und auch heute noch schätzt man ihn gerade in Portugal und Spanien bzw. allgemein in der Mittelmeerregion. Bacalhau ist eines der Nationalgerichte Portugals schlechthin und es gibt davon wahrscheinlich mindestens genauso viele Rezepte wie das Jahr Tage hat.

In Norwegen und Island isst man den Trockenfisch aber auch gern roh, als Snack oder Zwischenmahlzeit.

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Vielleicht hat der ein oder andere nun Blut geleckt. Ich könnte es aber genauso gut verstehen, solltet ihr bei Chips und Erdnussflips bleiben wollen. Den Odeur, der mir an einem solchen Stockfischstand entgegengeschwebt war, kann man schon als etwas speziell bezeichnen. Aber womöglich verhält es sich wie mit einem ollen Stinkekäse: Viele der besonders geruchsintensiven Kandidaten stinken mehr, als dass sie letztlich danach schmecken.

 

Also denn: Håper det smake!

 

 

P.S.: Alternativ hätte ich auch noch Folgendes für die Süßmäuler unter uns:

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Knäckäpplen vom Trondheimer Historisk Marked (Olavsfestdagene). Echte Plombenzieher!

 

 

 

* Oh wie liebe ich den Duden, der dieses Wort folgendermaßen umschreibt: In nachlässiger Haltung halb sitzend. Da erscheint der Vorgang des sich der vollkommenen Faulheit Ergebens gleich viel weniger schlimm.

 

 


Hei, hei!- Norwegen im Schnelldurchlauf (02.08.2016)

 

Der Grund, weshalb ich mich jetzt erst wieder melde, ist der, dass ich DOCH NICHT nach Norwegen ausgewandert bin, ergo wieder über eine funktionierende Internetverbindung verfüge.

Es blieb also lediglich bei einem wundervollen Urlaub zwischen Fjorden, Trollen und Kirschbäumen.

 

Hach, was soll ich sagen? Der „norwegische Sommer“ hat schon seine Eigenarten und mehr als einmal hat es mich eingeweicht. Das Wetter war jedoch besser als befürchtet. Wie würden Norweger zu einem wechselhaften Tag um die 16°C mit abwechselnd Sonne, kräftigen Schauern, nur Wolken und/oder leichtem Nieselregen sagen? SOMMER IST DER SCHÖNSTE TAG IM JAHR!

Genial! Die Nordmänner und -frauen feiern eben die Feste, wie sie fallen.

Jedoch ohne Alkohol in der Öffentlichkeit versteht sich (während Dorffesten werden die Ordnungshüter wahrscheinlich in irgendeiner Ecke geknebelt und hochprozentig ruhiggestellt). Aber man kann ja auch ohne harte Spirituosen lustig sein….wenn einem hierfür unter 0,3 Promille genügen sollten. Die gibt es auch noch nach 18Uhr im örtlichen Discounter (z.B. Munkholmen-Bier). Für härteren Stoff müsst ihr vor den ersten Klängen der Sandmännchen-Melodie zum Dealer ums Eck- das Vinmonopolet– traben. Vergesst aber ja nicht euren Ausweis, denn auch im scheinbar ausgereiften Alter könnten Zweifel an eurem tatsächlichen Geburtsjahr bestehen. Ob faltige, wettergegerbte Haut und graues Haar reichen, um eure „Unschuld“ rein optisch zu verifizieren, kann ich an dieser Stelle leider nicht mit Sicherheit bestätigen. UND nehmt bitte zudem ausreichend Geld mit! Für die billigste Rebenplörre könnte ein umgerechneter Zwanziger anfallen. Eine Dame meinte dazu: Wenigstens kommt man dann nicht mehr in Versuchung bei diesen Preisen.

Genug der Alkoholitätengeschichten.

Kommen wir schnurstraks (bei Angaben norwegischer Geh-Zeiten sollte man die Beine in die Hand nehmen….gerade auf Bergpässen empfiehlt es sich, es sei denn, man führt die Übernachtungsmöglichkeit bereits mit sich) zu einem anderen Thema.

Die Sprache bzw. das Essen.

Ich durfte lernen, das man „Kacke“ (sprich: [ˇkɑːkə]) DOCH essen kann. Ja, auf die Gefahr hin, dass sich nun jemand spontan übergeben muss, kann ich aus fester Überzeugung sagen: „Kacke“ schmeckt! Süß, mit oder ohne Schoki, Nüssen, Früchten und was das Herz so begehren möge.

Kake hebt man sich übrigens passenderweise auch mit einem Kakespade auf den Teller.

Glücklicherweise verbirgt sich hinter diesem für uns Deutsche öbszön anmutenden Wörtchen nichts weiter als die süße Sünde Kuchen.

Wem dieses dennoch eine seltsam befremdliche Vorstellung im Kopf heraufbeschwört, der sollte Weihnachten auch besser daheim bei Kartoffelsalat und Würstchen verbringen. In Norwegen reicht man nämlich traditionell gerne Schafskopf….mit Augen, Ohren und allem drum und dran. Lediglich das Hirn dürfte aus fleischhygienischen Gründen beim Schlachter des Vertrauens verbleiben.

Darauf einen Aquavit! Prost!

Ich kehre zurück zu appetitlicheren Angelegenheiten: Fisch.

Dieser weist hier in Norwegen eine gefühlt ganz andere Qualität auf, auch wenn ich mir dessen sehr bewusst bin, dass das Ambiente sehr wohl eine entscheidende Wirkung zum kulinarischen Vergnügen beiträgt. Auf der Alm schmeckt das schlichte Käsebrot schließlich auch gleich doppelt besser. Das schöne ist, dass in den Fjorden selbst jeder seine Angel auswerfen darf, wie er möchte…bis einem buchstäblich der eingelagerte Fisch aus Ohren und heimischer Tiefkühltruhe quillt (oder irgendwann „verduftet“). Lediglich in den Flüssen bedarf es einer Lizenz, die für ein ganz bestimmtes Fleckchen an einem ganz bestimmten Fluss gültig ist und die je nach (Lachs)Lage sehr unterschiedlich teuer ausfallen kann.

Doch was ist hier schon billig. Krabbeltisch-Schnäppchenjäger würden in diesem Land wahrscheinlich nach wenigen Minuten erschöpft das weiße Fähnlein schwenken oder resigniert ihren Frust in einem kleinen Glas Bier zu umgerechnet 8 bis 12Euro „ersaufen“ lassen.

 

Ach, wisst ihr, ich könnte noch so viel mehr aus dem Nähkästchen plaudern…

 

So weit jedoch erst einmal dazu.

Ha det bra!

 

 
* (Im Zweifel gilt, dass das Wetter hier niemals schlecht ist, lediglich das persönliche Unvermögen über die Art der gewählten Kleidung.)

 

 


Kalorientierchen gehören geteert, gefedert und flambiert! (02.05.2016)

 

In meinem letzten Beitrag drehte sich das Erdenrund um die Ordnungsliebe und das Kochen gleichermaßen.

 

An letzterem hängt leider, leider auch immer noch ein Rattenschwanz an unliebsamem Beiwerk, welches je nach eigener Beherrschung beim Umgang mit Butterdöschen und/oder Sahnetopf im Ausmaß stark variieren kann. Bekannt ist dieses Phänomen unter dem Begriff Kalorien, welche- um dem bitteren Geschmack eine süßliche Note zu verpassen- gern auch liebenswert als Kalorientierchen betituliert werden.

Dabei sind die Dinger alles andere als süß oder knuffig.

So manchem Delinquenten, welcher einst als Opfer auserkoren worden ist, hängen sie gar ein Leben lang am Rockzipfel und verfälschen mit ihren arg dicklich geratenen Körperchen kackenfrech die Angaben auf der Waage. Nicht einmal bei diesem Akt intimer Selbstbegutachtung verziehen sich die kleinen Kerlchen in eine stille Ecke. Stattdessen lachen sie sich wahrscheinlich noch scheckig bis die Schwarte kracht.

 

Diesen vom Grunde aus bösartigen Gesellen hat nun die Belegschaft einer kleinen, schweizerischen Firma den Kampf angesagt. Recht so!

Kampf den Kalorientierchen“ kochen sich im wahrsten Sinne des Wortes die Pfunde weg, ohne dabei hungern zu müssen. Auch gesunde Speisen dürfen schmecken, bunt und vielfältig sein. Das einsam sein Möhrchen kauende Häschen ist Karottensalat von gestern….Genuss muss keine Sünde sein!

Herzlich willkommen, ihr wackeren Kämpfer! Wenn ihr noch Zahnstocher braucht, um mit gesenkten Lanzen und wehenden Fahnen gegen diese Bande vorgehen zu können, dann starte ich hier gern persönlich einen Spendenaufruf für euch. 😉