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Die Lehre von der Geduld (25.11.2015)

 

Fragt mich nicht, ob die Lehre von der Geduld auf Klugdeutsch Patientalogie* heißt. Jedenfalls habe ich mich heute darin geübt.

Ausgiebigst.

Nach meinem Dienst- beginnend zu nachtschlafener Stunde- wollte ich nur ganz fix ein paar Kleinigkeiten im örtlichen Discounter besorgen, schließlich hatte ich mal pünktlich Feierabend gemacht (nein….gemacht worden….meine Kollegin hat es mir eindringlich verordnet) und wollte hernach die Chance nutzen.

Nur ganz fix.

Tja, die Rechnung hatte ich natürlich nicht mit Madame gemacht. An der Kasse (keine Kundschaft da) war sie mir fünf Schritte voraus gewesen und packte bereits das erste Teilchen etwa auf die Mitte des Kassenbandes. In aller Seelenruhe folgte ein Teil dem anderen. Am Ende des Laufbandes wartete eine Kassiererin nicht minder ungeduldig, wahrte aber ihre Kontenance vorbildlich.

Ich stand hinter Madame, beladen mit 3-4 Teilen, und folgte gespannt der Yogaübung „Eile mit Weile“ vor mir und wartete innerlich darauf hoffend, ob mich Madame nicht noch auf die vorderen 2m Kassenband (leer geblieben) vorlassen würde, da die Kassierin bereits in den Startlöchern saß und ich längst durch gewesen wäre, bis Madame ihren Einkaufswagen überhaupt entleert gehabt hätte.

Nix da. Warten!

Stattdessen bot sich mir für weitere unnötig verstreichende Lebenszeit die Gelegenheit, ausführliche Bewegungsstudien meiner Vorderfrau anstellen zu dürfen (alias zu müssen). Vordrängeln gilt nicht. Man (oder in dem Falle frau) muss dies mir schon freiwillig anbieten wollen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit dargebotener und anscheinend inbrünstig praktizierter Anti-Hast der Mittvierzigerin/Anfangfünfzigerin (wir sprechen hier nicht von einer 90-jährigen Greisin!) war der Einkaufswagen leer und die Kassierin zog die Waren flink durch den Scanner.

In Null-Komma-Nix waren die Einkäufe vom Band….und stapelten sich nun hinten in der Ablage.

Wer meint, es ginge nun doch ein kleines Bisschen schneller voran, dem sei dieser mehr als abwegige Denkfehler verziehen. Madame musste schließlich die erstandenen Dinge in aller Seelenruhe und mit Bedacht in der Einkaufstüte verstauen. Stück, für Stück, für….Yogaübung „Eile mit Weile Teil 2- hardcore extended version„.

Ich dachte, ich werd‘ nicht mehr.

ENDLICH war die Tüte voll. Leider passte nicht alles hinein und musste vorerst im Einkaufswagen verbleiben. Von der Möglichkeit, noch einmal alles herauszukramen und anders- sprich platzsparender- zu verstauen, sah Madame leider ab….ich hätte ihr sogar geholfen!

So, wer meint, die Geschichte hätte nun ein mehr oder minder rühmliches Ende gefunden (alle haben überlebt!), der irrt.

Schließlich sind wir jetzt erst bei der Bezahlung angekommen!

Madame verräumte also gemütlich den letzten Rest vom Schützenfest und suchte nun ihr Portemonnaie heraus. Zum Vorschein kam die EC-Karte.

Toll. Wenigstens keine Kleingeldsuche.

Das Warten auf den erlösenden Geld-abgebucht-Piepton dauerte jedoch auch ein Weilchen. Vielleicht war ich mittlerweile aber auch nur ein wenig dünnhäutig geworden, weshalb ich diesen Tatbestand entschuldigenderweise ebenso auf ein verschobenes Zeitgefühl meinerseits zurückführen könnte.

Und dann…

…war ich an der Reihe. **

Zum Abschluss machte ich, dass ich schnellstmöglich vom Parkplatz herunterkam. Das wäre ja der Knaller gewesen, wenn sie sich noch mit ihrem Vehikel vor mich gesetzt hätte. Im Vorbeihuschen sah ich sie in ihrem Kofferraum herumwerkeln. Gut so. Bin dann mal weg!

 

 

 

* patienta….Geduld

** Randbemerkung: noch nicht ergraut und/oder am Stock gehend. Das ging ja doch richtig flott am Ende…

 

 

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Warum die Dummheit ewig währt… (09.08.2015)

 

Keine Angst! Ich hol‘ jetzt nicht mit der ganz großen Sozialstudien-Keule aus.

Im Gegenteil: Ich möchte denjenigen in unserer Mitte begrüßen, der eine- wie ich finde- ebenso einleuchtende wie überraschend freimütige Antwort auf die oben genannte Frage gefunden hat.

Hier der Pfad zur Erkenntnis: https://mannenawo.wordpress.com/2014/02/13/dummheit/

Bei diesen Temperaturen wahrlich herzerfrischend! Danke, Manne!

Zwischen all den Fotos sind noch mehr Geschichten versteckt…die Begebenheit der Generalin birgt einen zutiefst wahren Kern. Jeder ist sich selbst der härteste Gegner…

Herzlich Willkommen, Manne!

 


Naschwerk (24.11.2014)

 

Verzeiht meine längerfristige Abwesenheit in den letzten und wohl auch in den kommenden Tagen….ich sage nur: Umzug. Ich mache drei Kreuze, wenn irgendwann alles steht wie es soll….dauert insgesamt aber noch eine kleine Ewigkeit.

Wusstet ihr, dass es 10 (in Worten: ZEHN) Wochen dauern kann, dass eine schnöde, zusätzlich georderte Kleiderstange für einen Schrank auslieferbar ist?! Der Schrank hingegen wäre dann aber theoretisch schon längst an Ort und Stelle. Seltsam, nicht wahr? Müssen die das Stück Metall mit Plastik erst noch mundblasen und fußmalerisch lackieren?! Ein Hoch daher auf die Option „Teillieferung“.

(Über Irrungen und Wirrungen eines Umzuges vom Startpunkt 0 werde ich wohl noch berichten. Mir juckt es in den Fingern, aber ich habe gerade leider keine Zeit dafür.)

 

 

So, nun zum eigentlichen Anlass meines Beitrags.

Langsam müssen wir etwas zusammenrücken oder ich baue doch langsam mal am großen runden Lesetisch etwas an. Es gibt einen Neuankömmling….bzw. eine Neuankömmline, welche verpackt in bittersüßer Kuvertüre anscheinend ganz treffend auf meinen Geschmacksnerv zu zielen vermag….was ich so beim kurzen Überfliegen ihres Blogs „verkosten“ konnte, war zumindest exzellente Kost, welche man- wie bei mir auch- nicht auf eine Goldwaage drappieren sollte. Das Teil wäre hoffnungslos überfordert.

Herzlich willkommen, geistige Kalorien lieferndes Naschwerk! Fühl Dich wie zu Hause!