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Geduscht (20.08.2016)

 

 

Die Polizei ist mittlerweile nicht mehr nur unser Freund und Helfer, nein, nun unterstützt sie uns auch nach bestem Wissen und Gewissen bei unserer täglichen Körperpflege. Man muss noch nicht einmal den Wunsch dazu äußern. Die machen das einfach so. Ganz selbstlos und unbürokratisch. Quasi im Vorbeifahren.

Wie das funktioniert?

Hier eine kleine Anleitung:

Man begibt sich nach draußen an die frische Luft, setzt sich bei einem einsetzenden, kräftigen Regenguss gut 2m vom Straßenrand entfernt auf die Bank eines Buswartehäuschen und wartet, bis eine Streife (ohne Einsatzsignal) vorbeifährt…und das mitten durch eine Pfütze, die sich unterdessen am Straßenrand angesammelt hatte. Und dann braucht man nur ein gewisses Urvertrauen an die physikalische Gesetzmäßigkeit der Verdrängung und etwas Glück, dass es auch weit genug spritzt.

Ist das nicht simpel?

Ja, okay, natürlich hätte man auch ohne Probleme drumherum fahren können.

Ich entsinne mich noch ganz gut daran, dass man mal gelernt hat, bei Wasseransammlungen Rücksicht auf Passanten zu nehmen. Abgesehen davon, dass man nicht unbedingt mit innerorts mindestens erlaubter Höchstgeschwindigkeit durch Pfützen fährt, um nicht aufgrund von Aquaplaning die rechte Bodenhaftung zu verlieren…

Den Delinquenten verpassten glücklicherweise die reichlich aufsprühenden Fluten nur knapp. Reumütig wendete dann aber auch schon der Streifenfahrer und erkundigte sich offenbar nach dem Befinden.

Begeisterung sah zwar anders aus, aber man einigte sich wohl recht zügig darauf, dass es diesmal ohne Duell à la Western gehen würde und man zog seiner Wege.

Dieser neue „Service“ kam hernach nicht sonderlich gut an.

Es duscht anscheinend doch jeder lieber für sich selbst und in den eigenen Vier Wänden.

Allzu verständlich.

Ich lass mir dabei auch ungern von Wildfremden zuschauen. 😉

 

 

 

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Strickkurs für Fortgeschrittene- Norwegen im Schnelldurchlauf II (03.08.2016)

 

 

Die wichtigsten Dinge wurden bereits im ersten Teil meiner Nähkästchenplauderstunde- zumindest in einer Art Feinaufschnitt- thematisiert: Essen, Wetter und Alkohol. Der deftige Braten wird sich am Ende wahrscheinlich irgendwie von selbst ergeben, wenn sich die Formfleischpuzzleteile zu einem Ganzen zusammenfügen werden.

Ich könnte zu oben genannten Punkten noch so viel mehr ausführen und das ein oder andere Mal werde ich diese Sujets wohl auch noch einmal einflechten.

Es bestehen bereits Überlegungen dahingegehend, mir selbst einen kleinen Reisebericht aus der imaginären Schreibfeder klecksen zu lassen, damit mir nichts von den vielen gehörten und erlebten und vor allem liebgewonnenen Dingen aus dem Gedächtnis entfällt. Anzumerken ist, dass sich leider, leider bereits nach wenigen Minuten die ein oder andere Information dem sachten Fjordwind, der um meine Nase wehte, hingegeben zu haben schien und wohl auf Nimmerwiedersehen entschwunden sein mag. Aber vielleicht öffnet sich doch noch nachträglich das ein oder andere Türchen meines Hinterstübchens und offenbart mir (und euch) das eine oder andere Kuriosum, Wissenswerte oder Belustigende. Ich werde mich und meinen Denkapparat redlich bemühen, doch bitte ich um nachsichtige Verzeihung, wenn ich nicht mit Vollständigkeit ob der über mich eingestürzten Informationsfluten glänzen kann.

(Mein Vorteil in dieser Sache: Nur ich allein weiß, was ich erlebt, gesehen und gehört habe.)

 

Nachdem ich bereits der werten Modepraline einen tropfenden Zahn beschert habe- ganz sicher nicht allein vom gegarten Schafskopf mit intakten Augen- möchte ich im weiteren Verlauf und nach irgendwann sicherlich erfolgreich abgeschlossener Sichtung meiner unzähligen Photographien ein paar meiner Aufnahmen- möglichst vom Typus „aussagekräftige Schnappschüsse“- hier einstellen. Wir werden gleich sehen, ob es mir gelingt….oder nicht.

 

Strickoptiken:

In vielen Großstädten und Metropolen ist das Phänomen häkel- und strickwütiger Profi- und Freizeitkünstler nichts Unbekanntes mehr. Welche Laterne, Parkbank, welches Fahrrad oder welcher Omnisbus wurde in Szenevierteln nicht bereits in maßgefertigte Wollbekleidung verpackt? Warum sollte nicht das Naheliegendste auch im Land des Norwegerpullovers aufzufinden sein?

Ich wurde nicht enttäuscht und so traf ich bunt und kuschelig warm ummantelte Bäume auf meiner Reise. Mal mit Elchmusterung, mal im einfachen Ringel-Look und für Kinder gab es auch die Knerten-Variante. Knerten (eine animierte Holzpuppe) ist eine in Norwegen produzierte und offensichtlich recht ordentliche Kindertrickfilmproduktion, die nun hier ihre Würdigung in der Strickoptik gefunden zu haben schien.

Strickoptiken copyright S. Schott

Strickoptiken copyright S. Schott

Strickoptiken copyright S. Schott

Wir ihr seht, ist es mir gelungen, ein paar Impressionen ohne viele Tote und Verletzte in den Beitrag einzuarbeiten. (Okay, am Layout müsste gefeilt werden, aber irgendwie scheinen die Mittel hier etwas begrenzt zu sein. Egal.)

 

Dabei bedarf es an der Westküste Norwegens vielerorts gar nicht zwingend den allerdicksten und flauschigsten Pullover, da aufgrund der anliegenden Golfströmung selten dauerhafte Werte von hochstelligen Minusgraden erreicht werden. Es kommt ganz darauf an, wo man sich befindet, denn sehrwohl kann es auch mal knackige -50 geben. Schnee gibt es in den höheren Lagen zu Hauf, sodass viele Straßen über den Winter gesperrt werden müssen, oder man hat das nicht seltene Vergnügen zwischen imposanten, freigefrästen Schneewänden hindurchzufahren, die ab einer gewissen Höhe auch einem Nicht-Klaustrophobiker  die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürften.

 

Apropos Schweißperlen und Straßenverkehr:

Solltet ihr einen Busführerschein machen wollen, dann kann ich zur Abhärtung die Ausbildung in einer norwegischen Trafikkskole empfehlen. Nach etlichen unbeschadet absolvierten Haarnadelkurven mit Gegenverkehr und reichlich Hang zum Überhang der Front eures Gefährtes schockiert euch wahrscheinlich nicht mehr viel und der Platz im Himmelreich würde euch gewiss sein, schließlich wird in skeptischer Anbetracht eurer Fahrkünste sicher mehr als ein Fahrgast spontan zum Glauben bekehrt werden und zu Gott beten wollen.

Es empfiehlt sich auch, immer eine Großpackung Vaseline unter dem Fahrersitz zu verstauen, denn nicht selten wird das Verkehren mit Entgegenkommenden eine überaus hautenge, intime Geschichte mit- glücklicherweise- zumeist gutem Ausgang. HIER passte in jedem Fall kein Blatt Papier mehr dazwischen und man rechnete beinahe jede Sekunde auf verdächtig kratzende oder nach berstender Hartplastik tönende Geräusche:

Verkehr copyright S. Schott

Die Trafikkskole wird für euch bestimmt den einen oder anderen ähnlichen Schmankerl bereithalten, da bin ich mir sicher und nach erfolgreich absolvierter Linzenz könnt ihr noch einen fakultativen Aufbaukurs auf dem indischen Zojila-Pass, der Grand-Trunk-Road oder auf der „Straße des Todes“ in Bolivien anschließen. Danach wird euch jedes Stadtverkehrs- und Reiseunternehmen mit Kusshand empfangen.

Trollstigen copyright S. Schott

Trollstigen copyright S. Schott

Dies sind Bilder von der Trollstigen.

 

 

Soweit hierzu.

Ha det bra!

 

 


BlogEnte- A tale of real love (27.04.2016)

 

 

Autofahrer können ja so dermaßen rücksichtslos sein.

Da lichtdurchflutet man dann mal eben offenbar ganz im Tran vertieft Wald und Flur mit aufgeblendeten Scheinwerfern, dass der entgegenkommende Verkehr (ihr ahnt es…ich) fast nichts mehr sieht und (beinahe) die Schwarte kracht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Denn als mir mein Gegenüber sein Fernlicht gnädigerweise aus dem Angesicht nahm, wurde mir rechts am Fahrbahnrand ein großes, rundes, zufrieden vor sich hin mampfendes Gesicht gewahr, dass sich mitsamt Kumpanen als Wildschweinrotte entpuppte.

Na Klasse! Ein kurzes Aufblenden meinerseits, um meine Missgunst darzulegen, hatte bei diesem Kandidaten jedenfalls nicht auf Anhieb den gewünschten Erfolg erzielt. Erst nachdem ich mich wiederholt bemerkbar machte, tat sich etwas am anderen Steuer. Naja, wenigsten hätte ich den Aufprall doch noch live und in Farbe sehen können, hätte eines dieser Borstenträger den Asphalt auf fressbares Material untersucht.

Manche glauben wohl ernsthaft, sie lebten allein auf dieser Welt!

Da kann man eben mal nicht bei Nacht (und ohne Nebel) durch die Wälder heizen, sondern muss auch gelegentlich den Bleifuß anheben und vom Gas steigen, wenn die Sichtverhältnisse bei normalem Abblendlicht nicht ausreichen.

Aber gut…am besten macht man noch zusätzlich den Nebelscheinwerfer an. Stört ja keinen…und alle anderen sind egal.

 

An dieser Stelle fragt ihr euch- auf die Überschrift rückbesinnend- sicherlich, wie ich nun den ganz engen Bogen zurück zu Enten oder gar Liebesgeschichten schlagen werde.

 

Ganz einfach: Über das rücksichtsvolle Verhalten von Autofahrern.

Ja, richtig gelesen…rücksichtsvoll.

Auch ich lasse mich schließlich allen etwaig aufkommenden tendenziell misanthropisch gelagerten Anwandlungen zum Trotz davon überzeugen, dass im Normalfall eine Medaille gleichsam eine schöne Kehrseite vorzuweisen hat.

Komme ich nun also zur Ente.

Nein, zu zwei Enten, um genau zu sein. Die leben- ein Erpel und ein Schnatterinchen- ganz unverhohlen in einer festen, aber sicher unehelichen Beziehung und watscheln tagein tagaus durch dick und dünn. Mal parkt ER mitten auf einem Stellplatz des Supermarktes gegenüber, während SIE sich genüsslich durch die Gemüseauslage (kleines Beet) schnabuliert, mal begleitet er sie unter Geleitschutz vorbei am neugierigen Fiffi über den Spielplatz, und mal hocken sie einträchtig wie im letzten Hochsommer zusammen im Schatten eines Busches.

Herzallerliebst!

Heute unternahmen die beiden zur Abwechslung mal wieder einen Ausflug über die mehr oder minder gut befahrene Straße. Völlig ökonomisch bilanziert taten sie dies natürlich nach- und getrennt voneinander. Erst SIE, dann ER. Zweimal stockte der Verkehrsfluss.

Und zweimal nahmen die Verkehrsteilnehmer- eine Dame in einem Kleinwagen und ein Lastkraftfahrer- Rücksicht, obwohl es insbesondere Schnatterinchen nicht besonders eilig hatte, die andere Straßenseite zu erreichen.

In diesem Moment ging mir das Herz auf und ich musste schmunzeln.

Ich mag Enten!

 

 

Was dürft ihr, werte Leser, daraus lernen?

Ab morgen geht ihr besser alle im Watschelgang…dann wird auch für euch gebremst! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vorbildfunktion (24.4.2015)

 

Definitionsgemäß ist ein Vorbild ein richtungsweisendes, idealisiertes Muster.

Im Allgemeinen meint man diese Funktion auch unseren Freunden und Helfern zuzuordnen, was die Kenntnis und auch Einhaltung von Verkehrsregeln anbetrifft. Wer sonst sollte sich da besser auskennen als jene, die unachtsamen Fahrern den mahnenden Finger (und/oder Geldstrafen und/oder Punkte) vorhalten.

Tja, und nun schob sich doch tatsächlich noch ein Polizeikleintransporter ohne jegliche Anzeichen einer Einsatzfahrt knapp vor mich und missachtete dabei eine der simpelsten Vorfahrtsregeln…Vorfahrt beachten! Das vermeintlich zu dekorativen Zwecken aufgestellte Schild hätte eine Gedankenstütze darstellen können….wenn dessen Existenz nicht mal eben sträflichst übergangen worden wäre. Und selbst wenn es wahrgenommen worden ist…an der Tatsache ändert dies nichts…außer den Tatbestand des Vorsatzes. Geschenkt.

In der Führerscheinprüfung wäre der Kandidat jedenfalls schön baden gegangen…ich musste schließlich wegen des Manövers meine Geschwindigkeit drosseln.

Ein Hupen habe ich mir aber dann doch verkniffen…man muss ja nicht noch mehr Leute belästigen.

 

Leider gibt es noch kein Bonussystem, was einem eigene Verfehlungen- die eigentlich hoffentlich nie eintreten oder zumindest ohne Konsequenzen bleiben- im Gegenzug dazu aufwiegen würde.

Also bleibt uns nur eins: Immer wachsam bleiben! Und: Natürlich bremse ich auch weiterhin gern für Bambis und auch Polizisten.


Abknickende Vorfahrtsstraße (12.2.2015)

 

In Deutschlands Schilderwäldern herrscht Verwirrung. Anders kann ich das Gebaren eines Autofahrers nicht deuten.

Oder wozu schaut man sichtlich überfordert zehn Mal nach rechts und links, obwohl man sich auf der Vorfahrtsstrecke befindet? Weil es plötzlich so viel Sehenswertes zu gucken gibt? Um mal eine extra Portion zwangsverordnete Ruhe in den Verkehrsfluss zu bringen?

Allerhöchstens könnte noch fehlende Aufmerksamkeit Schuld gewesen sein. Man überlegt ja selbst manchmal, was da gerade für ein Zeichen an einem vorbeigefahren kam….manchmal hilft ein kurzer Blick in den Seitenspiegel….das ist ja das Schöne daran, dass man anhand der Form des Bleches seinen funktionsgebenden Charakter erahnen kann…auch von hinten. (-:

Danach sollte man sich jedoch umgehend zur Ordnung rufen und die volle Konzentration weg vom Einkaufszettel, von der abzuarbeitenden to-do-Liste des Lebenspartners oder dergleichen geistigen Störfeuer hin zum Straßenverkehr lenken. Hilft ungemein…einem selbst und seiner mobilen Mitwelt. Gerade Vorfahrtsregeln können überlebenswichtig sein…und sind es auch!

Relativierend kann man auch einschieben: Lieber einmal mehr die Umgebung beobachtet, als einmal zu viel blindlings und ohne Ahnung zur aktuell geltenden Verkehrsregel loszudüsen. So viel Zeit muss dann wiederum sein. Keine Frage.

Und natürlich habe ich geduldig gewartet, bis die Herrschaften ihre Sightseeingtour der nahen Kreuzungsumgebung beendet hatten. Ich bin ja nicht so. Ich frage mich halt nur, was noch kommen mag, wenn solch ein simples Vorfahrtsschild (genauer: abknickende Vorfahrt) schon Verwirrung stiftet. Außerdem wollte ich nach einem überlangen Arbeitstag endlich zu Hause ankommen.

 

Naja, Autofahrer haben es schon nicht einfach. Es gibt aber auch so viel zu beachten, ganz zu schweigen von  mangelhaft zurechnungsfähigen Fußgängern, die die Straße für sich gepachtet zu haben scheinen (aber klar rennt man ohne zu schauen in aller Seelenruhe über eine recht gut befahrene Straße!), oder wild herumeiernden Radfahrern, die das Prinzip der Pedalenutzung auch nur von ganz fern mal gehört haben.

Tja, und dann komme auch noch ich just in diesem Moment vorbeigefahren (bzw. vorbildlich am Vorfahrt-beachten-Schild wartend) und nörgele nachher wieder in der Anonymität des weltweiten Netzes herum. Sack Zement, das Leben ist eines der härtesten! Aber für alle.

 


Abschaum auf Deutschlands Straßen (01.02.2015)

 

Was ich heute in den Nachrichten gehört habe, ließ mich gehörig am Verstand einiger Mitbürger zweifeln.

Es ist doch abartig, sich an einem Unfall auf der Autobahn (bei Magdeburg) vorbeizuquetschen und dabei noch die Verletzten zu umrunden. Und um dem ganzen Verhalten noch das dämliche Prinzesschenkrönchen aufzusetzen, macht man noch schnell ein Foto und zieht ab…ohne Erste Hilfe zu leisten.

Ekelhaft finde ich das. Wie tief muss man für solch eine „Glanztat“ gesunken sein?! Schade, dass diese Unmenschen laut Polizei nicht mehr rückverfolgbar sind. Die müssten nämlich einen dicken fetten Aufkleber auf ihre Karre geklebt bekommen: „Sollte ich demnächst verletzt sein oder gar um mein Leben kämpfen, lassen Sie mich einfach liegen. Wenn Sie mögen, können Sie noch ein Bild für die nächste Betriebsfeier machen und/oder einmal aus Spaß an der Freude bzw. zum ausgiebigen Gaffen im Kreis um mich herumfahren. Nach erfolgreichem Absolvieren dieser Aufgabenstellung sollten Sie dann aber hurtig abhauen, bevor ich es mir anders überlege und doch Ihre Hilfe einfordere.

Eigentlich dürften solche Objekte gar kein Kfz mehr steuern, schließlich mangelt es ihnen deutlich an geistig-menthalen Qualitäten, die eigentlich Voraussetzung für das Erlangen der Fahrerlaubnis sind. Mit Nachsitzen im Kurs „Zwischenmenschliches Verhalten“ und in der Fahrschule „Verhalten im Straßenverkehr; Erste Hilfe“ ist es hier wohl nicht getan. Die brauchen wahrscheinlich härtere Geschütze, um aus ihrem geistigen Dämmerzustand gerissen zu werden.

Ich hoffe, dass niemand in solch eine Lage geraten muss!

 

MENSCHLICH SIEHT ANDERS AUS!

 

 


Abstand halten! (29.1.2015)

 

Boah, wie ich es liebe! Da fährt man nach getaner Arbeit zügig über die Landstraße heimwärts und hält sich dabei aber strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung (100km/h + Toleranz) und trotzdem wird man von manchen Fahrern, die von hinten angerauscht kommen, derart bedrängt, dass man glattweg Angst haben muss. Als ob man sein Auto schieben würde…und selbst in solch einem Fall gilt ein Sicherheitsabstand und irgendwann bietet sich schließlich auch eine Möglichkeit zum Überholen.

Aber hey, ich habe gern einen Tranporter 4 Meter (viel mehr war es nicht!) hinter mir im Nacken…bei 103km/h! Darf’s es vielleicht noch ein bisschen näher dran sein?!!

Ich war schon überlegt nach hinten durchzurufen, was er denn in meinem Kofferraum zu suchen habe.

Inständig hoffte ich auch, dass der am Nummerschild klebende Trollo rechtzeitig bemerken würde, dass ich wegen eines 70-Schildes die Geschwindigkeit drosseln musste. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt. Es hätte aber auch anders ausgehen können, weshalb ich nicht erst kurz vor dem Schild abbremste (mache ich sowieso nie, weil das unnötiger Spritverbauch und Bremsenverschleiß wäre…ich sage nur VORAUSSCHAUENDES FAHREN…haben wir Fahrzeugführer alle mal in der Fahrschule gelernt…), sondern reduzierte peu á peu. Ich muss ja nicht bis kurz vor dem Schild hochheizen, nur um dann auf die Klötzer steigen zu müssen….nagut, andere fahren auch gleich durch, ohne die Begrenzung zu beachten…nicht wirklich besser.

Mensch, wie bescheuert sind denn solche unverantwortlichen Schwachköpfe? Kurz vor dem Ortseingang eines Dorfes zog er dann endlich an mir vorbei…und preschte mit weit (!) über 50/55 km/h durch die Ortschaft. Wenigstens war ich ihn los!

 

Da kommt die Debatte um eine Höchstgeschwindigkeit von 80km/h auf (engeren) Landstraßen genau recht, denn solche Beispiele zeigen doch, dass die Umsetzung mehr als fraglich sein wird.

Wer rasen will, dem sind die 80 herzlich egal. Aber sowas von! Im Gegenteil, diejenigen, die sich daran halten, werden womöglich durch Nötigung von Seiten des Hintermannes noch verunsichert und zu Fehlentscheidungen getrieben. Zumal man ja aufgrund von Dränglern automatisch vermehrt bange Blicke in den Rückspiegel werfen muss und vom eigentlichen Geschehen VOR einem abgelenkt wird. Geht mir zumindest so. Ich möchte schon gern wissen, ob ich demnächst (z.B. vor einer engen Kurve) selbst mal bremsen darf, oder ob ich nicht doch besser der Haftreibung zwischen meinen Reifen und dem Asphalt vertrauen sollte. Solch eine Frage dürfte ich mir eigentlich gar nicht stellen müssen! Aber solange derartige Vollpfosten auf unseren Straßen herumgurken dürfen, muss ich wohl immer damit zurechtkommen.

Blitzer und Abstandsmessungen sind zwar unangenehm und an manchen Orten auch nur reine Abzocke, aber diesem Honk hätte ich ein Passbild gegönnt…und Fahrverbot, damit er bei einem Spaziergang zu Fuß und bei frischer Luft wieder zur Besinnung kommen kann. Aber solchen Kandidaten, die mit offensichtlichem VORSATZ (!!) handeln, passiert ja meistens eh nichts. Leider.