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Ein Sturm zieht auf. (Nachtrag zum 07.03.2017)

 

 

So enttäuscht wie gestern war ich lange nicht…

 

Aber gut, nehmt sämtliche Messer, die ihr finden könnt, und steckt sie mir einfach in den Rücken.

Ich werde es schon zu ertragen wissen.

Im Gegenteil: Das blitzende Metall im Fleische soll mein neuer Panzer werden!

Aber wundert euch nicht, wenn ihr euch an mir schneiden werdet, ihr Falschen und Verlogenen dieser Welt!

 

 

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Entschuldige, liebe/r Leser/in, DAS musste gesagt werden.

Ein von außen betrachtet vielleicht nur kleiner Kieselstein hat es trefflich verstanden, bei seinem Weg ins Tal in mir sehr viel kaputt zu machen und mich und mein Vertrauen maßlos zu enttäuschen. Dies ist eine der unangenehmsten Gefühlsregungen, die mich hätten ereilen können. Umso schmerzlicher ist die Wunde, die dabei aufgerissen worden ist.

Ich hatte ein gutes Gefühl und war in vielen Belangen zufrieden, doch dies war wieder nur ein Hinterhalt, den ich mir selbst gestellt habe.

 

 

 

 


Im Wandel begriffen (06.02.2017)

 

 

Lange habe ich mit mir gehadert: Soll ich es tun, oder nicht?! Soll ich einen Wandel innerhalb meines Berufsfeldes zulassen, zu neuen Ufern aufbrechen, meinen Körper (mitsamt des Geistes) über den Tellerrand schwingen?

Einem Gewohnheitstier mag das unvorstellbar erscheinen, aus seinem geliebten Alltagstrott (und sei er im Detail oftmals noch so unverhersehbar und abwechslungsreich) auszubrechen.

Nun, tief in mir jedoch schlummert ein eben solches gelegentlich etwas hinderliches Exemplar. Verlockend zu wissen, wie man auf sehr viele mögliche Eventualitäten zu reagieren hat, ob man gleich das ganz große Ballett tanzen lassen oder nur zum Sitzkreis aufrufen sollte und ob man besser Kontenance zu bewahren oder gleich mit der Faust auf den Tisch* zu schlagen hat.

Es hat sich keine Tür geschlossen, wie man langläufig als Voraussetzung für Veränderungen betrachtet, sondern es hat sich einfach klammheimlich eine weitere geöffnet. Wie immer passiert so etwas unerwartet. Ich wüsste so etwas natürlich gerne länger im Voraus, geht ein Wandel doch im Normalfall nicht ohne Planung und Umstrukturierung vor sich, denen ich persönlich ganz gerne mit all meinem Drang nach Perfektionismus von der ersten Sekunde an gewappnet sein möchte. In diesem Zuge plädiere ich auch sehr dafür, Wahrsagerei und Kristallkugelséancen endlich (!) zu einer angeborenen Grundfähigkeit eines jeden Menschens zu machen. Nachrüstbarkeit von „Altexemplaren“ (sozusagen alle vor diesem von mir erdachten, evolutionsbiologischen Urknall Geborenen) inklusive.

Ich habe viele pros und cons hin und her balanciert. Am Ende bin ich mit allen Vor- und Nachteilen bei so ziemlich +-Null angelangt. Im Allgemeinen ja sehr hilfreich, sollte man sich daraus eine Entscheidung generieren müssen. An dieser Stelle spare ich mir ein demonstratives Augenrollen.

Nun habe ich für mich eine Entscheidung getroffen. Der Rückweg bleibt aller Voraussicht immer noch offen. Das ist der Vorteil bei dieser Geschichte, sollte nicht irgendjemand doch noch auf die Idee kommen, mir diesen mit irgendwelchem Gerümpel zu verbauen.

Wie stets kann ich nur mein Bestes geben. Und das ist viel…viel Herzblut auf jeden Fall.

Im Zweifel und für alle Notfälle habe ich mir ein Mantra auserkoren, das ich mir in Zeiten der (Sinn)Krise, so sie sich denn nicht vermeiden lassen, aufmunternd entgegenschreien werde, wenn eigener Anspruch und Realität mal wieder völlig konträre Wege gehen:

 

„I WON’T SAFE THE WORLD TODAY!“ (Covenant; „Atlas“)

 

Ich trage nicht wie Atlas die Welt auf meinen Schultern, ich bin nur ein Rädchen unter vielen. (Struktur)Fehler und Irrtümer sind menschlich. Niemand ist unfehlbar, auch wenn ich es mir sehr oft selbst auferlege. Da komme ich einfach nicht aus meiner Haut heraus. Es wird die Welt jedoch bestimmt nicht aus den Angel werfen, höchstens meine eigene und das sollte verschmerzbar sein.

Ob ich mich freue?

Da bin ich in mir selbst in meinen Grundzügen zu ambivalent gestrickt.

Ich habe gern Kontrolle über alles, befürchte aber im Gegenzug, irgendwann abzustumpfen und der eigenen Betriebsblindheit anheim zu fallen.

Ob ich mich also freue?

Schon irgendwie. Eine Aufbruchsstimmung bringt immer etwas belebend Kribbeliges mit sich. Sicherlich keine Schmetterlinge**, trotzdem spannend. Aber irgendwie bedeutet ein Neustart auch ein Stück Abschied, der sentimental stimmt. Man hat etwas entwickelt und muss es nun in andere Hände übertragen. Noch kann ich es mir nicht vorstellen, aber wer weiß, vielleicht gelingt es doch schneller, als erwartet. Spätestens, wenn neue Fluten über mir hereinbrechen, werden die Gedanken wohl ganz automatisch auf das neue Ziel- nicht unterzugehen- fokussiert werden.

Am Ende wird es wie stets die Zeit ergeben, ob die Entscheidung richtig oder falsch gewesen ist.

Außerdem ist das allerletzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen worden.

 

Hoffnungsvoll: S[Punkt]

 

 

 

* Nichts sonst!

** Die sollten Privatsache bleiben.

 

 

 

 


Mind the gap! (23.08.2016)

 

 

Realität und (Selbst)Wahrnehmung scheinen recht oft zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe zu sein. Sagen wir bildlich gesprochen, dass das eine HighHeels und das andere FlipFlops wären. Wahrscheinlich ist dieses „recht oft“ auch noch die am häufigsten kleingeredete, jedoch mit der allergrößten Inbrunst vorgetragene Untertreibung seit der erste Einzeller weitgehend gerichtete Bewegungen während des Schwimmunterrichtes vorweisen konnte. Ob dieses von einer mit der Umwelt in Kontakt tretenden Begrenzung  umgebene Konglomerat aus amorpher Substanz und ein paar anderen notwendigen Ingredienzen jetzt das Huhn oder doch eher das Ei war, kann ich itzo nicht mit Sicherheit sagen, da es doch ein paar Jährchen vor meiner Zeit lag, doch das tut nichts, aber auch  rein gar nichts an der Tatsache, dass es eben einfach so ist, wie es ist. Dazwischen klaffen einfach Welten. Punkt.

 

Reflexionen im Stillen

Das Gras ist anderwo immer grüner, du bist stets perfekt und die anderen sind generell einfach unfähig und/oder machen alles falsch…oder zumindest so, wie du es nie, nie, niemals machen würdest, weil es einfach unsinnig, auf Sparflamme gedacht und ganz schlicht und ergreifend nicht von dir stammt.

Doch ist es wirklich richtig, was du für richtig hälst?

Den anderen geht es aber auch immer besser, alle wollen dir nur  Schlechtes und am Ende sind immer alle nur gegen dich. Nie bist du gegen die anderen! Armes Hascherl, das du doch bist!

Doch was würden wohl die Anderen behaupten?

Du pustest Zucker in die Hintern nimmersatter, undankbarer Kleiner-Finger-ganze Hand-Vernascher und erntest doch nur den Pechregen. Die Golddusche fassen stets andere ab. Der Undank, unser Welten Lohn, sei dir gewiss, doch gräme dich nicht: Nicht gemeckert ist Lob genug. Merk ’s dir einfach und beschwer dich nicht!

Doch bist du es nicht selbst, der die freundliche Hand ausbeutet? Wie dankst du es ihr eigentlich?

Oh, weh. Das Leben ist doch eines der härtesten! Erst recht für einen empathischen, hinterfragenden, selbstkritischen, gerechtigkeitsliebenden, selbstzerfleischend aufopfernden, von Anderen gleichsam einfordernden, begrenzt geduldigen Gefühlsmensch, dem dreimaliges, tiefes Durchatmen irgendwann einfach nicht mehr reicht, weil das Maß voll ist und weil er nicht wie ein Verrückter den rundgelutschten Stein wie einst der arme Sisyphos immer und immer wieder zurück bergan rollen möchte und kann, weil es ab einem gewissen Grad an Wiederholungen wider der Natur des logischen Denkens ist. Doch wie soll man das begreiflich machen, ohne dass wieder die Goldwaage ihres Amtes walten muss, auf die man jedes noch so belanglose Detail hin- und herwälzen kann, auf dass das Zünglein doch endlich, endlich ausschlagen möge…damit man mal wieder einen gepflegten Grund hat, um aufzuschreien….einfach um des Aufschreiens willen. Das Warum darf gern zweitrangig bleiben.

Doch bist du, sehender Heroe, besser als die Anderen? Bist du es nicht, der aufschreit, um des Aufschreiens willen? Lässt du nicht selbst das Zünglein an der Waage ausschlagen?

Kein Selbstbild der Welt ist vor Verzerrungen gefeiht. Keiner ist so perfekt, makellos oder kennt den richtigsten aller richtigen Wege, auch wenn es manchmal gern vorgegeben wird, hierzu in der Lage zu sein. Irren ist menschlich. Selbstbetrug auch. Aber ist es nicht erlaubt, dass man andere wider besseren Wissens um dräuend aufziehende Disharmonien mit der Nase auf etwas stoßen darf, auch wenn man es selbst vielleicht gar nicht erfüllen könnte, aber sich doch insgeheim wünscht, es zu können? Sollte der Andere dies nicht eher als Schulterschluss denn als Affront auffassen?

Doch würdest du immer den Schulterschluss dahinter vermuten oder auch nur wieder unwillkürlich zielstrebig den geworfenen Stein im Glashaus suchen?

UND WIE HANDELTE ICH?!

Ich nehme mir zu viel zu Herzen. Mir könnte es egal sein, was andere denken, tun oder bleiben lassen. Ist es aber nicht. Ich möchte nicht in einem „nach-mir-die Sintflut„-Weltbild versacken, nur um ein ruhigeres Leben führen zu können und nicht mehr mich und andere mühsam reflektieren zu müssen. Dann schwelge ich lieber in selbstmitleidigen Unverständnis über die Welt. Dabei bin ich ganz gewiss nichts Besseres oder Schlechteres. Wer weiß, wer über mich den Kopf in jenem Moment schüttelt, in welchem ich meinen Mund unwillkürlich abschätzig verziehe. Wer bin ich, dass ich über Richtig und Falsch richten könnte?! Wie anmaßend oder ungerecht ich damit doch sein kann, ohne es vielleicht sogar zu bemerken. Nicht alle wollen mir Böses. Doch auch ich will niemanden etwas Unrechtes.

Muss denn gleich hinter jedem Wimpernzucken, sei es das meinige oder das der Anderen, eine Intention stecken?

Ich denke manchmal zu viel.

Manchmal denken die Anderen zu viel.

Und am Ende denken wir alle zu viel, aber eindeutig zu wenig nach.

So schüren wir Missverständnisse, Verzerrungen und unnötiges Kopfzerbrechen. Wer kümmert sich denn bitteschön um die Scherbenhaufen?! Wir sind alle keinen Deut besser. Oder schlechter.

Ich muss noch viel lernen. Wie alle anderen auch. Am besten fangen wir gleich an…but: Mind the gap!

 

 

 

 

 


Ach du dickes Ei! (09.04.2016)

 

Ostern ist längst gegessen, dennoch kommen wir noch immer nicht ganz aus dieser Eierei heraus.

 

Ein Otto-Normal-Ei kann ab Legezeitpunkt 28 Tage lang ohne große Bedenken konsumiert werden. Darüber hinaus handelt es sich bei der Haltbarkeitsangabe um das Mindesthaltbarkeitsdatum, was bedeutet, dass es auf „5 Minuten“ mehr auch nicht ankommt. Man sollte lediglich überprüfen, ob das Ei nicht gerade einen Reinkarnationsprozess durchläuft. Gut erhitzt und 1 Woche vor Ablauf gekühlt, sollte es keine Probleme geben.

Zu haken beginnt es erst, wenn dieses MHD falsch angegeben worden ist.

So jüngst geschehen.

Ein namhafter Discounter musste in Teilen von Deutschland sehr, sehr viele Eier zurückrufen lassen, weil statt des 7.4. der 7.6. abgedruckt worden ist.

Ungünstig.

Aber mal ehrlich…so mit etwas gesundem Menschenverstand betrachtet:

Ein Ei, das am Ende potentiell 2 Monate plus die oben beschriebenen 28 Tage alt ist….ähm….würde ich nicht mehr als Frischware bezeichnen. Solche Exemplare würden vom Prinzip her fast 3 mal so alt wie ein hochgezüchteter Mastbroiler zum Schlachtzeitpunkt sein. Da kann doch was nicht ganz stimmen.

Das Ei(klar) enthält keimhemmende Stoffe, aber DAS würde wahrscheinlich selbst das härteste unter den ovalen Kerlchen umhauen, bzw. den Konsumenten, dem die fauligen Ausdünstungen in die Nase steigen würden, wenn sich das Ei nicht bereits selbstständig mit einem Knall eliminiert hätte.

Bezüglich Ostern wird ja gern mal gemunkelt, dass aus Versehen mit Absicht ein „Etikettierungsfehler“ passieren könnte, um den erhöhten Bedarf bereits im Vorfeld und auf längere Sicht hin abzusichern. In diesem Falle hätte wohl jemand „etwas“ über die Stränge geschlagen….vielleicht stand der taufrische Azubi (nach einer durchzechten Nacht in einem dieser ominösen Cafés Amsterdams) an der Druckermaschine…wer weiß?

 

 

Ich bin geneigt, einmal auszutesten, wie sich solch ein Ovoid nach 3 Monaten so darstellt. Ich überlege noch, ob ich diese experimentelle Studie in meinen Vier Wänden austesten möchte oder lieber in einen Hochsicherheitsbunker ausweichen sollte. Nicht, dass die ABC-Abwehr der Bundeswehr an meiner Wohnungstür klingeln muss…