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Zuckerpüppchen (05.09.2016)

 

 

Feierabend?

Feierabend! Hoffentlich regnet es nicht schon wieder.

Ein kurzer Blick nach draußen folgte meinen vorschnellen, augenscheinlich zu optimistisch gewählten Worten. Jähe Ernüchterung machte sich breit:

Ok, es regnet doch schon wieder. Ein bisschen. Pünktlich zum Feierabend.

Ich stiefelte forschen Schrittes gen Ausgang.

Wir sind ja nicht aus Zucker!“ , sprach ich mehr mir selbst aufmunternd zu und tauchte in den kräftigen, teils sich ineinander aufreibenden und dadurch fein versprühenden Regentropfenschleier ein, der alles augenblicklich durchnässte.

Nun, der Schirm lag natürlich zu Hause. Noch nicht einmal im Auto sozusagen, was mir an dieser Stelle aber auch nicht sonderlich viel mehr Lorbeeren eingebracht hätte. Lediglich der gute Wille hätte noch zählen können. Den Wetterbericht von gestern hatte ich heute am Morgen somit ganz offenkundig komplett ignorieren können. Wie schön.

Dann wird der Schirm wenigstens nicht nass“ , hörte ich noch sagen.

Jupp, da war was dran.

Etwas angefeuchtet sprang ich schließlich nach einer ausgiebigen wie unfreiwilligen Dusche ins Auto.

Doch alles befand sich noch an seinem altgewohnten Fleck, stellte ich fest. Vielleicht etwas derangiert, aber nichts schien in perakuter Auflösung begriffen.

Nix Zuckerpüppchen also! Quod erat demonstrandum! 😉

 

 

 

 

 

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„Spaß im Glas“ Teil I (15.09.2015)

 

Heute rief eine von mir hoch geschätzte Kollegin bei uns im Büro in der Außenstelle an (die andere Kollegin war bereits zur Ablöse da). Dienstbeflissentlich nahm ich das Gespräch natürlich noch entgegen, obwohl….:

 

Ich (halb im Gehen):

Ja, was gibt’s?

Kollegin im scherzhaft bösen „Mutti-Ton“:

*kurze Stille* „Warum bist du eigentlich immernoch auf Arbeit?!!“

Ich:

Ähm…also…ich war eigentlich gerade auf dem Sprung. Ehrlich. Und dann klingelte das Telefon…

Kollegin:

Ab, nach Hause! F-E-I-E-R-A-B-E-N-D!!!

 

Ok, nach Hause prügeln lassen muss ich mich natürlich nicht und ein Feldbett am Arbeitsplatz existiert auch noch nicht. Warum mich aber meine Kollegin so drängte, nach Hause zu fahren, ist derselbe Grund, der jedem Personaler die Schweißperlen auf die Stirn treiben würde: Massenhaft Überstunden. Und keine Ahnung, wann diese abgebummelt werden sollen.

Aber leider kann ich bei meiner Arbeit nicht einfach zur Stundenglocke den Computer ausknippsen (oder womit ich sonst gerade beschäftigt bin). Da will dieses Problem(chen) noch geschaukelt, oder jene Personalangelegenheit kurz vor Dienstschluss geklärt werden. Ich würde ja gern pünktlich den Heimweg antreten wollen…geht aber nicht so leicht.

Ich empfinde es zudem als zutiefst unbefriedigend, wenn ich weiß, dass etwas, das oftmals keinen großartigen Aufschub duldet, noch am nächsten Tag auf meine Ankunft lauert. Zumeist kommt sowieso immer wieder noch etwas oben drauf…zumeist nichts Gutes.

 

Mit diesem kleinen, liebgemeinten verbalen Schubser quer durch die Telefonleitung begab ich mich dann doch gen trautes Heim. Feierabend!

 

 


Tag der offenen Tür… (23.06.2015)

 

Nicht nur, dass ich auf Arbeit schon wie bekloppt von einem zum anderen hetze…am besten alles zusammen und am allerbesten schon gestern…nun bot wohl auch der Straßenverkehr einen Tag der offenen Tür im Irrenhaus.

Was da manche zusammengefahren haben…nervig!

Da wird sich noch durch eine Engstelle (beparkte Straße) mit einem Kleintransporter an mir vorbeigeschoben, obwohl das Hindernis auf der gegnerischen Seite lag und eine riesige Lücke zum Einscheren zur Verfügung gestanden hatte. Der leicht vorwurfsvolle Blick der Lenkerin von oben, warum ich denn partout nach rechts hin (Bordstein und Gehweg) keine Ausweichmöglichkeit finden wollte (weil ich defintiv nicht konnte…dafür sprachen die harten Tatsachen eines Bordsteins und Fußweges), war der I-Punkt.

Solche Leute liebe ich ja, die einen Fehler begehen und vor lauter Unwissen und Egoismus die Schuld ohne Umschweife auf andere umwälzen.

Bei manchen hat man echt das Gefühl: Hauptsache das Auto rollt…am besten nicht anhalten…also Augen zu und durch. Wird schon passen. Außerdem können sich die anderen ja auch mal unsichtbar machen. Ist doch wirklich nicht zu viel verlangt…

Und dann gab es da noch Exemplare, die sich nicht eintscheiden konnten, ob sie fahren oder doch lieber parken wollten. Da wird mit einer Gemütlichkeit dahergetuckert, als hätten die nichts mehr vor am Tage.

Mensch, ich will auch mal in den Feierabend! BitteDanke!

Da ich mich zum anständigen Fahrerlager zähle, drängle ich natürlich nicht…aber nerven tut es trotzdem.

 

Wie sagt eine Kollegin so schön: Beklopptheit zum Anfassen.

 

Ich geh jetzt mal eine Runde in mich und sage mir als Mantra vor: Das Leben ist schön! Alles wird gut! Die meinen das alle nicht so…

 

 


Wenn die Bundeswehr einen Ausflug macht… (13.4.2015)

 

….dann wird es in einer Kleinstadt in der sachsen-anhaltinischen Idylle eng.

 

Da rollte heute tatsächlich eine Kolonne von mindestens 20 LKWs an- natürlich geradewegs und wie punktgenau abgepasst auf meinen Heimweg- und nimmt erst einmal eine der Haupttrassen in Beschlag.

Noch einer, und noch einer, und noch einer tuckerte über die Kreuzung…mittlerweile zeigte die Ampel schon Dunkelrot…trotzdem: Und noch einer, und noch einer. Erst die letzten beiden Lkw blieben dann doch noch stehen. Ob dies ganz freiwillig geschah, möchte ich etwas anzweifeln. Vielmehr setzte sich des kleinen Mannes Wille durch: Jetze ham wir Grün! Und zackt stellten sich kleine lustige PKWs in den Fahrtweg der knatternden Kraftprotze. David gegen Goliath…hat schon damals funktioniert.

Der sich daraufhin auf meiner Fahrtroute bildende Stau trug allseits zur Steigerung der allgemeinen Gemütslage bei.

Eine Überlegung kam mir bei so viel Armee zum Feierabend: Hoffentlich hat unsere Truppenursel ausreichend Butterbrote geschmiert! So ein Ausflug kann ja lange dauern.

Man stelle sich in einem Moment seichter Muse vor, solch ein Aufzug würde mal eben durch das „drive in“ einer gewissen Schnell-Fraß-Bude rollen. Abgesehen davon, dass der Tross (ein Panzer war zumindest nicht dabei) die Maximalhöhe nicht einhalten würde, was dann in einem „drive weg“ enden würde, würden wahrscheinlich die HappyMeal-Tütchen ausgehen, noch bevor der letzte Soldat angetreten ist zum liebevoll durch die mit Pommesduft geschwängerte Halle gebrüllten „Essen fassen!„.

Tut mir leid, der letzte Prinzessin Lillifee Seifenblasenzauberstab ist leider gerade über die Theke gegangen…

 

In diesem Sinne: Sport frei und wegtreten! Bis demnächst. (-: