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Ein Schelm… (6.11.2014)

 

So, ein paar komplexe Straßensperrungen und unfreiwillige Temporeduktionen auf 0 km/h auf der Autobahn später hat die Fahrerei für heute ein Ende gefunden.

Ich mach‘ drei Kreuze dafür, dass ich mich nicht auf die Bahn verlassen habe und mir zudem ein paar liebe Menschen zusätzlich ins Gewissen geredet haben. Oder ich stifte gleich einen ganzen Friedhof! Hat ja letztlich doch alles gut funktioniert. Das kann in diesen Tagen des Streiks leider nicht jeder von sich behaupten.

 

So im Vorbeifahren wurden die Augen aber doch ab und zu mal ein bisschen größer, ob der angezogenen Sprit-Preise. Und im Radio flötete es in regelmäßigen Abständen, dass auch die Fernbusreisen preislich an Umfang zugelegt hätten.

Ob da wohl eine Korrelation zum Bahnstreik besteht?

Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

 

Na dann greift mal alle schön tief in die Taschen der eh schon geprellten Bürgerinnen und Bürger dieser Bahn-Republik. Die Kröte geht doch auch irgendwie noch runter…muss ja.  Der Dank wird euch jedenfalls gewiss sein!

 

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Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön… (14.10.2014)

 
Ich habe es gewagt und der guten alten Bahn nach Jahren der Treue den Rücken gekehrt. So gesehen bin ich quasi fremdgegangen.
Wegen einer Fortbildungsveranstaltung nutzte ich also zur Abwechslung den Fernbus…billiger als die beste Gruppentarifkondition, kaum Zeitverlust und in Zeiten von angedrohten Streiks bei der Bahn eine momentan verlässlichere Alternative.
Ich war zufrieden.
Es ist im Übrigen toll, wenn ein anderer für einen die ganzen Trantüten und Kamikaze-Sonntagsfahrer zusammenhupt und man dabei alles entspannt von da oben mitverfolgen kann! Wie im Kino.
*Mööööp*
*Gnihihi*

 

Außerdem erlangt man aus dieser im Vergleich zum Pkw gehobeneren Sitzposition interessante Einblicke in Brummifahrers Stübchen.
Da vergeht die Zeit so schnell, dass man fast traurig sein könnte, dass es das schon wieder gewesen sein soll….wobei ein Stau auch nicht zwingend von Nöten ist.

 

Ein rund(!)um zufrieden dreinblickender Lenker saß zum Beispiel auf seinem fahrenden Thron, wie Gott ihn einstmals schuf: Nackt bis auf (hoffentlich) eine kurze Buxe. Ich frag mich zudem jetzt noch, wo er noch Platz für sein Lenkrad gefunden hat. Diplomatisch ausgedrückt war dies eine imposante Erscheinung gewesen.
Andere wiederum haben sich offenbar komplett eingerichtet, als wäre es die heimische Spielhöhle des Nachwuchses…Teddy on tour, sag‘ ich da nur!
Interessant ist auch herauszufinden, weshalb der Lkw vor einem gerade eben so verdächtig weit nach links abdriftete. Und schwupps wurde noch schnell die Wasserflasche zugedreht und wieder verstaut.
Handys habe ich nicht sehen können…vorbildlich.
Es soll ja schon Fahrer gegeben haben, die sich bei voller Fahrt ihr Mittagessen zubereitet, der Mani- oder Pediküre hingegeben, die Zeitung studiert oder sich sonstige Späße erlaubt haben. Da sage noch einer, Männer können kein multitasking!
Was gestikulieren bloß die Leute im Wagen neben mir so panisch…?!