Schlagwort-Archive: Fernsehen

Verhältnismäßig… (07.06.2015)

 

Moinsen!

Hach ja, gestern habe ich mich für einen ganz kurzen Augenblick nach all dem Arbeitsstress köstlichst amüsiert gefühlt.

Dabei läd der Anlass für gewöhnlich nicht dazu ein bzw. war diese Gefühlsregung dem Urheber in dieser Form sicher nicht bewusst oder gar von ihm beabsichtigt worden.

 

Ich werfe mich also vor die Flimmerkiste und zappe am Teletext des Mitteldeutschen Rundfunks vorbei.

Ah, so, aha, mal wieder Randale in Leipzig.

Da flog wohl so einiges brennbares wie rein physisch zerstörerisch wirkendes Material durch die Luft und beschädigte Gebäude und Autos.

Es wird ein linksautonomer Hintergrund vermutet, was hier aber nicht weiter von Belang sein sollte. Gewalt bleibt Gewalt, egal, wer sie verübt.

Und jetzt der Knaller im Infotext: Es gab eine Festnahme.

Eine Festnahme.

In Zahlen: 1.

Ich konnte mir ein gestört anmutendes Kichern nicht verkneifen.

Mensch, da hat sich von der Staatsgewalt ja richtig jemand ins Zeug gelegt! Also ich möchte dort nicht wohnen oder mein Auto geparkt wissen. Das gebe ich unumwunden zu.

Da schlägt eine Gruppe mehrerer Menschen alles kurz und klein und eine einzige Person hat anscheinend im Endeffekt das ganz große Los gezogen. Das nenne ich verhältnismäßig…

Nagut, im Lotteriespiel kann nicht jeder gewinnen. Rein statistisch gesehen….ach lassen wir das.

Mal Hand aufs Herz: Ist da tatsächlich jemand stolz auf diese eine Festnahme, dass man diese in der Art auch noch kundtun muss? Ich hätte diese Tatsache mit tiefroten Ohren unter den Tisch gekehrt (auch wenn das eigentlich selbst wiederum nicht korrekt wäre) und nicht- einer Erfolgsmeldung gleich- herumposaunt.

Denn genau betrachtet fällt die Konsequenz auf einen stattgefundenen Gewaltakt verhältnismäßig mager aus. Das Rowdietum freuts.

Optimisten würden sagen: Immerhin.

Der Pessimist schreit: Das Glas ist trotzdem halb leer!

 

 

 

Werbeanzeigen

Biologie-Nachhilfe

 

Heute- an meinem freien Tag- habe ich mir während des Frühstücks erlaubt, die Glotze anzuwerfen und mir eine Backsendung des SWR anzuschauen.

Soweit so gut. Die Berliner/Pfannkuchen und Quarkkrapfen sahen wirklich appetitlich aus. Inhaltlich hätte ich mir aber stellenweise doch lieber, wie sonst auch am Morgen, MDR Figaro (=Kulturfunk) im Radio anhören sollen.

 

Da meinte doch der Bäcker wiederholt, dass Hefen Bakterien seien. Er sprach sogar von Hefebakterien.

Gnade! Dummheit, oh Dummheit, dein Name ist Pseudowissen!

 

Ich möchte an dieser Stelle auch einhaken und ein bisschen beim Urschleim anfangen, den eigentlich jeder während seiner Schulzeit genossen haben sollte.

Es gibt Eukaryoten und Prokaryoten. Über deren genauen Eigenschaften und für die Differenzierung wesentlichen Unterschiede möchte ich nicht weiter dozieren. Das kann man aber gern nachlesen.

So, und Bakterien zählen eindeutig zu den Prokaryoten. Die Bäckerhefe jedoch ordnet man wegen des vorhandenen Zellkerns neben tierischen und pflanzlichen Zellen zu den Eukaryoten ein und ist ein einzelliger Pilz.

Bezeichnet man die Backhefe nun als Hefebakterie, kann da eindeutig etwas nicht stimmen. Eu- und Prokaryoten sind definitiv zwei Paar Schuhe. Wenn man also etwas ins backwütige  Publikum posaunt, dann sollte man sich dessen bewusst sein, damit es dem kundigen Zuschauer nicht wieder in den Fingern jucken muss, um es in Form eines Blogeintrages richtigzustellen.

 

Ich hoffe, ich konnte in der Bildungswüste Fernsehen (NICHT alles ist schlecht…ich habe schon vieles daraus lernen dürfen!) ein bisschen aufräumen….aufs Staubsaugen verzichte ich aber.

Ihr wisst nun alle, dass die lustig flatulierenden Dinger in euren Berlinern Pilze sind. HEFEPILZE eben. Tragt es in die Welt und teilt euer Wissen, auf dass es auch zum SWR und seiner männlichen Backfee getragen werde möge!

In diesem Sinne: Lasst Euch Eure Pfannkuchen schmecken!

 

Grüße eines Fasching-Muffels (Pfannkuchen schmecken trotzdem^^).

 

 


Die drei F. (23.10.2014)

 

Da hatte die Kanzlerin die Lacher ganz auf ihrer Seite und irgendwie hat sie das sprachliche Malheur auf eine liebenswerte Art gerettet, obwohl man prinzipiell schon wissen sollte, was man zu sagen angedacht hatte. Zumal es sich um lediglich 3 plakative Worte handelte, die man sich unter Umständen schon merken könnte…vor allem als Urheber, der aus dem Publikum heraus zu Rate gezogen wurde und keinen befriedigenden Hinweis zum verschollenen Wort geben konnte. Fraglich wäre auch die Funktion des Blätterhaufens auf dem Pult. Es scheint ja offensichtlich das Wichtigste darauf zu fehlen.

 

Aber gerade bei der Wahl von gewollt in den Raum gepfefferten Schlagwörtern tritt, wie auch gerne mal beim Rezitieren von Sinnsprüchen und Zitaten, zum oftmals ausschließlichen Vergnügen der Anderen mit Vorliebe ein black-out auf.
Hauptsache man kann über den eigenen Lapsus am Ende lachen. Das lässt die Angelegenheit etwas sympathischer bei der Meute vor einem ankommen.

 

Frequenzen, Förderung und….

Ja, was und? Jeder beim Nationalen IT-Gipfel schien erwartungsvoll die Luft anzuhalten. Was mag das für ein Baby sein, von dessen schwerer Geburt sie hier Zeugen werden durften. Das muss ja was ganz großes sein!

Was mit F.

Rätselraten begann und in den Köpfen der Verantwortlichen ratterte es auf Hochtouren. Was war das noch gleich gewesen?
Verdammt!
Nein, das kann es nicht gewesen sein…fängt ja mit V an.

Herr Hötges…?! Erwartungsfroh blickte Frau Merkel in seine Richtung. Vergeblich. Hmmm, weiß er selber nicht mehr….
Das Volk tobt.

Was ganz einfaches. Hmmm. Hilflos werden die beiden Mikrofone zurechtgerückt.

Forschung? Nee!

Wie drei versammelte Fragezeichen stand die Regierungschefin am Podium und suchte händeringend nach etwas brauchbaren, das sich in die Riege der 3 Fs einfügen könnte…

 

 

FUCK!

 

 

 

 

 

P.S.:

Das böse, englische Wort hat sie natürlich nicht gesagt. Des Rätsels Lösung war so simpel wie gewöhnlich: F wie Festnetz.

Es sind doch die einfachen Dinge, an denen wir immer wieder grandios scheitern!

Hier eine kleine Reparaturanleitung aus der Ferne für Betroffenen, die gerade auf einer langen Leitung stehen:
…und dann rütteln Se ma am Anschlusskabel und dann funktioniert dit ooch wieder. Ick mache dit jetze ma vor…rütteln und denne…….

…….[Funkstille]…….

 

 


Unfreiwillig treffend (8.8.2014)

Manche Zufallskonstellationen zweier eigentlich unabhängig voneinander laufender Dinge sind genauso treffend wie auch unfreiwillig komisch. weiterlesen


Weil es gerade so schön sch**ße ist… (22.7.2014)

Kommen wir nun von Angelegenheiten, die das Klärwerk zu verarbeiten pflegt und ansonsten im bildlichen Sinne gemeinhin unsere (Bildungs-) Fernsehlandschaft verkleistern, zu den Örtlichkeiten, die dazu dienen, diese speziellen Abgänge aufzunehmen: weiterlesen


Kanal-TV-Inspektion (22.7.2014)

Heute hatte ich auch das Vergnügen, einem Fahrzeug mit oben genannter Aufschrift zu begegnen. Zunächst denkt man sich nichts Böses dabei, aber dann kam mir ein Gedanke: weiterlesen