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Kalter Krieg, oder Sturm im Wasserglas? (21.10.2014)

 

Kalter Krieg. Große Worte nenn‘ ich das, die man mit Bedacht wählen sollte, was aber anscheinend niemanden zu interessieren scheint. Zumal die internationale Beziehung aktuell sowieso mehr als verkrampft und von Misstrauen geprägt ist.

 

Und der neuste Stein des Anstoßes ist ein unbekanntes Schwimmobjekt…kurz USO…das vor der schwedischen Küste gesichtet und auf einem extremst aussagekräftigem Foto für die Nachwelt festgehalten worden war.

 

Ich war‘s nicht, tönt es nun von allen Seiten, fast wie, wenn ein Schwimmer verräterische gelbe Bahnen hinter sich herziehend vehement abstreitet, einen Anteil zum typischen Schwimmbadgeruch beigetragen zu haben. Zum fiesen- weil hin und wieder olfaktorisch eindrucksvoll- und sicher allseits bekannten Whirlpool-Effekt, möchte ich an dieser Stelle schweigen.
Codewort: Fremde Unterwasseraktivitäten.
Ich war’s nicht!
Niemals!

 

Ja, nun, was soll man davon halten? Ein nicht definierbares Gebilde, sonderbare Hilferufe auf Russisch, ein angeblich spionierender Tanker mit Relaisfunktion für Funksprüche unter der Flagge Liberias, schwedische Falschmeldungen, eine abgeschlossene Übungssuche nach einem fiktiv verschollenen U-Boot, niemand fehlt, alle da, und keiner will es gewesen sein?

Lieber Leser, ich hoffe, Sie verstehen an dieser Stelle meine offensichtliche Verwirrung.

 

Die Russen sind’s gewesen! Nein, die Niederländer! Du! Nein, du! Pah! Selber Pah!
Mal so unter uns: Da stinkt doch der Fisch vom Kopfe her!

 

Wo ist eigentlich an dieser Stelle der omnipräsente Amerikaner? Der wird doch wohl nicht an der Fernbedienung seines do-it-yourself gezimmerten Mini-U-Bootes spielen?!
Ja, jetzt reißen wir mal die beziehungstechnisch eh schon abgewirtschaftete, lavede Welt aus ihren Angeln und erfreuen uns an diesem Katz-und-Maus-Spielchen.

 

Ich würde für niemanden die Hand ins Feuer legen. Seien es das provokante, breitspurige Machtgehabe eines gewissen Herrn Putin, die Vergesslichkeit (Wo hab ich nur das U-Boot angeleint?), mangelhafte Rechenkenntnisse (10 waren weg, 9 sind zurück…alle da!) oder eben gemeine Unruhestifter im Hintergrund.
Ich bin gespannt, wie sich dieser Fall auflösen wird…vielleicht ja in etwas weißem Rauch und lauwarmer Luft.
Kobra, übernehmen Sie!

 

 

 

 

 

 

Und im Verborgenen, vor den Stockholmer Schären lacht sich gerade Nessie eins, dass es sich beinahe einnässen muss und dabei um ein Haar verräterisch gelbe Spuren hinterlassen hätte.

 

 

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