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Introspektionen und andere Herbstgedanken (02.11.2016)

 

Introspektionen, Herbstgedanken und Ungereimtheiten.

 

Kopfstand im Herbst (2016)

 

Regen prasselt auf die Dächer,

macht den Asphalt glänzend schwarz.

Doch derweil der Himmel, blau,

mir zu Füßen liegt.

 

Welke Blätter fallen,

doch sie streben himmelwärts.

Rot bemalt im Überschwang,

Braun und Gelb und Grün vermischt.

 

Im Stachelpanzer gut geschützt:

Die eingeigelte Kastanie.

Ganz rund und warm liegt sie im Innern.

Wer kann der Rüstung sie berauben?

 

Ein Apfel fiel zu weit vom Stamm.

Drum kümmern sich die Raben.

Es wächst daraus ein neuer Baum,

im Regen unter blauem Band.

 

 

 

 

 

 

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Spatzenkino (02.10.2016)

 

 

Wo kämen wir hin, wenn wir aus dem Fenster blickten, und nur Ärsche über uns thronen sähen?

Wo kämen wir hin, ließen eben jene, arglos oder nicht, Exkremente auf unsere Häupter herniederregnen?

Wo kämen wir hin, zögen wir nicht wohlwissend unsere Köpfe rechtzeitig ein?

 

„Beschiss!“ , hört man schon die wartenden Münder lauthals krakeelen.

Wild fuchteln die Arme und Hände wie blanke Säbel durch die Luft.

Wir schmecken Blut auf unseren aufgebissenen Zungen.

Denn: Gefragt hat vorher wieder keiner:

Wo kämen wir denn da hin, ließen wir uns sehenden Auges bescheißen?

 

Das Kind liegt im Brunnen.

Reichlich unbequem gebettet, wie mir scheint.

Ob es einer wieder herauszuholen vermag?

Ganz ohne Ketten-, ohne Säbelrasseln?

Doch: Wo kämen wir da hin?!

 

 

 

Inspiriert zu diesen Zeilen hat mich heute früh am Morgen tatsächlich der Blick aus dem Fenster gen Himmel. Aufgereiht auf der Kante der Dachrinne hockend, präsentierte mir eine Schar Spatzen ihre Rückansicht von schrägunten.

Und das kam dabei heraus. Ihr dürft es gerne sch**ße finden. Dies ist ein freies Land. 🙂