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Einbahnstraße im Kopf (25.05.2015)

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Kennt ihr das? Die Autos parken so seltsam in eine Richtung, der Gegenverkehr hupt vielleicht sogar total penetrant und ihr habt keinen Schimmer warum, weshalb ihr die Wurzel des Übels unreflektiert hinter euch sucht? Da wird wohl einer gepennt haben!

Nein! Der Baum des Verderbens erwächst ganz allein aus deinem Vehikel, mein Freund.

Aber sicher kann man sein vierrädriges Mobil mal kurzerhand und eiskalt berechnend zu einem durchfahrtsberechtigten Fahrrad umwidmen, wenn man keinen Bock hat, die Einbahnstraße zu umfahren.

Gut, Kumpel, du entstammtest pseudoentschuldbar von außerhalb. Doch ich bin mir sicher, dass auch dort Straßenschilder existieren! Darauf verwette ich deine Karre!

Und das Schlimmste an allem ist: Du bist wahrscheinlich nicht allein.

 

Wisst ihr Kinders: Jeder macht mal Fehler. Wenn man sich aber kackenfrech ohne Hast und Drang rein aus Bequemlichkeit über Spielregeln hinwegsetzt, dann finde ich das einfach nur dreist. Eine dicke Limousine zu fahren bedeutet nicht, dass man alles darf. Löscht diese Einbahnstraße im Kopf bitte ganz schnell. Danke!

 

 

P.S.: Man darf oben beschriebenes Motiv gern auch als Metapher verstehen. Passt wunderbar in alle möglichen und unmöglichen Lebenslagen.

 

 


Ein „Guten Morgen!“ zur Mittagszeit. (8.3.2015)

 

Die Sonne lacht und es herrschen frühlingshafte Temperaturen. Prima Wetter, um das Fahrrad den häuslichen Katakomben zu entreißen und einem oder zwei Kalorientierchen den Kampf anzusagen (obwohl ich über die Winterzeit offenbar keinen Winterspeck zugelegt habe *freu*).

Da ich umgezogen bin, habe ich gleich auch mal meine neue Umgebung erkundet und auf deren Radfahrtauglichkeit überprüft. Passt soweit. Die Strecke kannte ich an sich auch schon, da ich dort entlang zur Arbeit fahre. Demnächst teste ich die Anbindung zum Elberadweg.

Weitgehend ungestört radelte ich vor mich hin, traf gelegentlich auf Gleichgesinnte und konnte die Sonne (und den Gegenwind^^) genießen.

Nur auf dem Rückweg traf ich auf eine Gruppe Sonntagsradler. Diese Spezies zeichnet sich durch ein Durchschnittsalter über 50, ein gemäßigtes Tempo und die Tendenz, den gesamten Radweg für sich zu beanspruchen, aus. Tja, die gibt es eben nicht nur auf Dresdens Radwegen. Man hätte ja auch mal positiv überrascht werden können…

Ich fahre also mit knapp 30km/h heran. Da die Strecke geradlinig verläuft, müsste ich eigentlich auch beizeiten als Gegenverkehr wahrgenommen werden. Denkste! Da ich keinerlei Reaktion der radelnden Gruppe erkennen konnte, drosselte ich mein Tempo einige Meter vorher. Der Herr auf meiner Seite des Weges träumte aber weiter vor sich hin. Erst kurz vor einem Zusammentreffen der ungewollten Art bequemte man sich, meinen Teil des Weges zu beräumen. „Guten Morgen!„, begrüßte ich die Schlafmützen höflich und zog meiner Wege.

 

Trantüten gibt es überall. Wzbw…was zu beweisen war! Ansonsten war die kleine Tour jedoch ganz schön gewesen.