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Der Blick hinter den Horizont (30.09.2015)

 

 

Eine neue Leserin hat sich eingefunden, deren famoser wie bodenständiger Schreibstil mich an vielen Stellen beeindruckt hat. Dabei ist sie offenbar noch ein Frischling, zumindest, was das Betreiben des Horizonten-Blogs anbetrifft.

Für viele Mitmenschen ist es schon ein großer Schritt, überhaupt über den Tellerrand ihrer Untertasse zu schauen. Sie hingegen beleuchtet mit umfassenden Beobachtungen und Erfahrungswerten so manche Unzulänglichkeit ad hoc aus dem Stand. Ohne Aufwärmen.

 

Herzlich Willkommen! Ich hoffe, dass Dich mein Geschreibe nicht langweilt. Wenn doch, dann darfst Du es gern kommentieren. Aber bitte nicht via Gesichtsbuch…kein Anschluss unter dieser Nummer…ich bin da zugegebenermaßen als „aussätzig“ zu betrachten. 😉

 

 


Abonnement (17.6.2015)

 

Ich weiß nicht, was ich falsch mache, aber anscheinend habe ich den Griff ins Klo gepachtet. Quasi als ein unliebsames, im Kleingedruckten aufgezwungenes Abonnement gebucht. Zumindest, was das Streikgeschehen in Deutschland betrifft.

Möchte ich dienstlich mit dem Zug fahren, streikt die Lokführerschaft. Will ich einen zweiten, privaten Versuch wagen…dito. Möchte ich einen ganz wichtigen Brief aufgeben….streikt die Post.

Ich wage mich schon fast nicht mehr zum Bankautomaten. Nicht, dass wie vor Kurzem im Brandenburgischen die Geldlieferanten zum Arbeitskampf aufrufen.

Was bin ich froh, keine kleinen Kinder im Haushalt zu haben. Der Kindergarten hätte unter Garantie geschlossen.

So wichtig, wie Arbeitsniederlegungen für mehr (nicht überzogene) Gerechtigkeit sein mögen, aber irgendwie haftet es an, als wäre man in ein Hundehäufchen getreten. Ehe die Unannehmlichkeit verflogen ist, kann einige Zeit ins Land verstreichen. Mütter und Väter bangen um ihre Jobs, Kleinkinder vermissen ihre Kameraden, Reisende warten länger als üblich, …

Jedes Ding hat eben mindestens zwei Seiten und manchmal ist es eine zweischneidige Klinge, auf der man da gerade tanzt. Man will solidarisch denken und doch wird auch um die eigene Existenz gebangt (gerade viele Eltern aktuell).

 

Drückt mir die Daumen, das mein Brief rechtzeitig ankommt und meine nächste Zugreise nicht wieder im Klo versenkt wird! Andererseits: Sollte wieder gestreikt werden…dann wisst ihr, dass ich mit der Bahn fahren wollte. Transparenter geht’s nicht mehr, gell? Und das ganz ohne Gesichtsbuch-Exhibitionismus und Ich-sitze-gerade-auf-dem-Örtchen-Gezwitschere!