Schlagwort-Archive: Herbst

Introspektionen und andere Herbstgedanken (02.11.2016)

 

Introspektionen, Herbstgedanken und Ungereimtheiten.

 

Kopfstand im Herbst (2016)

 

Regen prasselt auf die Dächer,

macht den Asphalt glänzend schwarz.

Doch derweil der Himmel, blau,

mir zu Füßen liegt.

 

Welke Blätter fallen,

doch sie streben himmelwärts.

Rot bemalt im Überschwang,

Braun und Gelb und Grün vermischt.

 

Im Stachelpanzer gut geschützt:

Die eingeigelte Kastanie.

Ganz rund und warm liegt sie im Innern.

Wer kann der Rüstung sie berauben?

 

Ein Apfel fiel zu weit vom Stamm.

Drum kümmern sich die Raben.

Es wächst daraus ein neuer Baum,

im Regen unter blauem Band.

 

 

 

 

 

 


Zwiegespräche (27.12.2015)

 

 

Die Jahreszeiten sind nicht nur Zustände, banale Wetterphänomene oder kalendarisch fest datierte Hilfen für die Menschheit, um sich besser im voranschreitenden Zeitgefüge zurechtzufinden, nein, man kann sich auch wunderbar mit ihnen unterhalten.

Sie sind wie du und ich, besitzen Charakterzüge und tragen ihren ganz eigenen Spleen spazieren.

Wie solch ein Dialog aussehen könnte, macht mein neuester Leser auf sackingbob74 vor.

Herzlich willkommen, Dottore!

Habe die Ehre.

S.

 

 


Horizontenblick (06.10.2015)

 

Vielleicht spenden diese Zeilen einer Mitleserin Kraft…

 

 

Bald. Ganz bald. (06.10.2015)

>>Buch des Lebens<<

 

Der Herbst wirft seine grauen Schatten;

dein Blick schweift hinter Nebelschwaden

vor mahlenden Gedankenströmen.

 

Bist ganz bei dir im Blätterwald.

Seiten, gleich wie Falter- ahnungslos vom Licht gelockt-

schwirrend, raschelnd sich entfalten.

 

Schließ ruhig deine Augenlider,

verfolge still in dir die Bilder

stumm erzählter Reflexionen.

 

Wanderer, nun stehst du hier-

zu Füßen liegt Vergangenes-

auf deinem Weg der Antwortsuche.

 

Begreife, es kann sich nichts wenden,

verschwende nicht den kostbar‘ Atem!

Der Anstieg ist noch weit und steil.

 

Spür den Odem ringsherum:

Welch eingehauchtes, zartes Nichts.

Zu Kräften wird es dir gereichen!

 

Wischst den Silberstrom hinweg,

der aus dem Augenwinkel drang.

Lässt seine düstre Quell‘ versiegen.

 

Sicher bald. Ganz bald.

 

 

 

Die Autorenschaft.

 

 

 

(Verzeiht mangelnden Reim und je nach gusto andersartig geartetes Rhythmusgefühl. Gedanken wollen fließen und nicht in Ketten gebunden sein.)

 

 

 

 

 

 

 


Turbulente Zeiten (1.4.2015)

 

Woran erkennt man treffsicher, dass Frühling ist?

Genau! Es fällt mehr Schnee als an so manchem Wintertag 2014/2015 und es stürmt wie verrückt, als befänden wir uns mitten im Herbst. Frühling ist, wenn man Angst haben muss, dass gleich der Balkon abhebt, sich der Baum nebenan in Wohlgefallen auflöst bzw. beschließt, zu einem Purzelbaum zu mutieren. Die Bahn kann wieder einen triftigen Grund für ihre Verspätungen angeben (höhere Gewalt) und zu Ostern könnte es kühler sein, als zu Heilig Abend 2014.

Wenn das mal keine waschechten Frühlingsboten sind. Da können die Tulpe und die Narzisse aber einpacken!

 

In diesem Sinne: Lasst euch nicht wegpusten!

 

 


Die vier Jahreszeiten? (21.12.2014)

 

Es heißt ja, wenn man nicht weiß, worüber man palabern soll, dann würde ein Schwenk zum Wetter eine recht passable Alternative darstellen. Zumindest um ein sich Totschweigen zu verhindern.

 

Ich möchte hier und jetzt trotz des mäßig positiven Leumundes bei verbalen Interaktionen dennoch über das Wetter schreiben.

 

Es schlägt ja aktuell buchstäblich Kapriolen. Erst wird es eisig, dann frühlingshaft warm und dann wedelt einen der hagelschwangere Sturm mit Blitz und Donner fast aus den Stiefeln. Es gilt ja fast schon zu befürchten, dass demnächst noch der Sommer vorbeigeschneit kommt! Dann hätten wir auch alle vier Jahreszeiten in einem Monat vereint gehabt. Ja, und wer jetzt über den Logikbruch (Sommer versus vorbeischneien) sinnieren möchte…bitte…aber ganz abwegig ist es wohl nicht. Neulich durfte ich im Wetterbericht vernehmen, dass wohl 13 Grad Wärme zu erwarten wären….sowie Regen….UND….Schnee….alles in einem Satz.

Jepp, ich stutzte auch ein wenig, aber dann besann ich mich der Tage davor und erkannte: Wundern tät mich nichts mehr.

Lieber Leser, dem bei diesen Nachrichten die Pizza „Vier Jahreszeiten“ vom Teller gerutscht sein könnte, keine Angst: Der Vorrat an Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist gesichert. Es muss Dir an nichts mangeln, auch wenn Petrus gerade wie ohne Sinn und Verstand mit dem um sich wirft, was er gerade in seiner Jahreszeiten-Kiste unter die Finger bekommt. Er hat wohl absichtlich einfach seine Baldriantropfen mit Gingkoextrakt verlegt….der arme alte Mann hatte doch soeben erfahren müssen, dass es dieses Jahr nicht so viele Geschenke geben wird…allgemeine Einsparmaßnahmen…Frau Holle hat bei „Aaaaaaaahhhh!-Schrei vor Glück“ (oder war ’s nicht doch beim Erwin?!) bestellt und im Kaufrausch zwanzig Garnituren neue Bettwäsche gekauft. Und jede sieht ein bisschen anders aus!

Toll, nicht wahr?!

 

In dem Sinne…einen schönen restlichen 4. Advent!

 

 

 


Herbstgedanken (4.10.2014)

Die gestrige Wanderung durch die herbstlich angehauchte Sächsische Schweiz….morgens noch eine schöne und heimelig nebulöse Angelegenheit….hat mich zu ein paar Zeilen verleiten lassen.

Für den einen mag es Kitsch sein, für den anderen stümperhafte Pseudokunst…aber lest selbst:

Der Herbst ist gegenwärtig (4.10.2014)

Wie Perlenschnüre funkelnd vom Tau benetzte Fäden
im sachten Windhauch schaukelnd wehen.
Sie künden mit den Nebeln:
Der Herbst ist gegenwärtig.

Schon welkt das Laub und fällt zu Boden,
und schenkt uns im Vergehen
sein wundervolles Farbenspiel.
Der Herbst ist gegenwärtig.

Der Duft nach Moos und feuchter Erde,
er liegt nun wohlig in der Luft.
Im Bach glitzert ein Sonnenstrahl.
Der Herbst ist gegenwärtig.

Zu Wölkchen kondensiert der Atem
des Wanderers in Morgenstunden.
Ein Vöglein zwitschert wie von fern.
Der Herbst ist gegenwärtig.

Vom Gipfel geht der Blick ins Weite
und schweift über Vergangenes.
Er stimmt uns sinnend nachdenklich:
Der Herbst ist gegenwärtig.

Das wären meine lyrischen 2 Cent am Kulturbeitrag. Ich entschuldige mich schon einmal im Voraus in aller Form.

Ich mag aber eben diesen bunten, spinnwebenverhangenen Herbst ganz gerne. Kitsch hin oder her.


24.9.2014

Mahnend werden wir seit August bei unseren Einkäufen daran erinnert:

Bald ist Weihnachten!

Ein bisschen tun mir die ganzen schokoladigen Kerlchen im Regal leid, weil die Kundschaft ihnen (noch) beflissentlich die braungebrannte kalte Schulter zeigt. Ich möchte da nicht so wie bestellt und (tatsächlich) nicht abgeholt herumstehen müssen…

 

Na, eigentlich schon alle Geschenke dafür zusammen?

 

Oh, du fröhliche, oh du selige,

gnadenbringende Kommerzzeit!

 

Naja, ein bisschen Gnadenfrist haben wir ja alle noch. Da fällt noch genug buntes Laub von den Bäumen, fließt noch genug Wasser die Elbe herunter und fällt vielleicht noch die ein oder andere Schneeflocke vom Himmel.

Weihnachten ist an sich eine schöne Zeit, wenn bei Spaziergängen aus den Fenstern warmes, heimeliges Licht fällt und die Menschen einem gewissen Hang zum Kitschigen verfallen. Man sollte aber eben tunlichst vor allem in der heißen Endphase die Einkaufstempel meiden…es sei denn, man fühlt sich im gehetzten Gedränge (Seit wann ist denn bekannt, wann Heiligabend ist?! Ich brauche doch noch schnell was für die Lieben.), gruseliger Weihnachtsdudelei (Last Christmas…*schauder*) und schreiender Frohe-Weihnachten-!!!!!-Deko wohl.

 

Aber erst einmal ist sowieso noch der Nikolaus dran.

 

Schon alle Geschenke zusammen?