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3 Jahre (23.07.2017)

 

 

Kinder, wie die Zeit vergeht. Seit 3 Jahren spuke ich nun hier schon herum. Eher im kleinen Rahmen ohne viel Tamtam und Schminktipps.

Es war mir stets ein willkommener Zeitvertreib. Nur kann, nichts muss.

Ein kleine Rückzugsmöglichkeit hatte ich mir geschaffen, um halbwegs anonym (Was tut die eigene Person zur Sache, wenn es allein um Worte geht, die gesagt werden wollten und wollen) und damit unverfälscht meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Zumindest einen Teil, der nicht nur mir oder meinem Herzen zu Ohren kommen sollte. Nicht alles war und ist für die eurigen bestimmt. Ein paar Geheimnisse muss ich schon auch noch für mich behalten…

Manchmal habe ich mich dabei ziemlich nackig gemacht. You stripped my heart. Zum Beispiel. Das war sehr, sehr persönlich. Aber ich wäre geplatzt vor angestautem Gefühl. Es musste ein Teil über dieses Überdruckventil, den Blog, in den Äther um mich herum entlassen werden.

Was soll ich sagen: Ich bin momentan einfach nur glücklich. Dies mag meine Abstinenz hier erklären und mich zu entschuldigen verstehen.

Es hat mich einfach umgehauen und nun genieße ich diese Zeit in vollen Atemzügen.

Bitte seht mir nach, wenn ich mich schreibtechnisch etwas rar mache.

 

 

Von tiefster Liebe gefangen genommen: S[Punkt]

 

 

 

 

 


Harmloser Infekt? (06.07.2017)

 

 

Besonders kitschig-romantisch veranlagt bin ich ja von Haus aus eher nicht.

Aber bei mir hat  sich wohl die äußerst penetrant agierende Horde Schmetterlinge so dermaßen Raum in meiner Magengegend einverleibt, dass noch nicht einmal ein kleines Frühstück aus Keks und Kaffee hineinpassen möchte.

Ok, dann hungere ich halt. Macht ruhig, ihr Flattermänner!

Wenn ich vom Ast kippe, seid ihr Schuld. Pah!

 

Ich wusste nicht, dass Liebe auf den ersten Blick (oder, was ich annehme, als Liebe auf den ersten Blick zu deuten) von der Heftigkeit her einer Krankheit gleichkommt, die gefühlt kurz nach Magen-Darm kommt. Nur ohne Darm. 😉

Hilfe!

Ein solches Gebahren kenne ich ja noch nicht einmal selbst von mir.

Bei mir muss die rosarote Brille echt schon dunkelrosarot sein. Mit Leuchteffekt im Dunkeln.

Bob! Wie abgefahren ist das denn?

Achterbahnen waren noch nie mein Ding (hauptsächlichst wegen diverser Sicherheitsbedenken), aber nun sitze ich mittendrin und lenke das Teil sogar noch!

Man könnte glatt an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln.

Mittlerweile zweimal gesehen, endlose Gutenachtgeschichten per whatsapp und dann so einen Aufstand?!

 

 

Wenn es nicht so schön wäre, hätte sogar ich mir mittlerweile einen Arzttermin wegen dauerhafter Inappetenz und latenter Nausea besorgt. 🙂

Ist Verliebtheit heilbar?

Müssen wir jetzt alle sterben?

🙂

 

 

 

 

 


You stripped my heart! (02.07.2017)

 

 

Ein nettes Verkaufsgespräch neigte sich dem Ende zu.

Jetzt käme gleich etwas Peinliches, sagtest du.

Ob ich denn gerade vergeben sei?

Dann fragtest du nach meiner Nummer.

Ausgerechnet nach meiner.

Ich fühlte mich spontan in jene Herzkino-Filme versetzt, die mir bei solch einem Drehbuch sonst eher ein Schmunzeln hervorlockten. Fehlte nur noch der obligatorische Apfel, der aus einem plötzlich aufreißenden Einkaufsnetz zwischen unsere Füße rollte.

Dein Duft signalisierte mir beruhigende Nähe. Offene Arme. Subtile Wärme. Wirbelnde Schmetterlinge im Bauch.

Wir tauschten blanke, völlig unromantisch sterile Zahlen aus.

Ich fragte nach deinem Namen.

Als ich ging, klang DeMos „Nothing’s impossible“ in meinen Ohren wider, das erst gestern meinen Heimweg intoniert hatte. Und die Tage zuvor. Weil es eben gerade auf meiner playlist für unterwegs drauf war. Einfach so.

„I still believe in love at first sight.“

Ernsthaft?!

„Nothing’s impossible!“

Mir ist schlecht. Alles in mir kribbelt, als ob abertausend kleine Spinnentiere unablässlich und völlig desorientiert auf meinen Eingeweiden auf und ab marschieren würden.

 

18Uhr. Ich wollte eigentlich noch etwas kochen.

Doch ich entscheide mich für Luft.

Und vielleicht Liebe?

Dabei kenne ich DICH doch noch gar nicht.

Ich bin heillos verwirrt.

Jeden Moment könnte die Traumblase platzen, in der ich gerade eingeschlossen bin.

You stripped my heart!

Ich fühle mich zutiefst angreifbar.

 

Wahrheit oder Fiktion?

 

 


Lebkuchenherz und God jul! (24.12.2016)

 

 

Ein kleines Déjà-Vu fürs Marinsche…sozusagen von der colorierten, cartoonoiden Zeichnung zur Wirklichkeit. Die Kostprobe dürfte sich zwar aufgrund digitaler Umwege und der damit verbundenen Geschmacksneutralisation (Nullen und Einsen schmecken einfach nach nichts) zwar eindeutig schwieriger gestalten, jedoch würde ich mit Fug und Recht behaupten wollen: Für das erste Mal ziemlich essbar. 😉

 

 

Lebkuchenherz

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern und allen anderen Menschen, die es interessiert, eine frohe Weihnacht, wenig Zank am Gabentisch (wie immer voller geschenktem „Nichts“), sowie ein paar angenehme Stunden, am besten im Kreise der Familie! Nicht zu vergessen: Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Für alle einsamen Seelen: Euch ist das Herz gewidmet!

 

Der geschätzten Modepraline und ihrer Familie wünsche ich im besonderen Maße alles Gute in dieser schwierigen Zeit. Auch wenn man sich nicht persönlich kennt, übersende ich hoffnungsvolle Grüße, dass sich alles zum Positiven wenden möge. Prognosen und Statistiken sind das eine. Was zählt, ist das Ergebnis. Und dieses steht hoffentlich ganz auf eurer Seite!

 

Herzlichst!

S[Punkt]

 

 

P.S.: Noch eine kleine Herzensangelegenheit meinerseits:

 

Elch

God jul och gott nytt år!

Hälsningar!

S[Punkt]

 

 

 

 

 


zu: Metamorphose

 

Weil Marinsche mir unterschwellig nahegelegt hat (War das schon die berühmte Pistole auf der Brust? 😉 ), dass man, wenn man A sagt, auch B sagen müsse:

Zwei Gedankenansätze zu: Metamorphose.

Kann man sich durchlesen, muss man aber nicht. Bei allen Interessierten bedanke ich mich vorab für die aufgewandte Lebenszeit.

 

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Etwas „Bjutie“, Katzen und ein dreifacher Bypass (19.10.2016)

 

 

Die gute Stube füllt sich:

Nämlich mit Miezekatzen (kittensandhumans), Rezepten über bereits beim bloßen Anblick zu dreifachen Bypässen befähigten Brownies* (blogsonfood) und Seminare glückslosenden** Studentinnen (Tatjana vom BjutieBlog).

Herzlich willkommen! You are welcome!

 

 

* Your Triple Bypass Brownie really looks like a triple coronary artery bypass. Minimum! 🙂

** Was bin ich froh, dass in meinem Studiengang alles durchgetaktet war. Zwar ging es von früh bis spät, aber es bestand stets eine Einlassgarantie…zumindestens ein paar Tage nach Semesterauftakt, als bereits die Motivation und der Vorlesungsmarathonwetteifer des einen oder anderen Kommilitonen/der einen oder anderen Kommilitonin nachgelassen hatte und nicht mehr jeder Platz (auch auf den Treppen) besetzt war.

 

 

 


Gebt mir eine Axt….! Kratzbaum-Session I (27.09.2016)

 

 

Immer wenn ich mich besonders aufregen muss, wandern- wie von der Geisterhand eines unsichtbaren Schallplattenunterhalters in Dauerschleife aufgelegt- folgende Liedzeilen durch meine Hirnwindungen und wabern untermalt vom pulsierenden Rythmus meiner bis fast zum Bersten umfangsvermehrten Halsschlagader durch den frustgeschwängerten Äther meiner Verärgerung:

 

Gebt mir eine Axt und etwas von hohem Wert!

Ich schlag’s kurz und klein.

Das wird mein Herz befreien.

CONTENANCE! CONTENANCE!

Für einen kleinen Moment

bin ich mir so schrecklich fremd.

Nur einen Augenblick,

dann hab‘ ich die Kontrolle zurück“

[Musik/Text: Le Comte Caspar; Coppelius- Hertzmaschine]

 

Ja, die Contenance ist eine feine Erfindung. Sicherlich wurde sie zu Zeiten des Urknalles von einem Jemand erfunden, der von Schnarchnasen, Provokateuren und schnarchend, provozierenden Nasen noch nie nicht niemals belästigt worden ist. Wahrscheinlich war dieser Jemand ganz allein und mit sich selbst soweit im Reinen, dass es keinen Grund gab, sich über irgendetwas aufzuregen. Mal abgesehen von diesem unsäglichen Lärm, der Hitze und den schwefelerfüllten, giftigen Dämpfen ringsum, die dazumal geherrscht haben müssen. UND ganz entscheidend: Damals gab es noch keine Autos. Ergo keine anderen Verkehrsteilnehmer. Ergo: Das Leben muss viel leichter gewesen sein. Vielleicht etwas langweiliger. ABER leichter und ganz bestimmt herzschonender.

Watt regste dich denn jetzt schon widder auf?, könnte man an dieser Stelle eventuell neugierig geworden einwerfen.

Ich war mal wieder auf 180, bei schwankenden 42-46 in der 50er Zone. In einem Einbahnstraßensystem mit genügend Platz und ausreichender Weitsicht hielt man mich sogar bei bis hinab zu 32 an der kurzen Leine.

DAS war los.

UND ICH hatte noch etwas vor. Nämlich arbeiten. Ich war im Dienst.

Es tut mir leid, dass ich nicht viel Verständnis für mittägliche Einkaufsfahrten älterer Herrschaften mit dicken, hypermodernen Hybridautos in ländlich struktuierter Umgebung aufbringen kann.

Meinetwegen ist es gut, wenn es ältere Herrschaften mit dem Tempo nicht so übertreiben. Aber nicht so. Und erst recht nicht, wenn diese vor mir fahren und mein restliches Tagesprogramm noch etwas mehr aufzubieten hat als geruhsam-idyllische Ausfahrten vor blauem Himmel. Über die verschwendeten fünf Minuten könnte man sich vielleicht noch streiten, aber mir geht es da ums Prinzip der Sache, denn wenn man dabei auch noch sehen darf, wie man ständig vom Rückspiegel des Vordermannes aus beobachtet wird (bei einer solchen Geschwindkeit kann man den rückwärtigen Verkehr schließlich ausgiebig beim Echauffieren beobachten…), wo denn bei mir gerade die Quecksilbersäule angelangt ist, dann war es das mit dieser, meiner sogenannten Contenance. Das war augenscheinlich reine Provokation und dergleichen kommt bei mir auf der Beliebtheitsskala gleich nach „Magen-Darm“ und Dankeschön mit Arschtritt.

Was war ich froh, als endlich eine rettende Kreuzung kam und sich unsere Wege glücklicherweise trennten. Ich wäre sonst noch explodiert. Das war ja schon Nötigung, da es keinen erkennbaren Grund für eine logische (und von mir verständnisvoll berücksichtigte) Reduktion der Geschwindigkeit gegeben hatte (reine Tatsache).

In solchen Momenten hätte ich gerne eine Axt, einen Kratzbaum zum Abreagieren oder ein Kuschel-Hineinheul-Box-Kissen, um überschüssig angestaute Energien gerichtet entladen zu können, ohne mein armes Herz unnötig weiter belasten zu müssen, weil ich noch 500 Meter weiter wie ein Rohrspatz vor mich hin schimpfe. (Im Auto hört es ja keiner. Da kann man so etwas schon mal machen.)

 

Herr Bob, schenk mir ganz, ganz viel Gelassenheit, damit es mir wurscht ist, wann ich irgendwo ankomme! Sende mir die große LMA-Pille, damit ich nicht mehr nach einer Bahn oder einem Bus renne, wo doch eh in 10 Minuten wieder eine/r kommen würde. Bitte!

Wenn nicht heute, dann morgen. ABER eigentlich bitte schon gestern!!!