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Süßes, sonst gibt’s Saures…ein Kürbis im Drogenrausch. (02.11.2014)

 

Sollten Sie dieses Wochenende mit lustig bunten, kaleidoskopartig verschwimmenden Bildern zugebracht haben, dann zählen Sie vermutlich zu jenen ewig Kind gebliebenen Gestalten, die am Freitag klingelrutschend von Tür zu Tür gezogen sind und mit dem bezauberndsten Lächeln, das eine Zombievisage aufzubringen im Stande ist, und einer Tube Zahnpasta in der Hand nach buntem Zuckerwerk verlangten.

Doch, liebe Kinder, gebt fein acht, was man euch da ins Körbchen macht! (Sorry, für ’s „machen„…ist sonst nicht meine Art. Aber was hätte ich an dieser Stelle tun machen täten müssen, um einen gescheiten Reim zu erzwingen?!)

Ich war ja schon als Kind skeptisch bei solchen Dingen, um mal nebenbei aus dem senftöpfischen Nähkästchen zu plaudern. Weiß ich, was mir da ungefragt an Substanzen mit untergejubelt werden könnte? Deshalb zog ich nur genau ein (in Zahlen: 1) Mal mit Freunden los und klapperte dabei auch nur die jeweils heimischen Wohnungstüren ab.

Nennt es paranoid, ich nenn‘ es gesundes Misstrauen. Nicht jeder will einem Gutes tun. Man denke an die Halloween-Konsum-herüber-geschwappter-Amerikascheiß-Verächter (kann ich nachvollziehen), die bestimmt ganz hoch erfreut sind, wenn es am Portal schellt und die armen, in diesem Moment bereits verlorenen Seelen ihr bekanntes Sprüchlein rezitieren. Im besten Fall ist es die vergessene Schoki vom letzten Jahr, die nebst grau-samtiger Ummantelung der ausgeschwitzten Kakaobutter auch unter Umständen bereits mit wirbellosen Zwischenmietern aufwartet…ich meine nicht die Kalorientierchen. Vielleicht kann man im Anschluss noch das knarzende Lachen des edlen Spenders hören, das einen bis in Mark und Bein gefrieren lässt, wenn man sich zum Rückzug anschickt…oder war es nur die Tür?

 

In Eidelstedt hat es wohl ganz heiße Ware in die Taschen gezaubert. Da rutschte eine Zigarettenschachtel mit Feuerzeug und einem Tütchen Marihuana zwischen Bonbons und anderen Süßkram. Kann passieren…
Drogen-Mogul: Was soll ich mit 30 kg Smarties?
Drogenkurier: Ehrlich, ich hab keine Ahnung, was die Dinger hier zu suchen haben!
Drogen-Mogul: Ich hätte da noch 30 kg Schnellbeton und einen Teich hinterm Haus übrig…

In den USA wurde bereits im Vorfeld vor berauschenden Pendants im Gummibär- oder Bonbonkostüm gewarnt, die der für Kinder geeigneten Ausführung zum Verwechseln ähnlich sind.

 

Ich möchte niemandem den Spaß verderben, aber passt auf Eure Kinder auf…nicht nur beim nächsten Faschings- oder Kürbisfest.
Ob ihr euch gepflegt einen Haschkeks reinzieht, ist mir egal.
Im Übrigen bleib‘ ich lieber im unvernebelten Besitz meiner Sinne, zumal beim gelegentlich betriebenen Schwarzmalen dieser bunte, schummrig-wabernde Firlefanz* auch nur stören würde.
Wenn ich ein paar Opioidpeptide** brauche, dann ess‘ ich ein Stück Schokolade oder lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen.
Herrliches Wetter aktuell!

 

 

 

*So stelle ich mir die klischeebehaftet beschriebenen Effekte vor…keine Ahnung, was da wirklich abgeht. Tangiert mich auch noch nicht einmal entfernt peripher.

** Endorphine

 

 

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