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Klappe, die Zweite. (07.06.2017)

 

 

 

Man könnte meinen, es sei erst gestern gewesen: Das DM-Konzert in meiner ehemaligen Studienstadt.

Die mit dem „Auerbachs Keller“. UND mit diversen diabolischen (diavoloisch scharfen) Gesellen, die es nicht nur schaffen, ehrbare Studiosi mit etwas zu stark ausgeprägtem Wissens- (und Macht-)Hunger blutsbrüderlich fehlzuleiten, sondern auch auf meiner Zunge Tango zu tanzen.

Was uns nicht umbringt, macht uns stark. Das sagten schon die alten Azteken.

Moment.

Da war doch was….

Egal. Wird schon nichts wichtiges gewesen sein. Zumindestens nichts von geschichtsträchtigem Wert…

Da der Mensch gemeinhin dazu neigt, vergesslich zu sein, oder es im Laufe der Zeit zu werden (manche nennen es auch je nach Situation Verdrängungsstrategie)…

[Nein, ich bestelle mir heute keine Diavolo vor dem Konzert*. 🌶]

….höre ich mir das Programm noch ein zweites Mal an. Weil es so schön war und damit es noch ein Weilchen durch meine Gehörgänge nachhallen kann (ohne Tinnitus versteht sich).

Live ist eben doch etwas anderes. Das verhält sich wie mit „frisch gekocht“ und „aus der Konserve“. Dosenfutter ist für Notstandszeiten und zwischendurch ausreichend, aber an das vor den eigenen Augen Selbstgemachte reicht eben nichts heran.

 

In diesem Sinne….speise ich heute mal wieder auswärts.

S [Punkt]

 

 

* Ich mache es mir ohnehin lieber selbst. Das Essen.

 

 

 

 


Lyrik zum Aufessen- Willkommensgrüße (22.04.2017)

 

 

HEUTE IM ANGEBOT: DEFTIGES ZUR BEGRÜSSUNG.

Ein herzliches Willkommen an Herzkoma, seines Zeichens Poet auf Sterneniveau (und Sternensuche), vom Nebenberuf: freiberuflicher Mondlotse.

Ich hoffe, dass meine Hausmanns-/frauenkost dennoch mundet, selbst wenn sie nachher etwas verquer im Magen liegen sollte. Bei mir wird auch nur mit Liebe gekocht (und Wasser). Nur eben anders. Und ausgelernt hat man ja schließlich nie. 🙂

[Ich gehe davon aus, dass du das Augenzwinkern hinter den Zeilen funkeln siehst, werter Gast.]

 

 

Lyrik zum Aufessen (2017)

 

Kochen ist Leidenschaft,

Kochen ist Liebe,

die verführt, die

dich umgarnt mit ihren Düften,

den frohlockenden Gelüsten!

Manchmal fehlt jedoch die Muse…

Heut‘ daher im Angebot: Profaner Speck mit Erbse!

 

 

P.S.: Wer die Hintergründe zu „Speck mit Erbsen“ erfahren möchte, kann sich durch die Kommentarleiste des Beitrages „Apfelbaum“ vom 17.04.2017 pflügen. Keine Bange vor den ganzen Buchstaben! Verlaufen hat sich dort bislang noch niemand. Zumindest weiß ich nichts davon….

Vertrauensvoll: S[Punkt]

 

 

 


Kuriose Küchenhelfer (20.04.2017)

 

 

Auf der Welt gibt es nichts, was es nicht gibt. Zu bestechend ist diese Logik, als dass sie nicht funktionieren könnte.

 

Schon einmal etwas von Meat Claws gehört? Ich schätze, dass der Erschaffer dieser metallischen Bärenklauen zu viele Horrorfilme in seiner Kindheit sehen durfte. Oder zu viele Tierfilme über Kanada. Man weiß es nicht.

Gemäß Angebotsbegleitschreiben würde es sich sehr gut für Indoor- und Outdoor-Kochen eignen.

Da frage ich mich: Wo könnte man sonst noch kochen…außer draußen oder drinnen!?

Egal.

Auf jeden Fall könne man damit super Salat vermischen (klar, daran denkt man ja bei einer MeatClaw als erstes), PulledPork zerfleddern (zählt das eigentlich schon zu Leichenschändung?), …, und …

…seine Nachbarn wunderbar erschrecken…

 

Bleiben wir bei den tierischen Esskomponenten. Man kann nämlich auch Würstchenritzschneidroller kaufen, die einem die Pelle appetitlich im Kreuzmuster einschneiden. Einfach das arme Würstchen damit überrollen. Fertig.

Aber Obacht: Immer schön mit konstantem Druck und immer fein entlang der Wurst arbeiten. UND bitte wie immer mit GEFÜHL! Nicht auszudenken, wenn…

…bäh…schon wieder so ein Massaker…

 

In Vorbereitung auf meine Reise in diesem Jahr, die mich unter anderem nach Schottland führen wird, könnte ich mir auch die Schöpfkelle >>Nessie<<* gut in meinem Fundus vorstellen. Ich sollte mir das grüne Exemplar zulegen, es heimlich am Loch Ness zu Wasser lassen, mich fix verdünnisieren und dann aus sicherer Entfernung laut schreien: „Da ist NESSSSIIIIIIIIIE!!!“ Dann würde ich die Menschen dabei beobachten, wie sie massenweise an den Gewässerrand pilgern und hätte Urquart Castle ganz für mich allein.

Keine störenden Leute mehr, die einem ständig ins Bild rennen können. Herrlich!

 

Bleiben wir bei der Farbe Grün: Die Kiwi ist ein beliebtes Obst. Hier und da hat man aber auch schon viele Menschen an besonders hartnäckigen Früchtchen scheitern sehen. Mal flutscht der Löffel nicht durch, dann zerfetzt es einem plötzlich die Schale, sodass alles umhersuppt, oder das sorgfältig mit dem Löffel abgestochene Fruchtfleischbröckchen übt sich- plötzlich losgelöst vom Rest- im Fliegen wie einst Otto Lilienthal. Für all diese Leidgeplagten unter uns….die Rettung naht:

Mit dem Kiwi-Slicer.

Applaus!!!

Danke, reicht! Das Ding gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mal kann man sich Viertel aus einer Kiwihälfte (also sozusagen Achtel einer ganzen Kiwi) heben, mal alles gleich in Scheiben schneiden lassen. Ob das jetzt weniger Gematsche werden soll, wissen wohl nur die Götter. Oder jene, die so ein Teil in irgendeiner Schublade vor sich hin rotten lassen.

Nahe verwandt hierzu ist im Übrigen der Bananen-Slicer/Cutter, ein bananenförmiger Rahmen mit Querstreben, die einem die Banane in gleichmäßige Stücke zerlegt. Ein hoch auf die Uniformität und EU-Verordnungsnormen!!!

Voll Banane.

 

Was mich ursprünglich auf die Idee zu diesem Beitrag gebracht hatte, war aber folgendes Utensil: Der Erdbeerstrunkentferner. Schon allein das Wort sollte einen Nobelpreis verdienen, meine Damen und Herren.

Vom Prinzip her funktioniert es wie eine Zeckenzange (Hmmm, lecker.). Man umschließt den Strunk mit den klauenartigen** Greifern und dann zack raus mit dem Grünzeug!

Bisher gibt es noch keine evidenzbasierte Studie darüber, wie es eine Erdbeere so finden könnte, wenn sie einer solchen rabiaten Behandlung unterzogen wird. Wir werden es wohl nie erfahren.

 

Genug Obst (für Melonen und Co gibt es ja auch noch eigenes Schneid-Herausheb-Instrumentarium), kommen wir zu den wirklich relevanten Dingen im Leben:

Kekse und Kuchen.

Da hätten wir zum einen den Keks-Tresor, eine nette Erfindung irgendwelcher sadistisch veranlagten ScherzKEKSE! Am besten ändert sich die Codierung automatisch 1 Millisekunde nach der Erstaktivierung, sodass man keine Chance hat, den Inhalt unbeschadet ohne Tote und Verletzte zu erreichen. Selbstverständlich ertönt bei falscher Code-Eingabe ein markerschütternder Pfeifton, der einem seiner Sinne beraubt. In der nächsten Stufe aktiviert sich ein Zeitzünder. Nun darf man beobachten, wie die enthaltenen Double-Choc-Chocolatchips-Cookies nach Ablauf der Durchsage „3, 2, 1… destruction!“ augenblicklich verascht werden. Dann öffnet sich mit einem leisen, unschuldigen Piepston die Luke und der Tresor ist erneut bereit zur obsorglichen Aufnahme deiner Lieblingsplätzchen.

Nicht, dass denen noch etwas passiert!

Für alle Fans von Kuchen und anderen Gelüsten gibt es natürlich auch die entsprechenden Backformen, um das Kamasutra mal von oben bis unten durchzuackern…mein Bob!….durchzubacken, natürlich!

 

Für alle Mal- und Zeichenfreunde unter uns: Man hat uns erhört und endlich, endlich ein Nudelholz in Form eines überdimensionierten Bleistiftes erschaffen. Und um das Zeichenset zu vervollständigen, gibt es natürlich noch einen Gemüseanspitzer oben drauf. Wahnsinn, ich werd nicht mehr!

 

Für alle „Glitzer-Regenbogen-pinkes-Einhorn“-Fans gibt es nun auch das passende Nudelmaß „Ich könnte ein Einhorn essen!“. Ob dies zur Ausrottung dieser Spezies führen könnte, ist nicht mit Sicherheit vorauszusagen. Dafür gibt es momentan in den Läden einfach noch zu viele dieser zuckersüßen Pferdchen (Plüsch, Schokolade, Kleidung, …).

 

 

 

Warum man das und viiiiieles mehr alles haben muss, kann ich abschließend leider nicht klären. Auch nicht, warum man auf dem Schneid-, Frühstücksbrettchen oder der Tassse (dann sicherheitshalber wohl nur für Kaltgetränke) „I [Herz] my penis“ stehen haben muss.

Fazit: In den meisten Fällen dürften ein Messer und etwas feinmotorischen Einfühlungsvermögen genügen.

 

Herzlichst in diesem Sinne!

S[Punkt]

 

 

* Nessie hat übrigens Nachwuchs: Es gibt Baby-Nessies als Teesiebe. Auch nicht schlecht. Es gibt sogar ganze Nessie-Familien!

** Vielleicht funktioniert es ja mit den Fleischklauen auch. Nicht.

 


Ready/to/go-Gesellschaft (04.10.2016)

 

Nur kurz auf einen Sprung, werte Leserinnen und Leser!

 

„Einen Kaffee, bitte!“

„Zum hier Trinken oder to go?“

„Das tönt ja interessant! Was ist denn dieses „zum hier Trinken“ ? Haaaaach, wie aufregend!“

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Vorm Gemüsestand: Man wiegt eine Möhre unschlüssig hin und her….

?!

…und greift ins Kühlregal zum ready-to-cook-Gemüsegehackstückeltem, weil an diesem außerirdisch anmutenden, orangefarbenen Dingens keine Bedienungsanleitung zu finden ist.

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In der Frischobstabteilung vor den Weintrauben: Man sucht verzweifelt nach dem in der Traube versteckten Pieker und dem Quarkspeisen-Dippschälchen. Irgendwo muss das doch sein…!!!

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Seit Jahren werden keine Stühle mehr produziert.

Pflanzen werden nun grundsätzlich nur noch in Rollkübeln verkauft.

Tomatenmesser, Bällchenausstecher, Gemüsesparschäler und Julienne-Schnitzer hält man für archaisches Werkzeug aus grauer Vorzeit, als man noch mit Keulen um sich schlug.

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Ein Nachbar grüßt freundlich im Vorbeigehen.

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Wir sind READY /-TO-/ GO geworden!

 

🙂

Es war mir eine Ehre.

S.

 

 

 


Darf‘ s noch ein bisschen mehr sein? (03.10.2016)

 

Meer? Woher wussten Sie…? Wie aufmerksam von Ihnen! Ein Urlaub an der See stünde mir momentan ganz gut zu Gesicht, meinen Sie nicht auch?

 

Ich schweife schon wieder ab….

 

…und schaffe es einfach nicht, weniger zu kochen. Offenbar lässt mich mein Gedächtnis im Eifer des Gefechtes immer wieder erfolgreich vergessen, dass ich im Normalfall nur, ich ergänze ausschließlich nur für mich allein koche und kein im Hintergrund wartendes, ausgehungertes Bataillon versorgt werden möchte.

Was tut man also folgerichtig?

Man nehme, einem renitenten Wiederholungstäter gleich, den größten Topf, den der Haushalt aufzubieten hat und geselle diesen zu einem weiteren, nicht minder großen Topf, befülle den einen mit zerstückelten, frischen Tomaten, einem ganzen, zerkleinerten Brokkoli, ein paar Tiefkühlerbsen, reichlich Tomatenmark, einem Schluck Brühe, Knoblauch, Pfeffer, Salz, etwas Zucker und ein paar Kräutern. In den anderen versenke man, was der übrige Gemüsestand aufzubieten hat: Zucchini, Porree, dreierlei Paprika, Möhren, wiederum Knoblauch und diverses Gewürz (Oregano, italienische Kräuter, Café de Paris, Paprikapulver, getrocknetes Sellerielaub, Estragon, Rosmarin…), sowie erneut etwas Brühe.

Dann bestaune man kurz die vielen bunten Farben im randvoll gefüllten Topf Nummer 2 und schließe für eine Weile den Deckel, bis alles gar gekocht ist.

Derweil grübele man, wer das ganze denn bitteschön alles essen soll und erstelle der Verzweiflung nahe einen Wochenarbeitsplan zur (Ver)Tilgung dieser Unmenge.

Im Anschluss mixe man den Inhalt von Topf 1…ihr erinnert euch….den mit Tomaten und Brokkoli…..und stelle erleichtert, wenn auch aus Erfahrung nicht sonderlich überrascht, fest, dass durch den Püriervorgang einiges an Volumen verschwunden ist. (Und nein, er zierte nicht meine Wände!)

Nach erfolgreicher Zerstörung jeglicher Form, die noch im Ansatz auf eine enthaltene Erbse, ein Brokkoliröschen oder eine Tomate hätte schließen lassen können, verlege man seine Aufmerksamkeit auf das den Garpunkt justament erreichende übrige Gemüse und lösche auch hier, bis auf einen Anstandsrest an zusammenhängender Substanz, die einen erinnern lässt, dass auch der moderne Mensch noch Zähne besitzt, sämtliche Struktur auf. Hernach gieße man an das Gemenge einen großzügigen Schluck Olivenöl.

Und fertig ist das dicke Süppchen, das ich nun gewillt bin auszulöffeln. Bis zum Schluss.

Das wird ein gutes Stück Arbeit.

Selbst schuld.

Mir schmeckt‘ s vorzüglich. Heute, morgen, übermorgen, …. Dank eines heiß abgefüllten 1,0-1,5l Einmachglases bestimmt auch noch überübermorgen.

Und wenn‘ s mir nicht zu den Ohren herausquillt, so löffele ich noch …. (Weckt mich bitte, wenn die hundert Jahre herum sind, ja?)

 

🙂

 

 

 

 

 

 

 


Kalorientierchen gehören geteert, gefedert und flambiert! (02.05.2016)

 

In meinem letzten Beitrag drehte sich das Erdenrund um die Ordnungsliebe und das Kochen gleichermaßen.

 

An letzterem hängt leider, leider auch immer noch ein Rattenschwanz an unliebsamem Beiwerk, welches je nach eigener Beherrschung beim Umgang mit Butterdöschen und/oder Sahnetopf im Ausmaß stark variieren kann. Bekannt ist dieses Phänomen unter dem Begriff Kalorien, welche- um dem bitteren Geschmack eine süßliche Note zu verpassen- gern auch liebenswert als Kalorientierchen betituliert werden.

Dabei sind die Dinger alles andere als süß oder knuffig.

So manchem Delinquenten, welcher einst als Opfer auserkoren worden ist, hängen sie gar ein Leben lang am Rockzipfel und verfälschen mit ihren arg dicklich geratenen Körperchen kackenfrech die Angaben auf der Waage. Nicht einmal bei diesem Akt intimer Selbstbegutachtung verziehen sich die kleinen Kerlchen in eine stille Ecke. Stattdessen lachen sie sich wahrscheinlich noch scheckig bis die Schwarte kracht.

 

Diesen vom Grunde aus bösartigen Gesellen hat nun die Belegschaft einer kleinen, schweizerischen Firma den Kampf angesagt. Recht so!

Kampf den Kalorientierchen“ kochen sich im wahrsten Sinne des Wortes die Pfunde weg, ohne dabei hungern zu müssen. Auch gesunde Speisen dürfen schmecken, bunt und vielfältig sein. Das einsam sein Möhrchen kauende Häschen ist Karottensalat von gestern….Genuss muss keine Sünde sein!

Herzlich willkommen, ihr wackeren Kämpfer! Wenn ihr noch Zahnstocher braucht, um mit gesenkten Lanzen und wehenden Fahnen gegen diese Bande vorgehen zu können, dann starte ich hier gern persönlich einen Spendenaufruf für euch. 😉

 

 

 


Ordnung ist das halbe Leben (01.05.2016)

 

Als ich vorhin so in meinem Topf herumrührte, dachte ich zunächst an…nicht viel. Danach an…nichts wichtiges weiter. Und schlussendlich lenkten mich meine Gedanken auf das Thema „Aufräumen“.

Warum?

Und weshalb gerade beim Kochen eines bisher schon vortrefflich duftenden Gulasch bestehend aus zweierlei Tierischem (alle Vegetarier und Veganer dürfen mich nun hauen), kleingehacktem Wurzelgemüse (inklusive meditativen Versinkens), sorgsam scheiblierten Pilzen, Paprika, Lauchzwiebeln und halbierten Prinzessböhnchen, sowie Tomatenmark, Malzbrot zum Andicken und allerlei Gewürz?

WEIL DAS nun einmal in der Quintessenz zur Folge hat, dass diverses Kochgeschirr in seiner unreinen Form anfällt und dieses recht unästhetisch herum- und im Weg zu stehen pflegt.

Ich mag es in der Küche gern halbwegs ordentlich. Der Typus „Nach mir die Sintflut!“ mit sich türmend-neigenden Utensilien, unzähligen Schnippelresten und vollgesauten Flächen liegt mir eher fern. Spätestens, wenn sich der Garprozess länger vor sich hin brodelnder Speisen dem Ende zuneigt, versuche ich das Gros bereits wieder säuberlich verstaut vorfinden zu wollen. Hinterher bleibt schließlich immernoch genug Abwasch übrig, vor allem, wenn man Gäste hat (was bei mir ja „zum Glück“ eher selten ist…).

 

Mit der Ordnung ist es ja aber immer so eine Sache.

Wagt man eine Aufräumaktion liegengebliebener Dinge, gerne auch am Arbeitsplatz, scheitert es oftmals gerade bei Papieren im Nachgang zur geleisteten kräftezehrenden Überzeugungsarbeit beim Schweinehund daran, dass diese Unterlagen unter Umständen noch gar nicht fertig abgearbeitet werden konnten und deren Bergungsaktion daher vorerst bis auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss.

Verschwindet dann doch etwas an seinem ihm zugeteilten Bestimmungsort, muss das im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass man es später dann dort auch gleich wiederfindet. Manchmal scheint es wie verhext, oder besser gesagt, wie weggehext. Leise hört man sich dann fluchen: „Kaum räumt man auf, findet man nichts mehr wieder.

Auf irgendeiner Datenautobahn im Hirn muss die Verknüpfung „Gegenstand-Ablageort“ eine Panne gehabt haben, falsch abgebogen oder in einer Rastplatztoilette versehentlich eingeschlossen worden sein.

In solchen Fällen könnte man sich dann oftmals regelrecht das Gehirn zermartern, ohne dass man darauf kommen würde. Manchmal hilft da nur der Zufall (und eine Eingebung), oder das Durchwühlen der Schubladen und Schränke.

Am Ende sagt man sich resigniert, das Trümmerfeld betrachtend, dass man ruhig mal wieder aufräumen könnte…

 

Allem zum Trotz…in der Küche habe ich soweit Klarschiff gemacht und nun lasse ich mir das Potpourri zusammen mit Spätzle munden. Oh, wie köstlich! Ich hoffe, es stört euch nicht allzu sehr, wenn ich es ganz alleine aufesse…?