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Papa²- A tale of real love II (28.04.2016)

 

Jepp, ich bin es mal wieder. Oder schon wieder. Wie auch immer.

 

Unser klassisches Bild einer Familie umfasst die Rollen von Mutter, Vater und Kind(ern).

Aufgeklärte Menschen wissen, dass dies nicht zwingend in Stein gemeiselt sein muss, sondern durchaus bunt changieren kann und darf.

 

Zu diesen tolerant eingestellten Exemplaren zählen sich seit einiger Zeit auch zwei Gänsegeierherren, denen selbst die reizendste Frauenwelt reichlich überflüssig zu sein scheint. Sie genügen sich schlichtweg selbst.

Für das perfekte Glück dieser inniglich praktizierten Beziehung fehlte bisher nur noch der passende Nachwuchs, den es am liebsten selbst aufzupäppeln gilt.

Daran scheiterte es aber leider aufgrund gewisser biologischer Schranken, die einem jeden Lebewesen nun einmal gesetzt werden. Da agiert Mutter Natur leider etwas eingeschränkt und auf absehbare Zeit wird sich das so schnell auch nicht ändern.

Wie „gut“, dass es Rabenmütter gibt, die den eigenen Nachwuchs samt Verpackung im wahrsten Sinne einfach fallen lassen. Dann freut sich eben ein Dritter. Oder besser zwei.

Nun bebrüten die beiden Herrschaften das Nordhorner Ei und gebannt blickt die (Zoo)Welt auf den anstehenden Schlupftermin. Vielleicht wird am Ende diese unkonventionelle Beziehung doch noch durch ein flauschiges Gänsegeierküken gekrönt.

Für alle Hobbypsychologen vorab: Dem Mini-Piepmatz wird es sehr wahrscheinlich egal sein, wer ihm die anverdauten Futterbröckchen hervorwürgt. Eine Sinnkrise hinter den großen Kulleraugen ist somit nicht zu erwarten- Kajal hin, Dreitagebart her.

Papa?

Papa²! Doppelt hält bekanntlich besser.

 


Meister Adebar baut an (9.4.2015)

Bei Familie Adebar wird es langsam eng.

Seit einer Weile hat bereits ein Storch das neu restaurierte Nest auf einem alten ausgedienten Schornstein besetzt und Stöckchen zurechtgerückt.

Nun hat sich auch seine Flamme eingefunden. Ab jetzt können sie zu zweit in den Sonnenuntergang blicken (welch kitschige Vorstellung^^) oder Wind und Wetter trotzen.

Erstaunlich finde ich ja, auf was für einem begrenzten Raum sie hausen. Man stelle es sich mal in einer stillen Sekunde an sich selbst vor…ich sage nur: Wohnklo mit Kochnische!

Und bald wird sich, wenn alles gut läuft, das Nest noch weiter füllen. Ich bin gespannt, wie diese Familienentwicklung  voranschreiten wird.

 

Grüße eines Storchenbeobachters.