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Erster Dezember (01.12.2016)

 

 

Na, schon das erste Türchen geöffnet?

Ich hoffe doch, dass ich mit dieser profanen Frage keinerlei panikartige Schweißausbrüche bei meinen Rezipienten verursacht habe! Das wäre mir peinlich. Also wer noch nicht hat…der Tag dauert ja noch ein paar Stunden an, bevor das zweite Türchen im Adventskalender aufgestoßen werden möchte. Natürlich soll diese Angelegenheit nicht in Stress ausarten. Wo kämen wir da hin?! Man kann schließlich auch nach Gutdünken schalten und walten, wie es einem beliebt….und wenn man die Türchen allesamt erst am 24. öffnet, oder zu Ostern, oder erst nächstes Jahr. Dies ist ein freies Land. Also tut euch keinen Zwang an. Meinen Segen habt ihr.

 

Auch andere haben unlängst eine Tür aufgestoßen, nämlich jene zu diesem Blog. Man stelle sich diese bitte im übertragenen Sinne vor, da sie taktil nicht wirklich greifbar sein dürfte…es sei denn, ich hätte etwas Grundlegendes verpasst. Spätestens, wenn ich das „Brett“ tatsächlich vorm Kopf habe, würde ich es jedoch merken, denke ich. Für sachdienliche Hinweise vorab über das reale, bei Missachtung sicher schmerzhafte Vorhandensein  einer Vorrichtung zum Schließen einer Öffnung (und, wo wir gerade dabei sind: den Sinn des Lebens, sowie die belegbare Existenz extraterrestrischen Lebens) wäre ich sehr dankbar.

Komme ich nun zu den neuen Gästen, die da wären: Annie Adler und DerKomoediant*…mit oe! Ladies first, meine Herrschaft. Herzlich willkommen und Freude am Lesen euch beiden!

 

Eines möchte ich euch zum Schluss noch verraten: Ich habe es bereits getan. Da bin ich wie stets pflichtbewusst!

 

 

 

* Uebersetzung ins Non-Umlautete…ich hoffe, dass ich damit keine Wunden beim Komoedianten aufreiße:

Na, schon das erste Tuerchen geoeffnet?

Ich hoffe doch, dass ich mit dieser profanen Frage keinerlei panikartige Schweißausbrueche bei meinen Rezipienten verursacht habe! Das waere mir peinlich. Also wer noch nicht hat…der Tag dauert ja noch ein paar Stunden an, bevor das zweite Tuerchen im Adventskalender aufgestoßen werden moechte. Natuerlich soll diese Angelegenheit nicht in Stress ausarten. Wo kaemen wir da hin?! Man kann schließlich auch nach Gutduenken schalten und walten, wie es einem beliebt….und wenn man die Tuerchen allesamt erst am 24. oeffnet, oder zu Ostern, oder erst naechstes Jahr. Dies ist ein freies Land. Also tut euch keinen Zwang an. Meinen Segen habt ihr.

Auch andere haben unlaengst eine Tuere aufgestoßen, naemlich jene zu diesem Blog. Man stelle sich diese bitte im uebertragenen Sinne vor, da sie taktil nicht wirklich greifbar sein duerfte…es sei denn, ich haette etwas Grundlegendes verpasst. Spaetestens, wenn ich das „Brett“ tatsaechlich vorm Kopf habe, wuerde ich es jedoch merken, denke ich. Für sachdienliche Hinweise vorab ueber das reale, bei Missachtung sicher schmerzhafte Vorhandensein  einer Vorrichtung zum Schließen einer Oeffnung (und, wo wir gerade dabei sind: den Sinn des Lebens, sowie die belegbare Existenz extraterrestrischen Lebens) waere ich sehr dankbar.

P.S.: #Wartezimmer scheinen höchst kuriose wie unheimliche Orte zu sein. Da nützt auch das zum womöglichen Zwecke der Aufmunterung leidgeplagter Delinquenten aufgebrachte, sonnenstrahlende Gelb an den Wänden wohl nicht mehr viel…vielleicht hilft ja ein erheiternd putziges Wasserspiel?! Ich bin gespannt, wie es dem Protagonisten ergeht.

 

 

 


Ihre Durchlaucht schlägt Wellen (07.05.2016)

 

 

Auf einer neuerlichen, sportlich betrachtet diesmal eher beschaulichen Radtour entlang des Elbe-Havel-Kanals traf ich bei märchenhaftem Wetter auf eine Prinzessin.

Ohne Witz!

Von Weitem staunte ich nicht schlecht darüber, was sich da plötzlich in einigen hundert Metern Entfernung vor mir aufgetan hatte. Allein ihre Rückansicht war schon…nunja….irgendwie besonders. Sehr aufwühlend, würde ich fast behaupten. Man sieht nicht oft, dass ein Hofstaat sein heimisches Wasserspiel à la Reichenbachfälle mit sich zu führen gedenkt. Nicht einmal im Märchen.

Mit wehenden Fahnen durchpflügte sie unbeirrbar die Landschaft, als befände sie sich auf einem Walkürenritt.

Wie es schien, wohl doch mit angezogener Handbremse. Es dauerte nicht lange, da hatte ich sie nämlich, hoch zu Ross auf meinem wackeren Drahtesel hockend, eingeholt.

Wenig prinzessinnenhaft packte Madame, einmal auf Hochtouren gelaufen, richtig an und warf mit ihrem recht kraftvoll daherkommenden Auftritt derart heftige Wellen auf, dass es eine Flunder auf den Rücken hätte legen können. Alle Achtung.

Alsbald trennten sich jedoch unsere Wege. Es tauchen schließlich immer irgendwo Schranken auf, die die Spreu konsequent vom Weizen zu trennen wissen. Man gibt sich nicht mit niederem Volk ab. Oder hat eben schlicht und einfach andere Pfade zu beschreiten. Wie auch immer.

Doch man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben.

Im Halbschatten einer an den Elbwiesen beheimateten, alten Weide lesend, ahnte ich nicht, dass mich die Prinzessin womöglich doch verfolgen könnte.

Wie ein laues Sommerstürmchen rauschte sie heran.

Von ihrer Entourage war jedoch kaum noch etwas zu sehen. Sie war wohl beim Mittagessen, während Durchlaucht neuerlich für einen halben Tsunami sorgte.

Und dann zog sie auch schon vorbei, die Nase kokett in den Wind haltend.

 

Es gibt Phänomene, die erzeugen scheinbar viel mehr Wirbel, als man im Allgemeinen für nötig erachten könnte. Ob einem Fischlein die Runde mit einem Riesenrad gefallen würde?

Ahoi, Prinzessin*, du Sturm im Wasserglas!

 

 

 

 

* Gemeint ist ein Flussschiff mit Schaufelradantrieb im Heck.

 

 

 

 

 

 


Frag doch mal…den Gingupin! (16.03.2016)

 

Wer hat sie nicht schon einmal selbst gewälzt….die drängendsten Fragen, die die Welt bewegen. Zumindestens die eigene, kleine. Im Moment spiele ich auch nicht auf irgendwelche schnöden Suchorgien nach Örtlichkeiten für überaus dringlich anstehende, menschliche Bedürfnisse an, die bei manchen hin und wieder wohl recht dominant jeden weiteren um Aufmerksamkeit konkurrierenden Gedankengang nach ganz weit hinten in die Warteschlange zu verweisen vermögen.

Aufschlussreiche Interviews mit ebenso spannend umrissenen Persönlichkeiten und aufmerksamen Persönlichkeitsstudien…angetan hat es mir der grundehrliche Gingupin…hierzu bietet Mallybeau Mauswohl, ihres Zeichens Autorin und Kunstschaffende.

 

Ich habe die Ehre, dich in meinen im Vergleich recht wenig heiligen Hallen begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen, Mallybeau!

Ein Stück weit neugierig bin ich auf deine Bücher geworden, die recht unkonventionell daherzukommen und bemerkenswerte Denkansätze zu beinhalten scheinen.

Eine Wundertüte?

Wer weiß das schon…

Quäk, quäk!

 

 

 


Gelauscht Teil I (08.03.2016)

 

Es gibt doch immer wieder diese herzerfrischenden Momente, die gerade deshalb so herzerfrischend sind, weil sie gänzlich unerwartet vorbeigeschneit kommen.

Ich saß in einem Zug (ja, es war die Rückfahrt), las in einem Schmöker (diesmal kein Fachblatt) und hörte bereits nach 10 Minuten das ungeduldige Kind in mir quängeln: „Wann sind wir endlich daaaahaaaaa?!

Kurze Zeit später schob schon der Schaffner seine Uniform durchs Abteil und stellte die unvermeidliche Frage. Diesmal ließ ich mich nicht von schräg hinten übertölpern…

Als wir unseren gemeinsamen Nenner- das Ticket- abgeklärt hatten, zog die Karawane weiter und strandete bei einem älteren Herren. Vorbildlich zückte auch er seinen Fahrausweis und begann eine unverbindliche Unterhaltung mit dem Schaffner, welche mit folgendem, gut gemeinten Hinweis beendet wurde:

 

Er, also der Bahnmitarbeiter, solle doch- sinngemäß- nicht mehr so dolle ranklotzen, schließlich müsse er auch an seine eigene Rente denken.

(Dabei konnte man das lebhafte Glitzern in den Augen des Herren erahnen, ohne direkt neben ihm sitzen zu müssen. Von Ironie- das möchte ich einschieben- war er mindestens so weit entfernt wie Weihnachten von Ostern. Das wir uns richtig verstehen.)

 

Da ist was dran!, dachte ich mir.

Ich habe schon oft daran gedacht, wie es wäre, wenn man bis 67* ackert und prompt am letzten Arbeitstag noch während der Abschiedsfeier das Zeitliche segnen würde.

Hätte man da noch ausreichend Zeit, sich gehörig ärgern zu können? Ich hoffe nicht, schließlich wäre das so schon harter Tobak, den man sich nicht auch noch über Minuten hinweg auf Spar(lebens)flamme ernsthaft vor Augen führen müssen sollte.

In jedem Fall freut es den Staat oder das berufliche Versorgungswerk. Was gibt es Schöneres als zahlende Kundschaft, die nicht einen einzigen abgestandenen Tropfen Wasser aus der Leitung zu sich genommen hat. Anteilige Hinterbliebenenrente hin oder her.

Für einen selbst wäre es…nunja…gelinde gesagt reichlich blöd.

Auf der anderen Seite wäre es jedoch recht kontraproduktiv für die Gemeinschaft, wenn sich jeder dieser wohlgemeinten Worte annehmen und sagen wir mal ab 55 alle Fünfe gerade sein lassen würde.

Entscheidend ist, dass man seine volle Leistung auch bis zum Schluss erbringt, sich dabei aber nicht bis zum letzten Blutstropfen aussaugen lässt. Die einen können das ganz formidabel umsetzen, die anderen müssen das noch lernen. Jeder steht nicht nur für seinen Arbeitsgeber und die Gemeinschaft, sondern auch und insbesondere für sich selbst in der Verantwortung.

Das wurde mir bei den Worten des älteren Herren wieder einmal bewusst. Mein eigener Renteneintritt steht zwar noch eine ganze lange Weile an, aber es ist nicht verkehrt, bereits im Vorfeld ein paar Gedanken darüber „verschwendet“ zu haben.

 

Eines steht aber fest: Sollten die Hinternplattsitzer in irgendwelchen politischen Entscheidungsgremien noch weiter an der Aufwärts-Stellschraube zum zukünftigen Renteneintritt herumspielen, wird dem Arbeitnehmer irgendwann unweigerlich der Saft ausgehen, ob er will oder nicht. DANN wäre ich dafür, dass Unternehmen bzw. Arbeitgeber sich nicht allein Gedanken über betriebsinterne Kintertagesstätten machen sollten, sondern vielmehr über angeschlossene Seniorenstifte oder geriatrische Versorgungseinrichtungen nachdenken müssten, damit der dienstbeflissentliche Arbeitnehmer auch noch mit seinem letzten Atemzug zur Produktivität beitragen kann.

Wir werden zwar älter, betrachtet man die letzten Jahrzehnte, doch irgendwann ist auch hier eine bestimmte Schmerzgrenze überschritten. Was habe ich noch von meiner Altersruhe, wenn ich mit 90 Jahren gnädigerweise aus dem Arbeitsleben scheiden darf? Für die Weltreise mit dem Ozeandampfer könnte das schon eng werden. Bungee-Jumping wäre auch nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Allein den ganzen Tag im Ohrensessel versunken möchte ich nicht auf den letzten Tag hinfiebern müssen.

Ich bin sehr gespannt, was sich da noch tut. Man muss auf jeden Fall bedenken, dass nicht jeder besonders reichlich mit Jungbrunnen-Genen ausgestattet ist und noch mit Einhundert durch die Botanik hüpft wie ein junges Ferlchen.

 

 

Bevor ich noch weiter ausschweife….“sage“ ich schnell: Bis demnächst!

Wohlwollend.

S.

 

 

* vorläufiger Stand (es kann nur besser werden…)

 

 


Was schleichen Sie sich aber auch so an! (03.03.2016)

 

Ich saß im Zug nach Irgendwo. Mal wieder.

 

Gänzlich in meine Fachzeitschrift vertieft, zerpflügte ich die Landschaft, ohne sonderlich Notiz von ihr zu nehmen. Offenbar ebenso hartnäckig strafte ich eine Person mit vollkommener Ignoranz, welche sich den Weg zu mir bereits fast zur Gänze gebahnt hatte und kraft ihres Amtes ein recht drängendes Anliegen an mich zu richten hatte.

Guten Tag! Die Fahrkarte, bitte!

Entgeistert blickte ich nach schräg hinter mir und glotzte wohl für eine Millisekunde recht blöd aus der Wäsche.

Wo kam der denn bitteschön her?! Im Abteil hinter mir saßen doch auch Leute…

Der Überraschungseffekt war somit ganz auf seiner Seite. Das musste ich ihm zugestehen.

Aufgrund dessen dauerte jedoch auch die Suche nach dem Ticket einen Augenblick länger. Am Ende befand sich dann aber doch alles am rechten Fleck und die Samtpfote mit der Trillerpfeife zog zufrieden von dannen.

 

Es ist schon erstaunlich, wie tief man tatsächlich in seiner Lektüre versinken kann. Da fällt die sich direkt nebenan mit viel Getöse öffnende Erdkugel oder das auf dem Zugdach landende, wild piepsende Raumschiff unter Umständen kaum auf. Ganz zu schweigen von einem Schaffner.

 

 

 


Nur Mut! (28.02.2016)

 

Eine Leserin meines Blogs, Joan Quade, hat in einem ihrer Beiträge (The End) einen sehr wunden Punkt eines jeden Autors oder- allgemein gesprochen- Künstlers thematisiert.

Wie entlasse ich MEIN BABY am schonendsten in diese große, weite Welt? Was ist mit den ganzen zähnefletschenden Raubtieren, die nur auf dieses zarte Stück Frischfleisch zu warten scheinen, um es dann gnadenlos zu zerfleischen? Gibt es denn überhaupt nur solche Unholde? Versteht mich einer da draußen?

 

Ihren Beitrag nahm ich zum Anlass, mir darüber ein paar Gedanken zu machen und in Form eines Kommentars niederzuschreiben, auf dass er Mut stiften möge.

 

 

Keiner sieht „sein Baby“ gern in der Luft zerrissen. Der Schritt, es in diesen Raubtierkäfig voll selbsternannter Experten zu entlassen, scheint oft unüberwindlich.

 

Einigen, sich besonders wichtig nehmenden Kritikern mangelt es oft auch an der entsprechenden Vorstellungskraft, dass sich gleichsam hinter den Zeilen noch ein ganz eigenes Universum befinden könnte, welches der Autor in seinem Kopf erschaffen hat, um so etwas wie Leben in die Aneinanderreihung unzähliger Buchstaben zu hauchen.
Es liegt in der Pflicht eines gewissenhaften Lesers, diesen Umstand zu achten und auch die offen entgegen gestreckten Hände zu ergreifen, um sich bereitwillig in die Welt hinter der Geschichte überführen zu lassen oder diese im besten Falle sogar weiterzuspinnen.
Nur so funktionieren sowohl das Schreiben als auch das Lesen.

 

Sollte dies nicht gelingen wollen, gibt es immernoch die Option, das Buch beiseite zu legen, sich seinen Teil zu denken und zu respektieren, dass nicht alles dem eigenen Geschmack entsprechen kann.
Alles andere würde im öden Einheitsbrei enden, dessen Spannungsbogen der Körperspannung eines vor zwei Wochen gestorbenen Fisches gleichkäme und bei welchem man noch nicht einmal die Einleitung lesen müsste, um das Ende frei zitieren zu können.

 

Doch auch als Autor kann und darf man nicht von jedem einzelnen Leser abverlangen, dass er die eigenen Gedankengänge in ihrer Komplexität vollends vorausahnen kann. Der eine braucht mehr Hilfestellung, der andere weniger.
Man muss Akzeptieren lernen, dass es auch eigenständige Köpfe gibt, die sich nicht auf das „Baby“ einlassen können oder wollen. Würde nur noch nach der Präferenz anderer gestrebt werden, kämen wir beim selben Einheitsbrei wie oben bereits benannt heraus.

 

Man sollte für sich entscheiden, was und worüber man schreiben möchte und der Leser soll entscheiden, was und worüber er lesen möchte.
Wichtig ist, dass es allen gut dabei geht und sich keiner verbiegen muss!

 

Bleib‘ ehrlich zu dir selbst, und wenn du hinter einer Geschichte stehst, dann lass es die Welt wissen, indem du sie mit ihr teilst.
Wer sich nicht mitnehmen lässt, findet sicher anderswo in anderen Geschichten sein zu Hause.

 

 

Lasst Versagensängste nicht die Überhand gewinnen.

Habt Mut, zu euch selbst und euren Werken zu stehen. Nur Mut!

 

 

Hochachtungsvoll!

S.

 

 

 


Monotonie in G-Moll (14.02.2016)

 

Der anlässlich zu Ehren einer gewissen amourösen Gefühlsregung, welche ganz offenbar nur an einem einzigen Tag im Jahr als sonderlich feierwürdig angesehen wird- man  betrachte einmal nüchtern die emporschnellenden Verkaufszahlen von Rosen oder herzchenförmigen Gebrauchsgegenständen und Nährmitteln- stattfindende und gleichsam alljährlich wohlwollend von der Industrie zum Zwecke der ausgeprägt gefühlsarmen, profitnährenden Ausschlachtung schamlos ausgenutzte Valentinstag kann darüber ganz und gar nicht hinwegtäuschen, was sich da heute Wetter schimpft.

Gern lasse ich mich davon überzeugen, dass es 1A zum Kuscheln liebeswütiger Ehrentagsbegeher taugt…..mehr aber auch nicht.

Ich bekam schon schlechte Laune, als ich meinen Blick nur für einen Bruchteil einer Sekunde aus dem Fenster in diese graue, tief verhangene Tristess schweifen ließ. Richtig schlimm wurde es, als ich im Augenblick geistiger Leere die Regentropfen beobachtete, wie sie sich langsam ziehend vom Balkongeländer lösten und völlig unmotiviert der Schwerkraft folgend auf den Holzplanken aufschlugen.

Tropf. Plitzsch. Tropf. Plitzsch.

Selbst der Rutsch durch intervernetzte Welten gestaltete sich überaus zäh. Die daraufhin leicht überdehnten Nervenstränge wurden mir daraufhin mit folgender Begründung entschuldigt: Das Plugin sei gerade „beschäftigt„.

Bitte was?!

Ich las mir zu meiner eigenen Sicherheit (verstehendes Lesen…) die aufgeploppte Meldung erneut durch. Ja, tatsächlich: Es war nicht etwa beschädigt oder sonst etwas. Nein! Es war schlicht beschäftigt.

Sack Zement! Es ist wohl gerade Käffchen trinken, oder was? Jetzt, wo ich gerade einmal im Internet unterwegs sein möchte?!

Im Schock brühte ich mir erst einmal einen frischen grünen Tee auf. Die darin enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe mochten mir zur besseren „Verdauung“ dieser subtil Unverständnis auslösenden Botschaft gereichen.

Ich besann ich.

Vielleicht stellte sich alles nämlich auch komplett anders dar: Womöglich hockte dieses Plugin lediglich gemütlich in seiner Wohlfühllandschaft und kuschelte inniglich mit Cockie.

Happy Valentine‘ s day!*

 

 

* Bitte nicht allzu ernst nehmen…