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Postmondän (27.10.2015)

 

Müsste ich den Begriff ad hoc auseinanderklamüsern, dann würde wohl nichts Gescheites dabei herumkommen: Piekfeines vom Krabbeltisch? Hochwohlgebildete Vergänglichkeit? Außergewöhnliches von der Stange?

Wer oder was ist postmondän?

Es ist eine Autorengemeinschaft, die filigrane, wohldurchdachte Textungetümer in die Welt gebärt. Ebendiese geistigen Riesenbabies lassen mein kleines Lichtlein noch ein Stück weit funzeliger erscheinen. Lichtmeister…mehr Licht!

Sei es drum- auch wenn mein „Krämerladen“ hier im Vergleich einer Dunkelkammer Konkurrenz machen könnte.

Was uns ein Stück weit eint, ist jener Umstand, dass sich auch ein Hessescher Steppenwolf (jaja, aus Sicht eines Geisteswissenschaftlers sicher etwas für Anfänger^^) neben einem Fantasyschmöker von Kai Meyer gut im heimischen Bücherregal ausnimmt. Nicht nur rein optisch! E.A.Poe hat offenbar auch nichts gegen seine Nachbarn. Lediglich meine Fachliteratur lasse ich im Schubfach….die würde nicht ins Einrichtungskonzept passen.

Tolerante Vielfalt! Die Überwindung von scheinbar existierenden Barrieren und Vorurteilen/Konventionen macht doch einen wahren freien Geist aus.*

Herzlich willkommen, Martin!**

 

 

 

* Dennoch bleibe ich so frei und meiner treu, dass ich als oller „Gruftmucken“-Anhänger nie, nie, niemals HipHop toll finden werde. Existieren darf es….jedoch gern außerhalb meiner Hörweite. Nur so nebenbei erwähnt, um kurz in ein anderes Genre abzudriften.***

** Ein rostiges Kettenhemd oder die Gimli-Zwergenaxt brauchst du hier auch nicht. Versprochen.***

*** Fußnoten sind toll! 😉

 

 

 

 


Per aspera ad astra (07.10.2015)

 

Der Weg zu den Sternen ist ein steiniger, sehr rauher Pfad mit steilen Anstiegen, Kehrtwendungen, Irrungen und Wirrungen.

Ihr fernes Licht- das Licht von Sterbenden- entfacht unsere tiefsten Sehnsüchte und lässt uns gedankenverloren in die weite Schwärze über unseren Köpfen blicken, nur um am Ende doch wieder ganz bei uns selbst anzukommen.

Manchmal scheint es, als ob sich auch zu all dem Irdischen eine Sternenseele verirrt hätte, allein um uns die Augen mit sanftem Fingerzeig zu öffnen und die wahre Schönheit hinter den Dingen zu offenbaren.

Die Poesie verbindet wie ein unsichtbares Band- geflochten aus Worten der Sehnsucht und dem Streben nach der Vollkommenheit der Sterne.

Herzlich willkommen, Ariana!

 

 

 


Eine kleine Nachtgeschichte. (23.09.2015)

 

Es ist finstere Nacht. Kein Mond scheint, kein Wolf heult einsam vor sich hin.

Zwei Katzenaugen flackern auf, die begierig- so scheint es- den letzten Rest Licht der entfernt stehenden Laterne aufzusaugen scheinen. Dann huschen die beiden kaltblauen Leuchtpunkte davon. Ein letzter Blick zurück. Der nächtliche Streuner ist fort.

Ein alter Mann schlurft über den Gehweg. Zielsicher lenkt er die Schritte, als kenne er den Weg.

In der Hand blitzt ein metallisch glänzender Gegenstand auf. Diesen vor den Bauch gerichtet, als wolle er einen unsichtbaren Gegner abwehren, steuert er auf eine schwarze Limousine zu, aus deren Inneren nur mehr Schwärze hervorzudringen scheint.

Der metallene Widerschein zuckt kurz in seiner Hand….

 

>Möööb-Möööb<<

 

 

Und ich dachte, dass dieses akustische Öffnungs- und Schließorchester in Form von Hupen, Piepsen, Quietschen und was weiß der Geier längst aus der Mode gekommen und allerhöchstens noch in leicht angestaubten Filmen aus den 80ern oder 90ern zu finden sei.

Nee, da wurde ich eines Besseren belehrt.

Die Automarke mit Stern (und andere sicher ebenfalls) bietet dieses akustische Signal auch heute noch an…zur Freude der Nachbarn. Würde ich mir dieses Schmankerl zulegen wollen, dann hätte ich bei meiner regelmäßigen Nachtfahrerei (entweder in der Früh oder abends) aber richtig viele Freunde.

MÖÖB….ich fahre jetzt auf Arbeit! MÖÖB-MÖÖB….bin wieder da!!!

 

Da bleibe ich lieber bei meinem schneidigen, aber im direkten Vergleich eher schnöden Ent- oder Verriegelungsgeräusch. Die sich anschließende Leuchtorgel reicht mir vollkommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Was ’ne Leuchte… (14.3.2015)

 

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass auch Fahrräder bei Dunkelheit ausreichende Beleuchtung aufweisen sollen. Das ist mehr als förderlich für das Fortbestehen des eigenen Wohls…außerdem bringt man damit auch seine Umwelt nicht in überflüssige Schwierigkeiten!

Und weil wir das alle wissen, fahren wir natürlich direkt am Posten einer Allgemeinen Verkehrskontrolle der Polizei vorbei….ohne Licht. Weder hinten noch vorne.

Ich meine…manche fordern ihr Glück aber auch regelrecht heraus…

Prompt schnappte die kilometerweit sichtbar illuminierte-weil auffällig blinkende- Falle zu und die junge Dame wurde heranzitiert. „Komm’Se mal bitte her…

Offensichtlich war sie noch relativ jung (aber kurz vor oder bereits mit Wahlberechtigung…also durchaus mündig!) und durfte nach einer Belehrung davontraben…nicht auf, sondern neben dem Rad, das keine funktionstüchtige Funzel besaß.

Was sagt uns das?

Immer schön Licht anmachen ODER das Fahrrad schieben ODER weithin sichtbare Verkehrskontrollen weiträumig umfahren.

Ich bin aber für erstere Option….weil sinnvoll und am nutzbringensten. Was meint ihr?


Neuankömmling (19.2.2015)

 

Ich darf einen Neuankömmling willkommen heißen.

Viel Spaß und Freude bei der psychoanalytischen Entschlüsselung meiner Beiträge. Du scheinst ja irgendwie vom Fach zu sein, oder?

Solltest du anhand meiner Texte schwerwiegendere Probleme als steigende Resignation und zunehmendes virtuelles Kopfschütteln herauslesen können, dann teile es mit bitte rechtzeitig mit, damit ich zum Ausgleich noch ganz, ganz viele nette Geschichtchen mit bunten Blümchen und rosa Wölkchen schreiben kann. Wäre super freundlich! Ich möchte hier ja keinen alles negierenden Eindruck hinterlassen….das Leben hat ja auch seine schönen Seiten, die Menschen können lieb zueinander sein, einige Leute denken mit und nicht nur an sich, das Internet ist nicht nur böse,…..!

Wo Schatten ist, da muss auch irgendwo Licht sein….dieser Überzeugung folge ich, auch wenn es manchmal etwas schwerer fällt. (-:

Also: Herzlich Willkommen!


Verloren gegangen (26.1.2015)

 

So, ich bin es wieder. Und nein, ich habe bei meiner Möbellieferung keinen einzigen Nerv verloren.

Soweit so gut und erstaunlich obendrein, denn: Etwas anderes ging stattdessen verloren.

Da fehlte doch tatsächlich ein Hängeschrank bei der Lieferung. Wer weiß, auf welchen Umlaufbahnen dieses „leicht“ übersehbare Teil gerade seine Runden im Orbit dreht…ich hoffe, sie finden es baldigst wieder und das dann nicht erst in zehn Jahren, wenn mal wieder das Zentrallager (in der Hoffnung also, dass es überhaupt produziert worden ist) durchgefegt wird. Huch, da steht ja noch was…es gibt ja auch Postkarten, die erst nach vielen Jahrzehnten ihren Empfänger (oder dessen Kinder/ Enkelkinder) erreichen.

Und eine Lampe wartete auch noch ohne Steckerverbindung auf…braucht man ja nicht. Man schließt schließlich das laufende Hamsterrad für die Stromproduktion direkt am nackten Kabel an. Es werde Licht! Stecker sind sowas von überflüssig….dachte sich der Lieferant. Der Meinung bin ich nicht und deshalb werde ich mich dahinter klemmen, damit alles rasch über die Bühne gehen kann. Vorerst muss ich mich damit trösten, dass ich ohne funktionstüchtige Lampe zumindest deren Stromverbrauch einspare….welch bestechender Irrwitz! Man muss es sich halt nur schönreden können.

 

Seltsamerweise haben mich diese Querschläger kaum angehoben. Vielleicht, weil mich alles andere überrascht hätte. Es ist doch immer irgendwas. Der Mensch braucht Beständigkeit…und zack geht wieder etwas andere Wege, als man es von einem reibungslosen Ablauf erwarten würde. Im Endeffekt ist also wieder alles im Lot, wenn etwas schief geht. Klasse Logik, nicht war?

 

Ich warte dann also mal gespannt und aufs Höchste geduldig auf meine verschollenen Stücke…und warte….immernoch.

 

 


Im Nebel über den Styx (4.10.2014)

Manche Mitmenschen hängen tatsächlich nicht sehr am Leben. Vermutlich sind das aber wiederum jene Kandidaten, die einen im Prinzip am Ende doch noch überleben würden. weiterlesen