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Logik… (14.12.2016)

 

Was ist der Sinn eines Antivirenprogrammes?

Genau!

Es soll für eine sichere Internetnutzung sorgen.

Die Betonung liegt auf Nutzung. Nicht Abschaltung (im Sinne von pauschalem Blockieren sämtlicher Internetseiten von A-Z). Was für einen Sinn würde ein kostenpflichtiges Programm denn sonst machen? Oder wollten die mir mit dem letzten Update (ohne Chance auf Verzicht) nur sagen, dass ich mein Geld beim damaligen Kauf auch gleich aus dem Fenster hätte werfen sollen? Quasi durch die Blume…

Nach der x-ten Testsystemwiederherstellung konnte ich das Internetproblem auf dieses Antivirenprogramm(update) einkreisen. Dort liegt wohl sozusagen der Hase im Pfeffer begraben. Ganz offensichtlich.

Und nun?

Die Alternative zu „nix Internet“ ist : Man könne doch seine gewählten Sicherheitseinstellungen etwas reduzieren. Aha! Die automatische Selbstschussanlage muss also abgebaut werden und gegen ein Fläschchen Seifenblasenpustefix ausgetauscht werden.

Bämmm! Nimm das!! *Seifenblasen blubber*

Vielleicht tue ich den Verantwortlichen auch einfach nur Unrecht, wenn ich auf deren Ansicht herumhacke, dass ein wirklich sicheres Internet eben KEIN-Internet-Haben bedeutet.

Wenn ich aber das „KEIN-Internet-Haben“ akzeptieren würde….warum sollte ich mir das Antivirenprogramm noch kaufen?

Ich möchte einen optimalen, vollumfänglichen Schutz haben UND einwandfrei funktionierendes Internet.

Verlange ich etwa zu viel?

Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen. Ich bastel weiter.

 

Fazit:

Wisst ihr….es gibt Tage, da würde ich gern den Mittelfinger gegen sämtliche nervraubende Dämlichkeiten, Zeitverschwendungen, und Nutzlosigkeiten des Alltags erheben wollen. Allein mein Anstand lässt es mich nicht tun.

Leicht angesäuert: S[Punkt]

 

 

 


Von Vorvor(…?)gestern (13.07.2016)

 

Gestern:

 

Dürfen es die mit dem Fußballmuster sein?“ Die Verkäuferin hielt demonstrativ ein Brötchen in den von ihr wohl angenommen eher kurzsichtig ausfallenden Sichtbereich des Herren auf der anderen Seite des Thresens.

Der Kunde am Bäckerstand schien sich umgehend zu einem skeptischen Blick genötigt gefühlt zu haben, nachdem sich einige Synapsen zu einem ALARM-Signal verschaltet hatten.

Schnell schob die Verkäuferin nach: „Selber Teig, selber Preis!

Ein paar Meter entfernt stand ich an einer Kasse und wartete darauf, dass meine frischen Erbsenschoten über die Kassenwaage rutschen durften und verfolgte die Begebenheit aufmerksam.

Dem Mann war die Lage wohl nicht ganz geheuer, schließlich lag das EM-Finalspiel zwei Tage und das letzte Spiel mit deutscher Beteiligung noch etwas länger zurück.

 

Klar, weshalb sollten jetzt noch völlig euphorisiert schwarz-rot-goldenen Fähnchen geschwenkt werden? Dieser Logik folgend wäre auch ein auf Semmeln aufgeprägtes Fußballmuster eher (Ei)Schnee von gestern. Oder Vorgestern…

Ich bin der Meinung, dass man aber auch gern kreativ recyceln darf. Wer hat denn in „altbackenen Stein“ gemeißelt, dass dies der Abdruck eines Balles sein soll? Ich denke bei Sechsecken ziemlich genauso spontan an Bienenwaben, was sicher auch dem Umstand geschuldet ist, dass ich Honig sehr gern esse. Am besten direkt vom Imker um die Ecke.

 

Nun aber zurück zum Kunden, der sich nicht wirklich zu einem Kauf entscheiden konnte.

 

Die Verkäuferin las in diesem beinahe verzweifelten Ja-Nein-Schwebezustand jedoch ganz offensichtlich die in dieser Situation drängendste aller zu klärenden Fragen, welche in großen Leuchtreklame-Lettern über die Stirn des unschlüssigen Mannes wanderte.

Die junge Dame zog das Ass aus dem Ärmel: „Die sind auch ganz frisch!!!

Fast schon hätte man meinen können, dass in der nächsten Sekunde beim Gegenüber zentnerweise Felsbrocken von einem von Zweifeln martialisch zernagten Herzen rollten. (Ok, ich übertreibe ein wenig…).

BÄM.

Von nebenan hörte ich ein zutiefst amüsiertes Glucksen und Gackern einer Verkäuferin des Supermarktes, die gerade ein Regal befüllte.

Auch ich musste schmunzeln.

DAS sollte nun also geklärt worden sein!

 

 

 

 


Abfuhr (02.12.2015)

 

Ich möchte ein konkretes Beispiel hierfür ein wenig abstrahieren (Details sind in der Quintessenz nicht sonderlich relevant).

 

Man stelle sich vor, man ginge terminlich vereinbart zu jemandem, bei dem man etwas vor längerer Zeit bestellt hat, nur um dann gesagt zu bekommen: „Leider haben wir es nicht vorrätig. Es gibt (seit Längerem*) Lieferschwierigkeiten.

Zwischendrin stelle man sich für einen kurzen, dennoch erquicklichen Moment meine innerlich heraufbeschworenen Begeisterungsstürme vor.

Hierauf folgten weitere Worte meines Gegenübers: „Wir können Sie aber auf die Liste setzen und Sie anrufen, wenn wir es wieder da haben.

Mein Entzücken ob der kaltschnäuzig vorgetragenen Abfuhr kannte nun keine Grenzen mehr und ich musste mir arg auf die Zunge beißen, um folgende Sätze nicht in derselben undiplomatischen Tonfarbe, in der sie euch hier formuliert erscheinen, wiederzugeben.

UND WARUM rufen Sie mich nicht VOHER an, wenn längst* ersichtlich gewesen ist, dass ich heute unverrichteter Dinge wieder abziehen muss? Offensichtlich sind Sie ja gemäß Ihrer eigenen Worte doch im Besitz eines angeschlossenen Telefons (sollte- nebenbei bemerkt- in diesem Falle auch eine Selbstverständlichkeit sein).

Auch wenn ich gerade Urlaub mache: Habe ich etwa die Zeit gestohlen?! Pardon, Madame, davon wüsste ich.

 

Es gibt Tage, da frage ich mich, wer mich hier gerade an der Nase herumführen möchte. Ich setze meine Gebeine gerne an die frische Luft, aber dann doch selbstbestimmt und nicht terminisiert. Erst recht nicht für eine fragwürdige Abfuhr. Was ist, wenn daran unnötige Ausgaben oder Einschränkungen verknüpft wären? Wiegt ein Akt von vielleicht 20 Sekunden (vorheriger Anruf bei mir) die möglicherweise entstehenden Unannehmlichkeiten in einem weitaus größer ausfallenden Zeitraum auf? Schert sich darum überhaupt jemand? Offensichtlich nicht.

Darüber kann ich nur mein Haupt schütteln.

 

 

 

* Ich habe diese Problematik nachträglich im Internet recherchiert. Muss man jetzt jedem, von dem man etwas möchte, im Vornherein hinterherputzen. Wo bleibt denn da die eigentlich zu erbringende Eigenleistung des anderen?

 

 

 


Sonnenstich?! (14.08.2015)

 

Dem Trollo hat wohl die Sonne zu stark zwischen die Ohren geschienen!

Erst tuckerte er mit seinem Wagen im 100er Bereich mit vielleicht 70 herum (ok, störte mich nicht…er fuhr hinter mir), dann brauste er plötzlich mit angezogener Geschwindigkeit in der 70er Zone von hinten heran, dass ich Bedenken ob der Funktionsfähigkeit seiner Bremsen hegte und schließlich, als ich wieder meine 104km/h eingepegelt hatte, rückte er mir dermaßen auf die Pelle, dass ich im Rückspiegel seine Augenfarbe hätte erkennen können. Zu guter Letzt zog er nach einer Weile doch noch an mir vorbei…nur um direkt vor mir wieder einzuscheren und eine Geschwindigkeit von 100km/h einzunehmen….zur Rekapitulation: Ich fuhr zuvor 104 und war ihm wohl zu langsam. Wer den Logikfehler entdeckt, bekommt einen virtuellen Blumentopf geschenkt! (Aber bitte nicht alle auf einmal!).

In der nächsten 70er Zone fuhr er mir dann davon. Von fern konnte ich noch einige irrsinnige Überholmannöver verfolgen, die effektiv eine Zeitersparnis seiner Fahrzeit von fast nichts erbrachten, da er immer wieder auf neue „Hindernisse“ traf.

 

Das Lustige an der Sache…einige Kilometer Landstraße und eine Fahrt durch die halbe Kleinstadt später….traf ich ihn an einer roten Ampel wieder. Er wollte abbiegen und musste warten. Auf der Geradeausspur wagte ich im Vorbeifahren einen winzigen Seitenblick…und mich wunderte nichts mehr!

Ein Kerl vom Typ überhitzter Stiernacken klemmte hinterm Steuer. Sternzeichen: Widder, Steinbock, Stier oder von allem etwas.

Naja, wenn’s hilft…

 

 

 

P.S.:Wusstet ihr, dass defensives, gleichmäßiges Fahren weniger Stau verursacht als ständiges übermäßiges Beschleunigen und wieder Abbremsen?