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Kommunikation ist alles! (29.09.2015)

 

 

Ich genieße gerade Urlaub und habe mir extra einen Reparaturtermin eines sich abhebenden Fliesenspiegels in diese Zeit legen lassen, damit ich nicht meine kostbare Arbeitszeit (mitsamt imposanter Überstundensammlung) verschwenden muss.

 

Der Mangel besteht seit Frühjahr (ich berichtete). Seitdem renne ich der Bande (Hausverwaltung, Handwerkertrupp) hinterher. Nun sollte sich endlich etwas tun…schwarz auf weiß hatte ich es vor mir zu stehen.

 

Pünktlich 7Uhr an diesem wundervollen, noch nebelverhangenen Dienstag stand ich parat und auf Empfang.

Das folgende Prozedere nur kurz im Telegrammstil:

Ich wartete—eine Viertelstunde (das „akademische Viertel“ kenne ich zu meinem überpünktlichen Leidwesen bestens^^)—eine halbe Stunde—der erste Anruf beim Handwerker—keiner erreichbar—eine Stunde—zweiter Anruf—keiner da—sms an den Hausmeister—er würde auch niemanden erreichen—weiter warten—Anruf bei der Hausverwaltung—zuständige Madame nicht am Platz—weiter warten—dritter Anruf beim Handwerker—HEUREKA!—er geht ran UND erklärt mir, dass der Auftrag für MITTWOCH festgesetzt worden ist!

 

Ich blickte nicht schlecht aus der Wäsche, denn mir wurde wiederum schriftlich bestätigt, dass der Dienstag veranschlagt worden ist.

 

*KOPF DREIMAL GANZ, GANZ FEST AUF TISCHPLATTE*

 

Wie sagt man so schön: Kommunikation ist alles!

Aber klar sitze ich gerne meine Vormittage mit Warten ab, während draußen die Sonne lacht. Im Urlaub geht das schon mal. Dafür ist er schließlich da…zum Nichtstun….und geistigen Abschalten (das impliziert aber nicht, dass das auch parallel auf andere übergehen sollte!).

Nur würde ich mir diese Art von Freizeitgestaltung bitteschön gern selbst in meinen Tagesplan eintakten wollen.

 

Manchmal kann man die Augen gar nicht so stark rollen, wie man wöllte. Oder so viel mehr kotzen*, als man überhaupt essen könnte.

Nun hoffe ich eben auf morgen…Hauptsache ist, dass sich dann auch alles endlich mal zum Guten wendet! Dann mache ich drei Kreuze im Kalender, oder stifte gleich einen ganzen Friedhof!

 

 

 

* Entschuldigt bitte mein unflätiges Verhalten! Derlei unkontrolliert motivierte „rückläufige Peristaltik“/emotionsgesteuerter Vomitus gehört sich eigentlich nicht. Aber was raus muss…

 

 

 

 

 

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Mangelhaft (02.09.2015)

 

Seit ewigen Zeiten renne ich einer Mängelliste meiner Wohnung hinterher.

 

Nun endlich hat sich ein kleiner Schritt für mich (und ein gewiss viel, viel kleinerer für die Menschheit) vorangetan. Die Hausverwaltung reagierte. Dass ich bereits androhte, die Miete zu kürzen, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Monatelange Hinhaltetaktik (ob nun bewusst, oder nicht) könnte nun erfolgreich unterbrochen worden sein.

Gestern (Dienstag) fand sich auch ein Handwerker zur Begutachtung ein. Soweit, so gut.

Eigentlich sollte auch der Hauswart zugegen sein. Diesbezüglich wurde mir am Montag eine email der Verwaltung zugesandt mit der Bitte, doch dringend bis zum Abend Bescheid zu geben, wann ich einen Termin mit der Firma festgelegt haben würde. Versandt wurde die email um die Mittagszeit.

Tja, und wie das so ist, lese ich nicht täglich emails. Dringlichkeit hin, Dringlichkeit her. Wenn etwas derart unter den Fingern brennt, bestünde theoretisch die Möglichkeit, anzurufen. Theoretisch. Hernach las ich die Nachricht also um einen Tag zeitversetzt…der Handwerker war fast schon am Klingeln.

Abgesehen davon lies ich- vorsorglich denkend wie ich nun einmal bin- dem Hausmeister bereits am Vortag des angesetzten Treffs eine sms zukommen. Manchmal könnte man es EINGEBUNG nennen. Nebenbei: Hat aber auch nichts gebracht!

Pech, dann wurde es eben ein „Rendevouz“ zu zweit…ohne Hausmeister.

 

Nun warte ich darauf, dass die Gegenseite in die Pötte kommt und sich endlich etwas tut, bevor mir der halbe Fliesenspiegel persönlich „Guten Tag!“ sagt und unbedingt in meine Arme fallen möchte. Über derlei Ansinnen von Herzlichkeit kann ich ganz gut verzichten. Ich bin da nämlich etwas scheu eingestellt, was solche anbiedernden Kontaktaufnahmen betrifft….erst recht, wenn dieser Drang nach Nähe aus höchst einseitigen Interessenslagen* heraus geboren wird.

 

 

*wie der Schwerkraft (aka mangelhafte Wahrung der Haltung)