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Heißer Brei (24.06.2016)

 

Moin zusammen!

 

Wer das liest, scheint noch nicht ganz wie ein armes, der Hitze wehrlos ausgesetztes Eis am Stiel dahingeflossen, oder wie ein Papierbötchen von reißenden Fluten hinweggerissen worden zu sein.

Glückwunsch!

Es ist hier heute bei mir sogar derartig heiß gewesen, dass es selbst den Holzbohlen auf meinem Balkon das Harz aus den Rippen gepresst hat, obwohl ich diese seit meinem Einzug als derartig abgetrocknet eingeschätzt hatte- sieht man einmal vom Regen ab-, dass es theoretisch an ein Wunder grenzen müsste, wenn da noch irgendetwas des ehemaligen Baumsaftes zu Tage treten würde.

Da jedoch angeblich auch „weinende Madonnen“ ein Existenzrecht besitzen sollen, werte ich die harzigen Tränen auf meinem Balkon nicht als ein profanes, thermisches Ereignis, sondern werde gleich mal im Vatikan durchrufen.

Wir halten also für diese Woche als Erkenntnis fest:

Es ist Sommer!

 

Welche Erkenntnis wurde mir zudem zuteil?

Menschen brauchen klare Ansagen. Freundlich, aber bestimmt. Punkt. Der berühmt-berüchtigte „Heiße Brei“ verwirrt nur. Davon war ich schon immer überzeugt und wurde diese Woche in dieser Meinung auch bestätigt.

Doch nicht nur klare Ansagen sind wichtig, sondern allein schon das simple Kommunizieren an sich. Wer den Mund nicht aufbekommt und stattdessen immer gleich an der ganz großen Glocke läutet, braucht sich nicht wundern, wenn ihm/ihr nicht nur Zustimmung entgegenweht.

Denn ich zum Beispiel reagiere sehr allergisch auf Steakmesser à la Doppelwellenschliff, die mir mit wechselnden Drehrichtungen in den Rücken geschoben werden, obwohl nach vorne hin „Schönwetter“ geherrscht hatte. Es wird wohl eine Weile dauern, bis ich diese Wunde auskuriert haben werde, auch wenn ich mir nach außen hin diesen zwischenmenschlichen Rückschlag nicht mehr anmerken lassen werde. Es wurde vorerst geklärt. Die Aktion hat aber eindeutig nicht dazu beigetragen, dass ich der Menschheit vollumfänglich vertrauen würde. Besser ist es. Das bewahrt ungemein vor Enttäuschungen.

Es nützt auch nichts, irgendjemandem (insbesondere unterstellten Mitarbeitern) ständig nur Zucker in den Hintern pusten zu wollen, was eh nicht meine Art ist, denn, wie ich oben schon schrieb, sind es offenkundig die klaren, freundlich-bestimmtem Ansagen, die alle weiterbringen. Viele Menschen brauchen einfach eine klare Führung und keine unnötige Herumeierei. Eine gute Portion Souveränität ist hierfür entscheidend, sonst nimmt einem niemand diese Rolle ab.

Ich arbeite nach dem Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“. Ich fühle mich der ausgleichenden Gerechtigkeit verpflichtet und möchte niemanden nur die sauren Gurken ernten lassen. Es bleibt nicht aus, dass dies geschieht- wie oft durfte ich selbst solche Exemplare genießen-, doch sollte es immer irgendwo einen Ausgleich geben. Für gemeinhin bleibt zwar das Negative eher in den Köpfen hängen, doch ehrliche Menschen können sich offen eingestehen und honorieren, dass nicht immer alles schlecht ist, was man ihnen angedeihen lässt. Wenn ich Mitarbeitern etwas Gutes tue, dann erwarte ich einen respektvollen Umgang und Engagement, und dass zumindest der Allgemeinheit- nicht mir persönlich!- dafür Tribut gezollt wird. Das gehört sich meiner Meinung nach so, denn letztlich sitzen alle in einem Boot.

Alles andere macht das Leben nur umso schwerer.

Was möchte ich euch also sagen oder besser schreiben:

Redet miteinander, klärt Missverständnisse und unterschwelliges Unwohlsein in der Magengrube rechtzeitig auf, bevor der ganz große Knall droht, und respektiert das Gegenüber, egal wie krumm und schief ihr dessen Nase finden möget.

 

In diesem Sinne:

S.

 

 

 

 


Erkenntnis des gestrigen Tages… (04.06.2015)

 

Wer Mitarbeiter zu delegieren und deren Dienstpläne zu erstellen hat, der…:

a) …braucht keine Feinde,

oder

b) …kann sich auf Selbstverschreibung über kurz oder lang in die Klappsmühle einweisen,

oder

c) …beides!

 

Mann, Mann, Mann. Es gibt echt Tage, da wöllte man sich am liebsten in seinem imaginären Schneckenhaus verbarrikadieren und sich ungestört seinen eigentlichen Aufgaben am Arbeitsplatz widmen, die nicht unerheblich sind. „Macht euren Dreck doch alleene!„, hat schon der letzte Sachsenkönig ausgerufen.

Aber nein! Das würde wohl so passen. Jetzt erst recht! Man muss zwar nicht zwingend ganz andere Saiten aufziehen (das blockiert nur noch mehr), aber es wird demnächst ein ganz anderes Lüftchen um die Ecke wehen. Wat mut, dat mut. Wer es nicht honoriert und/oder verträgt, dass man den kleinen Finger reicht und einem stattdessen die ganze Hand abgefressen wird, dem ist dann wohl offenbar ein anderer Ton genehm. Bitteschön!

Viele Leute denken, dass es nur ihnen alleine schlecht geht. Dass auch Vorgesetzte und vor allem andere Kollegen im gleichen Boot sitzen, wird gerne großzügig übersehen. Bei einigen Mitarbeitern, die am lautesten schreien, dürften die Augen übergehen, wenn sie meine monatlichen Arbeitszeiten sehen würden… Und ganz nebenbei versuche ich immer mein Möglichsten im Sinne aller und reiße mir den Allerwertesten auf.

Ich arbeite sehr gern und auch sehr viel. Aber in solchen Momenten sucht man schon fast verzweifelt nach dem fiesen kleinen Motiviertierchen, das wahrscheinlich irgendwo auf der grünen Wiese hockt und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lässt.

Zum Glück gibt es aber doch noch ein paar Mitarbeiter, die Probleme konstruktiv kommunizieren können, kollegial denken und vor allem da sind, wenn man sie braucht. Vor denen ziehe ich den Hut und das lasse ich sie auch wissen. Das ist das Mindeste, was ich entgegenbringen kann.

 

Moral von der Geschicht‘:

Es wird immer zweimal abgerechnet. Denkt nicht nur an euch. Achtet die Leistung anderer. Verliert den Respekt voreinander nicht!