Schlagwort-Archive: Musik

Gute Vorsätze… (16.10.2017)

 

 

 

…ähm…bisschen früh dafür, schon klar. Das hat auch nichts mit dem frühen Vogel und so zu tun, weshalb es mich zu dieser Überschrift verleitete. Vielmehr ist es das mich plagende schlechte Gewissen, das mich dazu trieb, jene Worte zu wählen, aus welchen es- mehr oder minder- vor Selbstzerfleischung triefen sollte. So der Plan.

Mehr oder minder. Erfolgreich.

Lieber/s Blog, es tut mir leid, dass ich dich und all die treuen Leser so sträflichst vernachlässige. Schon wieder. Oder immer noch. Ich weiß es nicht mehr.

Eigentlich wollte ich euch an meinen letzten Urlaubserlebnissen teilhaben lassen. Einfach, weil es mir so teilenswert erscheint, was ich sehen durfte. Ganz ohne starglanzallüreske, Leserscharen anlockende Spotlight-Kriecherei…es geht ja schließlich nicht um mich, sondern um das Drumherum. Ausschließlich.

Tja, zumindest zur Vorankündigung hatte es schon mal gereicht. Mea Culpa. Aber ich bleibe dran.

Dieses Wochenende (inkl. Freitag und Montag…also heute) war ich nämlich auch schon wieder durch die Landen gereist. Dienstlich. Nach München. Habe mich fachlich auffrisieren lassen bzw. die Grundlagen dazu geschaffen.

Da blieb leider wieder keine Zeit für die Kür, also freizeitmäßige Schreibarbeiten.

Noch nicht mal für die Liebe. Ihr glaubt nicht, wie weh das tut. Okay, okay, es trainiert mich einigermaßen in den Wahlpflichtfächern Geduld und Verzichtübung…Ich will aber… )-: Nix da! Wenn dein Leben zwingend auf einem Ponyhof stattfinden soll, dann hättest du ein Pony werden müssen. Pech. Hör auf zu heulen. Aber… Sitz! Platz! AUS! Bin ja schon still…

Pah. Dieser chronische Zeitmangel kann mich mal! Ich bleibe dran. In jeglicher Hinsicht. Dieses Mal wirklich!

*PIEP PIEP PIEP

Sack Zement! Wer stört?

*PIEP PIEP PIEP

Ich KANN dich NICHT HÖREN, du doofe, gerade fertig gewordene Waschmaschine, die mir mit ihrem penetranten Piepsen bestimmt und unfreundlich mahnen soll, jetzt noch die Wäsche aufzuhängen, bevor sie total zerknittert und dabei auch noch  auf das erfolgreichste die In-Strict-Confidence-Playlist-geschwängerte Luft um mich herum zerreißt, in welcher ich gerade Körper und Seele entspannt zurücklehnen wollte!

*PIEP PIEP PIEP!!!

Jahaaaa, ich komm ja schon…

.

.

.

.

 

 

 

 

 


Where’s the revolution?! (29.05.2017)

 

 

Die Welt wird immer verrückter. Sie ist zu einem Tollhaus aus Befindlichkeiten, Ellbogen-Denken, Nächstenhass, mentalen Überforderungen und Ignoranz degeneriert. Das fängt im Kleinen an und hört mit den Dingen (vermeintlich) auf, die uns tagtäglich medial auf dem Silbertablett präsentiert werden. Wem es dabei noch nicht schon längst hochgekommen ist, dem soll versichert sein: Das ist nur die Spitze vom Eisberg. Mindestens einen Versuch habt ihr noch, um euch eurer (zwangs)eingeflößten, sauer aufstoßenden Inhalte rekapitulierender Weise erneut annehmen zu dürfen.

Vielleicht auch eher früher als später sogar zu müssen.

So kann es doch nicht weitergehen! Irgendwo dreht wieder jemand durch und schon stellt sich erneut die Frage: Sollen wir uns unser Leben verbieten lassen? Von Wildfremden, denen wer weiß wer oder was zwischen die Hirnwindungen gefahren ist und dort das letzte Bisschen Menschlichkeit zerschlagen hat. Auf der anderen Seite kehrt die Normalität so schnell zurück, dass es einem erst richtig bewusst wird, wenn der nächste „Zwischenfall“ eintritt. Ist das gut? Oder nicht? Was kann man tun? Oder ist es genau richtig so?

Unabhängig von Konfessionen und Kulturen sind wir alle Schäfchen, die irgendetwas hinterlaufen, wahrscheinlich ohne wirklich zu wissen, was ES sein soll. Wir folgen einfach. Weil es die anderen auch tun. Dynamik der Masse. Wir sehen, wie links und rechts hin und wieder der symbolische Blitz einschlägt oder sich Abgründe auftun und uns dezimierend unserer (anonymen) Weggefährten berauben. Doch wir gehen weiter, stets in der Hoffnung, dass es uns nicht treffen wird. Vielleicht müssen wir auch weitergehen, damit es nicht noch mehr Abstürze auf dem gefährlich maroden, bröckelnden Untergund gibt, den wir Mutter Erde nennen.

Weiter. Hin zur nächsten Hölle, die wir uns selbst erschaffen haben. Weil wir sind, was wir sind. Wölfe im Schafspelz. Tickende Zeitbomben, für die ein Funken nur der Beschleunigung ihrer Determination dient. Doch auch ohne Katalysator fliegt uns der Laden irgendwann um die Ohren. Was uns dann noch bleibt, ist, dass wir uns das Spektakel mit einem kühlen Cocktail in der Hand auf einer Anhöhe mit schön viel Weitblick ansehen und uns ein letztes Mal fragen: Wie blöd waren wir eigentlich?!

 

 

You’ve been kept down.
You’ve been pushed ‚round.
You’ve been lied to.
You’ve been fed truths.
Who’s making your decisions?
You or your religion?
Your government, your countries?
You patriotic junkies.

Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.
Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.

You’ve been pissed on
For too long.
Your rights abused.
Your views refused.
They manipulate and threaten
With terror as a weapon.
Scare you till you’re stupefied.
Wear you down until you’re on their side.

Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.
Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.

The train is coming.
The train is coming.
The train is coming.
The train is coming.
So get on board.
Get on board.
Get on board.
Get on board.

The engine’s humming.
The engine’s humming.
The engine’s humming.
The engine’s humming.
So get on board.
Get on board.
Get on board.
Get on board.

The train is coming.
The train is coming.
The train is coming.
The train is coming.
So get on board.
Get on board.
Get on board.
Get on board.

The engine’s humming.
The engine’s humming.
The engine’s humming.
The engine’s humming.
So get on board.
Get on board.
Get on board.
Get on board.

Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.
Where’s the revolution?
Come on, people.
You’re letting me down.

(Depeche Mode; „Where’s the revolution?“ ; written by Martin L. Gore; Spirit)

 

 

Eine Revolution beginnt nicht auf der Straße. Sie beginnt im Kopf. Eines jeden Einzelnen! Ganz ohne Gewalt und Gegengewalt. Ganz ohne unterdrückende ÜBERzeugungkräfte und Selbstinszenierung.

Ganz ohne wehende Fahnen.

So get on board!

 

 


Abendprogramm (27.05.2017)

 

 

Ich bin dann mal unterwegs.

Nach Leipzig.

Depeche Mode hören. 🤘😎

Quasi in gediegener Wohnzimmerathmosphäre. Mit nur 69.999 anderen zusammen. 😉

 

Ick freu mir!

 

 


Ich bin…begeistert. (09.03.2017)

 

 

Lange fristete die CD ihr Dasein auf meinem Stapel der noch zu hörenden Silberlinge.

Die Hörproben im Laden waren schon gut, aber (wie so oft) noch nicht völlig aussagekräftig. „The Jezabels“ sollten dennoch eine Chance bekommen. Doch dann geriet „Synthia“ daheim mehr oder minder in Vergessenheit.

Bis ich sie doch (endlich!) aus dem Dornröschenschlaf erweckte.

 

„Come Alive“

Gather round all you young, heed my warning
When you’re young and you’re lovely, there are voices
That pull you down like some malady inside us
But not yours and not mine in her likeness

I come alive, I come alive
I come alive, I come alive
This whole week since you arrived

They seek the shade that you can only get from the holes in her body
That’s the allure of the smoke and the stars and the call to the oven
And all the women who’ve fallen before me were tipping the scales
But somehow the allure of the smoke and the stars can no longer pull me

I come alive, I come alive
I come alive, I come alive
In true love to feel right
Allow myself more than those mothers were allowed
And more love in my life than suicide

And if you say, if you do dare to say
That it’s all in my mind
When every trouble that you care to relate to was born of a mind
And up against the letters of my betters
Who wrote I should be in the ground
I come alive, I come alive
I come alive, et je revive

I come alive, I come alive
I come alive, I come alive
To feel we are certified
Je revive, et je revive
Les joies de vivre
I come alive and out into the real
I come alive

[The Jezabels; Synthia; Come alive]

Es empfiehlt sich das Originalvideo dazu anzuschauen.

 

Ich bin begeistert.

Ein bitterer Beigeschmack schwingt jedoch retrospektiv betrachtet mit, schließlich schlug auch hier die Unsäglichkeit cancer disease zu. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, hat „Come alive“ noch eine weitere Bedeutungsebene hinzugewonnen. Ein Lied über und für starke Frauen.

Je revive, et je revive
les joies de vivre.

 

Viel Freude beim Musik-Stöbern!

S [Punkt]

 

 


Heute schon „Weihnachten“ gehabt? (05.12.2016)

 

 

…wenn nicht, dann braucht ihr keinen Grund zur Sorge haben…mindestens eine Chance habt ihr in diesem Jahr noch.

Ich selbst habe mich heute quasi selbst beschenkt. Ganz unverhofft.

Umso besser!

So landete spontan die „In Transit“ von Covenant in meinem „Einkaufswagen“ beim örtlichen Musikdealer. Inklusive einer gratis Beipflichtung des Verkäufers, dass diese seine persönliche Lieblingsmusik-CD/DVD in diesem Genre sei. Genau aus diesem Beweggrund nenne ich sie ja nun auch mein Eigentum. Nach einem kurzem Plausch zum letzten Konzert und zur aktuellsten Scheibe (wir waren uns einig, dass sie wirklich gut, wenn auch für den abgelutschte Einheitsware gewohnten Mainstream-Gaumen offenbar etwas „sperriger“ geraten ist) hatte ich es sehr eilig, nach Hause zu kommen.

Ick freu mir! So ist das letzte Konzerterlebnis wieder ganz nah.

 

Solche Überraschungen sind doch eindeutig die schönsten Geschenke, nicht wahr? 🙂

Es grüßt

S[Punkt], glückselig und zufrieden.

 

 

 


Spiderman is having me for dinner TONIGHT… (31.3.2016)

 

Per Zufall stieß ich beim Stöbern durch die Armada aus Silberlingen auf „The Cure„….ein Klassiker.

 

Das Album „Disintegration„- eine der finsteren Musikplatten der Gruppe, die an die Anfangszeiten als Gothicband ankoppelte- hatte es mir besonders angetan. Man darf gerne Rückschlüsse auf meinen derzeitigen Gemütszustand schließen, muss man aber nicht.

Auf dieser Scheibe fand ich ein Lied, das ich hin und wieder im Ohr hatte, aber nie wirklich zuordnen konnte: „Lullaby„.

Angeblich verarbeitete hierin der Sänger einen Albtraum aus seiner Kindheit, der ihn immer wieder verfolgt hatte.

 

Ich besann mich, was mich damals des Nächtens so umgetrieben hatte. Vielmals sah ich mich irgendwelchen Gruselgestalten ausgesetzt. Hin und wieder quälten mich auch Feuersbrünste…gern nach Feuerschutzübungen.

Ein Alb erzeugt jedoch noch heute recht nachhaltig ein kaltes Schaudern bei mir, wenn ich an ihn zurückdenke.

 

Folgendes trug sich zu:

Ich saß auf der Rückbank der elterlichen Kutsche und sah bereits von fern einen alten, knochig-ledrigen Mann- quasi eine Art Ötzi-Replikation- auf dem Gehweg, der mich instinktiv, ohne das Warum zu wissen, im Sitz zusammensinken ließ, bis eigentlich nur noch die Haarspitzen über den unteren Scheibenrahmen hätten herausragen können. Dennoch schien mich diese furchteinflößende Person wahrgenommen zu haben und streckte gierig die Hand nach mir aus. Tja, zum Glück fuhren wir schnell an ihm vorbei…doch da hatte ich fürwahr nicht die Rechnung mit diesem höchst seltsamen Knochenmann gemacht, dessen knorrig-sehniger Arm urplötzlich an Länge zunahm und das Auto mitsamt meiner Wenigkeit zu verfolgen begann. Natürlich stellte auch das eilig hochgekurbelte Fenster kein wirkliches Hindernis dar.  Alsbald packte mich die dürre Hand am nach unten geneigten Genick und die nackte Angst fuhr mir augenblicklich in die Glieder.

Dann wurde mir gnädiges Erwachen zuteil.

 

Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hatte, um mich in der Finsternis innerlich wieder halbwegs zu beruhigen. Ich fürchtete, sobald sich meine Augen wieder schließen würden, könnte mich diese Kreatur erneut packen.

 

Es gibt schon sehr, sehr kuriose Begebenheiten, während man scheinbar selig und fernab jeder Gefahr in Morpheus Armen hin und her geschaukelt wird. Obacht daher: Gelegentlich könnte man auch von einem Messer verfolgt werden, wie kürzlich meine Kollegin berichtete. Da steht man natürlich erst einmal aufrecht im Bett. Verständlich.

 

Was hat euch denn so in Kindheitstagen um den Schlaf gebracht? Tragt ihr auch euren ganz persönlichen „Spiderman“ mit euch herum?

 

 

 


Klappe die zweite (06.02.2016)

 

Aus dem Hause „postmondän“ darf ich nun einen zweiten Autoren recht herzlich begrüßen!

 

Wenn ich mir Stil und Inhalt der „Postmondän“schen Runde betrachte, hoffe ich doch sehr, dass es hier nicht zur subakut auftretenden geistigen Unterforderung kommt.

Eindeutige Symptomatik, die durch reflektorisch induziertes, überweites Öffnen des Mundes mit gleichzeitig forcierter Inspiration (Einstrom von Luft) gekennzeichnet ist, sollte nicht in Form von heldhaftem Durchstehen ignoriert werden. Diese überaus gefährliche Form der für den ersten Moment als idiopathisch ausgemachten Somnolenz könnte für heftige Kopfschmerzen (unfreiwillige Bekanntschaft mit der Tischplatte vor sich) sorgen. Die Autorenschaft haftet in solchen Fällen für Folgeschäden ausdrücklich nicht, wäre darüber aber überaus unglücklich!

Warnung genug?

Fühl dich hier trotzdem gut aufgehoben, Gregor van Dülmen! Herzlich willkommen!

 


Aufklärungsarbeit mal anders…auf die knallharte Tour. (4.11.2014)

 

Ein Beitrag einer Mitleserin (IndesTeufelsKüche) dieses Blogs bezüglich des Lebens zwischen Goths und Nicht-Goths (Sorry für die feuchte Aussprache!) hat mich zu folgenden Worten verleitet, die augenzwinkernd um Aufklärung für ein verständnisvolles und von Angst befreites Miteinander werben sollen.

Dann mal los!

 
Werter Leser, werte Leserinnen, liebe Normalos, liebe Normalinnen, an alle Nicht-Goths, Zeugen Jehovas und Exorzisten,

um es eilig und nervenschonend unspannend vorweg zu nehmen, ja, wir gehen ständig auf Friedhöfe, buddeln dort Leichen aus, beten Satan an und sind die ganze Zeit total traurig.

 

Das Lachen haben wir nämlich nach dem Herauswachsen aus den Kinderschuhen (oder bereits vorher?) verlernt und falls doch noch rudimentär etwas von diesem abartigen Gefühlszug übrig geblieben sein sollte, dann gehen wir hierfür in den Keller, um uns dort ausgiebig und selbstgeißelnd dafür zu schämen.

Fleisch wird generell im rohen Zustand verzehrt…selbst von den Veganern unter uns. Aus Prinzip! Als bekennende Saucenfetischisten brauchen wir hierzu immer reichlich blutigen Fleischsaft.

Vor dem Schlafengehen (kurz vor dem Morgengrauen) wird noch artig der wehrlose Teddy geknebelt und dem Gott der Unterwelt (um Bobs Willen nicht mit dem Teufel verwechseln!) gestiftet, bevor wir uns selig in grausame Alpträume begeben dürfen.
Erst bei Eintritt der Dunkelheit öffnet sich der als Schlafstätte dienende hochwertige Sarg aus poliertem Kupfer wieder.

Tarantula ist nicht unser einziges Haustierchen, schließlich zählen noch eine äußerst verfressene Fledermaus, ein halbwilder Bluthund (hört fast nicht aufs Wort) und ein zugelaufener Werwolf zum pelzigen Inventar.
Die der Pestilenz verdächtigte Ratte Mimi mit den lustig rotglühenden Augen ist leider von der liebenswerten, aber etwas kratzbürstigen Nachbarskatze verstorben worden und steht jetzt ausgestopft in der zum Schrein umfunktionierten Vitrine. Ein bisschen aufdringlich riecht sie dort zwar vor sich hin, wenn man aber die Glastür konsequent geschlossen hält, ist es selbst für Mitarbeiter einer Kuttelei erträglich.

Die Wohnung darf man sich auch nicht fälschlicherweise als gewöhnlich vorstellen, schließlich liegt sie zum Teil unterirdisch, in verfallenen Schlossruinen oder in vergessenen Katakomben und Kellergewölben. Ganz ausgeflippt Freaks unter uns leben spartanisch unter euren Betten oder im Schrank. (Immer schön nachgucken vor dem Schlafen!)

Wie sieht denn so unser trüber Alltag aus, mag sich der ein oder andere an dieser Stelle fragen?
Naja, fast hätte ich es schon verraten. Hihi! Moment..habe ich schon…Trübsal blasen!
Echte Gefühlsregungen jenseits von Melancholie, dem Drang nach Selbstauslöschung und der abgrundtiefen Verachtung vor dem Leben ringsum sind ein Gerücht. Aber absolut!

Um ein wenig Licht in unsere innerste Finsternis zu bringen, lassen wir es in Form von Selbstverstümmelung tagtäglich (naja, eigentlich nachtnächtlich) richtig krachen, bis uns der Schmerz weiße Lichtblitze vor den Augen explodieren lässt.
Du magst das vielleicht ekelig und nicht nachvollziehbar empfinden, wir finden das aber alle supi-toll und machen das rein zu unserem Vergnügen aus Jux und Tollerei und haben im Grunde auch nichts Besseres zu tun.

Arbeiten ist so ein Sache…nachts haben sehr viele Unternehmen geschlossen und auf den Schlachthöfen nimmt man uns nicht mehr so gern, weil es in der Vergangenheit wohl immer zu exzessiven Orgien im Sammelbluttank gekommen sein soll.
Die Krankenhäuser verzichten auch dankend auf uns….vor allem die mit kirchlichem Träger. Voll unchristlich, ey!
Da bleibt den Damen wohl nur die Rolle der Domina in Lack und Leder…das habt ihr euch ja sicher schon denken können. Die aufreizenden, liebestollen Ladys müssen sich noch nicht einmal umkleiden und bleiben quasi einfach in ihrer fest verwachsenen Haus-Gruft-Kluft stecken.
Und die Herren der Schöpfung…müssen schauen, wo sie Anderen eine Grube schaufeln können.

Unsere Sonne ist der Mond! Der macht wenigstens nicht braun, auch wenn uns der alte Mann da oben ständig den Jo-Jo-Effekt vorführen muss…dünn…dicker….Vollmond….weniger dick….dünn….
Wir achten schließlich penibelst auf unser äußerliches Erscheinungsbild.
Es geht ausschließlich gestriegelt und gebügelt vor die Gruft. Der dazu passende und ebenmäßige, fast transparente Teint wird hierfür stets mit der letzten Ölung gesalbt. Geheimtipp!
So präpariert für die Ewigkeit kann es losgehen, um die letzten Nachtgestalten unter euch nach Hause zu treiben. Die Nacht gehört schließlich uns!

Wenn wir uns nicht gerade nach einem Tripp in die Hölle (Ferien auf dem Ballermann…leider ohne Eimersaufen) sehnen, hören wir gerne für Kritiker unhörbare, kryptisch anmutende, sphärisch wabernde bis ächzend donnernde Musik, die stets rückwärts läuft, um gebannt den versteckten, satanischen Botschaften zu lauschen.
Das geht soweit, dass wir sogar aktuelle Hits beschlagnahmen und eigenhändig die MP-3-Files von links auf rechts drehen. Ihr glaubt nicht, was das für eine Friemelarbeit ist!
Und ihr glaubt auch nicht, was Helene Fischer wirklich zum Besten gibt! Da schreit der Fürst der Finsternis noch persönlich nach Sodom und Gomorra und verkündet das Ende eurer kleinen, zuckersüßen Welt. So sieht’s aus. Aber feiert ruhig darauf ab und grölt gemeinsam im Chor bis die Säulen der Erde wankend zusammenbrechen.

Weil wir gerade bei der Unterhaltung sind: Wir gucken ja nie Fernsehen, höchstens in die Ferne, um im sicheren Abstand dem Untergang eurer Welt (siehe oben) beizuwohnen.
Eine Ausnahme gibt es aber doch, weshalb wir uns dieses Flimmerkastens dann letztlich doch annehmen: Twilight und Co!!!!
Boah, was stehen wir auf diese Vampirendlosschleifen! Da vergisst man ja glattweg seine Manieren und könnte vollkommen euphorisiert abgehen…bis sogar die kleine Zehe zur unterlegten Filmmusik mitwackelt. Unerhört!

 

Ich hoffe, ihr könnt uns nun dank dieser intimen Einblicke ein klein wenig besser verstehen, wechselt nicht gleich die Straßenseite und guckt uns nicht schräg von der Seite an, wenn wir uns im Supermarkt eine Flasche BLUTorangensaft kaufen möchten. Wir sind ganz lieb und wollen nur (mit euch) spielen!

Ergänzung:
Und weil man ja alles verallgemeinern soll und dafür zwingend alle in einen Topf werfen muss, habe ich stellvertretend für alle Kollegen und Kolleginnen der Schwärze in der Wir-Form gesprochen.
Alle Gruftis sind so und wer sich von denen dagegen ausspricht ist voll doof…und außerdem gar nicht true!
WIR SIND ALLE SO! Basta!

 

Hassliebste Grüße!
Ein kleiner, einsamer Grufti.

 

P.S.: Wer sich unter euch Skeptikern wundern sollte, dass dieser Brief noch vor Einbruch der vollkommenen Dunkelheit veröffentlich werden konnte…ich habe für das Erscheinen des für die Menschheit eminent wichtigen Dokumentes extra eine Zeitschaltuhr eingebaut.
Macht es erst mal gut, Leute, mein Wecker klingelt gleich…

 

 

P.P.S.: HOLT MICH HIER RAUS! Der Teddy.

 

 

 


Freifahrtschein in kunterschwarze Wohlfühlwelten (5.10.2014)

 

Vorab: An alle, die glauben, dass Gruftis (ob mehr oder weniger rein optisch oder tatsächlich im Herzen) alles kinderfressende Satanisten wären, die um Mitternacht bei Nebel, Kerzenschein und Käuzchenschrei ihre armen und wehrlosen Stofftierchen opfern…bitte weitergehen, hier gibt’s nüscht zu gaffen!

An alle anderen aufgeklärteren Mitbürgerinnen und Mitbürger:
Muuaahahahahaaaaa!
*hust*
Äh…moin!

Was ein Fest gestern im Haus Auensee, als ASP dem schwarzen Völkchen mal wieder kräftig einheizten!
Ein wahrer Schmaus war das….nein, wir haben uns da jetzt aber nicht gegenseitig die Kehlen abgekaut. So etwas machen nur die doofen zwielichtigen Edwards oder wie die alle heißen.
Was ich sagen/schreiben möchte: Es war der reinste Augen- und Ohrenschmaus.
ASP sind einfach ein Garant für exzeptionelle Darbietungen ihrer Kunst…egal, ob leibhaftig oder als aufwendig gestalteter Silberling.

Eigentlich hätte ich dieses Mal ausnahmsweise bei keinem der beiden Leipziger Konzerte sein können, doch wie es der Zufall wollte, gewann ich kurzfristig doch zwei Freikarten.
Ich gewinne doch sonst nie etwas!
Und bevor ich mich schlagen lasse…nee, Quatsch…groß war die Freude, sag‘ ich euch!

Und so tauchte ich zufrieden ab in meine kunterschwarze Wohlfühlwelt.

Man mag es glauben, oder nicht…der Abend bot auch genug Erhebendes und Erheiterliches.
Humor belongs to goth music!
So sieht’s aus, Freunde!

Lustig fand ich eine goldige Anekdote zuvor am Einlass.
Da fragte mich ein touristisch motiviert herumradelndes Ehepaar, ob denn die schwarze Menge dort hinten eine Beerdigung sei, oder doch eine Konzertveranstaltung!
Ich lächelte die beiden diabolisch…äh….strahlend an.
Nein, wir sind allesamt Besucher eines Konzertes, das ich Ihnen nur wärmstens ans Herz legen kann.
Ob die Interessensbekundungen (Was ist das denn genau für eine Art von Musik?Gothic Novel Rock!Aha, Gothic. Und was kostet ein Ticket?…) ernster Natur waren, weiß ich nicht.
Ich hoffe aber, dass ich erfolgreich dabei helfen konnte, dass die beiden ohne ständige angstvoll nach hinten gerichtete Blicke weiter durch die anbrechende Nacht nach Hause radeln konnten.
Wir sind doch alle ganz lieb!
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
*raschel*
*biieeep*
*So, der Computer wäre jetzt aus.
*Rasputin-Vlad-Lupold, malst du mir noch so einen Drudenfuß auf die Stirn und Luzifera-Demonia-Lilith-Morticia-Wednesday, hast du mein Stoffhäschen gesehen? Das wollte ich doch heute…
*Pssssssst! Schhhhhhh!! ##§/§µ#$%\)=}{!!!!!
*Bob verdammt, der verfluchte Kasten war noch gar nicht aus!
*biieeep*


Atemloses Grauen (13.9.2014)

Gnade!“, scheint jede Faser meiner Hörsinneszellen zu schreien, wenn ich unfreiwilliger Weise einmal mehr von jenen nervtötenden Ohrwürmern heimgesucht werde, die jahrein, jahraus von ihren Erzeugern in der Musikwelt ausgesetzt werden und welche daraufhin in vollendeter Penetranz ein neues Heim in nicht schnell genug verschlossenen Gehörgängen suchen.

 

Hilfe! weiterlesen